Berend Wilbers, Jahrgang 1956, wuchs im Rheiderland auf, einem schmalen Landstrich am Dollart zwischen Ems und holländischer Grenze. Die Überschaubarkeit dörflicher Strukturen, die Ausdrucksstärke und Melodie der plattdeutschen Sprache und die emotionale Geborgenheit eines liebevollen Elternhauses prägen Kindheit und Jugend. In über 40 Berufsjahren widmet er sich in Niedersachsen und darüber hinaus mit Hingabe ganz unterschiedlichen Aufgaben in der Steuerverwaltung. Ehedem Finanzbeamter und jetzt Autor - schon dieser scheinbar kreative Widerspruch zeigt an, dass ihm daran liegt, Grenzen zu erweitern. Vor allem seine eigenen. Eine Krebsdiagnose mit Ende vierzig bringt ihn an seine Grenzen - und zum Schreiben. Er kann sich darin heilsam verlieren. Der Autor hat einen liebevollen Blick auf das Leben. Seine Geschichten blättert durchweg mit Humor auf, mit Empathie für seine Protaganisten, norddeutsch prägnant und gewissenhaft im Ausdruck.