Verlag: Gmeiner-Verlag Kategorie: Abenteuer, Thriller, Horror Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2011

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E-Book-Beschreibung Alpenkasper - Willibald Spatz

Birne ist verschwunden! Und das kurz vor seiner Hochzeit mit Katharina. Zum Glück gibt es da Jakob, Birnes Bruder. Der macht sich auch gleich auf die Suche. Doch seine einzige heiße Spur ist schnell kalt: Ein Renter, zu dem Birne zuletzt Kontakt hatte, wird vor seinen Augen ermordet. Als auch noch Birnes Kollegen von der Polizei auf einem Schützenfest in der voralpenländischen Provinz fast gelyncht werden, scheint es kaum noch Hoffnung zu geben für Bayerns schrägsten Ermittler.

Meinungen über das E-Book Alpenkasper - Willibald Spatz

E-Book-Leseprobe Alpenkasper - Willibald Spatz

Willibald Spatz

Alpenkasper

Birnes dritter Fall

Personen und Handlung sind frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen

sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Besuchen Sie uns im Internet:

www.gmeiner-verlag.de

© 2011 – Gmeiner-Verlag GmbH

Im Ehnried 5, 88605 Meßkirch

Telefon 0 75 75/20 95-0

info@gmeiner-verlag.de

Alle Rechte vorbehalten

Lektorat: Claudia Senghaas, Kirchardt / René Stein, Meßkirch

Herstellung: Julia Franze

Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart

basierend auf einer Bildidee von Tim Toppik

unter Verwendung der Fotos von Lutz Eberle, © Doc RaBe - Fotolia.com

und © PixMedia - Fotolia.com

Den kennen wir nicht, der war noch nie bei uns. – Seinen Brudern kenn ich schon.

Karl Valentin

Wohnraum

Der Mann streifte genervt eine der beiden Greisinnen, die sich vor der Metzgerei breit gemacht hatten, zum Reden vor, nach oder zwischen dem Vormittags-Wurstkauf. Sie verachteten ihn und hätten gern mehr hervorgebracht als ein empörtes »Also«, wäre der Mann nicht schon viel weiter gewesen. Sie hatten beim Körperkontakt mit dem Eiligen strengen Schweißgeruch wahrgenommen, eine Schuppe vom Bart war an dem Lodenmantel der Alten hängengeblieben.

»Der war gar nicht mehr so jung, der muss gar nicht so unhöflich sein.«

»Aber auch die Jungen kommen langsam in ein Alter. Und was nachkommt, ist nie besser.«

»An den Jungen merkt man, wie man selber alt wird.«

Einander zustimmend annickend, schlurften sie weiter, zur nächstgelegenen Bäckerei.

Der Mann wurde langsamer, schaute die Hauswände hoch, suchte nach Hausnummernschildern, wühlte in seiner Hosentasche, musste ganz innehalten, um das Objekt ans Licht zu fischen: ein Umschlag. Er hielt ihn sich nah an die Brille, um die Anschrift zu lesen. Einige zielstrebige Meter und er war angekommen. Haus. Der Umschlag enthielt auch einen Schlüssel zu einem aufgeräumten Hausgang. Unter den Briefkästen und der Anschlagtafel des Hausmeisters ein Kinderwagen. Er fand den einen Namen, der ihn ansprach, auf einem Schild unter einem Postschlitz und nahm die Stufen nach oben. Der Aufzug wartete stumm im ersten Stock, der Mann ließ ihn unbenutzt und landete vor einer der zwei Türen im zweiten Stock, schnaufte durch. Hier passte der andere Schlüssel.

Ohne Vorsicht ging er durch den Wohnungsgang gerade in die Küche. Der Tisch, die Arbeitsplatten standen abgewischt und ungebraucht, auf einem Stuhl lagen Prospekte, verteilt vor einer Woche. Am Wohnzimmer hing ein Balkon über den Köpfen der Passanten, im Zimmer dominierte grau ein Flachbildschirm. Der Mann drehte bewusst seinen Kopf. Auf einem Tischchen stand ein Terrarium, eine Bartagame starrte ihn schon eine ganze Weile daraus an. Sie drehte den Kopf und fing sich eine vorbeizuckende Grille, verschlang sie. Ein Schritt weiter in den Raum. Er setzte sich, nahm Papiere vom Couchtisch und las eins nach dem anderen durch. Nach Minuten, in denen er den Stapel, ohne etwas Relevantes entdeckt zu haben, durchgearbeitet hatte, stand er auf und steuerte das rot blinkende Mobiltelefon an, das auf einem Regal lag. Ein neuer Anruf in Abwesenheit, Handynummer, vor 15 Minuten.

Die Frau stand hinter ihm, er japste, als er sie sah, verbarg das Telefon hinter seinem Rücken, öffnete seinen Mund, sagte nichts. Sie musterte ihn einmal von oben nach unten, ohne hängenzubleiben. Das Haar steckte nass in einem Handtuchturban.

»Ich hab Sie im Bad gestört«, stellte der Mann fest.

»Nein, nicht im Bad.«

»Zum Glück. Tut mir leid.«

»Was?«, blaffte sie ihn an.

»Ich habe mit niemandem hier gerechnet, ehrlich gesagt«, gab er zu und wurde dabei etwas lauter.

»Ich auch nicht. Dann bräucht ich jetzt das Telefon.«

»Sie müssen die Polizei nicht rufen«, beeilte er sich. »Ich werde einfach verschwinden. – Alles nur ein Missverständnis. Tut mir leid.« Zwei Schritte Richtung Ausgang, gleichzeitig auf sie zu.

Sie stoppte ihn, Hand an seine Brust. »Vielleicht verraten Sie mir noch, wie Sie reinkommen sind.«

»Ich habe eigentlich eine Menge zu tun, ich habe hier nichts verloren.«

Sie drehte sich zur Wohnungstür. »War die offen?«

»Nein, ich habe doch den Schlüssel.«

Ihre Hand wanderte in seine, sie schob ihn zur Couch. »Sie müssen mir das alles genau erklären. Ich mache uns Kaffee.«

»Dazu fehlt mir die Zeit. Bitte entschuldigen Sie die Störung. Ich gehe, ich habe einen wichtigen Termin. Ehrlich.«

»Wenn Sie jetzt versuchen zu gehen, zeige ich Sie wirklich an«, drohte sie und verschwand in der Küche.

Als sie zurückkam mit zwei Katzentassen dampfenden Kaffees und einer Handvoll Schokoladengebäck auf einem Tablett, starrte er auf den Umschlag mit dieser Adresse und den beiden Schlüsseln vor sich. »Da«, sagte er. »Können Sie zurückhaben,  ich bin froh, wenn es mich nichts angeht, ehrlich.«

»Mit Milch und Zucker?«

»Nur Milch. Danke. Und auch nicht viel. Das heißt, Sie haben frische Kuhmilch, da nehm ich gern kräftig.«

»Wie kommen Sie an die Schlüssel zu unserer Wohnung?«

»Ich wollte ehrlich nichts stehlen. Und auch nicht schnüffeln. Das ist überhaupt nicht mein Job. Ich habe eigentlich einen Termin und müsste schon weg sein.« Er zog aus seiner Hose sein Handy, ließ mit einem Stöhnen das Display aufleuchten.

»Dann sagen Sie mir doch einfach, woher Sie die Schlüssel haben«, forderte sie nach.

»Kurz: Sie lagen in diesem Umschlag in meinem Briefkasten.«

»Wissen Sie, von wem er kam?«

»Ich kenne die Schrift. Mein Bruder«, erklärte der Mann.

»So, so, der Bruder. Lag sonst noch was dabei? Ein Zettel mit Anweisungen? Eine Karte, wo das Bargeld und der Schmuck hier versteckt sind?«

»Nein, nein, das war meine Idee, hierher zu kommen und nach irgendwas zu suchen.«

»Zum Beispiel nach Ihrem Bruder«, schlug die Frau vor. »Und tatsächlich wohnt Ihr Bruder hier.«

»Wunderbar, dann komm ich doch mal vorbei, wenn er da ist, aber jetzt langt es. Der Kaffee war wunderbar. Danke vielmals.«

»Das ist nicht so einfach«, bremste sie den Gehenden. »Ich habe keine Ahnung, wann Ihr Bruder wiederkommt, vielleicht ist er aber auch ausgezogen, nur mal eben eine Packung Zigaretten holen und so weiter und plötzlich, da war er weg.«

»Wissen Sie, im Grunde ist mir das auch recht. Unser Verhältnis ist, ehrlich gesagt, mehr so lala gewesen. Dann soll er sich halt rühren, wenn er wiederkommt, dann können wir mal was zusammen machen, grillen, Minigolf, was weiß ich. Und wenn er sich nicht rührt, dann ist es auch okay. Auf Wiedersehen.«

»Ich hätte schon gern, dass Sie mir ein bisschen was erzählen. Sie sind vielleicht der Letzte, mit dem er Kontakt hatte nach seinem Verschwinden, und mir liegt schon etwas daran, ihn wiederzusehen, unser Verhältnis ist nicht so lala: Ich bin Katharina. Wir sind verlobt, Herr Birne.«

Theaterkantine

Eilte er auf dem Hinweg, so rannte der Bruder auf dem Rückweg. Eine flüchtige Inspizierung des Straßenbahnfahrplans machte klar, dass mit dem öffentlichen Personennahverkehr nur wenig reinzuholen war. Wenn die Bahn feststeckte, würde er Zeit verlieren. Also rannte er. Trübes, zu kaltes Wetter hatten sie diesen Mai, er bekam Schweißflecken unter den Achseln, aber für niemanden sichtbar, da er die Jacke anbehalten hatte, um schneller voranzukommen.

Das Ziel, das Stadttheater, zeigte sich unbeeindruckt von seiner Hektik. Er steuerte den Kantineneingang an, der sich links vom Haupteingang befand. Da wurde er aufgehalten von einem jungen Menschen mit buntem Haar und einem Ring in der Nase. Statt zu schnorren, sagte er: »Die sind gefährlich!« und hielt Jakob ein kleines schmutziges Papier unter die Nase.

»Danke«, erwiderte Jakob und wollte weiter, vorbei.

»Nein, nimm!« Jakob nahm’s widerwillig, und der Aktivist erklärte: »Das sind Nazis und die überrennen uns, wenn wir nichts tun.« Auf dem Flyer stand viel Text in vielen verschiedenen Schriftarten, teilweise fett, teilweise kursiv. »Bist du dabei?«

Jakob nickte und bekam dafür die Bahn frei gemacht.

In der Kantine im Keller des Stadttheaters nahmen ein paar Techniker und augenberingte Schauspieler einen Vormittagskaffee mit Croissant. Wenig Betrieb, aber schon ein gehöriger Lärmpegel wegen des Gewölbes. Jakob erkannte auf seinem Handy, dass er nicht zu spät war; er holte sich erst mal Kaffee. Ein schwarzhaariges Mädchen reichte ihm die Tasse über die Theke. Ein wenig schwappte über. Der dicke Chef stand hinter der Kleinen, hatte nichts zu tun, als die Arbeit seiner Bediensteten zu überwachen, und grunzte missbilligend. Jakob fragte er mit unterfränkischem Akzent: »Wollen Sie eine Johannisbeerschnitte?«

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