Verlag: Emons Verlag Kategorie: Lebensstil Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

111 Orte in Paris, die man gesehen haben muss E-Book

Sybil Canac  

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E-Book-Beschreibung 111 Orte in Paris, die man gesehen haben muss - Sybil Canac

Sie denken, Sie kennen Paris in- und auswendig? Dann lassen Sie sich von diesem Buch überraschen! Geschrieben von drei wahren Kennern verrät es Ihnen die Geheimnisse der Stadt. Kuriositäten, geheime Gärten, unbekannte Museen, Künstlerhäuser oder ganz spezielle Hotels – mit diesem Buch entdecken Sie Paris abseits der Touristenpfade, seine versteckten Schätze, seine Legenden, seine Geschichten.

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E-Book-Leseprobe 111 Orte in Paris, die man gesehen haben muss - Sybil Canac

111 Orte in Paris, die man gesehen haben muss

Renée Grimaud, Sybil Canac und Katia Thomas

emons: Verlag

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Emons Verlag GmbH // 2016 Alle Rechte vorbehalten Texte: Renée Grimaud, Sybil Canac und Katia Thomas © der Fotografien: Sybil Canac: Kap. 2, 8, 9, 13, 18, 28, 29, 32, 33, 40, 45, 52, 56, 57, 64,76, 84, 86, 102, 103, 104 Renée Grimaud: Kap. 11, 14, 25, 27 oben, 30, 36, 41, 42, 48, 50 oben,51, 53, 62, 65, 68, 75, 79, 85, 89, 91, 93, 94, 97, 101, 105, 109, 110 Maogani, Sebastien Vallée: Kap. 3, 10, 12, 15, 16, 23, 24, 27 unten, 34, 35, 44, 46, 54, 55, 66, 83 unten, 87, 92, 98, 99, 106 Mit freundlicher Genehmigung: AntiCafé Beaubourg Kap. 1; Baguett’s Café Kap. 4; Bar à Bulles @DR Kap. 5; La Barbière de Paris Kap. 6; Baton Rouge Kap. 7; Mairie de Paris – Sheth, Art Azoï Kap. 9; Chemin des Vignes Kap. 19; Ciné 13 Théâtre Kap. 20; Citédu Cinéma Kap. 21; Ferrandi Paris Kap. 30; Michel Denancé – coll. Fondation Jérôme Seydoux-Pathé © 2014 – RPBW Kap. 31; Galerie Thaddaeus Ropac Paris Pantin – Charles Duprat Kap. 38; Louis Vuitton Malletier – Jean-Marc Cédile Kap. 39; Hôtel Chopin Kap. 47; The Travellers Kap. 49; Hôtel Saint James – Antoine Baralhé Kap. 50 unten; La Manufacture 111 DR Kap. 58; Le Balcon-Élodie Dupuis Kap. 59; Le Manoir de Paris – Manoir H Kap. 60; Spa dans le Noir ?, Olivier Merzoug Kap. 61; Les Chouettes – GdeLaubier Kap. 63; Jean-Baptiste Gurliat – Mairie de Paris Kap. 67; Pavillons de Bercy –Sébastien Siraudeau Kap. 69; La Maison Plisson ® JP BALTEL Kap. 70; Maison Souquet – Éric Antoine Kap. 71; Marché sur l’eau Kap. 74; Musée des Vampires et monstres de l’Imaginaire Kap. 78; Patrick Blanc Kap. 81; Murs à pêches – Marie Bouillon Kap. 88; La REcyclerie – Alain Leroy Kap. 90; Melia Hôtel International Kap. 100; Le Tiki Lounge Kap. 108; ZZZen – Nicolas Rose Kap. 111 Adagp, Paris, 2016 Fontaine de la danse émergente Kap. 32; Fondation Foujita Kap. 35; Musée des Arts et Métiers Kap. 95; RMN Thierry Ollivier Kap. 77; Roger-Viollet Maurice-Louis Branger Kap. 83 oben; Hemis. fr: Bertrand Rieger Kap. 17, 22, 73 oben; Philippe Blanchot Kap. 107; Sylvain Sonnet Kap. 82; Hervé Hughes Kap. 73 unten; Robert Harding Kap. 66; René Mattes Kap. 80 © Covermotiv: iStockphoto.com/levkr Titel der Originalsausgabe: 111 lieux absolument étonnants à Paris © Hachette Livre (Hachette Tourisme) 2016 Deutsche Fassung: Torsten Walter Gestaltung: Emons Verlag Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL ISBN 978-3-96041-071-3 E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons: Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Inhalt

Vorwort

1_Das AntiCafé Beaubourg | Zahlen für die Zeit, die man bleibt

2_Arcade Street | Ein Videospieltempel alten Stils

3_Der Astro-Turm der Sorbonne | Mit dem Kopf in den Sternen ...

4_Baguett’s Café | Café – ganz schlicht und ohne Umstände

5_Die Bar à Bulles | In Ruhe faulenzen

6_Die Barbière von Paris | Menschen zur Höchstleistung anleiten

7_Das Baton Rouge | Wie im Bayou ...

8_Belushi’s Canal | Die Rock-’n’-Roll-Toiletten

9_Der Belvédère Willy Ronis | Kunst auf der Höhe

10_Das Bigot-Gebäude | Die Zwillingsfassaden

11_Der Bois Dormoy | … und die Solidarität der Schrebergärtner

12_Der buddhistische Tempel der Indochina-Community | Eine Loge für die Götter

13_Die Butte Bergeyre | Das Bergdorf mitten in Paris

14_Das Cabinet de Curiosités de Bonnier de la Mosson | Von Natur aus neugierig

15_Das Café A | Angesagte Architektur

16_Das Café des Chats | Eine Pause vom Stress in einer stressigen Welt

17_Die Chapelle Notre-Dame-de-la-Médaille-Miraculeuse | Pilgern in Paris

18_Das Château Rothschild | Die Poesie der Ruinen

19_Der Chemin des Vignes | Issy gestern und heute

20_Das Ciné 13 Théâtre | Schöne Familiengeschichte

21_Die Cité du Cinéma | »Hollywood-sur-Seine«

22_Die Clown Bar | Hier können Sie Zirkus spielen

23_Die Cour des Bourguignons | Sternstunden des Holzhandwerks

24_Das Delaville Café | Atmosphäre der Toleranz

25_Das Élysée Montmartre | Das Spektakel geht weiter

26_Das Emil’Or | Das geheime Atelier

27_Evi Evane | Der beste Tarama von Paris

28_Die Fabrik Chapal | Her mit einer neuen Haut!

29_Die Fabrik Doumbéa-Paris | Paris und sein Prinz

30_Die Ferrandi-Schule | Küche als Leidenschaft

31_Die Fondation Jérôme Seydoux-Pathé | Zu Ehren der Leinwand

32_Die Fontaine Chen Zhen | Der Weg des Wassers

33_Die Fontaine du Fellah | Erinnerung an das napoleonische Ägypten

34_Die Fontaine Maubuée | Der älteste Brunnen von Paris

35_Foujita in der Maison du Japon | Verborgene Schätze

36_Die Fußgängerbrücke Debilly | Crime Scene an der Seine

37_Die Fußgängerbrücke von Aubervilliers | Paris geht aufs Millenium zu!

38_Die Galerie Thaddaeus Ropac Paris Pantin | Die Banlieue auf dem Kunsttrip

39_Die Galerie Vuitton | Ein Blick in den Schatzkoffer

40_Der Gare de Paris-Gobelins | Ein Bahnhof verschwindet

41_Der Gare Lisch | Ein verlorener Bahnhof!

42_Das Grab der Marie Bashkirtseff | Erinnerung an eine kurze Passage

43_Die Grands Moulins de Pantin | Industriedenkmal im modernen Gewand

44_Die Grisette von 1830 | Der Ruhm der kleinen Arbeiterin

45_Die Halle Pajol | Das Öko-Viertel

46_Das Hennebique-Gebäude | Ein System aus Beton

47_Das Hôtel Chopin | Das Hotel und die Passage

48_Das Hôtel des Grandes Écoles | Das Landhotel mitten in der Stadt

49_Das Hôtel Paiva | Der Glanz einer Kurtisane

50_Das Hôtel Saint-James | Der erste Flugplatz von Paris

51_Der Jardin des Combattants de la Nueve | Erinnerung an die spanischen Helden

52_Das Jim-Morrison-Haus | Auf den Spuren eines Idols

53_Die Kantine des Hauses der armenischen Kultur | Küche von Herzen

54_Das Kata | Ein Wunder von einem Kinosaal

55_Das Kulturzentrum Anis Gras | Kultureller Nährboden

56_L’Archipel | Brunch in der Kapelle

57_La Java | Ein sagenumwobener Ballsaal

58_La Manufacture 111 | Der Puls der Stadt

59_Le Balcon | Paris in voller (Phil-)Harmonie

60_Le Manoir de Paris | Nur für Drahtseilnerven!

61_Le Spa dans le Noir | Entdecken Sie Ihre Sinne!

62_Léon, die Gaslaterne | Ein Licht aus der Vergangenheit

63_Les Chouettes | Genießen Sie die Höhe

64_Les Piaules | Die Adresse für höhensüchtige Rucksacktouristen

65_Das Liberté Ménilmontant | Die offenste Bäckerei der Welt

66_Little India | Zwischen Sari und Kardamom

67_Das Louxor | Leinwand frei für Ägypten

68_Die Magasins Crespin-Dufayel | Sternstunden des Handels

69_Der Magic Mirror | Magie in einer Welt der Wunder

70_Das Maison Plisson | Der Schlemmerladen

71_Das Maison Souquet | Ein Hotel in einem ehemaligen Bordell

72_Das Marais Tanzzentrum | Von der Postkutsche zur Tanzfläche

73_Der Marché Dejean | Afrika macht seinen Markt

74_Der Marché sur l’eau | Regionale Ökoprodukte per Boot

75_Die Métro-Station Arts et Métiers | Eine Traumblase

76_Das Musée-Atelier Adzak | Das Haus eines Illusionisten

77_Das Musée d’Ennery | Die Chimären aus Fernost

78_Das Musée des Vampires et Monstres de l’Imaginaire | Keine Angst!

79_Der Naturgarten | Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für die Natur

80_Notre-Dame-du-Travail | Eine Kirche für die Arbeiter

81_Die Oase von Aboukir | Der grüne Mann hat wieder zugeschlagen

82_Die orthodoxe Kirche Saint-Séraphin-de-Sarov | Die kleinste Kirche von Paris

83_Der Parc de la Butte du Chapeau-Rouge | Aufruf zum Frieden

84_Die Passage de la Sorcière | Die gefangene Hexe

85_Der Pavillon der Ermitage | Ein Pariser Lustschloss im Régence-Stil

86_Der Pavillon des Canaux | Hier perlt das Leben

87_Père Magloire, der Friedhofsschelm | Tanzt auf meinem Grab

88_Die Pfirsichmauern von Montreuil | Wettkampf der Obstbauern

89_Die Porte de Sèvres | Gips in Bestform

90_Die REcyclerie | Ein Bauernhof mitten in der Stadt

91_Das Restaurant Le Pharamond | Wie in Caen

92_Die Route du Tibet | Die tibetische Buchhandlung in Paris

93_Die Rue des Immeubles-Industriels | Warmwasser auf jeder Etage

94_Die Rue Réaumur | Ein Hoch auf Eisen und Glas

95_Saint-Martin-des-Champs | Die Geburt der Gotik in Paris

96_Die Salle d’Armes Coudurier | Wäre der Musketiere würdig

97_Der Salon du Panthéon | Die Schauspielerin als Innenarchitektin

98_Das Schokoladenmuseum | Die Geschichte der süßen Versuchung

99_Das Schwimmbad Pontoise | Ein belebendes Bad um (fast) Mitternacht ...

100_Die Skyline Bar & Lounge des Hôtel Meliá | Cocktail mit Aussicht

101_Das Solar-Hôtel | Die Welt ist bio!

102_Der Square de la Roquette | Das Tor zum Strafvollzug

103_Die städtischen Duschbäder | Eine Million Duschen

104_Street-Art in Montreuil | Kunstgalerie unter freiem Himmel

105_Die Synagoge in der Rue Pavée | Eine Herausforderung für Guimard

106_Das Tanzzentrum Momboye | Afrikanische Rhythmen in Paris

107_Der Tierfriedhof | Zu Ehren der verschwundenen Kameraden

108_Die Tiki Lounge | Halb Mensch, halb Gott

109_Das Wasserreservoir von Passy | Venedig in Paris

110_Die Weinberge von Suresnes | Der kleine Weiße aus dem Westen

111_ZZZen – Siesta-Bar | Die Wohlfühl-Oase

Bildteil

Übersichtskarten

Vorwort

Paris ist die schönste Stadt der Welt! Über 30 Millionen Touristen können nicht lügen! Beim ersten Besuch steuern sie die Plätze an, die weltweit als Pariser Wahrzeichen gelten. Man trifft sie auf den Champs-Élysées und am Eiffelturm ebenso wie auf den Ausflugsschiffen, die seit der Weltausstellung 1867 auf der Seine verkehren; sie wandeln durch die riesigen Säle des Louvre und klettern hinauf zum Montmartre und zu Sacré-Cœur.

Wer dem Pariser Charme erliegt, kehrt wieder, und dann wird klar, dass Paris seinen Ruf nicht »nur« den symbolträchtigen Sehenswürdigkeiten verdankt: Da gibt es auch den Zauber eines zu Unrecht missachteten und am Sonntagmorgen noch leeren Parks, unbekannte Fassaden, die es ebenso lohnt zu beachten wie die architektonischen Glanzstücke des berühmten Haussmann, oder einen Café au Lait an einem geschichtsträchtigen Ort, der nach der Umgestaltung durch einen zeitgenössischen Architekten in neuem Licht erscheint. Fahren Sie mit dem RER in den Nordosten, der sich rasant wandelt. Wetten, dass Sie sich beim nächsten Besuch die Augen reiben werden angesichts der erneuten Veränderungen!

Selbst wenn man seit Jahrzehnten in der Stadt wohnt, übersieht man immer etwas, einen winzigen Park, in den man noch nie einen Fuß gesetzt hat, ein Café mit unkonventionellem Dekor ... Genauso geht es den Touristen, die ihr Herz wirklich an Paris verloren haben. Im Laufe ihrer Erkundungen schärft sich ihr Blick – und damit ihre Wahrnehmung. Sie entdecken die ungewöhnlichsten Plätze und lernen die Stadt des Lichts immer besser kennen, bis sie ihnen zu Füßen liegt in all der Prächtigkeit, die sie sich seit ihren Ursprüngen erworben hat. Nach wie vor verändert sie sich ständig – vielleicht wird schon beim nächsten Besuch der Strukturreformplan Le Grand Paris (mit seinen dann mehr als 6,5 Millionen Einwohnern) Realität sein!

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1_Das AntiCafé Beaubourg

Zahlen für die Zeit, die man bleibt

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Manchmal kommen die besten Ideen aus der großen weiten Welt. Diesmal war es ein junger Mann ukrainischer Herkunft, der ein einfaches, aber geniales Konzept aus Russland importiert hat: das der russischen Anticafés, in denen man nicht zahlt, was man konsumiert, sondern die Zeit, die man dort verbringt.

In Zeiten von Shared Offices, Carsharing, Co-Cooking und Couchsurfing hat Leonid Goncharov 2013 das AntiCafé Beaubourg geschaffen, einen Ort des gemeinsamen Arbeitens und gemütlichen Zusammentreffens. Man fühlt sich wie zu Hause: Im Kühlschrank gibt’s Joghurt zur Selbstbedienung, man kann sich eine heiße Schokolade zubereiten oder eigene Speisen mitbringen. Und wer möchte, kann sich ein Buch aus der caféeigenen Bibliothek ausleihen! Dazu kommen Gratis-Zeitungen und immer jede Menge Diskussionspartner für Themen aller Art. Die Wände sind mit Kleinanzeigen tapeziert, unter denen man immer wieder Glücksgriffe findet. Und abends wird das Café zur Party-Location. Zum Programm zählen Filmvorführungen, Livekonzerte, Gesellschaftsspiele, Theateraufführungen.

Info

Adresse Rue Quincampoix 79, 75003 Paris, www.anticafe.eu | ÖPNV Linie 11, Station Rambuteau | Öffnungszeiten Mo–Fr 9–22 Uhr, Sa, So 10–21 Uhr (erste Stunde 4 Euro, jede weitere 2 Euro) | Tipp AntiCafé Louvre, Rue de Richelieu 10, 1. Arrondissement, Tel. 0033/0173717286, Öffnungszeiten wie im AntiCafé Beaubourg. Das AntiCafé Olympiades, Rue Nationale 59, 13. Arrondissement, ein ehemaliges Arbeiterviertel, das in wenigen Jahren quasi explodiert ist, hat nur wochentags geöffnet: 8–18.30 Uhr.

Optimale Arbeitsbedingungen erfordern ausreichend Platz und gutes Licht. Leonid und seine Kumpels von BonkersLab, Spezialisten für Produktdesign und Innenraumgestaltung, haben dafür – frei nach dem Motto »Willkommen zu Hause« – einen Saal von 125 Quadratmetern hergerichtet. Das Mobiliar wurde – ganz trendy! – auf Flohmärkten zusammengesucht oder speziell für diesen Zweck hergestellt.

Die Idee war ein solcher Erfolg, dass es schon Ableger gibt: das AntiCafé Louvre in der Rue de Richelieu im Herzen von Paris. Die neueste Location, das AntiCafé Innovation, ist ein richtig großer Fisch: 300 Quadratmeter auf dem Campus Cluster Paris Innovation mit Fakultäten der Uni, Start-ups sowie großen Unternehmen. Und nun sind auch die Italiener auf den Zug aufgesprungen: Das erste AntiCafé hat gerade in Rom eröffnet!

In der Nähe

Die Fontaine Maubuée (0.14 km)

Das Restaurant Le Pharamond (0.21 km)

Das Café des Chats (0.37 km)

Das Marais Tanzzentrum (0.37 km)

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2_Arcade Street

Ein Videospieltempel alten Stils

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Arcade Street ist eine Liebhaber-Adresse: eine der letzten Videospielhallen mit Automaten, auf denen japanische Spiele in der Originalversion laufen. Auch wenn Arcade Street erst 2010 von einem jungen Mann namens Anatole Albar gegründet wurde, kann man den Laden heute als Relikt vergangener Zeiten betrachten. Auf fast 400 Quadratmetern im Erd- und Kellergeschoss hat er in einem ehemaligen Dampfmaschinenhaus eine überzeugende Underground-Atmosphäre geschaffen. Das alte Kraftwerk versorgte die 230 Werkstätten entlang der Straße (siehe Ort 93). Die Aufmachung der Spielhalle entspricht ganz und gar dem Geist des Ortes: Street-Art an den Wänden, Metalltreppen unter Arkaden und Stahlgittern und unverputzte Steinmauern im Untergeschoss. Dort geht es ins zweite Kellergeschoss, von wo aus eine Passage unter der Straße hindurchführt: Dort lag die Übertragungswelle der alten Dampfmaschine.

In den 1990er Jahren waren Videospiele groß in Mode, bevor sie zur blassen Adaptation für Spielekonsolen degenerierten. Doch zum Teufel mit dem Alleinspielen, hier können 150 Leute gleichzeitig ihrer Spielsucht frönen. Arcade Street hat die ersten, stets hochgeschätzten Kampfspiele herausgebracht wie »Street Fighter 4«, »The King of Fighters« und all die großartigen Versionen von VS Fighting Games! Ganz oben in der Hitparade der meistgefragten Spiele findet man Shooter Games wie »Dariusburst« und Run’n’Gun Games wie »Metal Slug«, Rhythmusspiele wie »Taiko no Tatsujin«, Tanzspiele wie »Dance Dance Revolution« und natürlich »Pac-Man« und »Mario Kart«.

Info

Adresse Rue des Immeubles-Industriels 10, 75011 Paris | ÖPNV Linie 1,2,6,9, Station Nation | Öffnungszeiten Di–Sa 14–22 Uhr, Mo 17–22 Uhr, www.arcadestreet.fr, Tel. 0033/0140098571 | Tipp Auf der Place de l’Île-de-la-Réunion, gegenüber der Rue des Colonnes-du-Trône, weist eine Gedenktafel auf den Standort der Guillotine vom 13. Juni bis zum 8. Juli 1794 während der Französischen Revolution hin. Die Massengräber der Hingerichteten befinden sich auf dem nahe gelegenen Friedhof Picpus.

Das Publikum ist eher gereifteren Alters (18 bis 35 Jahre) und schlägt hier nach den Vorlesungen oder Bürostunden bis in den Abend auf. Dann wird es lebendig laut. Für die Videospielfans ist das die reale Welt: der Kampf gegeneinander und gegen die Maschinen, mit Emotionen und Nervenkitzel, wie sie keine Konsole und kein Online-Spiel bieten können.

In der Nähe

Die Rue des Immeubles-Industriels (0.05 km)

Die Fabrik Doumbéa-Paris (0.68 km)

Die städtischen Duschbäder (0.71 km)

Der Naturgarten (1.1 km)

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3_Der Astro-Turm der Sorbonne

Mit dem Kopf in den Sternen ...

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Am steilsten Stück der Rue Saint-Jacques, dort, wo es für Radfahrer am schwersten ist, sollte man trotz der Anstrengung einmal den Kopf heben und sich 40 Meter weiter den Astronomie-Turm der Sorbonne anschauen. Die im 13. Jahrhundert gegründete Universität, die um 1900 komplett wiederaufgebaut wurde (bis auf die Kapelle), verfolgte zu Beginn sowohl wissenschaftliche als auch literarische Ziele. Der Turm wurde 1975 wiedererrichtet.

Die eher vertrauliche Adresse bleibt wenigen Glücklichen vorbehalten, die dort Sternenbeobachtungen der Société astronomique de France (SAF) beiwohnen dürfen. Wegen des beschränkten Raums werden immer nur Gruppen von fünf Personen zugelassen, daher ist eine Reservierung sechs Monate im Voraus unerlässlich. Weiterhin muss man noch auf einen sternenklaren Himmel bei Vollmond hoffen, um den Kopf in die Sterne stecken zu können. Die Führung übernimmt Francis Oger, seines Zeichens Mathematiker und Vizepräsident der SAF.

Info

Adresse Rue de la Sorbonne 17, 75005 Paris, Besuche durch die SAF, die Société astronomique de France, Tel. 0033/0142241374 zur Reservierung, www.saf-sorbonne.eu | ÖPNV Métro Linie 10, Station Cluny-La Sorbonne | Tipp Besuche der Sorbonne sind auf Verabredung von Montag bis Freitag sowie an einem Samstag im Monat möglich. Auskunft zu barrierefreiem Zutritt gibt es unter Tel. 0033/0140462348 oder unter visites.sorbonne@ac-paris.fr.

Um in die Kuppel zu gelangen, muss man den imposanten Ehrenhof der Universität durchqueren, den Aufzug nehmen und einige Stockwerke auf einer engen, steilen Wendeltreppe nach oben klettern. Auf dem Weg kommt man an der optischen Werkstatt vorbei, in der noch fleißig an Teleskopen gebastelt und Linsen geputzt werden. Durch die Fenster des Saals, die wie der Turm selbst viereckig sind, hat man ein unvergessliches 360-Grad-Panorama (falls das Wetter mitspielt, die Luftverschmutzung nicht zu hoch ist und die Sichtverhältnisse somit gut genug sind)! Die Kuppel wiegt sieben Tonnen. Sobald sie über ein Räderwerk geöffnet ist, kann man sein Auge an das antike Okular von 1935 pressen und Bekanntschaft mit Epsilon Lyrae machen. Zurück auf dem Erdboden hat man noch Sterne vor Augen und sieht den Himmel über Paris in Zukunft sicher anders!

In der Nähe

Der Salon du Panthéon (0.17 km)

Die Route du Tibet (0.32 km)

Das Hennebique-Gebäude (0.44 km)

Die Salle d’Armes Coudurier (0.56 km)

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4_Baguett’s Café

Café – ganz schlicht und ohne Umstände

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Letztlich kehrt man immer zu den einfachen Genüssen zurück, den authentischen Freuden des Lebens! Ein frisches Baguette mit guter Butter zählt auf jeden Fall dazu. Wenn auch noch die Kruste knusprig ist und die Butter gesalzen, ist es eine der schönsten Gaumenfreuden! Für alle Anhänger des wahren Baguettes empfiehlt sich diese Adresse, direkt um die Ecke von der Comédie-Française und dem Jardin du Palais-Royal. Eröffnet wurde 2015, die Betreiber sind Amando und Jeanne (Ex-Model), die heute die schmackhaftesten Pâtisserien nach den Rezepten ihrer Großmutter zaubert.

Kaum hat man die Schwelle des Cafés überschritten, steigen einem die verführerischsten Düfte in die Nase: nach frischem Brot, Pains au Chocolat, Croissants, Sandteigplätzchen und anderen Köstlichkeiten, die nur darauf warten, den Gaumen zu verwöhnen. Das Café mit dem Franglizismus im Namen setzt im Dekor auf gemütliche Atmosphäre: Sitzbänke, die mit Kaffeesäcken aus aller Herren Länder bezogen sind, Tische aus unbehandeltem Holz, unverputztes Mauerwerk. Dazu die Spiegel, die den Raum größer wirken lassen, und die vielen Lampen, die Jeanne und Amando von ihren Reisen durch die ganze Welt mitgebracht haben.

Info

Adresse Rue de Richelieu 33, 75001 Paris | ÖPNV Linien 7 und 14, Station Pyramides oder Palais Royal | Öffnungszeiten Mo–Sa 8.30–18.30 Uhr, So 9.30–15 Uhr; Komplettes Frühstücksangebot ab 3,50 Euro, Baguett’s Tartine (Belag nach Wunsch) 5,50 Euro, Baguett’s Total 12 Euro, Sonntagsbrunch »wunschlos glücklich« 22 Euro | Tipp Gleich über die Straße finden Sie eine charmante Boutique im Art-déco-Stil. Plateauschuhe, Hängelampen, Schreibhefte, Schmuck, Holzschemel mit Blumendekor zum Selbstaufbauen, prächtige Kimonos. (Le facteur n’est pas passé, Rue de Richelieu 20, Tel. 0033/0142611122, Montag bis Freitag von 12 bis 19 Uhr, Samstag von 14 bis 19 Uhr)

Und das Brot? Die Baguettes stammen von der Boulangerie L’Essentiel, die für Baguett’s Café auch das Ciabatta für die köstlichen Sandwiches zur Mittagszeit liefert. Beim Kaffee fiel die Wahl auf den Röster Verlet ganz in der Nähe. Es gibt aber auch heiße Schokolade oder einen Thé Dammann (nur einer aus der reichhaltigen Auswahl). In der offenen Küche fabriziert Jeanne unwiderstehliche Tartes au Citron, Flans nach Pariser Art, Schoko-Hefeteilchen und hat die hauseigenen Jeannett’s erfunden, ein glutenfreies Feingebäck.

In Baguett’s Café gibt es Baguette nicht nur zum Frühstück, sondern auch zum Mittag oder zur Kaffeestunde. Und auf den Schiefertafeln an den Wänden stehen verlockende Angebote.

In der Nähe

ZZZen – Siesta-Bar (0.28 km)

Le Spa dans le Noir (0.58 km)

Die Oase von Aboukir (0.83 km)

Das Hôtel Chopin (0.91 km)

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5_Die Bar à Bulles

In Ruhe faulenzen

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Der einfachste Weg, die Bar zu finden: Stellen Sie sich gegenüber dem Moulin Rouge auf und nehmen dann die Treppe zu Ihrer Linken. Sicher werden Sie sich fragen, in welcher dubiosen Bar Sie landen werden ... Nein, Sie träumen nicht: Hinter einer langen Holztheke gelangen Sie in einen großen hellen Saal mit 50er-Jahre-Mobiliar und vielen bunten Lampen! Und das ist noch nicht alles. Die Glasfront am Ende des Saals gibt den Blick auf eine begrünte Terrasse mit mindestens einem Dutzend Tischen frei, die Sommer wie Winter geöffnet ist – solange es nicht regnet oder stürmt. Wer hier an einem Septembertag in der Sonne sitzt, gut geschützt vor dem unablässigen Verkehr unten auf dem Boulevard, will diesen Platz mit niemand auf der Welt tauschen!

Bulles comme »buller« – haben Sie das Wortspiel begriffen? Die Zeit an einem Ort genießen, an dem man sich wohlfühlt. Im großen Saal gibtʼs ein kleines Boudoir- sowie eine Sofa-Ecke, und der Raum ist so groß, das keiner den anderen stört. Stéphane Vatinel, der auch das Café-Bistro La REcyclerie und den Pavillon des Canaux betreibt, hat ein Erfolgskonzept umgesetzt, das besonders gut bei der Generation 30+ ankommt, dem Hauptteil seiner Klientel: das »Coffice«, eine Mischung aus »coffee« und »office«. Die meisten kommen, um Kaffee zu trinken und gleichzeitig am Computer zu arbeiten, als sei man im Büro – bis auf die Tatsache, dass man sich in einer Bar befindet … einer Bar, in der man auch essen kann: Es gibt mehrere Mittagsgerichte und sonntags einen reichhaltigen Brunch.

Info

Adresse Boulevard de Clichy 90, 75018 Paris, Tel. 0033/0153418890 | ÖPNV Linie 2, Station Blanche | Öffnungszeiten Mi–Sa 12–24 Uhr, So bis 22 Uhr | Tipp Keine Panik! Es gibt keine Animierdamen, sondern eine neue Location im Stil von SoPi (South Pigalle). Um das tropische Flair zu wahren, werden die Cocktails in muschel- oder kokosnussförmigen Tiki-Bechern wie von den Osterinseln serviert ... (Dirty Dick, Rue Frochot 10, 9. Arrondissment, täglich von 18 bis 2 Uhr geöffnet).

Die Idee ist es, tagsüber junge Leute anzulocken, die in der Gegend zwischen dem 18. und 9. Arrondissement arbeiten und sie möglichst bis zum Abend festzuhalten, wenn sich die Bar à Bulles in eine Cocktailbar mit Tapasangebot verwandelt. Probieren Sie den Mojito Moulin Rouge (Rum, Champagner, Absinth, Malvensaft und Minze). Aber pssst, das bleibt unter uns, nicht wahr?

In der Nähe

Das Maison Souquet (0.09 km)

Das Baton Rouge (0.5 km)

Die Passage de la Sorcière (0.51 km)

Das Ciné 13 Théâtre (0.52 km)

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6_Die Barbière von Paris

Menschen zur Höchstleistung anleiten

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Es gibt nur männliche Barbiere!? Aber nein, lassen Sie sich eines Besseren belehren: Sarah ist eine Barbière, die einzige in der Hauptstadt. Schon mit acht Jahren stand ihr Berufswunsch fest. Tag für Tag beobachtete sie ihren kabylischen Großvater beim Rasieren vor dem Spiegel und bewunderte seine Präzision beim Führen der Klinge ... und warnte ihre Umgebung schon vor: »Ich werde Barbière.« Sarah machte zuerst ihr Diplom als Damen- und Herrenfrisörin, ging dann bei Jean-Louis Bourasseau und Osan Turak in die Lehre. Letzterer gab ihr folgende Lebensweisheit mit auf den Weg: »Wenn du einen türkischen Bart rasieren kannst, dann kannst du die ganze Welt rasieren«, so dicht sind die türkischen Bärte.

Ihre beiden Mentoren gaben ihr alles an die Hand, um das zu werden, was sie heute ist: ein Star auf ihrem Gebiet. Sie ist so gefragt, dass ihre Kunden sechs bis acht Wochen auf einen Termin warten müssen! Doch ihr Handwerk ist kein einfacher Beruf. Man braucht mindestens ein Jahr, um den Männerschnitt zu erlernen, denn man muss Scheitel, Stufenschnitt, den Umgang mit der Frisör-Klinge lernen – in unerfahrenen Händen ein furchteinflößendes Instrument ...

Info

Adresse Rue Bertin-Poirée 7, 75001 Paris, Tel. 0033/0140260101; und Rue Condorcet 14, 75009 Paris, Tel. 0033/0145269245, www.labarbieredeparis.com | ÖPNV Linie 7, Station Poissonnière | Öffnungszeiten Mo–Fr 9–20.30 Uhr, Sa 9–18 Uhr | Tipp Nur zwei Schritte vom Salon gibt es eine unvergessliche Brasserie einer Elsässer Familie vom Ende des 19. Jahrhunderts. »Le Zimmer« ist prächtig gestaltet von Jacques Garcia und hat seine schöne Decke und das Blumendekor bewahrt (Place du Châtelet 1, Tel. 0033/0142367403, www.lezimmer.com).

2000 beschloss Sarah, auf eigenen Beinen zu stehen. Sie eröffnete einen eigenen Salon in der Rue Condorcet, der so erfolgreich war, dass 2014 ein zweiter in einem altehrwürdigen Haus aus dem 14. Jahrhundert mit großem Glasdach in der Nähe von Les Halles hinzukam.

In ihren beiden Salons beschäftigt die energiegeladene kleine Frau 22 Personen! Und seit 2012 unterrichtet Sarah in der Nationalen Berufsschule von Nanterre Existenzgründer, um ihnen das Frisörhandwerk beizubringen – das hat es seit 30 Jahren nicht gegeben.

Ihr Ziel? Die Menschen sollen über sich hinauswachsen. Bei der Barbière von Paris lernt man Dampfrasur, Bartstutzen und -verlängerung, Ganzkörperbehandlung, wobei sogar Schokolade zum Einsatz kommt!

In der Nähe

Die Salle d’Armes Coudurier (0.54 km)

Der Jardin des Combattants de la Nueve (0.56 km)

Die Fontaine Maubuée (0.57 km)

Das Restaurant Le Pharamond (0.57 km)

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7_Das Baton Rouge

Wie im Bayou ...

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Sind Sie die »steife Atmosphäre« der normalen Cocktailbars leid? Lust auf einen der besten Bartender der Hauptstadt? Dann fahren Sie in den Süden von Pigalle, ein Viertel, das immer wieder überrascht. Die neue Bar von Joseph Biolatto und Julien Escot, das Baton Rouge, entführt einen zum Beispiel sofort nach Louisiana ... Die beiden Geschäftspartner, international bekannt und prämiert für ihre Cocktails, stellen hier ihre ebenso erstaunlichen wie leckeren Mixturen vor, alles serviert in der flirrenden Atmosphäre zwischen kreolischer Kultur und Voodoo ... Tapetenwechsel garantiert! Hinter den Eisengittern, die diesen Ort so diskret abschirmen, sind die Sümpfe Louisianas nicht mehr fern!

Bâton-Rouge (französische Schreibweise) ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates, in dem sich seit Langem Einwanderer aus der Karibik und Europa mit den amerikanischen Ureinwohnern der Region mischen. Diese vielen Einflüsse haben schon immer die Bartender inspiriert, das Mixen von Cocktails blüht in Louisiana! Die großen Klassiker wie der Sazerac sind dort entstanden, und die Reputation des Rums aus der Gegend sucht ihresgleichen. Die älteste Destillerie des Landes befindet sich in New Orleans. 1937 schrieb Stanley Clisby Arthur »Famous New Orleans Drinks and how to Mix’em«. Das Buch führte den Leser in die Jahre direkt nach der Prohibition, und die Rezepte von damals haben die Getränkekarte des Baton Rouge inspiriert.

Info

Adresse Rue Notre-Dame-de-Lorette 62, 75009 Paris, Tel. 0033/0652903642, www.batonrouge.paris.fr | ÖPNV Linien 2 und 12, Station Pigalle | Öffnungszeiten Mo–Sa 18–2 Uhr | Tipp Als der französische Entdecker Pierre Le Moyne d’Iberville die Region 1699 entdeckte, beschrieb er die »bâtons rouges«: die Zypressenstämme dienten als Tierkopf-geschmückte, blutüberströmte Opferstätten und markierten die Gebietsgrenzen zwischen den Indianerstämmen der Houmas und Bayougoulas. Daher der Name der amerikanischen Stadt. Zum Glück ist davon im Baton Rouge nichts zu sehen! Obwohl hier schon einige seltsame Stämme zu finden sind ...