Aggregative Koordinationsellipsen - Anika Weller - E-Book

Aggregative Koordinationsellipsen E-Book

Anika Weller

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2,0, Universität Kassel (FB2), Veranstaltung: Ellipsen und Textverstehen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Telekom preist in ihrer Werbung ein „Komfort- und schnurloses Telefon Sinus 30“1 an. Nach kurzer Irritation, weil man aufgrund der Konstruktion dieser Phrase zuerst an ein komfortloses und schnurloses Telefon denkt, wird beim zweiten oder dritten Lesen dann doch klar, dass hier ein schnurloses Komforttelefon gemeint ist, da sich das >Komfort-< auf das weiter hinten stehende >Telefon< bezieht und es sich nicht um eine Ellipse in Form einer Einsparung eines gleichen Wortteiles, nämlich des >-loses< handelt. Diese Phrase ist ein Beispiel, bei dem der Leser relativ schnell hinter den eigentlich gemeinten Sinn kommt, aber geht das bei allen Ellipsen so einfach? Ich möchte in der vorliegenden Arbeit untersuchen, ob es auch Sätze in elliptischer Form gibt, die weniger leicht verständlich sind und bei denen es nicht genügt sie ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Hierfür muss zu erst geklärt werden, was eine Ellipse überhaupt ist und welche verschiedenen Ellipsenarten es gibt. Aus jenen soll eine Ellipsenart ausgewählt werden, anhand derer untersucht werden kann, ob sie vom Leser besser oder schlechter verstanden wird als eine andere Ellipsenart oder ein „vollständiger“ Satz. Dafür ist es notwendig auf die Psycholinguistik zurückzugreifen, die sich mit den kognitiven Vorgängen des Verstehens beschäftigt. Die Ziele dieser Disziplin sollen kurz angerissen werden und es gilt zu erörtern, wie Textverstehen hier definiert wird und welche Methoden geboten werden, mit denen man das Verstehen von Phrasen, Sätzen oder Texten untersuchen kann. Im Anschluss an diesen ersten theoretischen Teil sollen in einem an der Empirie orientierten zweiten Teil eigene Beispielsätze entwickelt werden, die der zuvor ausgewählten zu untersuchenden Ellipsenart entsprechen. Mit Hilfe von Probanden und einer passenden Methode aus der Psycholinguistik soll das Verstehen dieser Sätze untersucht und mit Bezug auf andere Faktoren wie zum Beispiel Alter und Schulabschluss ausgewertet werden. Ziel der Arbeit ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob es Ellipsentypen gibt, die leichter zu verstehen sind als andere, und eine Vermutung dahingehend zu äußern, worauf die erhaltenen Ergebnisse zurückzuführen sind.

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Veröffentlichungsjahr: 2010

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Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG.
2 HAUPTTEIL.
2.1 Theoretische Grundlagen.
2.1.1 Definition nach der Dudengrammatik.
2.1.2 Verschiedene Ellipsentypen.
2.1.3 Koordinationsellipsen.
2.2 Psycholinguistik und Textverstehen.
2.2.1 Was ist Psycholinguistik?
2.2.2 Textverstehen aus psycholinguistischer Sicht.
2.2.3 Psycholinguistische Methoden.
2.3 Psycholinguistische Untersuchung.
2.3.1 Methodische Absicht.
2.3.2 Forschungspraktisches Vorgehen.
2.3.2.1 Entwicklung des Fragebogens.
2.3.2.2 Sampling.
2.3.2.3 Durchführung der Befragung.
2.3.2.4 Aufbereitung und Auswertung des Materials.
2.3.3 Resultate.
2.3.3.1 Vergleich des Verständnisses der Subtypen.
2.3.3.2 Korrelationen und Auffälligkeiten
3 SCHLUSS.
4 LITERATURVERZEICHNIS.
5 ANHANG.

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1 EINLEITUNG

Die Telekom preist in ihrer Werbung ein „Komfort- und schnurloses Telefon Sinus 30“1an. Nach kurzer Irritation, weil man aufgrund der Konstruktion dieser Phrase zuerst an ein komfortloses und schnurloses Telefon denkt, wird beim zweiten oder dritten Lesen dann doch klar, dass hier ein schnurloses Komforttelefon gemeint ist, da sich das >Komfort-< auf das weiter hinten stehende >Telefon< bezieht und es sich nicht um eine Ellipse in Form einer Einsparung eines gleichen Wortteiles, nämlich des >-loses< handelt. Diese Phrase ist ein Beispiel, bei dem der Leser relativ schnell hinter den eigentlich gemeinten Sinn kommt, aber geht das bei allen Ellipsen so einfach?

Ich möchte in der vorliegenden Arbeit untersuchen, ob es auch Sätze in elliptischer Form gibt, die weniger leicht verständlich sind und bei denen es nicht genügt sie ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Hierfür muss zu erst geklärt werden, was eine Ellipse überhaupt ist und welche verschiedenen Ellipsenarten es gibt. Aus jenen soll eine Ellipsenart ausgewählt werden, anhand derer untersucht werden kann, ob sie vom Leser besser oder schlechter verstanden wird als eine andere Ellipsenart oder ein „vollständiger“ Satz. Dafür ist es notwendig auf die Psycholinguistik zurückzugreifen, die sich mit den kognitiven Vorgängen des Verstehens beschäftigt. Die Ziele dieser Disziplin sollen kurz angerissen werden und es gilt zu erörtern, wie Textverstehen hier definiert wird und welche Methoden geboten werden, mit denen man das Verstehen von Phrasen, Sätzen oder Texten untersuchen kann.

Im Anschluss an diesen ersten theoretischen Teil sollen in einem an der Empirie orientierten zweiten Teil eigene Beispielsätze entwickelt werden, die der zuvor ausgewählten zu untersuchenden Ellipsenart entsprechen. Mit Hilfe von Probanden und einer passenden Methode aus der Psycholinguistik soll das Verstehen dieser Sätze untersucht und mit Bezug auf andere Faktoren wie zum Beispiel Alter und Schulabschluss ausgewertet werden. Ziel der Arbeit ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden, ob es Ellipsentypen gibt, die leichter zu verstehen sind als andere, und eine Vermutung dahingehend zu äußern, worauf die erhaltenen Ergebnisse zurückzuführen sind.

1Aus dem Hohlspiegel: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-18204-8.html#backToArticle=456595.

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2 HAUPTTEIL

Die Arbeit ist in drei Abschnitte gegliedert. Zu erst werden die theoretischen Grundlagen im Rahmen einer Begriffsdefinition von Ellipse und der Darstellung verschiedener Ellipsentypen gelegt, um daraus den konkreten Untersuchungsgegenstand der Arbeit herzuleiten (2.1). Zweitens wird der Bereich einer rein sprachwissenschaftlichen Darstellung verlassen und zu praxisbezogenen Untersuchungsmethoden der Psycholinguistik bezüglich des Textverstehens gewechselt, damit adäquate Methoden für die eigenen Nachforschungen gefunden werden können (2.2). Drittens und letztens wird der Aufbau und die Durchführung der Untersuchung beschrieben und werden die erhaltenen Ergebnisse ausführlich dargestellt.