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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie, Note: 2,3, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Geographisches Institut), Veranstaltung: Afrika, Sprache: Deutsch, Abstract: Abstract „Aktuelle Bevölkerungsdynamik und Wirtschaftsentwicklung in Namibia“ „Namibias Wirtschaft ist eng mit der Wirtschaft Südafrikas verknüpft.“, ist eine der Formulierungen, die oft zu Beginn einer allgemeinen Einführung in Namibias Wirtschaft gebraucht wird. Ebenso: „Namibias Wirtschaft ist stark vom Bergbau abhängig, hauptsächlich von der Förderung und Produktion von Diamanten.“ Diese zwei Aussagen zeigen, welche Umstände Namibias Wirtschaft am meisten beeinflusst: die jahrzehntelange Mandatsherrschaft Südafrikas und der schier unermessliche Reichtum an Diamanten hoher Qualität (gem-quality). Namibias Wirtschaft entwickelt sich jedoch weiter und andere Wirtschaftszweige gewinnen an Bedeutung, während es in bewährten Industrien, so zum Beispiel im Bergbau bereits erste Anzeichen von Stagnation gibt. Im Folgenden soll die Wirtschaftsstruktur Namibias dargestellt werden, die Einbindung in regionale und internationale Wirtschafts- und Handelsgemeinschaften. Ebenso sollen bestehende und zukünftige Probleme, wie die Bedeutung von HIV/AIDS für die wirtschaftliche Entwicklung und die Arbeitslosigkeit, sowie deren mögliche Lösungen, sowie Perspektiven für Namibia kurz aufgezeigt werden. Deshalb wird zu Beginn kurz auf die Bevölkerungsstruktur und –entwicklung Namibia eingegangen. Namibia zeigt die typische Alterstruktur eines Entwicklungslandes. Es handelt sich um eine sehr junge Bevölkerung, die auf Grund dieser Tatsache ein hohes Potential für schnelles Bevölkerungswachstum aufweist. Da der Staat jedoch eine der höchsten HIV/AIDS-Prävalenzen der Welt aufweist, ist zu erwarten, dass die durch AIDS bedingte erhöhte Sterblichkeit enorme demographische Auswirkungen haben wird.
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Veröffentlichungsjahr: 2005
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Namibia zeigt die typische Alterstruktur eines Entwicklungslandes. Es handelt sich um eine sehr junge Bevölkerung, die auf Grund dieser Tatsache ein hohes Potential für schnelles Bevölkerungswachstum aufweist.
Da der Staat eine der höchsten HIV/AIDS-Prävalenzen der Welt aufweist, ist zu erwarten, dass die durch AIDS bedingte erhöhte Sterblichkeit enorme demographische Auswirkungen haben wird. So wird sich beispielsweise die Altersstruktur und das Geschlechterverhältnis verändern, und dadurch bedingt das Bevölkerungswachstum verlangsamen.
Im Folgenden soll die aktuell Bevölkerungsentwicklung und die zukünftige Entwicklung unter dem Einfluss von AIDS erläutert werden.
Im Modell des demographischen Übergangs befindet sich Namibia heute in der Phase, in welcher die Sterberaten absinken, die Geburtenraten aber immer noch sehr hoch sind. Die Auseinanderentwicklung von Geburten- und Sterberate führt dazu, dass die Bevölkerung sehr schnell anwächst.
Die rohe Geburtenrate ( Anzahl der Geburten pro 1000 Einwohner und Jahr) für das Jahr 2002 betrug 35 Lebendgeburten1, während die rohe Sterberate ( die Zahl der Todesfälle pro 1000 Einwohner und Jahr) 20 Sterbefälle2umfasste. Die natürliche Wachstumsrate ergibt sich aus der Differenz von Geburten und Sterberate und erreichte in Namibia für das Jahr 2002 einen Wert von 1,6%3. Das bedeutet also, dass die Bevölkerung in dem besagten Jahr um 1,6% der Ausgangsbevölkerung angewachsen ist.
Die Bevölkerung Namibias umfasste 2002 etwa 1,8 Millionen Menschen4.
1Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (2002, Hrsg.).
2ebenda.
3Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (2002, Hrsg.).
4ebenda
