Verlag: Verlag 3.0 Zsolt Majsai Kategorie: Ratgeber Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2014

Alles für ein bisschen Liebe? E-Book

Julia Kathan  

4.82608695652174 (92)

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E-Book-Beschreibung Alles für ein bisschen Liebe? - Julia Kathan

Das eBook ist eine überarbeitete und erweiterte Ausgabe - Herzchecks zur Überprüfung der eigenen Situation - der im Jahr 2008 erschienen Druckausgabe. Die Suche nach Liebe wird leicht mit Liebe verwechselt. Wir sagen: "Ich liebe dich", meinen jedoch: "Ich brauche dich, und wenn du gehst, bricht mein Leben auseinander." Julia Kathan zeigt klar und verständlich auf, dass ein fundamentaler Mangel an Wertschätzung der eigenen Person hierbei eine entscheidende Rolle spielt. Hinzu kommt, dass wir in der Regel dazu neigen, uns eher zu kritisieren als uns zu lieben und dass wir tendenziell Wertschätzung in einem Partner suchen. Covererstellung Attila Hirth, Coverbild von Franz Josef Heinen

Meinungen über das E-Book Alles für ein bisschen Liebe? - Julia Kathan

E-Book-Leseprobe Alles für ein bisschen Liebe? - Julia Kathan

Julia Kathan

Alles für ein bisschen Liebe?

Julia Kathan

Alles für ein bisschen Liebe?

Schluss mit warten & Schmachten! Liebessucht erkennen und heilen

Sachbuch

ISBN ePub: 978-3-95667-093-0

ISBN mobi: 978-3-95667-094-7

©2014 Verlag 3.0 Zsolt Majsai,

50181 Bedburg, Neusser Str. 23 | buch-ist-mehr

Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie gerne eine E-Mail senden an service@verlag30.de 

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der mechanischen, elektronischen oder fotografischen Vervielfältigung, der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, des Nachdrucks in Zeitschriften oder Zeitungen, des öffentlichen Vortrags, der Verfilmung oder Dramatisierung, der Übertragung durch Rundfunk, Fernsehen oder Video, auch einzelner Text- und Bildteile sowie der Übersetzung in andere Sprachen.

Lektorat: Monika Holstein | Monika Holstein

Umschlaggestaltung: Attila Hirth | Attila Hirth

Coverfoto: Franz Josef Heinen, Hürtgenwald |Franz Josef Heinen

eBook-Erstellung: Gerd Schulz-Pilath | datamorgana

Printed in EU

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über dnb.ddb abrufbar.

Julia Kathan

Alles für ein bisschen Liebe?

Danksagung

Ich danke von Herzen meinen buddhistischen Ratgebern Richard Sonoda und Yoshiharu Matsuno, meiner Mutter Bella Kathan, meinem Lebenspartner, meinem indianischen Seelenverwandten Peter Antony Acosta, meiner ersten großen Liebe, meinem indischen Hellseher Singh Modi, allen fantastischen Mädels aus meinem Netzwerk „POWER OF LOVE“, meinem Verleger Zsolt Majsai und seiner Partnerin Kerstin Litterst für ihre brillanten Ideen und ihren Teamgeist, meinem Lieblingsfotografen Franz Josef Heinen für das tolle Coverfoto, meiner wunderbaren Lektorin Monika Holstein für die beglückende Zusammenarbeit, Gisela Bongart vom Omega Verlag für das Lektorat meines ursprünglichen Manuskripts, meinem verstorbenen besten Freund Jan Widding und last but not least Gerd Schulz-Pilath für den Kontakt zu 'Buch ist mehr – Verlag 3.0'.

Ohne euch alle gäbe es dieses E-Book nicht!

Bella Kathan

Jules - "An Jan"

Jules - "Reisende"

Power of Love - Netzwerk für Frauen auf dem Pfad bedingungsloser Liebe

Vorwort

Die Liebe ist ein wundervolles Geschenk, und gerade das Gefühl verliebt zu sein macht das Leben spannend, aufregend und wundervoll. Geschenke soll man nicht zurückgeben, sondern sie öffnen und sich darüber freuen.

Leider erhalten wir das schöne Gefühl des Verliebtseins ohne Gebrauchsanweisung, und so wird die Liebe oft missverstanden. Wir tappen leicht in die Falle der Abhängigkeit und sehen den geliebten Menschen als einzige Quelle jeglichen Glücks.

Diese Tendenz führt verbreitet dazu, dass das Geschenk der Liebe zu einer Art Droge wird, die uns traurig, verzweifelt und abhängig machen kann. Wenn das geschieht, schlägt die wundervolle Begegnung schnell in eine schmerzvolle, lästige und auch sehr traurige Angelegenheit um. Wenn wir glauben, ohne dieses „Geschenk“ beziehungsweise ohne den vermeintlichen Traumprinzen nicht mehr leben zu können, uns ohne ihn absolut leer und verlassen fühlen, dann verwechseln wir etwas: Wir halten romantische Bedürftigkeit für Liebe!

Wahre Liebe hat nichts mit Suchtverhalten zu tun. Liebe kommt von innen, sie ist da, jetzt und hier, nicht erst durch die Menschen, die wir treffen und die uns diese Liebe widerspiegeln. In uns war und ist sie zu jeder Zeit, nicht nur dann, wenn wir Schmetterlinge im Bauch haben und die Welt rosarot sehen.

Natürlich – in dem Moment, in dem wir uns verlieben, zerspringen wir fast vor Energie und Glück und der geliebte Partner ist der äußere Anlass, durch den wir dieses Glück erfahren. Leider schwindet das Verliebtheitsgefühl nicht nur mit der Zeit – in der Regel nach den berühmten drei Monaten – sondern es gesellen sich auch andere, weniger angenehme Gefühle hinzu: Bedürftigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Eifersucht, Verlustangst, Kontrollbedürfnisse: alles Emotionen, die unsere Liebesabhängigkeit ans Licht bringen und die unsere Liebesfähigkeit einschränken.

Manche Menschen sind immer schon mit der Liebe verbunden, andere suchen sie ein Leben lang, wieder andere gar nicht und manchen gelingt es erst nach zahlreichen leidvollen Erlebnissen, mit ihr in Kontakt zu kommen.

Ich bin weder Psychologin noch Expertin in Sachen Liebessucht und kann nicht behaupten, alle Lösungen zu kennen. Anzubieten habe ich allerdings die Schlüsse, die ich aus meiner eigenen Liebessucht ziehen konnte. Ich bin in der Schule der romantischen Liebe unzählige Male sitzengeblieben und musste meine Lektionen daher doppelt und dreifach lernen. Mein Herz lag jahrelang unterm Messer, es wurde unzählige Male gebrochen und von mir wieder zusammengeflickt. Ich rannte so lange mit dem Kopf gegen die Wand, bis ich nicht mehr konnte und einsah, dass die Mauer stärker war als mein Brummschädel. Erst als es so wehtat, dass ich nicht mehr weiter wusste war ich bereit, meine Strategien in Sachen Liebe an den Nagel zu hängen.

Durch meine Spiritualität und die Begegnungen mit irdischen Helfern, die so heilsam für mich waren dass sie mir nicht von dieser Welt schienen, öffnete ich mich langsam für Möglichkeiten, neue, glücklichere Erfahrungen mit der Liebe zu machen – sei es in einer Paarbeziehung, sei es mit mir selbst. Heute kann ich von mir sagen: Ich liebe mich. Ich kenne die „wahre Liebe“ und stehe in ständiger Verbindung mit ihr. Jeder Schritt auf sie zu ist ein Gewinn, denn erst diese Liebe gibt unserem Leben einen Sinn.

Ich hoffe, dieses Buch kann dir dabei helfen, dein liebessüchtiges Verhalten zu erkennen und es in wahrhaftige Liebe zu transformieren. Es soll Lust machen, sich in die Liebe, die nicht weh tut, zu verlieben und unberührtes Neuland zu betreten.

Teil I

Wirkungen

1

Liebe und Liebessucht

Was ist Liebe? Das ist die Frage aller Fragen! Wofür genau steht das große Wort, unzählige Male besungen und beschrieben? Es ist schon seltsam mit der Liebe – sie ist in aller Munde, und doch fühlen sich die wenigsten von uns in der Lage, sie eindeutig zu beschreiben. Obwohl wir uns so schwer damit tun zu formulieren, was Liebe ist, behaupten die meisten von uns sicher zu sein, jemanden wirklich zu lieben. Es stellt sich die Frage: Wie können wir sicher sein?

Jeder Mensch liebt auf seine Weise und es gibt verschiedene Arten und Facetten von Liebe: Nächstenliebe, Elternliebe, Tierliebe, Freundesliebe, platonische Liebe, Selbstliebe, erotische oder romantische Liebe …

Liebe ist mit Sicherheit die stärkste Zuneigung, die ein Mensch für einen anderen zu empfinden fähig ist. Sie ist ein Gefühl inniger und tiefer Verbundenheit mit einer Person, die über den reinen Zweck einer zwischenmenschlichen Beziehung hinausgeht. Sie drückt sich vor allem durch aktive Zuwendung zum anderen aus und empfängt, während sie gibt. Es ist eine Energie, die Brücken zwischen den Herzen baut, die das Ich und das Du zu einer Einheit verschmelzen lässt und die eine unwiderstehliche Anziehungskraft besitzt.

Lieben wir auf diese Weise? Entsenden wir dieses starke Gefühl aus unserem Herzen wie ein Geschenk an diejenigen, die es empfangen sollen? Oder sind wir nicht vielmehr damit beschäftigt, eine Person anzuhimmeln und fixieren uns darauf, wie wir sie in unser Leben ziehen und festhalten können? Jemanden einfach nur „haben zu wollen“ ist nichts anderes als unfreie, kindliche Bedürftigkeit, die allenfalls unfreie, leidvolle, kurzfristige und eben „abhängige Beziehungen“ auslösen kann.

Was Männlein und Weiblein in Sachen Beziehung so alles miteinander veranstalten, hat schon viel Komisches wenn es nur nicht so traurig wäre! Sie scheinen ein unglaubliches Talent zu haben, sich in selbstzerstörerische Dramen zu verstricken, die sie „Liebe“ nennen.

Wie kann eine so starke Kraft wie die Liebe dermaßen missverstanden werden? Was haben gegenseitige Verletzungen mit Liebe zu tun?

Sie zeigen nur, wie schlecht es der Person gehen muss, die verletzt. Wie egal es ihr ist, ob der andere durch bestimmte Worte und Handlungen leidet oder nicht.

Wir klammern uns an den anderen und engen ihn ein: aus Liebe. Na, klar! Wir drohen dem anderen an, uns das Leben zu nehmen, weil wir ihn ja so sehr lieben!

Das Etikett der Liebe klebt auf Unzulänglichkeiten, Unsicherheiten, Ängsten aller Couleur, Eifersüchteleien, Egozentrik, Machtspielchen, sexuellen Phantasien. Irgendwie scheint der Rest der Welt stillschweigend davon auszugehen, dass es sich bei all diesen Abgründen um das verbindende, lichtvolle, strahlende, einzigartige, wunderbare Gefühl aufrichtiger Liebe handelt.

Ach so, du liebst ihn. Ja, dann ... Mach nur so weiter! Bedränge ihn, beschimpfe ihn, verfluche ihn innerlich und lass dich im Gegenzug von ihm entwürdigen, besitzen und in die Abhängigkeit locken.

Die Spanier sind in Sachen Liebesbeteuerungen etwas ehrlicher als wir. Sie sagen schlicht: „Te quiero!“ Ich will dich! Sie nehmen nicht die großen Worte: „Ich liebe dich!“ in den Mund.

Wir denken häufig, die „große Liebe“ sei die „wahre Liebe“! Große Liebe ist für die meisten jedoch nichts anderes als großes Verlangen, gepaart mit großer Bedürftigkeit.

Hanna: „Ich spüre dich mehr als Hunger, ich sehe dich überall, du bist immer da ...“

Bedürftige Liebe basiert immer auf extremen Emotionen: Sehnsucht, Besessenheit, Leidenschaft, Erotik, Angst, Lust, Ärger und Enttäuschung wechseln sich rasant ab – wie auf einer Achterbahnfahrt! Mit wahrer Liebe ist aufrichtige Liebe gemeint. Sie hat nichts mit Besessenheit und absolut nichts mit Leiden zu tun.

Wir denken oft, dass man die Intensität der Liebe für einen bestimmten Menschen an der eigenen Leidensfähigkeit ablesen kann. Denn wenn wir diese Person nicht so sehr liebten, dann würden wir auch nicht so sehr unter ihrer Abwesenheit oder unerwiderten Liebe leiden. Denkste! Liebe und Leid sind Gegensätze. Je weiter wir innerlich von der Liebe entfernt sind, desto mehr leiden wir, weil wir uns ohne sie traurig, verloren und einsam fühlen. Je stärker man leidet, desto stärker ist auch die Gefahr, sich von der geliebten Person abhängig zu machen!

Liebe ist beglückend, bedingungslos und frei. Sie ist Ausdruck einer wechselseitig starken inneren Verbundenheit, ausgehend von Personen, die innerlich stabil und frei durchs Leben gehen. Die Begegnung zweier Herzen, die im Gleichtakt schwingen und sich gegenseitig freiwillig auf ihrer Reise durchs Leben begleiten, ist heiter und fröhlich. Liebende sind sowohl in der Lage, aus freiem Herzen zu geben als auch ohne Hemmungen zu nehmen.

Doch wie oft wird auf unserem Planeten auf diese Weise geliebt? In Wirklichkeit wird „aus Liebe“ belogen und betrogen, es wird sogar im Namen der Liebe getötet.

Kann das Liebe sein? Sicher nicht.

Wahre Liebe ist

❤frei gewählt

❤unbeschwert

❤frei von Angst

❤respektvoll

❤spirituell

❤innig

❤Einheit

❤Tolerant

❤Gleichberechtigt

❤freudvoll

❤offen

❤erfüllend

❤innere Verbundenheit

All diese Eigenschaften haben mit bedingungsloser Liebe, auch „Agape“ genannt, zu tun. Bedingungslos heißt nicht, dass wir aus Liebe bereit sind, alles mitzumachen und uns auf eine Weise behandeln zu lassen, die unserer unwürdig ist. Das wäre Selbstverleugnung.

Liebe ist aktive Energie und keine passive Haltung, die nur erduldet und erträgt.

Das Lexikon sagt dazu:

„Agape ist uneigennützige Liebe, ohne den anderen für seine Zwecke missbrauchen zu wollen. Agape ist die hingebende Liebe dessen, der ausschließlich das Wohl des anderen sucht, ist von tiefer Zuneigung, Nähe und starkem Vertrauen geprägt. Das Wort ‚Eros’ hingegen meint die Liebe dessen, den ein Mangel bedrückt und der nach der Vereinigung mit dem Ersehnten verlangt.“ 

Wikipedia

Wie erleben die meisten Menschen tatsächlich die romantische Liebe? Auf selbstlose Weise? Es geht doch meistens eher um einen Deal. „Ich liebe dich, weil ich dich brauche “, oder „Ich liebe dich, wenn du das tust, was ich mir wünsche – was ich will!“ oder „Ich liebe dich nicht mehr, weil du ...“ sind Sätze, die für sich sprechen. Du gibst mir dieses, dafür bekommst du jenes von mir. Und wenn nicht, wird die Verbindung gelöst!

Einfachheitshalber zähle ich einmal auf, was bedingungslose Liebe nicht ist: Vor allem ist sie weder zwanghaft eng noch kleben vertragliche Vereinbarungen (womöglich noch mit Kleingedrucktem) an ihr, die regeln sollen, wie sich die Liebenden zu verhalten haben.

Gefühle wie krankhafte Eifersucht haben in ihrer Nähe keinen Raum und sind Merkmale dafür, dass es sich nicht um Liebe, sondern um Sucht handelt (wie das Wort Eifersucht ja schon sagt). Wobei – wie bei allen Suchttendenzen – alles nur eine Frage der Dosis ist. Wenn es einen konkreten Anlass gibt, bei dem Eifersucht und Verlustangst ausgelöst werden, sind dies sicherlich Emotionen, die ihre Berechtigung haben und die so schnell wieder vergehen können wie sie gekommen sind. Eine Prise Eifersucht kann auch rührend und sogar romantisch sein. Wenn sie aber dem Zwang unterliegt, den anderen besitzen und an die Kette legen zu wollen, ist sie eher das Gegenteil von Liebe, nämlich Angst.

Es gibt viele Begriffe für einen süchtigen Umgang mit der Liebe: Beziehungs- oder Bindungssucht, Sexsucht, Romantiksucht, Co-Abhängigkeit. Allesamt verschiedene Varianten süchtiger Liebe. Was genau steckt dahinter?

Süchtige Liebe ist

• zwanghaft

• abhängig

• blind

• bedürftig

• besitzergreifend

• vereinnahmend

• eifersüchtig

• angstbesetzt

• fesselnd

• illusionär

• kontrollierend

• oft sehr schmerzhaft

• immer leidvoll

• ungewiss

• energetisch „eng“

• weit verbreitet

• auf Sand gebaut

Dabei ist süchtige Liebe natürlich auch

• aufregend

• berauschend

• prickelnd

• erotisch

• leidenschaftlich

• abenteuerlich

• faszinierend

Das macht sie ja gerade so attraktiv und unwiderstehlich! Das Problem dabei sind ihre vielen Schattenseiten.

Süchtige Liebe

• braucht

• fordert

• projiziert

• idealisiert

• lässt alles andere unwichtig erscheinen

• geht faule Kompromisse ein

• betäubt die Leere

• dient als Ersatzmittel

• macht klein

• ist oft einseitig

• beschuldigt

• macht unglücklich

• nährt Komplexe

• macht Druck

• macht den Geliebten zur Droge

• wertet den anderen auf und das Selbst ab

Wenn du dich auf dieser Liste wiedererkennst – macht dich das nun gleich zum Liebesjunkie? Bist du liebeskrank? Fehlt dir etwas? Bist du etwa gar nicht zu einer Liebesbeziehung fähig? Oder warum laufen deine Beziehungen immer auf eine Weise ab, die dich unglücklich macht? Triffst du immer die Falschen? Und wenn ja, wieso eigentlich? Sind die Männer an dem Elend schuld?

Tatsache ist: Du bist mit dieser Art zu lieben nicht allein! Es ist ein weit verbreitetes Phänomen unserer Gesellschaft, die romantische Liebe zur heiligen Kuh zu machen. Ich behaupte, eine stille Mehrheit (nicht nur Frauen!) ist auf die eine oder andere Weise liebesbedürftig bis liebessüchtig – allerdings ohne sich dessen bewusst zu sein.

„Die meisten von uns suchen nach einer Beziehung, die uns wie ein Schiff sicher durch die Meere des Getrenntseins und der Einsamkeit zu den wunderbaren Ufern der Liebe und des Glücks bringt. Da Scheidungsstatistiken zufolge ungefähr die Hälfte der Menschen, die die Reise gemeinsam antreten, das Schiff verlassen und die weit verbreiteten Witze über Beziehungen über Mann und Frau darauf schließen lassen, dass viele Menschen unglücklich verheiratet sind, kann es von hohem Nutzen sein, unsere Fähigkeit zu erhöhen, diese Reise erfolgreich durchzuführen. Fangen wir also ganz von vorne an.“

Ken Keyes

Wir leben in einer Zeit, in der die meisten Beziehungen von kurzer Dauer sind und viele Ehen auseinanderbrechen. Aus Angst vor Einsamkeit und Verlust von Sicherheit harren viele ewig in ihrer unglücklichen Ehe aus. Welche Ehe ist schon glücklich? Auch das sind Anzeichen dafür, dass die meisten von uns leider nicht bedingungslose Liebe, sondern abhängige Liebe als Basis der Beziehung gewählt haben. Was heißt gewählt? Sie kennen keine wirkliche Alternative! Bedingungslose Liebe mutet da eher wie ein abgehobenes Fremdwort an. Wir lieben nicht abhängig oder bedingungslos, wir lieben einfach, so wie alle anderen – denken wir.Kunststück, denn so einfach ist das mit der wahren Liebe nun mal nicht.

Wir sind weder mit einer Gebrauchsanweisung auf die Welt gekommen wie man liebt, noch hatten die meisten von uns Eltern, die uns eine solche Liebe vorgelebt oder gezeigt haben. Und wenn doch, haben wir diese Liebe vielleicht frühzeitig verloren und suchen jetzt in jedem potentiellen Partner unbewusst nach ihr. Woher also sollen wir das Talent zur bedingungslosen Liebe haben?

Doch zum Glück sind wir lernfähig, und die vielen Enttäuschungen und gescheiterten Beziehungen sind nicht einfach nur nutzlose Verletzungen gewesen, sondern wichtige Lektionen. Jede Beziehung trägt ein enormes Potential für die Entwicklung der Partner in sich. Ken Keyes, ein beeindruckender Erwecker in Sachen Liebe, sagt dazu: „Bedingungslose Liebe bedeutet zu lernen, die Person und das Problem voneinander zu trennen. Lieben Sie die Person; arbeiten Sie an dem Problem.“

Voraussetzung dafür, wirklich zu lieben, ist vielen Denkern zufolge der aufrichtige Wunsch und die Fähigkeit, sich selbst zu lieben:

„Es stimmt, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben; sie sind jedoch genauso unfähig, sich selbst zu lieben.”

Eric Fromm

Damit ist weder gemeint, dass wir uns narzisstisch in unser eigenes Spiegelbild verlieben, noch dass wir uns nur noch für uns selbst interessieren sollen. Denn diese ichbezogene Form von Liebe ist eng, beschränkt und entsteht aus der Angst zu kurz zu kommen. Gemeint ist hier die Fähigkeit, sich von Herzen zu lieben und zu schätzen, statt sich verbal oder in Gedanken abzuwerten. Es geht also um die Fähigkeit, sich und andere wertzuschätzen, ohne Bedingungen oder Forderungen zu stellen.

Der gutgemeinte Rat manch' besorgter Freundin, die unseren immer neuen Liebeskummer beobachtet ist jedoch nicht so einfach in die Tat umzusetzen: „Liebe dich selbst! Du musst dich nur lieben!“

Danke für die Blumen! „Nur“! Wo zum Teufel lernt man das: sich lieben? Keine Schule bietet Kindern oder Jugendlichen bisher das Fach „Menschliche Beziehungen“ an, und einen Selbsthilfekurs „Lieben leicht gemacht“ haben die meisten von uns sicher auch noch nicht besucht. Mittlerweile haben „Liebeskummer-Studios“ in Deutschland regen Zulauf – eine echte Marktlücke. Doch eine Anleitung wie man sich liebt bekommt man meistens erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Früher oder später wird wohl jeder gezwungen, kleine Schritte Richtung Selbstachtung, Respekt und liebevollen Umgang mit sich selbst zu machen. Mit Sicherheit hat die Entwicklung dieser Fähigkeiten nichts mit einer unangenehmen Hausaufgabe zu tun, sie bedeutet vielmehr einen lebenslangen Prozess, durch den wir uns selbst immer besser kennenlernen. Ein Lernprozess, der eine Annäherung an den würdigsten Teil in uns verspricht: unseren Selbstwert.

So fürchterlich Liebeskummer auch ist, so bietet er doch immer auch die große Chance damit anzufangen, sich selbst immer mehr zu lieben und zu schätzen. Dazu muss natürlich erst einmal die Flut der Tränen getrocknet und der Moment da sein, wo du dich dazu entschließt, dein Leben verändern zu wollen.

„Die Liebe zu anderen und die Liebe zu uns selbst stellen keine Alternative dar; ganz im Gegenteil wird man bei allen, die fähig sind, andere zu lieben, beobachten können, dass sie auch sich selbst lieben.“

Erich Fromm

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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