Honoré de Balzac war ein Gigant der Weltliteratur, dessen Schaffen die Grenzen des menschlich Möglichen oft zu sprengen schien. Geboren 1777 in Tours, entwickelte er sich zum unermüdlichen Chronisten des 19. Jahrhunderts. Sein monumentaler Zyklus "Die menschliche Komödie" war der kühne Versuch, die gesamte französische Gesellschaft in all ihrer Komplexität, Gier und Leidenschaft zwischen zwei Buchdeckeln einzufangen. Sein Arbeitsalltag glich einer manischen Obsession: In weiße Mönchskutten gehüllt, schrieb er oft nächtelang bei Kerzenschein, getrieben von einem enormen Kaffeekonsum und dem ständigen Druck seiner immensen Schuldenberge. Balzac war kein bloßer Träumer, sondern ein Analyst der Macht des Geldes.