101 Dinge, die Du wissen musst, wenn Dein Katzenbaby einzieht - Katharina Osterod - E-Book

101 Dinge, die Du wissen musst, wenn Dein Katzenbaby einzieht E-Book

Katharina Osterod

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Beschreibung

"101 Dinge, die man wissen muss, wenn ein Katzenbaby einzieht" ist der ideale Ratgeber für alle, die ein neues Kitten willkommen heißen. Dieses Buch bietet wertvolle Tipps und Ratschläge für die Vorbereitung auf das Leben mit einem Kätzchen. Von der Ausstattung und Auswahl des Futters bis hin zu Pflege und Erziehung. Es hilft dabei, den Alltag mit einem Katzenbaby zu gestalten und die gesamte Familie auf das neue Familienmitglied vorzubereiten.

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Seitenzahl: 158

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Katharina OsterodAnna Bleibtreu

Inhalt

Vorwort

Wichtige Entscheidungen

1.Sind Sie bereit?

2.Allergisch gegen Katzen?

3.Was kostet eine Katze im Monat?

4.Junge oder erwachsene Katze?

5.Rassekatze oder Hauskatze?

6.Züchter, Tierschutz oder von privat?

7.Ein Kätzchen oder gleich zwei?

8.Rasse und Charakter

9.Keine Qualzucht!

Grundausstattung

10.Futter- und Wassernäpfe

11.Kitten-Futter für gesundes Wachstum

12.Katzentoilette

13.Abenteuerspielplatz Kratzbaum

14.Spielzeug für Beschäftigung und Spaß

15.Transportbox

16.Rückzugs- und Schlafplatz

17.Checkliste Grundausstattung

Wenn Sie Ihr Kätzchen nach Hause holen

18.Das richtige Alter für die Abgabe

19.Checkliste Wohnungsvorbereitung

20.»Katzenzimmer« einrichten

21.Der richtige Zeitpunkt für einen guten Anfang

22.Gewohnte Dinge und Vorlieben

23.Geimpft, entwurmt, gechippt?

24.Transport nach Hause

Die ersten Tage – So gelingt die Eingewöhnung

25.Zeit nehmen! Gegen das Heimweh

26.Nicht überfordern!

27.An die Katzentoilette gewöhnen

28.Wenn schon eine Katze im Haus ist

29.Klare Grenzen setzen

30.Kein Stress beim Tierarzt

31.Checkliste Dos & Don’ts für die ersten Tage

Ernährung

32.Das richtige Futter

33.Trockenfutter

34.Nassfutter

35.Mischfutter

36.Barfen – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter

37.Fütterungsroutine

38.Trinken ist wichtig!

39.Für Katzen tabu!

Sicherheit

40.Alltägliche Gefahren

41.Balkonnetz

42.Fenstersicherung

43.Gefährliche Tüten

44.Giftige Pflanzen

45.Putzmittel, Blumendünger & Co.

46.Gefahr durch kleine Objekte

47.Checkliste für ein sicheres Katzen-Zuhause

Gesundheit

48.Den richtigen Tierarzt finden

49.Entwurmen

50.Impfen

51.Katzenschnupfen: feline Rhinotracheitis

52.Katzenseuche: Parvovirus

53.Feline Leukämie: FeLV

54.Feline Infektiöse Peritonitis: FIP

55.Felines Immundefizienz-Virus: FIV

56.Flöhe, Zecken & Co.

57.Unbedingt zum Tierarzt!

58.Kastrieren

59.Checkliste Erste-Hilfe-Ausstattung

60.Erste Hilfe im Notfall

Pflege und Hygiene

61.Die richtige Katzentoilette

62.Fellpflege

63.Krallenpflege

64.Ohren-, Nasen- und Augenpflege

Kleine Rabauken – katzentypisches Verhalten

65.Kratzen

66.Klettern

67.Jagen

68.Richtige Schlafmützen

69.Starker Wille

Was will mir meine Katze sagen?

70.Körpersprache

71.Der Schwanz als Stimmungsbarometer

72.Aufschlussreiche Mimik

73.Vielsagende Ohrstellung

74.Wohlfühl-Sound Schnurren

75.Miauen nur für Menschen

76.Warnsignale Fauchen und Knurren

Beschäftigung und Spielen

77.Warum spielen Katzen?

78.Jagdspiele als wichtige Übung

79.Geeignetes Spielzeug

80.Ungeeignetes Spielzeug

Katzen erziehen – geht das?

81.Katzen ticken anders

82.Positive Verstärkung

83.Klar und deutlich

Das Leben mit einem Kitten

84.Von der Wild- zur Hauskatze

85.Vom Baby zur erwachsenen Katze

86.Jede Katze ist eine Persönlichkeit

87.Einfühlsame Katzen

88.Katzennamen

89.Die Adventszeit mit Katze

90.Gefahren unter dem Weihnachtsbaum

91.Weihnachten und andere Familienfeste

92.Silvester mit Katze

93.Das sagt die Statistik

94.Erstaunliche Reflexe

95.Katze im Karton

96.Seltsame Beute

97.Der Gurkenschreck

98.Göttliche Samtpfoten

99.Unheimliche schwarze Katzen

100. Schöne Katzen-Momente

101. Weise Katzen

Danksagung/Bildnachweis

Impressum

Vorwort

Die Anziehungskraft von kleinen Katzenkindern ist unbestreitbar. Mit einem einzigen Blick erobern sie schnell die Herzen der Menschen. Doch bevor Sie sich entscheiden, ein solches kleines Wesen bei sich aufzunehmen, ist es wichtig, sich der Verantwortung und den langfristigen Verpflichtungen bewusst zu werden, die mit der Haltung einer Katze einhergehen.

Katzenkinder benötigen nicht nur ein liebevolles Zuhause, sondern auch eine Umgebung, die ihren Bedürfnissen gerecht wird. Überlegen Sie, ob Sie die Zeit und die Ressourcen aufbringen können, um die speziellen Anforderungen eines heranwachsenden Kätzchens zu erfüllen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Tierarztbesuche sowie ausreichend Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Denken Sie auch an Ihre eigenen Lebensumstände. Ist Ihr Alltag so strukturiert, dass Sie genügend Zeit für ein Kätzchen haben? Katzen sind soziale Wesen und benötigen Aufmerksamkeit und Fürsorge. Wenn Sie viel unterwegs sind oder ein hektisches Leben führen, stellen Sie sich die Frage, ob es der richtige Zeitpunkt für die Adoption eines Kätzchens ist.

Ebenso sollten Sie darüber nachdenken, ob Ihre Wohnsituation für eine Katze geeignet ist. Gibt es genügend Platz zum Spielen und Erforschen? Gibt es mögliche Gefahrenquellen in Ihrem Zuhause? Die Vorstellung, ein Kätzchen großzuziehen, ist wundervoll, aber es ist wichtig, sicherzustellen, dass sowohl Ihre Bedürfnisse als auch die des Tieres im Einklang stehen.

Ein lebenslanges Versprechen

Machen Sie sich bewusst, dass Sie mit der Aufnahme eines Kätzchens ein lebenslanges Versprechen geben. Dieses kleine, hilflose Wesen wird sein Vertrauen in Sie setzen, und Sie sind dafür verantwortlich, ihm ein sicheres und glückliches Leben zu bieten. Wenn Sie bereit sind, diese Verpflichtung einzugehen, steht einer wunderbaren gemeinsamen Reise nichts im Wege.

Wichtige Entscheidungen

Sie ziehen in Erwägung, ein Kätzchen bei sich aufzunehmen? Eine hervorragende Entscheidung! Eine Katze kann Ihr Leben ungemein bereichern und Ihnen viel Freude machen. Bevor Sie jedoch den Schritt wagen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob eine Katze wirklich zu Ihnen passt. Überlegen Sie, ob Ihre Lebensumstände geeignet sind: Haben Sie genügend Zeit für Spiele und Kuscheleinheiten? Gibt es einen gemütlichen Platz für Ihren neuen Mitbewohner? Wenn Sie bei einem dieser Punkte unsicher sind, ist es vielleicht besser, noch zu warten. So schützen Sie nicht nur die kleine Samtpfote, sondern auch sich selbst vor unangenehmen Überraschungen. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, steht Ihrer gemeinsamen Zeit nichts mehr im Weg – und Sie können sich auf ein Abenteuer freuen, das Ihr Leben zum Positiven verändern wird!

1. Sind Sie bereit?

Zeit

Haben Sie genügend Zeit, Ihre Katze zu pflegen, ihren Futterplatz und ihre Toilette sauber zu halten und vor allem mit ihr zu spielen und zu kuscheln? Wenn Sie viel unterwegs sind, sodass Ihre kleine Katze oft alleine wäre, ist eine Katze möglicherweise nicht das richtige Tier für Sie.

Platz

Gibt es in Ihrer Wohnung genügend Platz, damit die Katze herumtollen und spielen kann? Außerdem benötigt sie einen ruhigen Ort, an den sie sich zurückziehen kann, beispielsweise wenn Sie Besuch haben und es ihr zu viel wird. Katzen legen außerdem Wert darauf, dass ihre Toilette an einem Ort steht, der ihnen Privatsphäre gewährleistet. Auch Sie möchten sicher nicht, dass die Katzentoilette mit ihren Gerüchen und eventuell ausgegrabenen Streu für Sie und Ihre Besucher auf dem Präsentierteller steht.

Geld

Katzen sind im finanziellen Sinne relativ anspruchslos. Es gibt keine Steuer, wie bei Hunden, und keine hohen Einstellkosten, wie bei Pferden. Auch die Kosten der Grundausstattung halten sich in Grenzen. Dennoch müssen Sie bereit sein, für hochwertiges Futter, Katzenstreu sowie regelmäßige Tierarztbesuche mit Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen zu zahlen. Außerdem sollten Sie sich bewusst sein, dass eine Katze ernsthaft krank werden oder sich verletzen kann, was erhebliche Kosten verursachen kann (Katzen-Kranken- und OP-Versicherung, siehe Punkt 3).

Toleranz

Die meisten Katzen lieben es zu kuscheln, und viele sind stark auf »ihren« Menschen geprägt. Doch trotz ihrer Anhänglichkeit haben Katzen ihren eigenen Kopf. Gekuschelt wird, wann es die Katze möchte, nicht, wann es dem »Dosenöffner« danach ist. Sie zu erziehen ist zwar nicht unmöglich, kann jedoch ein herausforderndes Unterfangen sein (mehr dazu unter Punkt 81–83). Auch wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Katze nichts auf dem Tisch verloren hat, bedeutet das nicht, dass sie dies akzeptiert. Das müssen Sie als Katzenhalter aushalten können und entsprechend Toleranz aufbringen. Hunde sind meist viel mehr daran interessiert, es ihrem Menschen recht zu machen. Nicht umsonst sagt man, dass es »Katzenmenschen« und »Hundemenschen« gibt …

2. Allergisch gegen Katzen?

Das leidige Thema Katzenallergie sollte man gleich zu Beginn bedenken. Schließlich besteht immer die Möglichkeit, dass Sie gegen Katzen allergisch sind, besonders wenn Sie bereits Allergien haben oder in Ihrer Familie jemand gegen Katzen allergisch ist. In einem solchen Fall sollten Sie versuchen, auf Nummer Sicher zu gehen, denn es würde Ihnen sicherlich das Herz brechen, wenn Sie nach einigen Wochen gezwungen wären, ein neues Zuhause für Ihr Kätzchen zu suchen.

Allergisch ist man tatsächlich nicht gegen die Katze selbst oder ihre Haare, sondern gegen ein bestimmtes Protein, das sich im Katzenspeichel befindet. Durch das Putzen mit der Zunge verteilt die Katze dieses Protein über ihr gesamtes Fell, weshalb auch einzelne Katzenhaare damit behaftet sind. Eine Überempfindlichkeit gegen dieses Eiweiß kann verschiedene Symptome auslösen – von mildem Schnupfen und juckenden, tränenden Augen bis hin zu Hautausschlägen und Husten. In schlimmen Fällen kann es sogar zu Atemnot und Asthma kommen.

Um festzustellen, ob bei Ihnen eine Allergie gegen Katzen vorliegt, können Sie folgendermaßen vorgehen: Wenn Sie jemanden kennen, der eine Katze hat, verbringen Sie einige Zeit mit der Katze, spielen und kuscheln mit ihr. Achten Sie dabei und danach darauf, ob Allergie-Symptome auftreten, wie beispielsweise Niesen, laufende oder verstopfte Nase, juckende oder tränende Augen oder Atemnot. Am besten ist es natürlich, wenn Sie dies an dem Kätzchen beobachten können, das Sie möglicherweise adoptieren möchten. Ganz sicher gehen Sie natürlich mit einem Allergietest beim Arzt oder Allergologen. Mittlerweile können Sie auch online Testkits bestellen und vom Anbieter auswerten lassen. Wenn sich herausstellt, dass Sie allergisch sind, sollten Sie darauf verzichten, ein Kätzchen aufzunehmen.

3. Was kostet eine Katze im Monat?

Auch wenn Katzen recht genügsame Tiere sind, fallen doch auch nach der Anschaffung der notwendigen Grundausstattung und der Kastration regelmäßige Kosten an. Hochwertiges Futter will ebenso bezahlt sein wie Einstreu für die Katzentoilette, immer mal ein neues Spielzeug und – ganz wichtig – der zumindest einmal jährlich erforderliche Tierarztbesuch mit einer Grunduntersuchung und Impfungen.

Wichtig:

Planen Sie einen finanziellen Puffer für unvorhergesehene Kosten, wie z. B. Krankheiten, Unfälle oder andere Verletzungen ein.

Monatlich:

•Futter: 30 bis 80 Euro,hochwertige, spezielle Diäten können aber teurer sein.

•Katzenstreu: 10 bis 25 Euroje nach Art (z. B. Klumpstreu, Bioklumpstreu oder Holzstreu)

•Ungeziefer- und Wurm-Prophylaxe: 5 und 20 €je nach Art (Spot-on, Halsband etc.)

Dazu kommen im Jahr:

•Tierarzt, jährlicher Check-up: ca. 100 €

•Impfungen: 30 bis 60 €

Die Kosten/Monat belaufen sich also zwischen 60 und 140 €.

Die angegebenen Kosten können natürlich variieren. So gibt es z. B. beim Futter eine große Bandbreite, je nach Vorlieben der Katze. Außerdem kann es auch bei Katzen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Erkrankungen wie Diabetes geben, die ein Spezialfutter erfordern. Es gibt auch Katzen-Kranken- und OP-Versicherungen. Diese kosten etwa ca. 8 €/Monat, wobei sich je nach Anbieter und Tarif die abgedeckten Leistungen und die Selbstbeteiligung stark unterscheiden.

4. Junge oder erwachsene Katze?

Wenn man überlegt, eine Katze aufzunehmen, stellt man sich meist ein flauschiges, tapsiges kleines Fellbündel vor. Und gar kein Zweifel: Katzenbabys sind unglaublich süß! Sie sollten aber gut überlegen, ob ein Katzenbaby oder eine erwachsene Katze für Sie besser geeignet ist. Beides hat seine Vorteile.

Abgesehen vom »Flauschfaktor« können Sie mit einer ganz jungen Katze von Anfang an eine enge persönliche Bindung entwickeln. Bis zu einem gewissen Grad kann man so beeinflussen, wie sich das Kätzchen entwickelt, und Sie können es aufwachsen sehen. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes!

Andererseits ist die kleine Katze möglicherweise noch nicht richtig mit der Benutzung der Katzentoilette vertraut, sodass es zum einen oder anderen Missgeschick kommen kann. Hier müssen Sie sicherlich mehr Zeit und Mühe investieren und Toleranz mitbringen als bei einer erwachsenen Katze, die das alles schon kennt. Und der Spieldrang des kleinen Rackers kann für so manche Unordnung und auch Zerstörung sorgen. Erwachsene Katzen lassen es dagegen meist etwas ruhiger angehen. Außerdem brauchen sie oft nicht ganz so viel Aufmerksamkeit und Zeit. Dafür bringen erwachsene Katzen häufig ihr »eigenes Gepäck« mit, ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Vorlieben, auf die Sie eingehen sollten.

5. Rassekatze oder Hauskatze?

Es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf, ob Rassekatzen oder Hauskatzen die bessere Wahl sind. Die Entscheidung hängt ganz von Ihrem persönlichen Geschmack und Lebensstil ab. Mancher Katzenfreund träumt bereits seit Langem davon, eine Siamkatze in sein Zuhause zu holen, während andere die Europäisch Kurzhaar als die »echte« Katze ansehen.

Jede Rasse hat bestimmte Eigenschaften, die Ihnen bei der Auswahl helfen können: Sei es ein ruhiger Charakter, eine hohe Menschenbezogenheit, gesprächige Art oder lebhaftes Verhalten. Überlegen Sie, welche dieser Eigenschaften zu Ihnen passen und welche Atmosphäre Sie in Ihrem Zuhause schaffen möchten.

Die Individualität jeder Katze

Wichtig ist, dass jede Katze ein Individuum ist. Die typischen Merkmale einer Rasse können unterschiedlich ausgeprägt sein, und nicht jede Katze verhält sich so, wie die Rassebeschreibung es vermittelt. Oft gibt es auch Tiere, die ganz anders sind, als man es erwartet. Eine Garantie für bestimmte Verhaltensweisen lässt sich deshalb nicht geben.

Je nach Lebensumständen

Berücksichtigen Sie Ihre Lebensumstände. Wenn Sie ein großes Grundstück oder ein Haus mit Freilaufanschluss haben, könnte eine empfindliche Langhaarkatze weniger geeignet sein als eine robuste Hauskatze. Überlegen Sie gut, welche Katze am besten zu Ihrem Lebensstil passt.

6. Züchter, Tierschutz oder von privat?

Die Entscheidung zwischen einer Katze aus dem Tierschutz oder von einem Züchter ist bedeutend. Viele Menschen denken bei »Tierheimkatzen« zuerst an erwachsene Tiere. Doch oft finden auch ganze Würfe mit Kätzchen ihren Weg ins Tierheim. Wenn Sie sich ein Kätzchen wünschen, lohnt sich eine Anfrage dort, besonders im Frühjahr und Herbst. Die Chancen stehen gut, einem Katzenkind ein glückliches Zuhause zu schenken. Neben der Möglichkeit, einem Tier in Not zu helfen, haben Tiere aus dem Tierschutz viele Vorteile: Sie sind tierärztlich untersucht, geimpft und entwurmt und tragen meist einen Mikrochip oder ein Tattoo. Ihre Herkunft kann aber unbekannt sein, was sie zu kleinen Überraschungspaketen macht.

»Bauernhofkatzen«

In ländlichen Gebieten liest man oft »Bauernhofkatzen abzugeben«. Diese Kätzchen brauchen dringend ein neues Zuhause, da die einzige Alternative häufig das Tierheim ist. Allerdings sind sie oft nicht entwurmt, nicht geimpft und manchmal nicht an eine Katzentoilette gewöhnt. Der Umgang mit Menschen kann auch eine Herausforderung darstellen, da sie in Ställen oder Scheunen aufwachsen und nicht die gleichen Sozialisierungserfahrungen gemacht haben. Diese Kätzchen können scheu und zurückhaltend sein.

Seriöser Züchter

Wenn Sie sich für eine Rassekatze entscheiden, ist es wichtig, einen seriösen Züchter zu finden. Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl und Ihrem gesunden Menschenverstand. Besuchen Sie verschiedene Züchter und achten Sie auf folgende Punkte: Ist die Umgebung sauber und gepflegt? Riecht es angenehm? Erscheinen die Kätzchen zufrieden und neugierig? Sind sie entwurmt und geimpft (mit entsprechenden Impfpässen)? Ist der Züchter kompetent und kann er Ihre Fragen beantworten? Achten Sie zudem darauf, dass der Züchter einem internationalen Katzenzuchtverband angehört.

Die soziale Prägung der Kätzchen ist ebenfalls von großer Bedeutung. Es ist wichtig, dass Sie die Möglichkeit haben, die Mutterkatze kennenzulernen. So können Sie sehen, ob sie gesund ist und sich liebevoll um ihren Nachwuchs kümmert. Ein guter Züchter sorgt dafür, dass die kleinen Fellnasen frühzeitig mit Menschen, Geräuschen und anderen Tieren in Kontakt kommen. Dadurch sind sie aufgeschlossen und weniger ängstlich, wenn sie in ihr neues Zuhause ziehen. Gute Züchter geben ihre Kätzchen erst ab einem Alter von 10 Wochen ab, um sicherzustellen, dass die Tiere gut sozialisiert werden.

Tierheim oder Tierschutz

Die Adoption aus dem Tierschutz oder einem Tierheim gibt einem Tier in Not ein liebevolles Zuhause und ist oft kostengünstiger. Die meisten Organisationen verlangen lediglich eine Schutzgebühr, die häufig nicht die gesamten Kosten deckt, aber sicherstellt, dass ernsthaftes Interesse an dem Tier besteht. Oft sind die Tiere bereits geimpft, entwurmt und manchmal kastriert, wodurch Ihnen direkt einige Sorgen abgenommen werden. Ein Nachteil kann sein, dass die Herkunft und bisherige Geschichte unklar sind und das Tier möglicherweise traumatische Erfahrungen gemacht hat.

Von privat

Auch Privatpersonen haben häufig Kätzchen abzugeben, sei es aufgrund ungewollter Würfe oder Allergien in der Familie. Allerdings sind hier auch unseriöse Züchter oder Tierhändler unterwegs, die Katzen unter schlechten Bedingungen halten. Wenn Sie also über Kleinanzeigen ein Kätzchen adoptieren möchten, seien Sie vorsichtig. Ein seriöser Verkäufer gibt bereitwillig Auskunft über die Gründe für die Abgabe, lässt Sie die Wohnbedingungen sehen und zeigt Ihnen das Muttertier. Außerdem sollte das Kätzchen bereits geimpft und entwurmt sein.

7. Ein Kätzchen oder gleich zwei?

Häufig hört man, Katzen seien Einzelgänger und daher sehr unabhängige Tiere. Es stimmt, Katzen sind unabhängige Persönlichkeiten, aber Einzelgänger sind sie definitiv nicht. Im Gegenteil, Katzen sind sehr soziale Tiere. Sie genießen die Nähe ihrer Menschen zum Kuscheln und Spielen, fühlen sich jedoch nicht wohl, wenn sie lange allein sind. Wenn Sie häufig unterwegs sind und Ihr Kätzchen regelmäßig für mehrere Stunden allein zu Hause lassen müssen, könnte es sinnvoll sein, gleich zwei Kätzchen zu adoptieren.

Die Vorteile von zwei Kätzchen

Zwei Katzen bieten sich gegenseitig Gesellschaft, können miteinander spielen und sogar gelegentlich kleine Streitigkeiten austragen. Dadurch kommt Langeweile gar nicht erst auf. Das ist eine wichtige Überlegung, denn wenn Katzen sich vernachlässigt fühlen oder ihnen langweilig wird, entwickeln sie manchmal unerwünschtes Verhalten, um sich zu beschäftigen oder auf sich aufmerksam zu machen. So knabbern sie vielleicht Kabel an oder kratzen an der Tapete. In schlimmsten Fällen kann es sogar zu Unsauberkeit kommen.

Ein weiteres Plus ist, dass es unglaublich viel Freude bereitet, die kleinen Fellknäuel beim Spielen und Herumtollen in der Wohnung zu beobachten oder wie sie eng aneinander gekuschelt auf ihrem Kratzbaum entspannen.

Kosten und Pflege im Blick behalten

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass sich mit zwei Katzen auch die Kosten für Futter, Pflege und Tierarztbesuche verdoppeln. Zudem müssen Sie mindestens zwei Katzentoiletten aufstellen, um sicherzustellen, dass es genügend Möglichkeiten für beide gibt.

Wenn Sie sich also für zwei Kätzchen entscheiden, kann es also nicht nur das Leben der Kätzchen bereichern, sondern auch bei Ihnen für mehr Freude und Spaß sorgen. Wenn die Umstände passen, wird sich diese Entscheidung sicherlich für Sie und Ihre neuen Mitbewohner auszahlen.

8. Rasse und Charakter

Katze ist nicht gleich Katze! Egal, ob Ihre neue Hausgenossin aus dem Tierschutz kommt oder von einem Züchter stammt, Sie haben oft die Wahl zwischen verschiedenen Rassen. Die Vielfalt der Katzenrassen umfasst nicht nur unterschiedliche Erscheinungsbilder, sondern auch verschiedene Charaktere und Pflegebedürfnisse. Diese Unterschiede spielen eine entscheidende Rolle bei der Auswahl der passenden Katze für Ihr Zuhause.

Pflegeaufwand

Langhaarige Katzen wie die Perserkatze oder die Maine Coon benötigen in der Regel regelmäßige Fellpflege. Ihr flauschiges Fell ist anfällig für Verfilzungen, weshalb sorgfältiges Bürsten unerlässlich ist, um das Risiko von Knotenbildung zu minimieren und das Fell gesund und glänzend zu halten. Im Gegensatz dazu übernehmen die meisten Kurzhaarkatzen die Fellpflege weitgehend selbstständig, was sie besonders für Katzenanfänger attraktiv macht.

Unterschiedliche Charaktere

Die Charaktere der Katzenrassen können stark variieren. Einige Katzen sind sehr lebhaft und benötigen viel Bewegung und Spielzeit, während andere ruhiger und entspannter sind. Zum Beispiel sind aktive Rassen, wie die Abessinier oder die Bengal, wahre Kletterkünstler, die jede Gelegenheit nutzen, um in die Höhe zu gelangen. Es ist daher wichtig, Ihre Wohnumgebung zu berücksichtigen. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Platz und Möglichkeiten für Ihre aktive Katze bieten, sei es durch Kratzbäume, Regale oder interaktive Spielzeuge. Im Gegensatz dazu ziehen es ruhige Katzenrassen, wie die Britisch Kurzhaarkatze, vor, friedlich auf dem Sofa zu liegen und die Welt von dort aus zu beobachten. Diese Katzen genießen oft die Nähe ihrer Menschen, ohne dabei ständig aktiv sein zu müssen.

Die richtige Wahl treffen

Die Wahl der richtigen Katze sollte also auf Ihren Lebensstil und Ihre persönlichen Vorlieben abgestimmt werden. Überlegen Sie, wie viel Zeit Sie bereit sind, in die Pflege und das Spielen mit Ihrer Katze zu investieren. Berücksichtigen Sie nicht nur das Erscheinungsbild der Rasse, sondern auch ihre Bewegungsbedürfnisse und ihren Charakter.

Europäisch Kurzhaar