Amok oder Massenmord - Der Fall des Robert Steinhäuser - Gabor Nagy - E-Book

Amok oder Massenmord - Der Fall des Robert Steinhäuser E-Book

Gabor Nagy

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Psychologie - Forensische Psychologie und Strafvollzug, Note: keine, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Psychologisches Institut), Veranstaltung: Blockseminar: Trauma und Traumabehandlung, Sprache: Deutsch, Abstract: In der folgenden Arbeit wird hauptsächlich die Frage behandelt, ob es sich bei dem Fall des Robert Steinhäuer um einen Amoklauf im traditionellen Sinne oder um einen Massenmord handelt. Die Aktualität der Frage wird vor allem durch die zwischen dem Erscheinungsbild und der Definition des Amoks aus heutiger Sicht bestehende Diskrepanz gerechtfertigt. Bei der Diskussion der Frage wird vor allem auf die Punkte Definition, Stadien, sozioökonomische Charakteristika der Täter, Hintergründe und Motive, Risikomarker, die Rolle der Medien und detaillierter auf das Fallbeispiel von Robert Steinhäuser detaillierter eingegangen.

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Veröffentlichungsjahr: 2008

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Inhaltsverzeichnis
Amok oder Massenmord. Der Fall des Robert Steinhäuser.
1. Begriff, Geschichte und Definition
2. Stadien - wie entwickelt sich ein Amoklauf?
3. Soziodemographischer Hintergrund
4. Waffennutzung
5. Ursachen, Hintergründe, Auslöser
6. Gefährdungsanalyse und Risikomarker.
7. Die Rolle der Medien
8. School Shooting und der Fall des Robert Steinhäuser
Vorgeschichte und Tathergang
9. Abschließende Bemerkungen.
10. Exkurs

Page 1

Vorgelegt im Rahmen des Blockseminars Trauma und Traumabehandlung

Page 3

Einleitung

In der folgenden Arbeit wird hauptsächlich die Frage behandelt, ob es sich bei dem Fall des Robert Steinhäuer um einen Amoklauf im traditionellen Sinne oder um einen Massenmord handelt. Die Aktualität der Frage wird vor allem durch die zwischen dem Erscheinungsbild und der Definition des Amoks aus heutiger Sicht bestehende Diskrepanz gerechtfertigt. Bei der Diskussion der Frage wird vor allem auf die Punkte Definition, Stadien, sozioökonomische Charakteristika der Täter, Hintergründe und Motive, Risikomarker, die Rolle der Medien und detaillierter auf das Fallbeispiel von Robert Steinhäuser detaillierter eingegangen.

Amok oder Massenmord. Der Fall des Robert Steinhäuser

„Bis zum 26. April 2002 galt Littleton als das Synonym für den Schrecken des so genannten School Shootings, also für Amokläufe Jugendlicher an Schulen. Fast auf den Tag genau drei Jahre später führten die Ereignisse in Erfurt zu einem neuen traurigen Rekord. … Viele hatten bis dahin derartige Taten für ein spezifisches Problem der USA gehalten. Schuld gab man der dortigen Waffenkultur und der Ideologie eines Individualismus, die den freien Wettbewerb der Stärke propagiert und wenig Verständnis für individuelle Leistungsschwäche und einen Mangel an Durchsetzungsfähigkeit aufbringt.“ (Hoffmann, 2002, S. 28) Aus dieser kurzen Einleitung ergeben sich an der Stelle zwei Frage: Können die Ereignisse in Littleton und in Erfurt als Amok bezeichnet werden? Auf diese Frage wird in der vorliegenden Arbeit versucht, eine Antwort zu finden. Die zweite Frage ist etwas indirekter: handelt es sich beim Amok um ein kulturelles Phänomen? „Zunächst kann festgelegt werden, dass das Amok Phänomen nicht auf bestimmte kulturelle Gemeinschaften beschränkt ist. Es wird in fast allen Kulturen und Gesellschaften beobachtet. … [Die] Störung [scheint aber] auf eine ganz bestimmte kulturelle Gruppierung oder Schicht eingeschränkt [zu sein]. … Genau wegen dieses spezifisch kulturellen Anteils gilt Amok für viele Forscher … als besonders prototypische kulturelle Störung“. (Fiedler, 2001, S. 352, 356) Welche diese Schicht ist, wird im Abschnitt 3 näher beschrieben. Einer ungleichen nationenspezifischen Häufigkeitsverteilung der „Amokläufe“ kann aber schon im Voraus ohne große Vorbehalte zugestimmt werden.