Verlag: Emons Verlag Kategorie: Lebensstil Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2017

111 Orte auf Mauritius, die man gesehen haben muss E-Book

Antje Allroggen  

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E-Book-Beschreibung 111 Orte auf Mauritius, die man gesehen haben muss - Antje Allroggen

Mark Twain sagte, als er im Jahr 1896 die Insel bereiste: »Zuerst wurde Mauritius geschaffen, dann das Paradies. Aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius.« Allein der Name der Insel ist bis heute Mythos geblieben. Eine Projektionsfläche für die Sehnsucht nach dem Paradies auf Erden, gelegen am anderen Ende der Welt in den türkis schimmernden Gewässern des Indischen Ozeans. Heimat der gut gehüteten Blauen Mauritius und des ausgestorbenen Dodos. Doch was ist hinter dieser Fototapete zu entdecken? Viele interessante, amüsante Geschichten und, geheimnisvolle Orte. Sie müssen nur den Hotelstrand verlassen, und schon öffnet sich eine neue Welt.

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E-Book-Leseprobe 111 Orte auf Mauritius, die man gesehen haben muss - Antje Allroggen

111 Orte auf Mauritius, die man gesehen haben muss

emons: Verlag

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Emons Verlag GmbH // 2017 Alle Rechte vorbehalten Texte: Antje Allroggen © der Fotografien: Antje Allroggen: Kap. 4, 5, 14, 15, 18, 27, 36, 38, 63, 67 unten, 82–84, 97, 100, 105, 110; Fabrice Bettex: Kap. 1, 3, 10–12, 17, 21, 32, 33, 35, 37, 41, 44–46, 49–53, 56, 57, 59–62, 64–66, 67 oben, 68, 69, 71–77, 79–81, 86, 88–94, 99, 106–108, 111; William Blunt: Kap. 13; Amelie Demeyer: Kap. 34; Dieckmann: Kap. 7, 16, 19; Jean Stéphane Genave: Kap. 25, 39, 48, 96; Maxi Gurgel: Kap. 2, 8, 9, 20, 22–24, 26, 28–31, 40, 42, 43, 47, 54, 55, 58, 70, 78, 85, 87, 95, 101, 103, 104, 109; La Demeure de Saint Antoine: Kap. 98; Jan und Nicolas Maingard: Kap: 102 © Covermotiv: shutterstock.com/natchapohn Gestaltung: Emons Verlag Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL ISBN 978-3-96041-301-1 E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons: Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Inhalt

Vorwort

1_Der Leuchtturm | AlbionMit dem Boot zum Wärterhaus

2_Ylang Ylang | Anse JonchéeEine Destillerie für ätherisches Öl

3_Die Ruinen | BalaclavaSchwarzes Lavagestein in der Baie aux Tortues

4_Der Blechschmied | BambousGießkannen und Eimer vom Straßenrand

5_Die Flamboyant-Allee | BambousRotes Blütenmeer an der Zuckerrohrfabrik Médine

6_Der jüdische Friedhof | BambousUnfreiwilliger Aufenthalt im Paradies

7_Die Lokomotive | Beau PlanJede Menge Zucker, museal verpackt

8_Der C Beach Club | Bel OmbreWo das Leben eine Party ist

9_Das Château | Bel OmbreHier speisten schon die Kolonialherren

10_Das Grand Bassin | Black RiverHeiliger See aus Tränen des Gottes Shiva

11_Die Blue Bay | Blue BaySchnorcheln im Farbenrausch

12_Die Bänke der Fischer | Cap MalheureuxHeiraten unter roten Dächern am Strand

13_Die Gouzous | Cap MalheureuxJace sprüht's an jede Wand

14_Die Grotte | CascavelleOpfergaben und Okkultismus

15_Das Schildkröten-Gehege | CascavelleEntdeckungen im Casela Park

16_Curious Corner | ChamarelWo die Welt kopfsteht

17_Die Farben von Chamarel | ChamarelNaturschauspiel jenseits des touristischen Hotspots

18_Das Lakaz | ChamarelÜbernachten im Paradies der Tropen

19_Die Terrasse mit Aussicht | ChamarelProminenter Panoramablick

20_Das Rum Shed | Chemin GrenierStilvoll trinken

21_Der Fels mit Profil | Coin de MireUnbewohnte Insel am Ende der Welt

22_La Clef des Champs | CurepipeKönigin des Kochtopfs

23_Die Patisserie Marimootoo | CurepipeSchwiegermutters Zunge in Blätterteig

24_S'Mall and Chic | CurepipeFürstlich shoppen im Schutze der Sonne

25_Der Trou aux Cerfs | CurepipeAm Abgrund

26_Das Vélo Vert | CurepipeLaboratorium für Bioprodukte

27_Voiliers de l'Océan | CurepipeHandgefertigte Schiffsmodelle

28_La Domaine des Aubineaux | Curepipe, Forest SideUnterwegs auf der Teeroute

29_Die Otentic Ökolodge | Deux FrèresDomestizierte Wildnis

30_Die Buchhandlung | EbèneKreolische Märchen

31_Das Hennessy Hotel | EbèneBling-Bling der Insel-Schönheiten

32_Der Banana Club | Grand BaieUnprätentiöses Nachtleben mit Livemusik

33_Das Beach House | Grand BaieCoole Kundschaft, viel Bier und ein Rugby-Promi

34_Le Rendez-Vous | Grand BaieKunstvolle Souvenirs made in Mauritius

35_Das Royal Palm Hotel | Grand BaieDer diskrete Charme der Prominenz

36_Die Batterie de l'Harmonie | Grande Rivière NoireVom Kolonialhaus zum psychedelischen Andachtsraum

37_Der Helipad | Grand GaubeLeicht wie ein Vogel

38_Die Île aux Aigrettes | Île aux AigrettesKleines Paradies mit vielen Tieren

39_Die Fahrt zur Île aux Cerfs | Île aux CerfsDer Ballermann unter den Stränden

40_Die Treppe von Malenga | La LauraViel Zuckerrohr, wenig Touristen

41_Le Morne Brabant | Le MorneRätselhafter Berg mit Sklaven-Geschichten

42_Der One Eye Beach | Le MorneKite-Spot am Strand der Superlative

43_Die Maniok-Biskuitfabrik | MahébourgDer Stoff, aus dem die Kekse sind

44_Das Musée Naval | MahébourgAlte Schiffe und Piratenschätze

45_Die Pirogen-Manufaktur | MahébourgAus einem einzigen Baumstamm gebaut

46_Das Château Labourdonnais | MapouVorbildlich restaurierte Residenz in den Tropen

47_Flying Dodo | MokaDie einzige Craftbeerbrauerei der Insel

48_Maison Eureka | MokaEin Anwesen trotzt dem gesellschaftlichen Wandel

49_Der Botanische Garten | PamplemoussesÄltester Garten Eden der südlichen Hemisphäre

50_Chez Tante Athalie | PamplemoussesIn die kreolischen Kochtöpfe geschaut

51_Das Denkmal des Prinzen von Kandy | PamplemoussesBlowin' in the wind

52_Der Friedhof der Weißen | PamplemoussesPère Lachaise der Insel

53_Der Sklavenfriedhof | PamplemoussesGegen das Vergraben und Vergessen

54_Die Skulptur von Paul und Virginie | PamplemoussesDas Liebespaar der Tropen

55_Das Fotoatelier | PereybèreTauchen im Hochzeitskleid

56_Sanjays Strand-Atelier | PereybèreKunst auf Zeit

57_Der Pieter Both | Pieter BothKugel als Krönung

58_Die Sieben Pyramiden | Plaine MagnienRätselhafte Monumente im Zuckerrohr

59_Der Showroom | Pointe aux CannoniersLässiger Hippie-Look am Strand

60_Der Aapravasi Ghat | Port LouisEinst Anlaufstelle für indische Leiharbeiter

61_Das Alte Theater | Port LouisVerstummte Opernklänge aus einem Kolonialbau

62_Das Atelier Littéraire | Port LouisTreffpunkt im Dunstkreis der Macht

63_Die Blaue Mauritius | Port LouisMythos der berühmtesten Briefmarke der Welt

64_Der Champ de Mars | Port LouisÄlteste Pferderennbahn der südlichen Erdhalbkugel

65_Der Fleischstand | Port LouisHühner am Haken und blutige Hammelköpfe

66_Das Fotografiemuseum | Port LouisWiege der Daguerreotypie

67_Das Frachtschiff Trochetia | Port LouisExpedition Einsamkeit

68_Das Freiluftatelier | Port LouisPEM und seine Figuren aus Holz

69_Der Gare du Nord | Port LouisMit dem Bus den Einheimischen auf Augenhöhe begegnen

70_Die Herberge Baudelaires | Port LouisStationen einer Leidenschaft

71_Der Indische Juwelier | Port LouisSchmuck der Leiharbeiter

72_Die Jummah Moschee | Port LouisViele verschiedene Stilelemente schließen hier Frieden

73_Die Königlichen Initialen | Port LouisLong live the queen

74_Der Kräuterstand | Port LouisNaturmedizin aus alten Familienrezepten

75_Die Kreolisch-Schule | Port LouisKi pe dir?

76_Le Grenier | Port LouisFrüher ein Speicher, heute Parkgarage und temporäre Galerie

77_Lespri Ravann | Port LouisKreolische Rhythmen auf originalen Instrumenten

78_Das Museum de Chazal | Port LouisBilder eines visionären Außenseiters

79_Das Natural History Museum | Port LouisAuf den Spuren des ausgestorbenen Dodos

80_Die Pagode Kwan Tee | Port LouisÄltester chinesischer Tempel der Insel

81_Die Zitadelle | Port LouisThe best defense is a good defense

82_Der Kühlste Keller | Poste de FlacqAlter Wein aus neuen Schläuchen

83_Die Glückliche Madonna | Poudre d'OrWeihwasser aus Riesenmuscheln

84_Das Krankenhaus | Poudre d'OrSpital für Tuberkulose- und Lungenkranke

85_Der Vortex | Riambel(Über)irdische Kräfte spüren

86_Das Ufer der Waschfrauen | Rivière des CréolesMorgens am Fluss

87_L'Îlot | Roches NoiresAuf diese einsame kleine Insel wünscht man sich

88_Das Schiffswrack | Roches NoiresSchätze der Tiefe

89_Die Anse aux Anglais | RodriguesWo Generationen nach Gold gruben

90_Der Café Marron | RodriguesVon der Wiederbelebung eines ausgestorbenen Baums

91_Die Île aux Cocos | RodriguesSphärisches Licht auf einer unbewohnten Vogelinsel

92_Die Kirche Saint Gabriel | RodriguesUnter viel Blut, Schweiß und Tränen erbaut

93_Die Lagune der Tintenfischstecherinnen | RodriguesDer problematische Harpunenfang in den Korallen

94_Der Markt von Port Mathurin | RodriguesHonig von glücklichen Bienen

95_Das Nippes-Museum | Rose BelleMauritischer Trödel aus Jahrhunderten

96_Das Institut Français | Rose HillTropisches Lebensgefühl revisited

97_Der Tempel Subramaniya | Rose HillFarbenfrohe Hindu-Pilgerstätte am Corps de Garde

98_Der Alte Familiensitz | Saint AntoineDer beste Ti-Punch der Insel

99_Das Grab von Père Laval | Sainte CroixDas große Pilgern

100_Das Robert Edward Hart Museum | SouillacIm Wohnzimmer des Dichters

101_Der Weinende Felsen | SouillacPeitschende Wasserwelten

102_Die Salinen | TamarinAbrissgefährdetes Kulturgut

103_Tamarins Surferbucht | TamarinWo die perfekte Welle ist

104_Patrick Mavros | Terre RougeRoyaler Schmuck von wilden Tieren

105_Das Tierheim | The ValeHundeleben auf Mauritius

106_Die Brustwarzen | Trois MamellesBerge mit drei Gipfeln

107_Die Cabane du Pêcheur | Trou aux BichesHaute Cuisine aus dem Bauwagen

108_Die Schönheitsklinik | Trou aux BichesEinfach besser aussehen

109_Das Vallée des Prêtres | Vallée des PrêtresAlte Obstplantagen und literarischer Schauplatz

110_Der Hafen der Holländer | Vieux Grand PortWo alles begann und später reichlich Blut floss

111_Das Vallée de Ferney | Vieux Grand PortHier hat der Kestrel-Falke überlebt

Bildteil

Übersichtskarten

Vorwort

»Zuerst wurde Mauritius geschaffen, dann das Paradies. Aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius«, sagte Mark Twain, als er im Jahr 1896 die Insel bereiste. Ein Aphorismus, der bis heute an der Schönen haftet wie eine zweite Haut.

Dieses Buch schaut hinter die Palmen-und-Strand-Fototapete und entdeckt Orte, die der Seele der Insel vielleicht noch näher kommen als Twains markanter Satz. Wie zum Beispiel den Sklavenfriedhof von Pamplemousses. Im 19. Jahrhundert, als die Insel noch französische Kolonie war, erwirtschafteten die Zuckerrohrplantagenbesitzer hohe Erträge, weil sie Männer aus Indien, Asien und Afrika für sich arbeiten ließen. Erst vor einigen Jahren wurden die verschütteten Gräber vieler Sklaven in Pamplemousses würdevoll hergerichtet. Die Nachfahren sind bis heute tiefgläubige Menschen. Zahlreiche Kirchen, Tempel und Grotten am Straßenrand legen auf berührende Weise Zeugnis davon ab. Auch der Street-Art-Künstler Jace kratzt mit seinen Graffiti an der glitzernden Oberfläche des Inselstaats. Seine kleinen »Gouzous« verzieren so manche graue Mauer hier. Wer sich nicht nur auf den schönen Schein verlassen will, kann ausgerechnet in einer bescheidenen Fischbude in Trou aux Biches kulinarische Genüsse erleben wie sonst kaum irgendwo auf der Insel. Oder er erlebt im Banana Club in Grand Baie die besten Musiker der Insel, die sehr viel mehr zu bieten haben als weichgespülte Sega-Klänge. Unternimmt man dann noch einen Abstecher auf die kleinere Schwesterinsel Rodrigues, begegnet man an der Anse aux Anglais nahezu unberührten Stränden.

Wer für kurze Zeit sein Strandtuch im Hotel-Resort verlässt, wird die Insel mit anderen Augen sehen. Ohne dabei auf einen wahrlich fulminanten Luxus verzichten zu müssen. Im Royal Palm etwa kann man der Jetset-Prominenz direkt am Nebentisch zuprosten. Ob Mark Twain recht hatte, als er Mauritius als ein Paradies auf Erden beschrieb, möge also jeder, der nach Mauritius reist, für sich selbst entscheiden.

Albion
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1_Der Leuchtturm

Mit dem Boot zum Wärterhaus

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Ehrlich gesagt genießt dieser Küstenabschnitt unter den Mauritiern nicht den besten Ruf. Einheimische sollen sich hier abends reichlich dem Alkoholkonsum hingeben. Es gibt sicherere und schönere Strände. Dennoch wartet hier ein besonderes Highlight auf den Besucher: ein alter Leuchtturm, der nach Voranmeldung besichtigt werden kann.

Wenn man von Port Louis aus Richtung Bambous mit dem Auto unterwegs ist, kommt man automatisch durch das Örtchen Albion. Die Küste ist an dieser Stelle sehr steinig und felsig; ihre dunklen, graubraunen Farben kontrastieren heftig mit dem Türkisblau des Wassers. Hier verstecken sich die tiefsten Felshöhlen der Insel. Früher, so erzählt man sich, suchten die Sklaven in den Grotten Unterschlupf, um sich vor den Plantagenbesitzern zu verstecken. Belebter wird es dort, wo das Resort des Club Med La Plantation d'Albion beginnt.

Info

Adresse Pointe aux Caves Road, Albion | Anfahrt von Port Louis die Autobahn Richtung Süden (hier: Port Louis Saint Jean Road), hinter dem Grand River North West an Kreuzung rechts auf B31 wechseln, an großer Kreuzung auf B78 wechseln (Albion Road), vor dem Ort rechts abbiegen auf die Pointe Aux Sables Road, bis zum Ende der Straße | Öffnungszeiten Besichtigungsanfragen über info@mauport.com, Tel. +230/2065400 | Tipp Vom Club Med aus kann man ein schönes Stück am Strand entlanggehen, bis zu den Felsen. Direkt vor dem Strand gibt es einen kleinen Imbiss, der für seine chinesischen Fleischbällchen inselweit bekannt ist. Es gibt auch vegetarische Varianten.

Der Leuchtturm, der zum nationalen Kulturgut auf der Insel zählt, ist 1910 unter der britischen Kolonialregierung gebaut worden. Auf Mauritius ist er der letzte seiner Art. Bevor es ihn gab, waren an dieser Stelle zahlreiche Schiffe gesunken. In der Nacht hatten sie die riesigen Felsvorsprünge übersehen, die unter dem Meerwasser verborgen liegen. Im Jahr 1615 ertrank hier der erste niederländische Generalgouverneur der Insel, Pieter Both.

Noch heute weist der Turm in weiß-rot gestreiftem Gewand den Schiffen ihren Weg. Im Innern geht es 46 Meter in die Höhe. Interessierte können den Kontrollraum besichtigen sowie Fotos des früheren Leuchtturmwärters, der seinen Arbeitsplatz sehr geliebt haben muss, und ein schönes Exemplar der Fresnel'schen Stufenlinse, die 1822 von einem französischen Physiker gleichen Namens entwickelt wurde. Das Highlight ist natürlich der atemberaubende Blick über die gesamte Nordostküste bis hin zum Coin de Mire und in den endlosen Horizont.

In der Nähe

Der jüdische Friedhof (5.12 km)

Die Kreolisch-Schule (7.04 km)

Der Blechschmied (7.55 km)

Das Institut Français (8.99 km)

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Anse Jonchée
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2_Ylang Ylang

Eine Destillerie für ätherisches Öl

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An touristischen Attraktionen hat die Ostküste zwischen der Île aux Cerfs und Mahébourg nicht viel zu bieten. Alles wirkt ein bisschen verschlafen. Selbst der Montagne du Lion erinnert an einen dösenden Löwen – daher der Name des Berges. Die kurvenreiche Küstenstraße führt an dieser Stelle unmittelbar am Meer entlang und gibt den Blick auf zahlreiche Inselchen frei. Im Hinterland beginnt direkt das private Naturschutzreservat Grand Bois, in dem man stundenlang wandern kann.

Hinter der kleinen Bucht von Bambous gelangt man in den unscheinbaren Ort Anse Jonchée. Eine Kurve … da, ganz plötzlich wird der Autofahrer von einem Verschlag überrascht, der in fröhlichem Gelb und Türkis gestrichen ist. »Ylang Ylang« steht auf einem Schild vor der hübschen Bretterbude.

Info

Adresse Destillerie Ylang Ylang, Route Royale, Anse Jonchée; Tel. +230/6345557 oder Tel. +230/574834470 | Anfahrt an der Küstenstraße, nördlich der Ruinen von Vieux Grand Port | Öffnungszeiten wenn offen, dann offen, gern vorher anrufen | Tipp Hinter dem kleinen Lädchen gibt es einen kleinen, nicht mehr als zehn Quadratmeter großen Garten, in dem Laurianne gut riechende Pflanzen angebaut hat. Darunter Frangipane, Bergamotte, Eukalyptus und natürlich Ylang Ylang.

Seit 20 Jahren schon verkauft Laurianne ihr selbst destilliertes Öl, das sie aus einer Vielzahl von Blumen und Blättern herstellt, die sie mehrmals in der Woche frisch aus dem heimischen Garten, aber auch aus dem benachbarten Wald pflückt. Die Gegend um Anse Jonchée ist auf der Insel für ihren Ylang-­Ylang-Anbau bekannt. Die gelben Blüten des immergrünen Baums gelten als eine der kostbarsten Pflanzen der Welt, denn sie werden zur Herstellung von Parfüm gebraucht. Das Gewächs ist äußerst empfindlich. Laurianne muss es mit viel Feingefühl pflücken, sonst verringert sich das besondere Aroma flugs.

Hinter der kleinen Wellblechhütte verbergen sich zwei Dampfkessel zum Destillieren der Öle. In ihnen wird zunächst Wasser zum Kochen gebracht. Anschließend wird der Dampf im Kühler wieder aufgefangen. Über dem aromatischen Pflanzenwasser schwimmen dann die Öle. Mehr als 20 verschiedene Sorten sind im Sortiment: Neben Ylang Ylang gibt es auch Fläschchen mit Frangipane, Zitronengras, Zimt-Orange, Kampfer oder Tropenholz-Duft. Einige Tropfen genügen, und der heimische Hausflur duftet nach Urlaub in den Tropen.

In der Nähe

Der Hafen der Holländer (3.81 km)

Das Vallée de Ferney (4.5 km)

Die Maniok-Biskuitfabrik (7.75 km)

Die Île aux Aigrettes (7.76 km)

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Balaclava
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3_Die Ruinen

Schwarzes Lavagestein in der Baie aux Tortues

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Dieser Ort hat auf der Insel Geschichte geschrieben: Als die Holländer Mauritius im 16. Jahrhundert besiedelten, wimmelte es hier nur so von Schildkröten. Daher der Name: Baie aux Tortues – Schildkrötenbucht. Außerdem soll hier ein wunderschöner Wald aus Ebenholzbäumen gestanden haben. Ein kleiner Bach, der Rivière Citron, versorgte die Menschen mit frischem Wasser.

Beinahe hätten die Holländer an dieser Stelle der Insel ihre erste Kolonie gegründet ‒ wäre ihr Admiral Pieter Both nicht im Jahr 1615 mit seinem Schiff an der Küste gestrandet und ertrunken. 100 Jahre später wagten die Holländer einen zweiten Versuch, doch nach zahlreichen Seuchen und Zyklonen verließen sie schließlich Mauritius. Als der französische Gouverneur Mahé de Labourdonnais 1715 die politischen Geschäfte der Insel übernahm, hatte auch er Großes mit der Baie aux Tortues vor: Er ließ ein Marinespital errichten und baute für den Citron-Fluss einen Damm. Schließlich versorgte ein ganzes Arsenal das Militär. Kanonen sollten englische Seefahrer auf Abstand halten. Eine Mühle lieferte ausreichend Mehl und Brot für die Bevölkerung, und später, im 19. Jahrhundert, kam eine Rum-Destillerie hinzu. Zu dieser Zeit wohnten in Balaclava – so der spätere Name für die Schildkrötenbucht – reiche Industrielle aus Port Louis. Als die Küstenstädte von der Malaria heimgesucht wurden, verließen auch diese den Ort. Ein Geschäftsmann rettete die Gebäude vor dem Verfall und ließ sie wieder instand setzen.

Info

Adresse Maritim Resort & Spa, Turtle Bay, Balaclava | Anfahrt auf der Autobahn M2 in Terre Rouge am Kreisverkehr auf die Triolet Grand Baie Road, durch Arsenal, dann links auf die Arsenal Balaclava Road, der Straße bis Balaclava folgen (Hotel Maritim ist gut ausgeschildert) | Öffnungszeiten nur nach Anmeldung zu besichtigen, Tel. +230/2041000 | Tipp Am besten verbindet man die Besichtigung der Ruinen mit einem Besuch im schönsten Restaurant der Anlage: Le Château Mon Désir, ein wiederaufgebautes Kolonialhaus mit prächtiger Innenausstattung, direkt gegenüber der historischen Stätte.

Heute befinden sich die Ruinen der Festung auf dem Gelände des Maritim-Hotels und gehören zu den wenigen Kulturstätten der Insel, die vorbildlich restauriert wurden. Dem traumhaft schönen Resort dienen die baulichen Überreste als romantische Kulisse für gesellschaftliche Events. Für die Besichtigung der Ruinen muss man sich anmelden. Allein die Fahrt durch die parkähnliche Hotelanlage ist den Besuch wert.

In der Nähe

Das Denkmal des Prinzen von Kandy (3.91 km)

Patrick Mavros (5.24 km)

Die Cabane du Pêcheur (5.52 km)

Die Lokomotive (6.17 km)

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Bambous
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4_Der Blechschmied

Gießkannen und Eimer vom Straßenrand

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Gesichtslose Betonbauten, abweisende Fassaden. Ein unauffälliges Straßendorf, das man zwangsläufig auf dem Weg von Port Louis nach Tamarin durchquert. Eine improvisierte Wellblechhütte reiht sich an die andere. Viele der Bewohner von Bambous sind nicht amtlich gemeldet und nie zur Schule gegangen. Die medizinische Versorgung im Dorf ist schlecht. Ein kurzer Zwischenstopp lohnt sich trotzdem durchaus. Immerhin befindet sich hier das Fußballstadion Germain-Comarmond, in dem im Jahr 2006 einige Wettkämpfe der afrikanischen Leichtathletik-Meisterschaften stattfanden. Ebenso steht hier das letzte Ensemble an Kolonialbauten auf der Insel. Eine alte Schule, ein Gericht, eine Polizeistation. An all diesen Häusern nagt der Zahn der Zeit.

Wer an dieser Stelle die viel befahrene Straße überquert, begegnet Seeven Seevathian, einem unaufgeregten Mann unter einem üppigen Mangobaum. Er gehört zu den wenigen Handwerkern auf Mauritius, die sich noch als Blechschmied verdingen. Direkt neben seinem kleinen Verkaufsstand steht er an einer Kurbel und fertigt ständig neue Blechgießkannen, wie sie vor 30 Jahren noch überall auf der Insel zu finden waren. Daneben liegen Schüsseln und Terrinen, Briefkästen und Kochtöpfe. In seinem kleinen Lager direkt hinter dem Verkaufsstand türmen sich die Blech-Objekte zu ungewollt künstlerischen Kompositionen. Die Nachfrage nach den Gießkannen ist groß, nicht nur bei den Einheimischen. Touristen lieben ihren Retrolook und können Seevathians Kannen inzwischen auch im gut sortierten Souvenirshop erwerben.

Info

Adresse an der Rivière Noire Road in Bambous | ÖPNV Busse 52/52B von Port Louis (Transportation Center) bis Bambous-Médine | Anfahrt direkt an der A3, die durch Bambous führt, gegenüber vom Gerichtsgebäude | Öffnungszeiten in der Regel Mo‒Fr 9‒15 Uhr, es gibt aber keine festen Öffnungszeiten, wer sichergehen will, kann eine Tour zum Blechschmied buchen (nur in französischer Sprache), Tel. +230/57231755 oder +230/57755516, info@mymoris.mu | Tipp Wer von hier aus zu Fuß weiter an der Hauptstraße stadtauswärts läuft, kommt an der hübschen kleinen Kirche Saint Saveur vorbei, die zu Kolonialzeiten gebaut wurde.

Wer sich aber die Mühe macht und den kleinen Verkaufsstand in Bambous besucht, bekommt eine Kanne zum unfassbar günstigen Preis und einen Einblick ins soziale Gefüge der Insel gratis hinzu. Unter dem Mangobaum des Blechschmieds hat es sich neben einem Schuhmacher auch ein junger Mann mit Reggaemütze bequem gemacht.

In der Nähe

Die Flamboyant-Allee (1.56 km)

Die Grotte (2.91 km)

Das Schildkröten-Gehege (3.52 km)

Der jüdische Friedhof (4.49 km)

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Bambous
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5_Die Flamboyant-Allee

Rotes Blütenmeer an der Zuckerrohrfabrik Médine

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Leuchtendes Rot hat auf Mauritius eine Botschaft: Bald geht das alte Jahr zur Neige, und das neue beginnt. Deshalb heißt der Neujahrsbaum auf mauritischem Kreolisch »bouquet banané«. Sein Rot erinnert die Einheimischen christlichen Glaubens an das bevorstehende Weihnachtsfest. Wer also behauptet, dass es in den Tropen keine Vegetation gebe, die nur saisonal in Blüte steht, irrt. Den Wechsel der Jahreszeiten kann man durchaus auch hier erleben.

Schon im November, wenn in Deutschland die graue und trübe Jahreszeit beginnt, fängt der Flammenbaum auf Mauritius an zu blühen. Seine feuerroten Blüten fliegen wie kleine Konfettistreifen durch die Luft. Seine Krone gleicht dann einem roten Sonnenschirm, der schon mal eine Straße überspannen kann. Ursprünglich kommt der frostanfällige Baum aus Madagaskar. Inzwischen gilt sein Bestand weltweit als gefährdet. Auf Mauritius begegnet man ihm meist vereinzelt am Straßenrand. Die Zuckerrohrfabrik Médine pflanzte jedoch vor einigen Jahren eine ganze Allee aus Flammenbäumen, die sich vor den Produktionshallen befindet und die man von der Hauptstraße aus bewundern kann. Seit mehr als 100 Jahren baut Médine Zuckerrohr an, die Produktpalette wurde aber längst erweitert. Fährt man die Allee entlang über das Unternehmensgrundstück, vorbei an einzelnen Fabrikgebäuden, trifft man auf eine weitere Allee von Jacaranda-Bäumen, die in einem strahlenden Gelb blühen.

Info

Adresse Médine Limited, 4, Clarens Fields Business Park, Black River Road, Bambous, Tel. +230/4016101, www.medine.com | Anfahrt an der A3 Richtung Süden zwischen Albion und Flic en Flac; vor dem Casela Park auf der rechten Seite | Öffnungszeiten Besichtigung der Médine-Fabrik nach Voranmeldung | Tipp Auf dem Gelände befindet sich eine Höhle, die Caverne Tyack, in der sich Nachtigallen aufhalten sollen. Einst diente sie geflohenen Gefängnisinsassen und auch Sklaven als Versteck. Die Caverne du Docteur Ducasse findet man nur einige hundert Meter weiter an der Hauptstraße Richtung Beaux-Songes.

Neben der Produktion von Zucker befindet sich auf dem Gelände auch eine Rum-Destillerie. Eine der edelsten Rumsorten, der Pink Pigeon, benannt nach einer mauritischen endemischen Vogelart, wird hier fabriziert. Wenn die Besucher das Médine-Grundstück auf der anderen Seite wieder verlassen, passieren sie eine Allee, die von Königspalmen gesäumt ist ‒ und halten noch einmal vor den Flamboyants. Am Rot ihrer Blüten kann man sich hier richtig berauschen.

In der Nähe

Die Grotte (1.36 km)

Der Blechschmied (1.56 km)

Das Schildkröten-Gehege (1.97 km)

Die Brustwarzen (5.34 km)

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Bambous
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6_Der jüdische Friedhof

Unfreiwilliger Aufenthalt im Paradies

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Am 26. Dezember 1940 erreichte die »Atlantic« Mauritius. Nach mehr als drei Monaten Fahrt hatten die jüdischen Flüchtlinge endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Sie hatten das Schiff in dem Glauben betreten, es würde sie nach Palästina bringen. Dann aber ging es Richtung Mauritius, das sich zu dem Zeitpunkt unter dem Protektorat der Briten befand. Kaum waren sie in Port Louis angelangt, wurden sie in das ehemalige Gefängnis in Beau Bassin gebracht. Fünf Jahre lebten sie eingesperrt hinter dicken Mauern. 127 von ihnen starben und wurden auf dem Friedhof von Saint Martin beigesetzt. Er befindet sich auf einer kleinen Anhöhe, mit freiem Blick auf den Ozean.

Der Friedhof dient als letzte Ruhestätte für alle auf Mauritius vertretenen Konfessionen. Der jüdische Teil ist durch ein schmiedeeisernes Tor begrenzt, das ein Davidstern ziert. Über dem Eingang hängt ein weißes Schild mit den Worten: »1940–1945: Blessed be the true judge – Gelobt sei der wahre Richter«. Noch heute wirkt der Friedhof sehr gepflegt. Grabinschriften, die durch die salzige Luft kaum noch lesbar waren, wurden von der jüdischen Glaubensgemeinschaft der Insel erneuert. Seit einigen Jahren befindet sich auf dem Friedhof ein kleines Museum – in einer ehemaligen katholischen Kapelle ‒, das von der Geschichte der Deportierten erzählt. Zu sehen sind Tagebücher, die während der Zeit im Camp geschrieben wurden, Fotos, Dokumente, Noten, Bilder und Zeichnungen. Die Inhaftierten gründeten ein eigenes Orchester, das bei zahlreichen Festivitäten auf der Insel spielte, und eigene Gewerke. Die Frauen erfanden neue Rezepte, die Männer fertigten Werkzeug oder auch Schmuck aus Schildpatt. Am 21. Februar 1945 erhielten die jüdischen Inhaftierten im Gefängnis von Beau Bassin die Nachricht, dass sie nach Hause reisen durften. Sie waren frei. Viele von ihnen kehrten später zumindest einmal nach Mauritius zurück.

Info

Adresse Saint Martin Jewish Cemetery, Raymond River Street, Bambous | Anfahrt von Albion auf die Albion Branch Road, an der Kreuzung rechts auf die A3, die nächste direkt links in die Raymond River Street, nach der zweiten Kurve auf der rechten Seite | Tipp Zur Vorbereitung auf den Besuch des jüdischen Friedhofs eignet sich die Lektüre des Romans »Der letzte Bruder« von Nathacha Appanah, einer mauritischen Schriftstellerin. Etwas südlich vom Friedhof beginnt das Naturschutzgebiet um die Gipfelregion des Corps de Garde, in der man herrlich wandern kann (vom Friedhof auf die Chaumerie Branch Road, links in die Crétin Avenue).

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Beau Plan
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7_Die Lokomotive

Jede Menge Zucker, museal verpackt

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Noch Anfang des 19. Jahrhunderts hatte die Zuckerrohrproduktion auf Mauritius einen regelrechten Boom erlebt. Um 1850 herum schien die Wirtschaft auf der Insel jedoch zu kollabieren: Zu dieser Zeit mussten noch etwa 125.000 Tonnen Zucker jährlich mit völlig überladenen Esel- und Pferdekarren transportiert werden.1856 wurde schließlich der Plan gefasst, ein Eisenbahnnetz über die Insel zu spannen. Sechs Jahre später begannen die Bauarbeiten für zunächst zwei Strecken. Wenig später folgten weitere. Das Eisenbahnnetz trug maßgeblich dazu bei, dass der Handel mit Zuckerrohr auf Mauritius bis ins 20. Jahrhundert hinein weiterhin florierte. Ab den 1950er Jahren erschien der Transport des Süßstoffs, der immer mehr zu einem saisonalen Geschäft wurde, nicht mehr rentabel. Zehn Jahre später verabschiedeten sich die Mauritier von der Eisenbahn. Bis heute denken viele ältere Insulaner wehmütig an die alte Zeit des Zugverkehrs auf Mauritius zurück. Auf dem weitläufigen Gelände des Zuckermuseums in Beau Plan steht eine alte Dampflok und erinnert an diesen wichtigen Teil mauritischer Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte.

Wer mehr über das Transportmittel wissen will, dem liefert das »Aventure du Sucre« eine Fülle von Informationen. Das Museum ist in vorbildlich renovierten Industriehallen untergebracht, in denen früher tatsächlich Zucker gefertigt wurde. Weil das Gelände mit dem Eisenbahnnetz verbunden war, gehörte die Domäne zu einer der wichtigsten Produktionsstätten der Insel. Heute wird hier noch immer Zucker hergestellt, wenn auch marginal wenig. Das Museum erzählt die komplette Geschichte des Zuckers auf der Insel.

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Adresse Aventure du Sucre, Beau Plan, Pamplemousses | Anfahrt von der M2 auf der Höhe von Pamplemousses auf die B18 nach Beau Plan abbiegen (ausgeschildert) | Öffnungszeiten täglich 9–17 Uhr | Tipp Der Souvenirshop ist riesig groß und reicht vom süßen Mitbringsel bis zu Strohtaschen, Rumfläschchen, kreolischer Literatur oder Tuniken.

Inzwischen gibt es auf dem Gelände längst nicht mehr nur das Museum, das Fachleute für sein innovatives Ausstellungskonzept loben, sondern auch ein Restaurant und eine Rhumerie. Außerdem finden regelmäßig äußerst sehenswerte Events und Konzerte statt. Selten wird der Strukturwandel so greifbar wie an diesem Ort.

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Bel Ombre
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8_Der C Beach Club

Wo das Leben eine Party ist

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»Hello Summer!«, hört man den DJ aus dem C Beach Club ins Mikrofon rufen. Nackte Füße graben sich neben der Tanzfläche in den vibrierenden Sand. Die Location befindet sich direkt am Strand im äußersten Süden der Insel.

Noch vor einigen Jahren waren hier, in Bel Ombre, höchstens einige einsame Rusa-Hirsche unterwegs. Das beliebte Jagdrevier steht inzwischen auch den Besuchern der Insel offen. Im C Beach Club gehen die europäischen und russischen Touristen auf die Pirsch. Ihre Hände sind beim Gruppentanz gen strahlende Sonne gestreckt, am Körper tragen sie nicht viel mehr als Badehose oder knappen Bikini. Die Rhythmen der (Live)musik dringen bis unter die Haut, die Stimmung ist gut bis ausgelassen. Hier wird von morgens bis abends gechillt, getanzt, geflirtet. Die DJs werden für spezielle Events direkt aus Paris und London eingeflogen. Man trinkt Champagner im Pool – nicht aus Plastik, aus richtigen Gläsern, versteht sich. Während sich die Badenden fröhlich zuprosten, begegnen sich unter der Wasseroberfläche viele fremde Füße.

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