Verlag: Emons Verlag Kategorie: Abenteuer, Thriller, Horror Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

Erhalten Sie Zugriff auf dieses
und über 100.000 weitere Bücher
ab EUR 3,99 pro Monat.

Jetzt testen
30 Tage kostenlos

Sie können das E-Book in Legimi-App für folgende Geräte lesen:

E-Reader (w tym Kindle) für EUR 1,- kaufen
Tablet  
Smartphone  
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Seitenzahl: 281 E-Book-Leseprobe lesen

Das E-Book kann im Abonnement „Legimi ohne Limit+“ in der Legimi-App angehört werden für:

Android
iOS
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?

Das E-Book lesen Sie auf:

Kindle MOBI
E-Reader EPUB für EUR 1,- kaufen
Tablet EPUB
Smartphone EPUB
Computer EPUB
Lesen Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Hören Sie in der Cloud®
mit Legimi-Apps.
Warum lohnt es sich?
Sicherung: Wasserzeichen E-Book-Leseprobe lesen

E-Book-Beschreibung 41 Rue Loubert - Mara Ferr

Achtzehn Männer aus erlauchten Kreisen verschwinden innerhalb eines Jahres in Paris. Die Spuren führen Inspecteur Marcel in die Rue Loubert Nummer 41 zu Louise. Sie hat dort ein edles Privatbordell eingerichtet und sich selbst in vierzig Jahren von der einfachen Prostituierten zur Grande Dame des Milieus aufgearbeitet - und Marcel ist davon überzeugt, dass sie eine Mörderin ist. Ein gnadenloser Kampf um die Wahrheit beginnt . . .

Meinungen über das E-Book 41 Rue Loubert - Mara Ferr

E-Book-Leseprobe 41 Rue Loubert - Mara Ferr

Mara Ferr wurde 1965 im grünen Herzen Österreichs, der Steiermark, geboren und studierte in Graz Psychologie, bevor sie eine Ausbildung zur Pädagogin absolvierte. Die Lust am Schreiben entdeckte sie bereits in jungen Jahren, während sie mit Jugendlichen an der Herstellung eines Kinderlesebuches arbeitete. Später betätigte sie sich als freie Lektorin und beschäftigte sich mit journalistischer Pressearbeit. Initialzündung für ihr Vorhaben, ein Buch zu schreiben, waren persönliche Beobachtungen in den Szenerien der Pariser Straßencafés. Auf ihren häufigen Reisen in die »Stadt der Liebe« entdeckt sie abseits des Glamours immer wieder neue Romanideen. Mara Ferr lebt heute in der Hochsteiermark und nutzt ihre Freizeit leidenschaftlich dazu, sich auf Reisen zu begeben.

Die Handlung ist frei erfunden, mögliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sowie geografischen Angaben sind zufällig.

© 2015 Emons Verlag GmbH Alle Rechte vorbehalten Umschlagmotiv:iStockphoto.com/mladn61 Umschlaggestaltung: Tobias Doetsch Gestaltung Innenteil: César Satz & Grafik GmbH, Köln Lektorat: Irène Kost, Biel/Bienne (CH) eBook-Erstellung: CPI books GmbH, LeckISBN 978-3-86358-843-4 Paris Krimi Überarbeitete Neuausgabe

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons: Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Für Julia

Das Tor

In den letzten vierzig Jahren erschien es manch einem als himmlische Pforte zur vollkommenen Glückseligkeit. Manch einem aber erschien dahinter der Tod.

Das schwerfällige Eingangstor des Wohnhauses Nummer41 in der Rue Loubert war im achtzehnten Jahrhundert gefertigt worden. Das sah man ihm auch an. Den schmiedeeisernen Beschlägen hatten weder Regen noch Hitze erstaunlicherweise viel anhaben können, nur das massive Eichenholz hatte sich dem Zahn der Zeit gebeugt und war rissig geworden. Entsprechend asymmetrisch hingen beide Türflügel in ihren verbogenen Angeln. Es schien, als würden sie nur von ihrem Schloss zusammengehalten, das den vorbeiflanierenden Passanten unwillkürlich ins Auge stach: ein hochmodernes Zahlencode-Schnappschloss, verbunden mit einer dezent in den Mauerstoß integrierten Videosprechanlage. Diese Hightechanlage bildete einen beinahe obszönen Gegensatz zu dem in seinem gesamten Erscheinungsbild altehrwürdigen Gebäude.

Nicht ein einziger Hauseingang der Rue Loubert war auf diese elektronische Weise gesichert, fühlte man sich doch inmitten der umtriebigen Seitenstraße im 9.Arrondissement von Paris relativ sicher und stets umgeben von geschäftigem Treiben. Einige der Boutiquen verfügten zwar über Alarmanlagen, Bistros und Bars jedoch verließen sich wie seit Anbeginn ihres Bestehens auf rostige, ratternde Rollläden. Und die dazwischen erhaltenen Wohnhäuser waren im Laufe der Jahrzehnte unzählige Male restauriert, weniger aber modernisiert worden. Dafür ließen sich in regelmäßigen Abständen Polizeistreifen blicken, Flics, die verlässlich ihre Runden drehten und gerne auf das eine oder andere Gläschen zwischendurch einkehrten.

Das Haus Nummer41 lag beinahe verborgen zwischen einem Bistro und einer Pâtisserie, die beide den schmalen Bürgersteig nutzten, um ihren Gästen an winzigen runden Tischchen und unbequemen Stühlen zumindest ein Gläschen zu servieren. Touristen genossen diese Atmosphäre; sie fühlten sich wohl in dieser lebhaften Straße, fernab vom eigentlichen Großstadtrummel. Außerdem bildete die Rue Loubert eine unfehlbare Nord-Süd-Achse durch Paris und wurde gerne als Orientierungshilfe oder Abkürzungsroute genutzt.

Donnerstag

Ein Türflügel wurde forsch von innen aufgerissen und ein groß gewachsener Junge stolperte unbeholfen aus dem Haus. Ihm folgte, die perfekt dunkelrot lackierten Fingernägel fest in seine schmächtige Schulter gekrallt, eine elegante ältere Frau. Ihre hohen Absätze klackten auf dem Kopfsteinpflaster, als sie mühsam und ungehalten versuchte, gleichzeitig die Balance, den Jungen und ihre Schlüssel zu halten. Ihr Gesichtsausdruck war verzerrt vor Abscheu, während der des Jungen ein dümmliches Grinsen zeigte.

»Du widerst mich an«, fauchte sie ihm zu, so leise, dass nur er es hören konnte. Sie stieß ihn beinahe grob von hinten an, in Richtung des Gehsteigs, weg von sich.

Der Junge drehte sich zu ihr um und lächelte freudig, er brabbelte laut und versuchte dabei, seine zittrige Hand in die Nähe ihres Gesichtes zu führen.

»Graaa, braaaab, maaaah!«, gurrte er selig und Speichelfäden zogen sich dabei über sein Kinn.

»Verschwinde!«, stieß sie durch die zusammengebissenen Zähne hervor und blickte sich unauffällig dabei um.

Sie wollte verhindern, dass Gäste, die an den Tischchen des Bistros und der Pâtisserie ihre Getränke oder Süßigkeiten genossen, auf sie und den Jungen aufmerksam wurden. Sie drängte ihn mit einem letzten festen Stoß gegen seinen schmalen Rücken weiter von sich, drehte sich schnell um und flüchtete ins Haus zurück. Das Tor fiel hinter ihr ins Schloss, bot ihr einen uneinnehmbaren Schutzschild gegen die Welt draußen.

Mit dem letzten Stoß hatte der Junge sein Gleichgewicht verloren, und er strauchelte, seine Arme ruderten verzweifelt in der Luft, aber er lachte dabei und schien durchaus glücklich. Etliche Gäste waren auf ihn aufmerksam geworden und beobachteten ihn mehr oder weniger unverhohlen.

Ihnen wurde schnell klar, dass der Junge kein Junge mehr war, sondern ein Mann von ungefähr vierzig Jahren. Er wirkte auf den ersten Blick kindlich, weil sein Gesicht faltenfrei, seine Züge glücklich und entspannt waren. Seine graugrünen Augen strahlten, wenngleich mit leerem, dumpfem Blick. Sein Lächeln war das eines geistig zurückgebliebenen Menschen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!