5 KURZE THRILLS - Michaela Sorgner - E-Book

5 KURZE THRILLS E-Book

Michaela Sorgner

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Beschreibung

5 KURZE THRILLS ist ein Leseerlebnis der anderen Art. Aus fünf Worten, die ich von Lesern bekommen habe, wurden fünf kurze Thriller. 5 Wörter, 5 Seiten Platz um einen ganz persönlichen Thriller zu schreiben. Finde heraus, was für spannende Geschichten entstehen können und schicke mir doch nach dem Lesen deine persönlichen Wörter, um deine Kurzgeschichte im nächsten Band zu finden.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Veröffentlichungsjahr: 2024

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Ähnliche


Michaela Sorgner

5 KURZE THRILLS

Inhaltsverzeichnis

Erklärung/Danksagung

Keine Sorge...

Blasse Momente...

Mein Recht...

Mein neuer Papa...

Unsere Ehe...

Impressum

5 KURZE THRILLS

Written by M. Sorgner

Erklärung/Danksagung

Bevor du, lieber Leser/liebe Leserin, anfängst hier weiter zu lesen, sollte ich dir mal erklären, wie die Kurzgeschichten hier überhaupt zustanden gekommen sind.

Es waren keine Eingebungen oder Inspirationen, die mich dazu gebracht haben diese Geschichten zu schreiben, sondern ganz normale Menschen, so wie du!

Ich habe 5 Wörter von irgendwelchen Leuten bekommen, für die ich damit ihre ganz persönliche Kurzgeschichte schreiben durfte.

Diese 5 Wörter, mit dem Vornamen der Person, die sie mir gegeben hat, findest unter jedem Titel der jeweiligen Geschichte.

Somit gilt mein Dank natürlich an jeden Einzelnen, der mir 5 Wörter geschenkt hat und für den ich einen kurzen Thrill schreiben durfte. Selbstverständlich danke ich auch meiner besseren Hälfte, die mich dabei unterstützt hat und mir auch geholfen hat, dieses Buch zu veröffentlichen.

Wenn dir meine Geschichten hier gefallen, würde ich mich freuen, die Herausforderung anzunehmen und dir deine persönliche Kurzgeschichte zu schreiben, die im nächsten Band mitveröffentlicht wird.

Dazu musst du mir nur deine persönlichen 5 Wörter schicken. Und wenn du Lust hast, auch gerne deine Meinung zu meinem Buch.

Schick mir doch einfach eine Email an [email protected].

(Nach dem zweiten Band wird es auch eine Facebook-Seite geben.)

Nochmals vielen lieben Dank und ich wünsche dir, lieber Leser/liebe Leserin, eine tolle Lesezeit mit meinen fünf kurzen Thrills!

Keine Sorge...

Kurzgeschichte Felix

Altersheim

Ratte

Vergiften

Strahlung

Russen

Noch immer habe ich mich nicht an diesen anmutigen Anblick gewöhnt!

Die großen, halbrunden Fenster, die Säulen bei dem Eingang wo die schmäler werdenden Treppen hinauf führen.

Die leicht abgenutzte gelbe Fassade macht das Bild dieser prachtvollen Villa vollkommen.

Umsäumt von einem perfekten Rasen mit vereinzelten Trauerweiden rundet diese Idylle ab, die ich seit fünfzehn Jahren meinen Arbeitsplatz nennen darf.

Von Außen ein Traum, der die Trauer und Verwirrung im Inneren verschleiert wie ein optisch perfekter Apfel der von Würmern zerfressen ist.

Sobald man die pompösen Türen des Einganges überschritten hat, ist es so als würde man in eine andere Welt eintreten, die nach Urin, Verwesung und Medikamenten riecht.

Kurz und knapp die Beschreibung eines Altersheims in der heutigen Zeit!

Alte verwirrte Seelen die herumirren und ihre verstorbenen Verwandten suchen oder ihr damals, als Kind, so geliebtes Haustier.

Die, die weniger Glück haben und nicht zerstreut ihren Goldfisch unter dem Sofa suchen, sondern noch wissen wo und in welcher Zeit sie leben, vegetieren in ihren Betten dahin und leiden an offenen Stellen vom Liegen und ihrer nicht vorhandenen Mobilität.

Wir sind hier ein recht eigenes Haus, das nur Herrschafften annimmt die keinerlei Verwandten mehr hat und wo höchstens Besuch vorbei kommt, wenn es einen Todesfall gibt und der Bestatter sowie der liebe Herr Staat sich die ungeklärte Erbschaft das Seinige nennen darf.

So seltsam es klingt, aber sich um die alte Generation zu kümmern, erfüllt mich jeden Tag aufs Neue!

Sie können einem so viel von der Vergangenheit erzählen, was man sich in der heutigen Zeit nicht vorstellen kann.

Die Männer beschreiben ihre Erfahrungen im Krieg und die Frauen die Angst vor Obdachlosigkeit und Vergewaltigung zu dieser Zeit.

Mit Zeitzeugen zu reden und diese Erfahrung zu hören stärkt immer mehr meine Ehrfurcht und Respekt vor den Alten, die damals unser Land nach dem Krieg mit ihren eigenen Händen Stein für Stein wieder Aufgebaut haben.

Es ist mir eine Ehre mich um diese alten Leute kümmern zu dürfen und hoffen wir alle nicht darauf, dass uns jemand mit Würde und Respekt pflegt wenn wir einmal so alt sind?!

Eigentlich ein Traumarbeitsplatz wenn man es so nimmt, wenn nicht dauernd dieses Surren wäre!

„KEINE SORGEN“ waren die Worte des Bauherren der neben diesem Anwesen einen Elektropark hin deponiert hat.

KEINE SRGEN, es wird nicht stören...

KEINE SORGEN, es ist nicht schädlich...

KEINE SORGEN, die Alten werden es nicht mitbekommen...

Bei Einem hatte er Recht, die Alten bekommen es fast nicht mit.

Seit einem Jahr steht dieser Bau neben uns und wir wissen bis heute nicht einmal was genau dort gemacht wird.

Es wurde nur von einem Elektropark geredet, aber ob das stimmt sind wir uns nicht so sicher.

Ein dauerhaftes Surren, das wie ein Tinnitus immer im Ohr sitzt, beschallt uns vierundzwanzig Stunden am Tag.

Doch sonst haben wir zum Glück keine anderen Probleme damit.

Heute darf ich einen Dauerdienst machen, das soviel heißt wie vierundzwanzig Stunden durch zu machen.

Zum Glück gibt es auch Mitarbeiterbetten, die nebenbei ein Alarmsystem haben wenn etwas im Haus passieren sollte.

Die Zimmer haben verschiedenste Systeme eingebaut um den Bewohnern die maximale Sicherheit zu geben. Eines davon ist ein Bewegungsalarm, wenn in der Nacht jemand aufstehen sollte, sowie ein automatisches Pulsmessungssystem, das in jedem Bett eingebaut ist, falls wer das unvorhersehbare Bedürfnis hat im Schlaf zu sterben.

Wir sind im Privatbesitz von sehr gut betuchten Menschen die eine Bereicherung für diese Welt sind.

Sie haben selber ihre Alten daheim gepflegt und ihnen brach es das Herz, wenn sie daran dachten, dass es viele alte Menschen gibt die in heruntergekommenen Häusern unterkommen müssen und von Personal betreut wird, dass nicht einmal fähig ist ein Pflaster richtig anzubringen.

So gründeten sie dieses Haus, das ausschließlich für Leute ist, die keine Angehörigen haben, die sich um sie kümmern könnten.

Mit diesem Surren im Kopf starte ich meinen Dienst um sieben Uhr in der Früh und serviere gleich das Frühstück.

Ein Haferbrei für unsere Zahnlosen und ein weiches Toastbrot mit Rührei für die, die das Glück haben und noch Zähne oder Prothesen haben.

Bei meinem letzten Zimmer gehe ich immer mit einem kleinen Grinsen hinein, denn das ist das Zimmer unseres Charmeurs, wie wir ihn nennen.

Unser alter Herr Zeunig ist ein Gentleman durch und durch, noch ganz klar im Kopf aber nicht fähig alleine zu wohnen.

Immer einen flotten Spruch auf den dünnen und trockenen Lippen, der sicher in seinen jungen Jahren jeder Frau die Schamesröte in Gesicht getrieben hat.

Doch heute scheint irgendetwas anders mit ihm zu sein.

Langsam isst er sein Frühstück.

Schweigsam und bedacht sitzt er an dem kleinen und runden Esstisch in seinem Zimmer, am Fester mit der trostlosen Aussicht auf das Gelände des Elektroparks.

Wie in Trance und automatisch schiebt er einen Löffel nach dem anderen in seinen Mund und lässt dabei einiges an Brotkrumen fallen.

Eigentlich nichts Neues in so einem Heim, jeder Tag ist anders und die Alten haben gute sowie schlechte Tage.

Nach Jahren in dem Beruf lernt man auch, dass jeder Tag vergänglich ist und es sehr, sehr schnell bergab gehen kann in dem Alter.

Als ich nach etwa einer Stunde wieder komme ist Herr Zeunig fertig mit seinem Frühstück und sitzt gedankenverloren noch an seinem Platz beim Tisch.

Behutsam rede ich mit ihm, während ich seinen Teller abserviere und den Tisch von Essensresten befreie.

Einen kleinen, grauen Besen habe ich meistens an meinem Wagen, der für die benutzen Teller und das Besteck ist, dabei.

So gut wie jeder unserer Herrschaften bröselt gerne beim Essen oder kleckert den Tisch an.

Nachdem ich den Tisch abgewischt habe mache ich mich an den Boden, und fange an mit meinem kleinen, treuen und grauen Besen zu hantieren.

Herr Zeunig war immer klar im Kopf, deswegen kann ich mir seine Reaktion nicht erklären die kommt, als er den Besen sieht.

Mit weit aufgerissenen Augen und Panik in der Stimme beginnt er heftig mit den Armen zu rudern, zeigt immer wieder auf den Besen.

Als er seine Panik überwunden hat beginnt er wie von Sinnen zu schreien und deutet mit zitterndem Finger auf den Besen.

Wie besessen fängt er plötzlich an zu schreien „Ratte, Ratte , Ratte“.

Ich brauche einige Augenblicke zu lange bis ich die Situation verstanden habe.

Immer wieder zeigt er auf den Besen und schreit „Ratte!“

Mit Schwung werfe ich das Ding aus der Türe, damit es aus seinem Blickfeld verschwindet und haste zu ihm hinüber.

Vor ihm gehe ich auf die Knie, damit ich keine zusätzliche Bedrohung für ihn darstelle und rede behutsam auf ihn ein.

Vorsichtig lege ich meine Hand auf sein Knie, um ihn in die Realität zurück zu holen, alles wie im Lehrbuch.

Zusätzlich stresst mich dieses Summen, was die Situation fast unerträglich für mich macht, aber nach ein paar Minuten schaffe ich es endlich, dass er aufhört zu schreien und er sich etwas beruhigt.

Endlich habe ich ihn wieder zur Kontrolle verholfen und stehe langsam auf.

Verwirrt sieht er mich an, versucht mühsam zu sprechen doch ich kann ihn nicht verstehen.

Wieder ein trauriger Fall von Verfall im Alter, wie gesagt geht es leider sehr schnell und damit muss ich täglich rechnen, auch wenn es die klaren und vor allem herzlichen Bewohner erwischt.

---ENDE DER LESEPROBE---