Analyse des Films „wag the dog“ - Yannick Lowin - E-Book

Analyse des Films „wag the dog“ E-Book

Yannick Lowin

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 3,0, Georg-August-Universität Göttingen (Seminar für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Einführung in die Politikwissenschaft am Beispiel „Politik und Medien“, Sprache: Deutsch, Abstract: „Tatsache bleibt jedoch, dass wir eigentlich keinen Krieg gesehen haben. Was wir sahen, waren Aspekte eines Krieges, von dem gesagt wurde, das er stattfand.“ Diese Aussage, die kurz nach Beendigung des zweiten Golfkrieg getroffen wurde, könnte man genau so gut auf den Spielfilm „wag the dog – wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“ anwenden. Der einzige vermeintliche Unterschied zwischen Krieg und Film ist der zwischen Realität und Fiktion. Wer kann aber entscheiden, was „wirklich“ ist und was ausgedacht? Nur derjenige, der die jeweiligen Geschehnisse selbst wahrgenommen hat. Jeder andere ist auf externe Informationen angewiesen, die über die Medien, in den 90´er Jahren vornehmlich über das Fernsehen, distribuiert werden. Allerdings kann dabei eine Reihe an Störfaktoren auftreten, die dafür sorgen, dass Informationen verändert werden bzw. falsche als Fakten präsentiert werden.

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Veröffentlichungsjahr: 2011

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Inhaltsverzeichnis
Kapitel
1.0 Kurze Inhaltsangabe des Films „wag the dog“
2.1 Vergleich des Nachrichtenwertes von „Sex-Skandal“ und „Albanien-Krieg“
3.0 Berichterstattung im zweiten Golfkrieg
3.1 „pool system“, „embedded reporter“ und die Auswirkungen auf die
3.2 Die PR-Maschine von Politik und Militär
3.3 Die Kriegsshow
3.4 Der Krieg der Lügen
3.5 Technische Neuerungen und ihre Auswirkungen auf die Berichterstattung
4.1 Die PR-Kampagne
4.2 Die Berichterstattung
4.3 Wirklichkeitskonstruktionen
5.0 Schluss

Page 1

Page 3

Einleitung

„Tatsache bleibt jedoch, dass wir eigentlich keinen Krieg gesehen haben. Was wir sahen, waren Aspekte eines Krieges, von dem gesagt wurde, das er stattfand.“ Diese Aussage, die kurz nach Beendigung des zweiten Golfkrieg getroffen wurde, könnte man genau so gut auf den Spielfilm„wag the dog - wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt“anwenden.

Der einzige vermeintliche Unterschied zwischen Krieg und Film ist der zwischen Realität und Fiktion. Wer kann aber entscheiden, was „wirklich“ ist und was ausgedacht? Nur derjenige, der die jeweiligen Geschehnisse selbst wahrgenommen hat. Jeder andere ist auf externe Informationen angewiesen, die über die Medien, in den 90´er Jahren vornehmlich über das Fernsehen, distribuiert werden. Allerdings kann dabei eine Reihe an Störfaktoren auftreten, die dafür sorgen, dass Informationen verändert werden bzw. falsche als Fakten präsentiert werden.

Um zu erkennen auf welche Weise dies im Film geschieht, muss man zunächst die Systematik erschließen, nach der hier vorgegangen wird und sich fragen: Warum wird der Krieg überhaupt so dominant in den Medien und verdrängt sogar das eigentliche Nummer eins Thema: Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die gegen den Präsidenten erhoben werden? Wie kann es sein, dass das amerikanische Volk in dem Spielfilm den Krieg für Realität hält? Und ist vielleicht gar nicht einmal unrealistisch, dass man wirklich einen Krieg fälschen kann bzw. zumindest Aspekte von ihm.

Was die erste Frage angeht, so muss man sich klar machen, nach welchen Kriterien Journalisten Meldungen auswählen zu Nachrichten und damit auch zur Realität machen. Dafür sind nach Winfried Schulz die Nachrichtenfaktoren und der Nachrichtenwert verantwortlich. Daher werde ich im Folgenden zunächst überprüfen, inwieweit und in welchem Umfang die beiden Ereignisse auf die Nachrichtenfaktoren zutreffen und welches der beiden Ereignisse damit wirklich den höheren Nachrichtenwert besitzt. Warum es funktioniert, der amerikanischen Öffentlichkeit - wenn auch nur fiktional - einen Krieg vorzugaukeln, lässt sich aus den Entwicklungen und Tendenzen der moderneren Kriegsberichterstattung ableiten, die in der Analyse nach dem zweiten Golfkrieg eklatant sichtbar wurden. Dazu werde ich zentrale Erkenntnisse aus meist zeitnahen Auseinandersetzungen mit dem Verhalten der Medien, der Politik und des Militärs während dieses Krieges zusammenstellen.