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Masterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Pädagogik - Erwachsenenbildung, Note: 2.3, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, Veranstaltung: Personalentwicklung/Erwachsenenbildung/Personalleitung, Sprache: Deutsch, Abstract: Heutzutage ist unser Alltag kaum ohne die Verwendung verschiedener Technologien vorstellbar. Es betrifft nicht nur private Haushalte, wo Computer bereits schon lange unbemerkt benutzt werden (in Mikrowellen, Kaffeeautomaten, Klimaanlagen, Autos, GPRS-Systemen usw.). Die Technologie ist auch stark in unsere Arbeitswelt eingedrungen. Jeden Tag versenden wir E-Mails, erhalten und versenden Informationen oder wechseln Daten mit anderen Abteilungen des Betriebs oder Kunden aus. Auch das Bildungssystem ist stark durch die Benutzung verschiedener Technologien geprägt. Ein Sprachunterricht nur mit Audiokassetten und Videomaterialien ist kaum mehr vorstellbar. Whiteboards werden als Ersatz herkömmlicher Tafeln im Unterricht eingesetzt. An Schulen werden „Schatten-Tage“ und Projektwochen organisiert, die den Schülern Einsicht ins Arbeitsleben verschaffen und zu selbständiger Problemlösung beitragen sollen. Anders formuliert: Das Lernen wird aus den Bildungsstätten herausgebracht. Man spricht von der nicht-formellen Ausbildung, womit beispielsweise ein Museumsbesuch gemeint ist, was eine aktive Teilnahme der Besucher an verschiedenen Aktivitäten in Zusammenhang mit der Ausstellung voraussetzt. In gewisser Weise gilt dies auch für virtuelle Welten und Umgebungen, die nicht nur für Spielzwecke entwickelt worden sind, sondern auch didaktische Ziele verfolgen. Eine der ersten weit verbreiteten Simulationen war möglicherweise der Fahrsimulator: Ein interaktives Fahrtraining am PC. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen gewonnene Erkenntnisse zum Thema Altersgemäßes Online-Lernen dargestellt werden. Das Ziel der Arbeit ist es, die Interessen verschiedener Altersgruppen zu bestimmen und Überblick über die entsprechenden Methoden des Online-Lernens zu geben. Die Arbeit gliedert sich in 3 Teile. Im ersten Kapitel wird eine Übersicht über die Theorie des Lernens und Bildungswesen gegeben. Im zweiten Kapitel werden die Geschichte und die theoretischen Aspekte des Online-Lernens diskutiert. Das dritte Kapitel enthält die Analyse der Fragebogen und verschiedene Vorschläge zur praktischen Online-Arbeit mit verschiedenen Altersgruppen. Im Rahmen dieser Master-Arbeit wurde eine Umfrage innerhalb verschiedener Altersgruppen zu Fragen des Online-Lernens (Bedarf, Zeitbedarf, Methoden, usw.) durchgeführt. Die Analyse der aktuellen Situation basiert auf den Ergebnissen der Umfrage; es wurden Antworten von 220 befragten Personen (110 in LV und 110 in D) ausgewertet.
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Veröffentlichungsjahr: 2011
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Heutzutage ist unser Alltag kaum ohne die Verwendung verschiedener Technologien vorstellbar. Es betrifft nicht nur private Haushalte, wo Computer bereits schon lange unbemerkt benutzt werden (in Mikrowellen, Kaffeeautomaten, Klimaanlagen, Autos, GPRS-Systemen usw.). Die Technologie ist auch stark in unsere Arbeitswelt eingedrungen. Jeden Tag versenden wir E-Mails, unterhalten uns mit Kollegen per E-Mail und auch per Chat, erhalten und versenden Informationen oder wechseln Daten mit anderen Abteilungen des Betriebs oder Kunden aus. Auch das Bildungssystem ist stark durch die Benutzung verschiedener Technologien geprägt. Ein Sprachunterricht nur mit Audiokassetten und Videomaterialien ist kaum mehr vorstellbar. Whiteboards werden als Ersatz herkömmlicher Tafeln im Unterricht eingesetzt: Sie erlauben es, den Lernstoff einfacher zu präsentieren, und können im Vergleich zu Kreidetafeln viel effektiver benutzt werden. An Schulen werden „Schatten-Tage“ und Projektwochen organisiert, die den Schülern Einsicht ins Arbeitsleben verschaffen und zu selbständiger Problemlösung beitragen sollen. Anders formuliert: Das Lernen wird aus den Bildungsstätten herausgebracht. Man spricht von der nicht-formellen Ausbildung, womit beispielsweise ein Museumsbesuch gemeint ist, was eine aktive Teilnahme der Besucher an verschiedenen Aktivitäten in Zusammenhang mit der Ausstellung voraussetzt: Zum Beispiel können Besucher im Museum Turaida (Lettland) die Geschichte der Ortschaft und des Schlosses auf Computerbildschirmen lesen, die daneben auch begrenzte Navigationsmöglichkeiten anbieten und die Informationen kurz gefasst darstellen.
In gewisser Weise gilt dies auch für virtuelle Welten und Umgebungen, die nicht nur für Spielzwecke entwickelt worden sind, sondern auch didaktische Ziele verfolgen. Eine der ersten weit verbreiteten Simulationen war möglicherweise der Fahrsimulator: Ein interaktives Fahrtraining am PC.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit sollen gewonnene Erkenntnisse zum ThemaAltersgemäßes Online-Lernendargestellt werden. Das Ziel der Arbeit ist es, die Interessen verschiedener Altersgruppen zu bestimmen und Überblick über die entsprechenden Methoden des Online-Lernens zu geben.
Die Arbeit gliedert sich in 3 Teile. Im ersten Kapitel wird eine Übersicht über die
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Theorie des Lernens und Bildungswesen gegeben. Im zweiten Kapitel werden die Geschichte und die theoretischen Aspekte des Online-Lernens diskutiert. Das dritte Kapitel enthält die Analyse der Fragebogen und verschiedene Vorschläge zur praktischen Online-Arbeit mit verschiedenen Altersgruppen. Im Rahmen dieser Master-Arbeit wurde eine Umfrage innerhalb verschiedener Altersgruppen zu Fragen des Online-Lernens (Bedarf, Zeitbedarf, Methoden, usw.) durchgeführt. Die Analyse der aktuellen Situation basiert auf den Ergebnisse der Umfrage; es wurden Antworten von 220 befragten Personen (110 in Lettland und 110 in Deutschland) ausgewertet.
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Die Gegenwart ist so dynamisch von andauernden Entwicklungen und Weiterentwicklungen geprägt, dass man der Aussage, die einzige Beständigkeit dieser Zeit seien die Veränderungen, durchaus zustimmen kann. Dementsprechend sind auch alle Mitglieder der Gesellschaft gezwungen, sich an diese Veränderungen anzupassen. Entweder findet man einen Weg, sich an die neue Situation zu gewöhnen, oder man lernt, sich an die neue Situation anzupassen, wobei die Situation analysiert und verstanden wird und man zugleich lernt, die Situation im eigenen Sinne zu beeinflussen.Das Lernen wird als gradueller Aufbau und Veränderung psychischer Dispositionen des Verarbeitens von Informationen sowie Veränderung motorischer Verhaltensdispositionen und Wertorientierung definiert.1In den Studienmaterialien des Themas „Lernen und Behalten“ (vgl. Seel, Hanke, S. 4) findet man das Gesamtspektrum verschiedener Arten von Lernen, die von Roth wie folgt umrissen sind:
1. Lernen, bei dem dasKönnendas Hauptziel ist, das Automatisieren von Fähigkeiten zu motorischen und geistigen Fertigkeiten. 2. Lernen, bei dem dasProblemlösen(Denken, Verstehen, Einsicht) die Hauptsache ist.
3. Lernen, bei dem dasBehalten und Präsenthalten von Wissendas Ziel ist. 4. Lernen, bei dem dasLernen der Verfahrendas Hauptziel ist (Lernen lernen, Arbeiten lernen, Forschen lernen, Nachschlagen lernen usw.). 5. Lernen, bei dem dieÜbertragung auf andere Gebietedie Hauptsache ist, also die Steigerung der Fähigkeiten und Kräfte (Latein lernen, um einen besseren Einstieg in die romanischen Sprachen zu haben).
6. Lernen, bei dem derAufbau einer Gesinnung, Werthaltung, Einstellungdas Hauptziel ist.
7. Lernen, bei dem derGewinn eines vertieften Interessesan einem Gegenstand das
1 Seel N. M., Hanke U. (2010). Lernen und Behalten, Studienbrief PE0710. Technische Universität
Kaiserslautern, Distance and International Studies Center. Glossar VII.
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Hauptziel ist (Differenzierung der Bedürfnisse und Interessen). 8. Lernen, bei dem einverändertes Verhaltendas Ziel ist. Hieraus folgt, dass das Lernen ein langfristiger Prozess ist, bei dem gedankliches Operieren mit Symbolen verbunden ist und durch Erfahrung erreicht wird. Es beinhaltet die Wahrnehmung und Bewertung der Umwelt, die Verknüpfung mit Bekanntem (Erfahrung) und das Erkennen von Regelmäßigkeiten (Mustererkennung). Der Erwerb von Wissen und Fertigkeiten ist in hohem Masse von der Umgebung abhängig; es ist wichtig, die Faktoren zu kennen und zu begreifen, die das Lernen beeinflussen, und welche Prozesse ihnen zugrunde liegen.
Das Lehren wird dementsprechend als eine Unterstützung für das Lernen verstanden. Laut der Definition zielt„das Lehren […] auf die Vermittlung von Fertigkeiten vermittels geeigneter semiotischer Handlungen, durch deren Vollzug oder Ergebnis der
Lernende bei der Aneignung der Fertigkeiten angeleitet wird“(vgl. Seel, Hanke).2Um den Lernprozess von psychologischer Sicht aus zu verstehen und zu begreifen, warum es eine leitende Rolle im Lernprozess einnimmt, kann man von Lerntheorien Gebrauch machen. Im Folgenden werden daher eine Zusammenfassung der wichtigsten Lerntheorien und eine kurze Erklärung der jeweiligen Hauptideen gegeben (siehe Tabelle 1).
Tabelle 1. Zusammenfassung der wichtigsten Lerntheorien
2 Seel N. M., Hanke U. (2010). Lernen und Behalten, Studienbrief PE0710. Distance and International
Studies Center, Technische Universität Kaiserslautern. Glossar VII.
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