Eugen Ehrenberg wurde 1953 in Hamburg geboren. Im grünen Westen der Stadt wuchs er auf und liebte schon als Kind die Natur. Er besuchte die Rudolf-Steiner-Schule, wo er sich besonders für die handwerklichen Fächer begeisterte. Folgerichtig absolvierte er nach Abschluss der Schule eine Ausbildung zum Gärtner, unterbrochen vom Zivildienst, bis zur Meisterklasse. Schon sehr früh setzte er die damals noch wenig bekannten ökologischen Anbaumethoden um. Bis heute lebt er in der ländlichen Umgebung des Landkreises Uelzen mit Freunden auf einem ökologisch arbeitenden Landwirtschaftshof. Im November 1991 stellte die Diagnose Multiple Sklerose das Leben von Eugen Ehrenberg auf den Kopf und er musste lernen, mit den sich sukzessive bemerkbar machenden Einschränkungen umzugehen. Zwanzig Jahre später erlitt Eugen Ehrenberg einen folgenschweren Unfall und musste eine lange Zeit im Krankenhaus verbringen. Während des anschließenden Reha-Aufenthalts schafft er es mit Hilfe eines engagierten Reha-Teams, sich zumindest einen Teil seiner Mobilität wieder zurückzuerobern. Sein Aktiv-Rollstuhl, mit dem er sich erst anfreunden musste, und später dazu das Hand-Bike, haben ihm wieder zu viel Freiheit und Selbständigkeit verholfen. Da er weiterhin auf dem Land lebt, ist das Transportmittel Nummer Eins der öffentliche Nahverkehr. Sein Tor zur Welt ist für ihn der örtliche Bahnhof und die Achse Hamburg – Hannover. Auf diesem Weg kommt er auch zu dem für ihn so wichtigen Training. Nur mit dem Hand-Bike gelangt er problemlos zum Bahnhof, kann sich auch am Zielort selbstständig bewegen und sein Leben selbstbestimmt gestalten. Eugen Ehrenberg legt jetzt sein erstes Buch vor, in dem er über diese wichtige Phase seines Lebens schreibt.