111 Orte im Ruhrgebiet die man gesehen haben muss, Band 1 - Fabian Pasalk - E-Book

111 Orte im Ruhrgebiet die man gesehen haben muss, Band 1 E-Book

Fabian Pasalk

4,5

Beschreibung

Wussten Sie, wo im Ruhrgebiet Napoleon residierte? Oder wo ein echter Voodooaltar steht? Und wo die Ruhrgebietshippies ihr eigenes Woodstock hatten? Warum gibt es ein Krankenhaus für Tauben? Wieso steht ein riesiges Indianerzelt in Dortmund und ein Saloon samt Cowboydorf in Duisburg? Haben Sie schon mal von der Existenz eines Königreichs mittenim Ruhrgebiet gehört? Oder sind Sie schon mal mit Ihrem Hund durchs Weltall spaziert? All diese Fragen beantwortet dieses Buch und blickt gründlich hinter die Kulisse - und das gleich 111 Mal.

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Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Emons Verlag GmbH // 2014 Alle Rechte vorbehalten Texte: Fabian Pasalk © der Fotografien: Fabian Pasalk Gestaltung: Emons Verlag Kartografie: Regine Spohner Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL ISBN 978-3-86358-458-0 E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

ID 5331A822

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons: Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Inhalt

Vorwort

1_Die Marina Rünthe | Bergkamen-RüntheSportbootzentrum im alten Kohlehafen

2_Der unterirdische Flughafen | Bergkamen-StadtmitteDas Tor zur Welt liegt unter Tage

3_Altes Brauhaus Rietkötter | Bochum-StadtmitteTraditionsreicher Bierausschank im alten Gerberviertel

4_Am Rübenkamp | Bochum-HordelZu klein für eine Zechensiedlung

5_Das Bochumer Rathaus | Bochum-StadtmitteNeorenaissance, gewichtige Glocken und Brunnen

6_Der englische Kohlenweg | Bochum-DahlhausenDie vergessene Bahntrasse als Radwanderweg

7_Die Haltestelle Rathaus (Süd) | Bochum-StadtmittePrämierte Untertagearchitektur

8_Der Ice Cube | Bochum-EhrenfeldEin Eisblock versorgt Bochum mit Trinkwasser

9_Der Katholikentagsbahnhof | Bochum-StadtmitteEin Haltepunkt für christliche Pilger

10_Das Kuhhirtendenkmal | Bochum-StadtmitteEin Dorf gedenkt seines Hirten

11_Die Ökokleingartenanlage | Bochum-WattenscheidZurück zum ökologischen Ursprung des Kleingärtnertums

12_Das Polenviertel | Bochum-StadtmitteSchimanskis Ahnen und ihr polnisches Zentrum

13_Die Ruhr-Universität | Bochum-Querenburg»Guernica« und andere Kunstschätze

14_Die neue Synagoge | Bochum-StadtmitteJüdischer Backsteinexpressionismus aus israelischem Naturstein

15_Das Thealozzi | Bochum-StahlhausenDas kulturelle Überbleibsel des Heusnerviertels

16_Die Zeche Knirps | Bochum-HordelEin Bergwerk in Kinderhänden

17_Der Gesundheitspark Quellenbusch | Bottrop-VonderortDie Kuranlage mit Gesundheitspyramide

18_Der Köllnische Wald | Bottrop-FuhlenbrockEin Stückchen Urwald im Ruhrgebiet

19_Das Quadrat Bottrop | Bottrop-FuhlenbrockViergeteiltes Museumszentrum mit Skulpturenpark

20_Der Europaplatz | Castrop-Rauxel-StadtmitteDie Sprungschanzen der Europastadt

21_Die Naturhindernisbahn | Castrop-Rauxel-SchwerinRasanter Pferdesport von der Insel

22_Das Dattelner Meer | DattelnEin Rangierbecken für dicke Kähne

23_Die Freiheit Horneburg | Datteln-HorneburgDie Alte Freiheit und das Tuens Hüsken

24_Die Mühlensammlung | Dinslaken-HiesfeldEine Wassermühle beherbergt Windmühlen

25_Die Lippefähre | Dorsten-HolsterhausenÜbersetzen mit Hand anlegen

26_Das akustische Denkmal | Dortmund-EvingDie Zeche Minister Stein und die »neue Evinger Mitte«

27_Das Besucherbergwerk Graf Wittekind | Dortmund-SyburgAuf allen vieren durchs Bergwerk

28_Das Big Tipi | Dortmund-Innenstadt-NordDas größte Indianerzelt der Welt

29_Das Dortmunder U | Dortmund-Innenstadt-WestVon der Bierbrauerkunst zum Ostwallmuseum

30_Das Goldene Wunder | Dortmund-InnenstadtEine eigene Klimazone für das Antwerpener Flügelretabel

31_Der Kanalhafen | Dortmund-Innenstadt-NordDas Hafenamt als Aushängeschild

32_Die Oldtimersammlung | Dortmund-WellinghofenAutomobilmuseum und »schönste Garage der Welt«

33_Der Phoenix-See | Dortmund-HördeWie der Phönix aus der Asche

34_Die Schwebebahn | Dortmund-BaropFührerlos durch die Lüfte Dortmunds

35_Das Bienenmuseum | Duisburg-Rumeln-KaldenhausenSchwärmerei für Schwarmtiere

36_Das Dichterviertel | Duisburg-ObermarxlohEin rotes Viertel kämpft gegen sein Image

37_Die Five Boats | Duisburg-KasslerfeldDer Innenhafen als Trockendock außergewöhnlicher Architektur

38_Der Garten der Erinnerung | Duisburg-AltstadtEine Rückblende in alte Getreidezeiten

39_Der Hebeturm | Duisburg-HombergDas monumentale Relikt des einstigen Trajekts

40_Die Liebfrauenkirche | Duisburg-StadtmitteGefaltete Fensterfronten aus dem Vatikan-Pavillon

41_Der Matena-Tunnel | Duisburg-BruckhausenDas marode Bindeglied zum Alsumer Berg

42_Der Mercatorbrunnen | Duisburg-AltstadtGerhard de Kremer und sein nautisches Andenken

43_Der Museumsdampfer | Duisburg-RuhrortEinst versenkt – nun der Letzte seiner Art

44_Der Spaghettiknoten | Duisburg-WerthackerSonore Idylle zwischen Flüsterasphalt

45_Der Tauchgasometer | Duisburg-MeiderichKünstliche Unterwasserwelt in alter Industrieanlage

46_Das Tausendfensterhaus | Duisburg-RuhrortEhemaliges Finanzamt mit viel Durchblick

47_Die Kluterthöhle | Ennepetal-MilspeDie Wiege der Speläotherapie

48_Der Krenzer Hammer | Ennepetal-RüggebergEin schmiedendes Familienunternehmen

49_Die Dubois-Arena | Essen-BorbeckMax Schmeling, Frank Zappa und die Hippies

50_Die Freiheit | Essen-StadtmitteDer »Krupp’sche Friedhof« und der Ruhrschnellweg

51_Die Halde Zollverein I/II | Essen-StoppenbergDer Hügel im Schatten des Weltkulturerbes

52_Der Jahrhundertbrunnen | Essen-StadtmitteDie Stadt gedenkt ihres Stifts

53_Das Königreich Beisen | Essen-KaternbergEin Stadtteil erklärt sich autark

54_Die Korte Klippe | Essen-HeisingenDer romantische Aussichtspunkt über dem Baldeneysee

55_Das Kulissenhaus | Essen-StadtmitteUnbekanntes hinter dem Grillotheater

56_Der Park der fünf Hügel | Essen-WestviertelDer Krupp-Park und das Tiegelgussdenkmal

57_Der Pastoratsberg | Essen-WerdenFränkische Wallanlagen und ein jüdischer Friedhof

58_Das Schaustellermuseum | Essen-StadtmitteKonservierte Kirmes und Raritätenkabinett

59_Soul of Africa | Essen-RüttenscheidEuropas Zentrum der weißen Magie

60_Die Speakers’ Corner 2.0 | Essen-StadtmitteEine Rednerecke für Vorlaute und Rhetoriker

61_Das Stadion am Lindenbruch | Essen-KaternbergHeinz Kubsch und der »Helmut-Rahn-Zaun«

62_Die Taubenklinik | Essen-KaternbergEin Krankenhaus für die Tiere vom Schlag

63_Die Kettenschmiede | FröndenbergDas Schmiedemuseum und der Landschaftspark

64_Der alte Flughafen | Gelsenkirchen-FeldmarkDie heutige Trabrennbahn und das Gut Nienhausen

65_Das Amphitheater | Gelsenkirchen-HorstEine moderne Arena mitten im Rhein-Herne-Kanal

66_Die Glückauf-Kampfbahn | Gelsenkirchen-SchalkeDie Zeche Consolidation und ihre Knappen

67_Die Heilig-Kreuz-Kirche | Gelsenkirchen-ÜckendorfEine Bergmannskirche mit ungewisser Zukunft

68_Die Künstlersiedlung | Gelsenkirchen-ÜckendorfEin altes Bauernanwesen wird neues »Bauhaus«

69_Das Musiktheater im Revier | Gelsenkirchen-AltstadtEin architektonisches Kunstwerk und sein theatrales Spiel

70_Der Solarbunker | Gelsenkirchen-Bulmke-HüllenDer Schalker Verein und seine Massivbauweise

71_Die Windhundrennbahn | Gelsenkirchen-ResseEine Rennbahn für windschnittige Vierbeiner

72_Am Stirnband | Hagen-ErnstVilla Cuno, der Hohenhof und die Künstlerkolonie Hohenhagen

73_Das Planetenmodell | HagenUnser Sonnensystem im Mikrokosmos Ruhrgebiet

74_Der Feuerwachturm | Haltern Am See-FlaesheimDer dreibeinige Herrscher der Haard

75_Der Silbersee | Haltern Am See-SythenEin Baggerloch mit wertvollen Schätzen

76_Der Hindutempel | Hamm-UentropEin tamilischer Großtempel mitten im Ruhrgebiet

77_Das FEUER.WEHRK | Hattingen-WelperAn der Henrichshütte springt der Funke über

78_Die Wachszinshäuser | Hattingen-Altstadt… und ihre historische Altstadt

79_Das Minihotel | Herdecke-StadtmitteDas Kleinstdomizil und sein Bachviertel

80_Die Vögler Villa | Herdecke-OstendeEin amerikanischer Landsitz im französischen Barock

81_Der Gysenbergpark | Herne-SodingenDer Revierpark und die Hügelgräber

82_Die Hühnerleiter | Herne-WanneDie Zechensiedlung ohne offiziellen Namen

83_Der Kunstwald | Herne-BörnigDie Zeche Teutoburgia als Objektlandschaft

84_Das Burgenland | Herten-StadtmitteDie Kunstachse und der Schlosspark

85_Die Halde Hoheward | Herten-SüdEin astronomischer Exkurs in luftiger Höhe

86_Das Spargeldorf | Herten-ScherlebeckSpargelsilvester in Scherlebeck

87_Die Emscherquelle | HolzwickedeDer Beginn einer Köttelbecke

88_Das Haus Opherdicke | Holzwickede-OpherdickeDas Schloss am Handelsweg

89_Die Fünf-Bogen-Brücke | KamenDie Bundesbahn fährt über altes Gemäuer

90_Die Discgolf-Anlage | Lünen-HorstmarGekonnt »einlochen« im Lüner Seepark

91_Die Persiluhr | Lünen-StadtmitteEine Straßenlaterne als moderne Werbefläche

92_Die Hügelhäuser | Marl-DrewerAvantgardistische Sozialbauexperimente

93_Die Grubenlampe | Moers-Meerbeck… und ihre Halde Rheinpreußen

94_Die alte Dreherei | Mülheim-SpeldorfDer hölzerne Dachstuhl im Ausbesserungswerk

95_Der Leinpfad | Mülheim-StadtmitteDie rückwärts fließende Ruhr und der alte Pferdeweg

96_Das Solbad Raffelberg | Mülheim-Speldorf»Dem Kranken zur Heilung, dem Gesunden zum Vergnügen«

97_Die Straße der Millionäre | Mülheim-StadtmitteDie Villa Josef Thyssen und repräsentative Herrenhäuser

98_Der Elpenbach | Oberhausen-KlosterhardtDie wässrige »Wiege der Ruhrindustrie«

99_Die Miniaturwelt | Oberhausen-Neue MitteMehr als nur Modellbahn – gelebte Geschichte

100_Der Museumsbahnsteig | Oberhausen-Altstadt-MitteReger Verkehr trotz ruhender Züge

101_Der Trendsportpark | Oberhausen-Neue MitteEishockey, Skaten und Klettern in trauter Eintracht

102_Das Trainingsbergwerk | Recklinghausen-HochlarmarkVom »Klärchen« zum modernen Ausbildungszentrum

103_Die Fossa Eugenia | Rheinberg-StadtmitteDer vergessene Rhein-Maas-Kanal

104_Der TerraZoo | Rheinberg-WinterswickReptilienhaus mit Schlangenzucht

105_Die Ruhrflutbrücke | Schwerte-ErgsteEine scheinbar nutzlose Brücke ganz allein auf weiter Flur

106_Der Industriepark | Sprockhövel-NiedersprockhövelAltes Bergbaugerät und »die Wiege des Ruhrbergbaus«

107_Die Camera Obscura | Unna-StadtmitteDas Lichtkunstzentrum und die Fibonacci-Reihe

108_Der Circus Travados | Unna-KönigsbornEin Festzeltzirkus mit fantastischen Shows

109_Die Provinzialstraße | Waltrop-WesthofKuriositäten an der »alten Schachtschleuse«

110_Der Diersfordter Eiskeller | Wesel-DiersfordtSchloss Diersfordt und sein Kühlraum

111_Burg Hardenstein | Witten-HerbedeDer Zwergenkönig und die Hardenstein’sche Geldnot

Bildteil

Übersichtskarten

Vorwort

Jeder kennt die Zeche Zollverein in Essen oder den Gasometer in Oberhausen. Aber kennen Sie auch das Krankenhaus für Tauben? Oder wissen Sie, wo man unter einem Stahlwerk durchspazieren kann? Dieses Buch wagt einen Blick hinter die bekannten Kulissen, auf neue, spannende, unbekannte, ja manchmal sogar skurrile Orte.

Was macht zum Beispiel ein echter Voodooaltar in Essen? Oder wo feierten die Ruhrgebiethippies ihr eigenes Woodstock? Wieso steht ein riesiges Indianerzelt in Dortmund? Wo findet man ein kleines Königreich mitten im Ruhrgebiet? Was meint die Juristerei wohl mit SchlMonAufhG? Was brachte Bochumer Studenten in den 1970er Jahren dazu, trotz einer Miete von nur einer Mark ihre eigenen Häuser zu besetzen? Wo gab es Bürger, die ihre Steuern in Form von Kerzenwachs leisteten?

Auf all diese Fragen findet dieses Buch Antworten und bietet 111 ungewöhnliche Facetten einer Region, die kulturell viel zu bieten hat. Doch auch bekannte Industriedenkmäler werden aus einem neuen Blickwinkel betrachtet. Hier erfahren Sie, warum noch immer eine Schachtglocke über der längst stillgelegten Zeche Minister Stein erklingt und was die Haute Volaute während des Krieges in der Halde Zollverein I/II verbarg.

111 spannende Entdeckungen – sie alle haben die Region mitgeprägt und tragen dazu bei, dass sie so l(i)ebenswert ist. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Neuentdeckung des Ruhrgebiets.

Glück auf.

Bergkamen-Rünthe
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1_Die Marina Rünthe

Sportbootzentrum im alten Kohlehafen

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Urlaubsstimmung im Ruhrgebiet. Maritimes Flair mitten in Bergkamen. Der größte Sportboothafen Nordrhein-Westfalens liegt idyllisch am Datteln-Hamm-Kanal und bietet beste Voraussetzungen für entspannte Ferien im und am Wasser.

Doch so friedlich und ruhig ging es hier nicht immer zu. Einst wurden hier Kohlen, Mineralöle und Baustoffe verschifft. Der ehemalige Verladehafen der ältesten Zeche nördlich der Lippe, der Zeche Werne, betrieb seit 1939 regen Handel mit den Exportstoffen des Bergbaus. Doch nachdem 1975 die Zeche geschlossen wurde, verfielen auch die Umschlageplätze, Hafenbecken und Kais des Rünthener Hafens. Die Industriebrache direkt am Wasser wurde 1995 schließlich von der Stadt Bergkamen übernommen und wieder einem sinnvollen Nutzen zugeführt.

Info

Adresse Hafenweg 30, Bergkamen-Rünthe, www.yachthafen-marina-ruenthe.de | Pkw A1, Ausfahrt Hamm/Bergkamen (81), Richtung Bergkamen, links auf Werner Straße, rechts in den Hafenweg | ÖPNV Bus S80, S20, Haltestelle Marina | Tipp In typischem Hafenkneipenflair kann im Restaurant »Skippertreff« bei leckerem Essen Seemannsgarn gesponnen werden.

Heute erstrahlt die Marina in einem modernen Glanz – ihre Jachten sind begehrtes Ausflugsziel am Datteln-Hamm-Kanal. Wo sich vor Jahrzehnten noch Kohlehalden türmten, führt heute eine Promenade zwischen gehobener Gastronomie und malerischen Cafés vorbei an den circa 300 Luxusbooten. Nachts wird der Boulevard durch pulsierende Laternen im Rahmen des Lichtkunstobjekts »PulsLicht« in ein stimmungsvolles Lichtspiel getaucht.

Das westfälische Sportbootzentrum beheimatet neben seinen Traumjachten Rundfahrtschiffe, Bootsfahrschulen, Leihschiffe für jedermann und als besonderen Höhepunkt das Bistro auf dem Wasser. Über einen langen Stegausleger erreicht man das schwimmende Café im maritimen Look.

Ein Fitnesscenter, Rad- und Wanderwege entlang des Kanals bis zur Halde Großes Holz, Hotels und Ferienwohnungen machen den Urlaub am Kanal perfekt. Für mobile Behausungen stehen in der Oase Wohnmobilstellplätze bereit. Und noch ein Pluspunkt für Heiratswillige: Die romantische Atmosphäre veranlasste 2007 die Stadt dazu, ein Trauzimmer mit Blick auf das neue Hafenidyll einzurichten.

In der Nähe

Der unterirdische Flughafen (2,4 km)

Die Fünf-Bogen-Brücke (5,8 km)

Die Persiluhr (8,4 km)

Die Discgolf-Anlage (8,7 km)

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Bergkamen-Stadtmitte
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2_Der unterirdische Flughafen

Das Tor zur Welt liegt unter Tage

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Eilende Passagiere und hetzende Flugbegleiterinnen. Ein Tourist wird dringend zu einem Gate gebeten. Und eine weitere Durchsage kündigt den nächsten Start an. Dann hebt die Maschine ab. Mitten in der Stadt. Doch keine Sorge. Nicht über den Köpfen hinweg, sondern unter den Schuhsohlen der Passanten – tief in der Kanalisa­tion findet der Flieger seine Destination.

Der unterirdische Flughafen »Subport Bergkamen« ist natürlich nur eine audiovisuelle Installation. Doch die Illusion ist perfekt. Aus 14 Gullydeckeln auf der Präsidentenstraße, der Bergkamener Fußgängerzone, erklingen täglich alltägliche Flughafengeräusche. Lugt man durch die Kanaldeckel ins Flughafeninnere, weisen beleuchtete Hinweisschilder den Weg zur Gangway, Gepäckaufbewahrung und Co.

Info

Adresse Präsidentenstraße, Bergkamen-Stadtmitte | Pkw A2, Ausfahrt Kamen/Bergkamen (15), Beschilderung Richtung Bergkamen folgen. | ÖPNV Bus R12, R81, Haltestelle Präsidentenstraße | Öffnungszeiten Der Flughafen nimmt täglich zwischen 10–12.30 Uhr und 15–22 Uhr seinen Betrieb auf. | Tipp Eine weitere spektakuläre Lichtinstallation, die »No agreement today, no agreement tomorrow«, findet man im Kreisverkehr vor dem Bergkamener Busbahnhof.

Die Licht- und Klanginstallation von Rochus Aust gehört zum Kunstprojekt »Hellweg – ein Lichtweg«, welches die Kommunen des Kreises Unna, die Städte Hamm und Lippstadt in Kooperation mit dem »Zentrum für Internationale Lichtkunst e.V. Unna« ins Leben riefen. Das Projekt übersät die Region mit zahlreichen faszinierenden Lichtinstallationen. Bei dem Lichtkunstwettbewerb wurde der Bergkamener Untergrund-Flughafen 2005 mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Schließlich sind Flughäfen Tore zur Welt, und Bergkamen macht mit seinem auf spektakuläre Weise auf sich aufmerksam.

Der unterirdische Flughafen hat dabei doppelten Symbolwert. »Der Blick in die Tiefe vereint altrömische Eleganz mit neuester Technologie«, so Rochus Aust. Damit wird der einst von den Römern entwickelten Kanalisation gehuldigt. Und auch der Bergbau, welcher einst für die Region bedeutend war, wird hierdurch geehrt – ein Kunstwerk unter Tage. Doch leider nur begrenzt. Starterlaubnisse werden hier nur bis 2015 erteilt, dann schließt der Hafen seine Gates beziehungsweise seine Kanalisationsdeckel für immer.

In der Nähe

Die Marina Rünthe (2,4 km)

Die Fünf-Bogen-Brücke (3,8 km)

Die Discgolf-Anlage (7,5 km)

Die Persiluhr (8 km)

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Bochum-Stadtmitte
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3_Altes Brauhaus Rietkötter

Traditionsreicher Bierausschank im alten Gerberviertel

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Die Rietkötters waren eine alteingesessene Bochumer Brauereifamilie. Das alte Brauhaus des Bierclans ist das älteste erhaltene Wohngebäude der Bochumer Innenstadt, in dessen Stuben angeblich der später zum russischen Reichsvizekanzler avancierte Heinrich Graf Ostermann heranwuchs. Belegt ist, dass schon 1645 an dieser Stätte nach dem deutschen Reinheitsgebot Bier gebraut wurde.

Anfang des 19. Jahrhunderts öffnete ein Schankwirt hier eine erste Gaststätte – die »Dahm bei der Pump«. 1865 übernahm Moritz Fiege mit dem Ausschank seines Privatgebräus das schmucke Fachwerkhaus. Seine Namensgleichheit mit einer der letzten freien Brau­ereien des Ruhrgebiets, der hiesigen Fiege-Brauerei, ist übrigens rein zufällig. Fiege verstarb bereits einige Jahre nach Erwerb des Brauhauses. Seine Witwe heiratete schließlich 1870 den Braumeister Theodor Rietkötter. Dieser baute das Gebäude zur modernsten Klein­brauerei der Stadt aus, und so nahm die Rietkötter’sche Bierbrautradition ihren Lauf.

Info

Adresse Große Beckstraße 7, Bochum-Stadtmitte, www.altes-brauhaus-rietkoetter.de | Pkw A40, Ausfahrt Bochum-Hamme (3), Richtung Hordel, über die Dorstener Straße bis Brückstraße, dann Große Beckstraße | ÖPNV vom Hauptbahnhof fußläufig in 5 Minuten zu erreichen | Öffnungszeiten Täglich 11–15 Uhr und 18–22 Uhr, Sa, So 11–15 und 17–22 Uhr | Tipp Das Stammhaus Fiege der Fiege-Brauerei in der Bongardstraße kann ebenfalls täglich ab 11 Uhr besucht werden.

Inzwischen wird das Brauhaus zwar nicht mehr von den Rietkötters betrieben, der traditionsreiche Name ist geblieben. Die Gaststätte mit ihrer urigen Atmosphäre belebt noch heute das ehemalige Gerberviertel rund um die Gerber-, Brück- und Große Beckstraße. Das historische Gebäude eint ein modernes Restaurant mit einem traditionellen Brauhaus. Der gemütliche Biergarten unter der dicken alten Eiche lädt zu herzhaften Leckereien nach einem Einkaufsbummel ein. Dass man den Blick auf die gegenüberliegende Propsteikirche St. Peter und Paul mit einem kühlen Blonden noch genießen kann, ist allerdings nicht selbstverständlich. Obwohl das Brauhaus die Kriege unversehrt überstanden hatte, war es der Stadt lange ein Dorn im Auge und sollte städtebaulichen Maß­nahmen weichen. Nach langem Kampf wurde es 1986 schließlich doch in die Denkmalliste aufgenommen. So werden im Alten Brauhaus Rietkötter weiterhin hopfige Biere ausgeschenkt.

In der Nähe

Das Kuhhirtendenkmal (80 m)

Die neue Synagoge (220 m)

Das Bochumer Rathaus (310 m)

Die Haltestelle Rathaus (Süd) (310 m)

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Bochum-Hordel
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4_Am Rübenkamp

Zu klein für eine Zechensiedlung

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Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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