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Amadeus Märzhase, ein unscheinbares, kleines Kaninchen, bedrückt nicht nur der nicht enden wollende Winter. Obendrein hat er schwer an der Last des Verlassenseins zu tragen. So begibt er sich eines Tages auf eine abenteuerliche Suche, die alles verändert. Lasst euch, liebe Leser, nun mitnehmen auf eine Expedition durch den unbekannten, winterlichen Wald, der hier und da kleine und große Überraschungen bereithält und obendrein allzu Verborgenes schließlich zum Vorschein bringt. Zum Vorlesen für Kinder ab sechs Jahre oder zum Selbstlesen für Kinder ab acht Jahre.
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Seitenzahl: 63
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Elinor Boré
Amadeus Märzhase
Zum Vorlesen für Kinder ab sechs Jahre oder
zum Selbstlesen für Kinder ab acht Jahre
Engelsdorfer Verlag
Leipzig
2016
An meine kleinen und großen Leser
Ich wünsche Euch viel Freude beim Lesen der nun folgenden Geschichte.
Sollte dabei irgendetwas unverständlich sein, dann wohlgemerkt, zögert nicht, die Erwachsenen in Eurer Umgebung mit Fragen zu löchern, und das so lange, bis ihr eine verständliche und zufriedenstellende Antwort erhalten habt.
Eure Elinor
Am Rande des Waldes stand eine große, alte Eiche. Genau genommen standen dort mehrere dieser Art. Auf ihren Zweigen lag dick der Schnee. Es sah aus, als hätte ein Riese sie mit sehr viel Puderzucker bestreut.
Die ganze Welt, der Wald und das Feld bis hin zum Horizont, waren tief verschneit. Nur im nahe gelegenen Bach plätscherte lustig das Wasser, dass es offenbar sehr eilig hatte, sich viele Kilometer weiter mit einem viel größeren Fluss zu vereinen.
Doch verweilen wir noch etwas bei unserer großen, alten Eiche. Hin und wieder rutschte von einem ihrer Äste ein Häufchen Schnee. So etwas soll vorkommen. Doch warum es gerade in diesem Moment geschah, weiß letztlich niemand. Jedenfalls fiel es geradewegs und haargenau auf eine kleine, flauschige Erhebung am Fuße des Baumes. In eben diesem Moment also plumpste dieser Schnee auf ein kleines, hasenähnliches Geschöpf und deckte es fast gänzlich zu.
Unter dieser Schneedecke begann es nun zu niesen, zweimal um genau zu sein. Und unmittelbar darauf geriet die Schneedecke in Bewegung und zum Vorschein kam ein braunes Fellknäuel mit Hasenohren. Unterhalb der langen Ohren blickten zwei große, braune Augen so traurig in die Welt, dass es einem fast das Herz brechen könnte. Es befreite sich mühsam von dem restlichen Schnee und jammerte ganz kläglich: „Mir ist so kalt.“
