Abenteuer Dinoland, 1, Allosaurus in Not - Linda Chapman - E-Book

Abenteuer Dinoland, 1, Allosaurus in Not E-Book

Linda Chapman

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4,99 €

Beschreibung

Max ist der größte Dino-Fan aller Zeiten. Wenn er doch einmal eine echten Dinosaurier treffen könnte ... und sein Traum wird wahr! Das "magische Fossil" bringt ihn ins Dinoland. Dort muss er einem kranken Allosaurus-Baby helfen. Hoffentlich schafft Max das rechtzeitig, bevor er wieder zurückreisen muss. Ein spannendes Abenteuer für alle Dino-Fans zum Vorlesen oder für Erstleser.

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Seitenzahl: 46

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Titel der englischen Originalausgabe: Dinosaur Land – The Magic Fossil erschienen bei Egmont UK Limited, 239 Kensington High Street, London W8 6SA Text copyright © Michelle Misra and Linda Chapman, 2012 Illustrations copyright © Artful Doodlers, 2012 Umschlagillustration von Artful Doodlers Umschlaggestaltung von Weiß-Freiburg GmbH

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Das magische Fossil

Das magische Fossil

„Komm schon, Max!“, rief Herr Jordan. „Zeit, nach Hause zu gehen.“

Max schaute hoch. Seine Eltern gingen schon über den Kiesstrand zurück zum Parkplatz. Aber ein paar Minuten hatte er bestimmt noch! Tief in der Hocke ließ er aufmerksam die Kiesel durch seine Finger gleiten. Er war auf der Suche nach Fossilien für seine Sammlung, also nach Verstei­ne­rungen von Tieren und Pflanzen. Fossilien liebte Max nämlich fast so sehr wie Dinosaurier. Und das wollte etwas heißen!

Max war der größte Dino-Fan aller Zeiten. Abends, wenn ihm seine Mutter eine Gutenachtgeschichte vorlesen wollte, kramte er immer sein Sachbuch über Dinosaurier hervor – obwohl er es schon in- und auswendig kannte! Die größten Dinos waren die Sauropoden, der Dinosaurier mit den meisten Zähnen hieß Hadrosaurus und der mit dem längsten Schwanz war der Diplo­docus.

„Max!“, rief Frau Jordan über die Schulter. „Wenn du nicht bald kommst, fahren wir ohne dich!“

„Bin ja gleich da.“ Max war enttäuscht. Heute sah es gar nicht danach aus, als ob er noch eine Versteinerung finden würde. Aber gerade als er aufstand, fiel sein Blick auf ein mattgraues Etwas am Boden. Es sah aus wie ein Schneckenhaus.

Sofort bückte sich Max, um den Gegenstand genauer in Augenschein zu nehmen. Es war die Versteinerung eines Ammoniten! Max hielt den Atem an – dieses Fossil musste viele Millionen Jahre alt sein!

Als Max das schneckenförmige Gehäuse mit den Fingern abtastete, spürte er ein merkwür­diges Kribbeln über seine Arme laufen. Das muss der kalte Wind vom Meer sein, dachte er sich und rannte über die schlüpfrigen Steine zu seinen Eltern. Sie standen schon am Auto.

Sein Vater erwartete ihn mit einem Lächeln. „Na, hast du eine Versteinerung gefunden?“

„Ja, schau mal!“ Max zeigte ihm seinen Fund.

„Fantastisch!“, sagte Herr Jordan. „Ein tolles Stück für deine Sammlung.“

Max kletterte auf die Rückbank des Land­rover. Er musste erst mal Platz für seine Füße schaffen, denn auf dem Boden herrschte ein wildes Durcheinander: Broschüren über Tierpflege, eine leere Flasche mit Medizin für kranke Pferde und eine Schachtel mit Pillen gegen Hundeflöhe. Seine Eltern waren beide Tierärzte. Und Max hatte schon viel über Tiere von ihnen gelernt.

„Max, wie wär’s nachher mit Fischstäbchen und Pommes?“, fragte seine Mutter, während sie den Motor startete.

„Au ja!“ Max strahlte. Das war sein Lieblingsessen! Kaum setzte sich das Auto in Bewegung, begann auch schon sein Magen vor Hunger zu knurren.

Herr Jordan drehte sich mit einem Zwinkern in seinen blauen Augen zu seinem Sohn um: „Wie nennt ein Tyrannosaurus einen Triceratops auf dem Skateboard?“

Max musste grinsen. Die Antwort auf diese Scherzfrage kannte er natürlich. „Essen auf Rädern!“

Nach dem Abendessen half Max seiner Mutter, die kranken Tiere zu versorgen, die über Nacht in ihrer Tierklinik nebenan bleiben mussten. Sein Vater fuhr noch einmal los, um nach einem kranken Kalb zu schauen. Dessen Mutter war kurz nach der Geburt gestorben; deswegen schwebte das Kalb in Lebensgefahr. Aber Max’ Vater hatte es mit einer anderen Kuh zusammengebracht, einer Pflegemutter, und es hatte ganz so ausgesehen, als würden sich die beiden aneinander gewöhnen.

Nach der Runde bei den Tieren ging Max ins Bett, und später kam seine Mutter, um mit ihm im Dinosaurierbuch zu lesen.

„Frag mich ab“, bat Max seine Mama.

Sie schüttelte den Kopf. „Ach Max, du kennst doch sowieso alle Antworten.“

„Ist doch egal … macht trotzdem Spaß!“

„Einverstanden, aber nur eine Frage“, ant­wortete Frau Jordan. „Also: Welcher Dinosaurier war ungefähr neun Meter lang, etwa drei Meter hoch und hatte einen langen, mit Stacheln ver­sehenen Schwanz und mit Dornen bewehrte Schutzplatten auf dem Rücken?“

„Viel zu einfach, Mama! Das ist der Stegosaurus!“ Stegosaurier liebte Max ganz besonders. Sie sahen riesig und gefährlich aus, fraßen aber nur Pflanzen. Sie waren sanftmütig und überhaupt nicht aggressiv, solange sie nicht angegriffen wurden.

„Jetzt wird aber geschlafen.“ Frau Jordan gab Max einen Kuss auf die Stirn. „Gute Nacht, kleiner Dinosaurier.“

„Nacht, Mama.“ Max kuschelte sich unter seine Bettdecke mit den vielen Dinos darauf. Seine Mutter ging zur Tür und machte das Licht aus.

„Mama?“

„Ja?“

Max setzte sich im Bett auf. „Wie nennt man einen Dinosaurier, der nur Zitronen frisst?“

„Hmmm. Keine Ahnung.“

„Dinosauer!“

„Scherzkeks!“ Frau Jordan schüttelte lächelnd den Kopf und schloss die Tür.

Max lag im Dunkeln, hielt sein Dino-Buch in beiden Händen und schaute auf seine Fossiliensammlung auf den Regalen über der Kommode. Ganz nach vorn hatte er seinen neuen Fund gelegt. Plötzlich verspürte Max den starken Drang, ihn in die Hand nehmen zu müssen. Er kletterte aus dem Bett, tapste rüber zur Kommode und nahm die Versteinerung vom Regal. Auf dem Weg zurück ins Bett fuhr er die Schneckenform mit den Fingern nach. Wenn er sich das vorstellte: Zu Lebzeiten dieses Tiers hatte es noch Dinosaurier auf der Erde gegeben! Stegosaurus, Tyrannosaurus, Triceratops …