Amethystherz  -  Verwunschene  Weihnachten - Renate Blieberger - E-Book
Beschreibung

Ein romantischer Fantasy-Kurzroman für Erwachsene Durch ein magisches Amethystherz zaubert die Hexe Ilea sich aus Versehen den perfekten Mann herbei. Dumm nur, dass das Herz offenbar eine andere Vorstellung von perfekt hat als Ilea. Aber es kommt noch schlimmer, der Einzige, der ihr bei diesem Problem helfen kann, ist der Hexer Cade, der sie vor Jahren verletzt und verspottet hat. Der Außenseiter Cade ist schon lange in Ilea verliebt, hat sich jedoch mit ihrer Ablehnung abgefunden, seit sie ihn aus ihrem Leben verbannt hat, und zieht es vor, sich der Magie zu widmen. Als er bei ihrem Anruf erkennt, dass nur ein Missverständnis ihr Zerwürfnis herbeigeführt hat, beschließt er ihr nicht nur zu helfen, sondern erneut um ihre Liebe zu kämpfen. Dass Ileas Großtanten inzwischen aus der Weihnachtseinladung von Ileas Vater eine magische Angelegenheit machen und sie für die Lösung von Ileas Problem einen Elf brauchen, macht diesen Kampf nicht gerade einfacher.

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Renate Blieberger

Amethystherz - Verwunschene Weihnachten

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

1. Kapitel

Ilea hob ihre Hand und schlug den schweren Türklopfer in Gestalt eines Wolfsschädels gegen das Holz der alten Tür. Das Ding war ebenso verschroben wie der Großteil ihrer Verwandtschaft und sie hatte noch nie verstanden, warum ihn ihr sonst so normaler Vater nicht schon längst durch eine elektrische Türglocke ersetzt hatte, vor allem da er nicht im Geringsten zu dem hübschen kleinen Vorstadthaus passte.

Als die schwere Tür sich vor ihr öffnete, setzte sie ein Lächeln auf, das vor allem ihrem schlechten Gewissen geschuldet war. Ihr letzter Besuch bei ihm war Monate her und auch ihre Telefonate gingen meist von ihm aus. Sie wurde von der kräftigen Umarmung ihres Vaters aus ihren Gedanken gerissen. Da Edan O'Mara sonst nicht zu Gefühlsausbrüchen neigte, schlug sofort ihr innerer Alarm an. Sie machte sich los und fragte hastig: „Was ist passiert?“

Er runzelte seine Stirn, „darf ich meine einzige Tochter nicht umarmen, ohne dass etwas Tragisches geschehen sein muss?“ Misstrauen kroch wie eine hässliche große Spinne Ileas Rücken empor. Er hatte sie vor einigen Tagen angerufen und sie nahezu angefleht genau heute Nachmittag bei ihm auf einen Kaffee vorbeizuschauen. Sie hatte in ihrem Stress nicht näher darüber nachgedacht, aber jetzt stank die Einladung förmlich nach einer Verkupplung.

Sie fragte eisig: „Du hast doch nicht etwa einen Mann da drinnen?“ Sie war vor Kurzem fünfundzwanzig geworden und ihr Single-Dasein bereitete ihm sichtlich Kopfzerbrechen. Aus naheliegenden Gründen machte sie allerdings einen weiten Bogen um Kerle, die von ihrer Familie ausgesucht worden waren.

Ein zu unschuldiges Lächeln erschien auf seinen Lippen, „nicht doch, drinnen warten nur deine zwei Großtanten auf dich.“ Ilea spürte ihre Miene entgleisen. Ihr Vater stammte aus einer alten Hexenfamilie, die schon immer etwas gegen seine Beziehung mit Ileas Mutter gehabt hatte und die zwei alten Schachteln waren die Schlimmsten. Ehe sie umdrehen und flüchten konnte, schlang er seinen rechten Arm um ihre Schultern und zog sie mit ins Haus.

Im Wohnzimmer angekommen erblickte sie die zwei Schreckgespenster auch schon. Beide waren Mitte sechzig, unterschieden sich aber gravierend in ihrer Erscheinung. Baila trug ihre langen Haare stets zu einer akkuraten Knotenfrisur hochgesteckt und war etwas füllig, wohingegen Abelina mit ihrem modernen Kurzhaarschnitt, der sportlichen Figur und ihrer zeitgemäßen Garderobe wie ein moderner Mensch wirkte. Sie war zwar deutlich netter als ihre ewig nörgelnde Schwester, aber dafür versuchte sie ständig, Ilea zu verkuppeln, selbstredend mit passenden Hexern. Wenigstens hatten sie Bailas Adoptivsohn nicht mitgebracht. Ein erneuter Verkupplungsversuch mit dem verschrobenen Nekromanten hätte ihr gerade noch gefehlt. Die Blicke der Beiden taxierten sie prüfend und Baila stellte kühl fest: „Sie sieht ihrer Mutter immer ähnlicher.“ Das stimmte sogar, zumindest soweit Ilea das anhand der paar alten Fotos beurteilen konnte. Ihre Mutter war eine Elfe, die ihren Vater schon kurz nach Ileas Geburt verlassen hatte. Ilea hatte von ihr die blonden Haare, die blauen Augen, den schlanken Wuchs und die feinen Züge geerbt, aber zumindest waren ihr die spitzen Ohren erspart geblieben.

Sie erwiderte bissig: „Immerhin habe ich nicht fünfzehn Kilo zu viel auf den Rippen.“

Baila schnappte empört nach Luft, aber ehe sie kontern konnte, riss Edan das Gespräch an sich: „Nicht heute meine Lieben. Ich habe euch eingeladen, weil ich euch etwas mitteilen will. Bitte setz dich Ilea. Ich hole den Kaffee und die Torte. Versucht euch inzwischen nicht an die Kehle zu gehen.“ Ilea nahm so weit wie möglich von den beiden entfernt Platz und machte mit ihrer eisigen Miene hoffentlich klar, dass sie keine Lust auf eine Unterhaltung hatte.

Erst die Rückkehr ihres Vaters brach das eisige Schweigen. Er stellte das Tablett mit den Kaffeetassen und einer kleinen Schokotorte auf dem Wohnzimmertisch ab und forderte: „Lasst es euch schmecken.“

Baila schnaubte: „Könntest du diesen Unsinn endlich sein lassen und auf den Punkt kommen? Du hast uns hergebeten, weil du uns angeblich etwas Wichtiges mitzuteilen hast, also tu es endlich.“

„Zur Abwechslung bin ich ganz ihrer Meinung“, hieb Ilea in dieselbe Kerbe. Ihren Vater zu besuchen war eine Sache, aber sie hatte keine Lust, ihre rare Freizeit mit diesen beiden alten Schreckschrauben zu verbringen.

Edan stellte in aufreizender Langsamkeit vor jeden eine Tasse hin, setzte sich und erwiderte erst dann ruhig: „Vor einigen Tagen hat mich ein Notar angerufen, um mich über den Tod meines Onkels väterlicherseits zu informieren.“ Ileas schlechtes Gewissen kam auf einen Schlag wieder hoch.

Sie unterbrach ihn betroffen: „Das tut mir so leid. Warum hast du nichts gesagt? Ich wäre doch sofort vorbeigekommen.“

Baila mischte sich mit kühler Stimme ein: „Schön, du trauerst um deinen Onkel, aber was geht uns das an? Er war ein normaler Mensch. Wir haben doch wohl klargemacht ...“ Das war wieder mal typisch Baila.

Ilea schnitt ihr bissig das Wort ab: „Dass ihr von Menschen nichts haltet. Wie hätten wir das übersehen können? Was mich angeht, könnt ihr sofort verschwinden.“ Ileas Großmutter hatte zum Leidwesen ihrer Familie einen normalen Menschen geheiratet, und als Edan dann auch noch ohne jede Magie auf die Welt gekommen war, hatte das die Begeisterung auch nicht eben gesteigert.

Edan fuhr dazwischen: „Haltet beide den Mund. Ich bin noch nicht fertig.“ Die Köpfe der zwei Hexen fuhren zu Edan herum und sie starrten ihn geschockt an. Kein Wunder, für gewöhnlich wurde er nie laut. Er fuhr ruhiger fort: „Er hat mir eine Kleinigkeit vererbt, aber darum geht es nicht. Ich habe in den vergangenen Tagen nachgedacht und für mich festgestellt, dass diese Familienstreitigkeiten aufhören müssen. Ich weiß ihr habt die Ehe meiner Eltern missbilligt ebenso wie meine Beziehung mit Ileas Mutter.“

Abelina rümpfte die Nase, „das war aber auch eine äußerst dumme Wahl Neffe. Jeder weiß doch, dass Elfen außer zu ihresgleichen keine Loyalität kennen. Für die sind wir alle nur sterbliches Gesindel und Hadassas Verschwinden hat uns recht gegeben. Keine Hexe hätte ihr eigenes Kind einfach aufgegeben. Dennoch haben wir tatkräftig dabei geholfen, deine Tochter in unsere Welt zu integrieren.“

Baila warf eisig ein: „Mein Sohn hat sich sogar besonders bemüht und als Dank hat sie ihn aus eurem Haus geworfen.“

„Weil er eine tote Katze in mein Zimmer gelegt hat“, schnappte Ilea.

Baila konterte: „Wenn du dich ein wenig mehr mit deinem Hexenerbe beschäftigen würdest, wäre dir klar, dass er nur ...“

Edan fuhr dazwischen: „Wie ich eben sagen wollte, ehe ich so rüde unterbrochen wurde, ihr beiden habt außer Bailas Adoptivsohn nur noch uns und wir haben nur noch euch. Die Wahrheit ist, mein Onkel hatte sich wegen genau dieser Streitereien von seinem Bruder und damit auch von mir zurückgezogen. Ich hatte keine Ahnung, dass er krank war und ich habe keine Lust, irgendwann von einem Notar von eurem Tod zu erfahren. Ja, eure Schwester hat einen Menschen geheiratet und ja, ich trage keine Magie in mir, aber sie hat euch geliebt und ich weiß, dass ihr sie geliebt habt und in ihrem Geist möchte ich diese Familie wieder zusammenführen. Heute ist der vierte Adventsonntag und in ein paar Tagen ist Weihnachten. Ich will, dass wir es dieses Jahr zusammen feiern.“ Ilea hatte das Gefühl, ihre Augen würden ihr jeden Moment aus dem Kopf fallen. Das konnte doch nicht sein Ernst sein.

Ehe sie protestieren konnte, kam Baila ihr zuvor: „Wir Hexen feiern Weihnachten nicht.“

Edan erwiderte ungerührt: „Aber ihr habt einen Neffen und eine Großnichte, die es feiern und wir wollen euch dabeihaben.“ Das wollte sie ganz und gar nicht, aber der Blick ihres Vaters ließ den Protest in ihrer Kehle stocken. So bestimmt hatte sie ihn noch nie erlebt.

Nach einer gefühlten Ewigkeit brach Abelina das Schweigen: „Vielleicht ist die Idee gar nicht so schlecht.“

Baila warf ihr einen wütenden Blick zu, „das ist mal wieder typisch für dich. Immer musst du dich mit neumodischem Kram beschäftigen.“

Abelina spottete: „Dieser neumodische Kram wird schon seit vielen Jahrhunderten gefeiert liebe Schwester.“

„Nicht von uns“, fauchte Baila, „außerdem werde ich sicher nicht hier rumsitzen, während mein Sohn an seinen freien Tagen allein zu Hause bleibt.“

Edan schaltete sich ein: „Der ist natürlich auch eingeladen, schließlich gehört er zur Familie. Ihr müsst auch nicht in die Messe gehen oder Weihnachtslieder singen. Wir möchten euch einfach nur dabei haben. Nicht wahr Ilea?“, fügte er hinzu und warf ihr einen auffordernden Blick zu.

Ilea zuckte die Schultern, „es ist dein Haus.“

„Bitte da hast du es. Sie will uns nicht hier haben“, stellte Baila triumphierend fest.

Abelina nahm ihm die Antwort ab: „Du bist nur beleidigt, weil sie deinem Sohn einen Korb gegeben hat. Davor hattest du reges Interesse an ihrem Leben.“

Baila presste hart die Lippen aufeinander, ehe sie verschnupft antwortete: „Er ist ein vollwertiger Hexer aus einer guten Familie und wäre eine hervorragende Partie für Ilea. Die meisten Hexen würden nicht mal einen Gedanken daran verschwenden, eine halbe Elfe zu heiraten. Sie sind eigensinnig, selbstsüchtig und flatterhaft. Ilea ist doch das beste Beispiel dafür. Sie ist fünfundzwanzig und immer noch Single.“

Ilea stöhnte: „Jetzt tut nicht so, als ob ich eine alte Jungfer wäre. Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Mit Mitte zwanzig sind viele noch unverheiratet.“

„Dann gibt es einen Mann in deinem Leben?“, bohrte Abelina nach und ihre Augen leuchteten dabei förmlich vor Neugier, „ich hoffe er hat wenigstens ein wenig Magie, damit das Erbe der Familie nicht völlig untergeht.“ Natürlich, es ging immer um das Erbe der Familie, immerhin war Ilea die einzige leibliche Nachfahrin der Familie O'Mara. Deshalb hatte ihr Großvater auch den Namen seiner Frau annehmen müssen.

Baila setzte nach: „Du hast eine Verantwortung Kind.“ Sie hasste es, wenn eine der alten Schachteln sie Kind nannte. Sie war ihnen seit Jahren aus dem Weg gegangen, aber wenn ihr Vater jetzt auf Familie machen wollte, konnte sie das vergessen. Sie brauchte einen Plan, und zwar schnell.

Abelina bohrte weiter: „Wenn du jemand hast, wäre diese Weihnachtsfeier doch die perfekte Gelegenheit, ihn der Familie vorzustellen. Wenn nicht, ich kenne da einen sehr netten Seher, der sich kürzlich von seiner Frau getrennt hat.“ Jetzt ging das schon wieder los.

Ilea log: „Nicht nötig, ich bin schon in festen Händen.“

Abelina strahlte: „Das ist wunderbar. Bring ihn auf jeden Fall mit.“

Ilea wehrte ab: „So kurzfristig wird er keine Zeit haben. Er ist … er ist durch seinen Job viel auf Reisen.“

„Weihnachten wird er sich doch wohl freimachen können, da haben ohnehin die meisten Firmen zu“, bestimmte Abelina resolut, „wir werden uns auch von der besten Seite zeigen, nicht wahr Schwester?“

„Wenn er etwas taugt“, schränkte Baila ein.

„Das tut er bestimmt“, versuchte ihr Vater die Wogen zu glätten, „mir kommt gerade eine wunderbare Idee. Ihr beiden holt Cade ab und kommt am Abend wieder und Ilea versucht ihren Freund zu erreichen. Ich koche uns etwas und wir können so schon mal für Weihnachten proben, damit dann alles glatt läuft.“

Abelina klatschte entzückt in die Hände, „das klingt wunderbar. Wir fragen Cade sofort, ob er Zeit hat.“ Ilea hatte Mühe, nicht die Augen zu verdrehen. Da Bailas Adoptivsohn die meiste Zeit mit dem Kopf in seinen Büchern oder in der hauseigenen Hexenküche verbrachte, hatte er ohne Zweifel Zeit. Wenn sie daran dachte, dass sie ihn früher mal gemocht hatte, schüttelte es sie heute noch. Der Kerl war ebenso verkorkst wie Baila. Kein Wunder, dass die Beiden so gut miteinander auskamen.

 

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren die zwei Frauen endlich verschwunden, was man von Ileas Elend nicht behaupten konnte. Sie saß immer noch auf dem Sofa und vergrub das Gesicht in den Händen. Warum hatte sie nur das verdammte Telefon abgenommen? Die Stimme ihres Vaters riss sie aus ihren Gedanken: „Warum hast du mir nichts von deinem Freund erzählt?“

„Ach Dad ich ...“, setzte sie an.

Er winkte ab: „Nicht so wichtig. Ich weiß, ich habe dich heute überfahren, aber ich dachte du kommst nicht, wenn du meinen Plan kennst.“

„Ganz ehrlich Dad? Wäre ich auch nicht. Ich verstehe ja, dass der Tod deines Onkels dir einen Schock versetzt hast, aber die Zwei bringen doch nur Stress und Ärger.“

Er nahm neben ihr Platz und erwiderte sanft: „Du kannst dich nicht daran erinnern, weil du noch zu klein warst, aber als deine Mutter uns verlassen hat waren die Beiden sehr hilfreich.“

Sie schnaubte: „Nur weil sie den Inhalt meiner Eierstöcke brauchen.“

„Das ist nicht wahr. Unter Bailas rauer Schale steckt ein weicher Kern, oder warum sonst hätte sie einen Waisenjungen bei sich aufnehmen sollen?“

„Weil er ein vollwertiger Magier aus einer guten Familie ist?“, ätzte sie.

Er widersprach: „Sie hat Cade wirklich gern und dich früher auch. Ihr habt beide euren Teil an diesem Streit.“

Ilea verteidigte sich: „Sie hackt ständig auf mir rum.“

„Weil sie Angst hat, du könntest zu sehr nach deiner Mutter kommen.“

„Oh ja, meine furchtbare Elfenseite.“

Er strich ihr sanft durchs Haar und erwiderte ernst: „Ich kenne außer deiner Mutter keine Elfen, aber solange sie bei mir war, war sie immer sehr fürsorglich und loyal. Ich denke das Meiste von der allgemeinen Meinung über sie ist ein dummes Vorurteil, weil wir sie zu wenig kennen.“

Ilea antwortete bitter: „Oder auch nicht, immerhin hat sie uns verlassen und sich nie auch nur nach mir erkundigt. Wahrscheinlich bin ich für sie und ihre Familie nur ein Fehltritt, den man am besten vergisst und vertuscht.“

„Ich weiß es nicht“, gab er zu, „aber genau deswegen sollten wir die Familie, die wir haben, zusammenhalten. Ich werde nicht ewig leben und dann bist du ganz allein. Es sei denn dein großer Unbekannter ist die Liebe deines Lebens“, lächelte er mit einem glücklichen Funkeln in den Augen. Verdammt, sie wollte dieses Funkeln nicht zum Verlöschen bringen, zumindest nicht, solange er so angeschlagen war.

Sie flunkerte: „Wie gesagt, ich weiß nicht, ob er Zeit hat.“

Er schmunzelte: „Ich werde ihn schon noch zu sehen bekommen, aber es wäre besser, wenn er kommt, weil dich die beiden sonst den ganzen Abend lang löchern werden.“ Als ob sie das nicht wüsste. Aber ihr war auf die Schnelle einfach keine andere Ausrede eingefallen. Er griff in seine Hosentasche und fuhr fort: „Da wäre noch etwas. Bevor deine Mutter gegangen ist, hat sie mir etwas für dich anvertraut. Ihr zufolge ist es eine Verbindung zu deinem Elfenerbe und ich sollte es dir geben, wenn du anfängst, dich dafür zu interessieren.“

Sie schnaubte: „Tue ich nicht.“