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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich VWL - Umweltökonomie, Note: 2,0, Justus-Liebig-Universität Gießen (Agrarpolitik und Marktforschung), Veranstaltung: Welternährungswirtschaft - Umweltmanagement, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Laufe der letzten Jahre nahm das Ausmaß des sogenannten „Land Grabbing“ immer mehr zu. Durch die Vorteile der Investoren, besonders im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, ist der Handel mit Landflächen zunehmend attraktiv geworden. Auch die Gastländer, die ihre landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung stellen, profitieren von diesem Handel. Für Investoren bietet sich die Möglichkeit neue Märkte zu erschließen, bestehende zu sichern, günstiger Produkte zu fertigen und sich Zugang zu Ressourcen zu sicherstellen. Gastländer profitieren von dem eingebrachten Kapital, Verbesserungen in der Infrastruktur, teilweise selbstinduzierten Verbesserungen im Humankapital und vor allem vom Technologietransfer. Diese Vorteile haben das weltweite Volumen von ausländischen Direktinvestitionen, wovon „Land Grabbing“ eine Sonderform ist, stetig seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts steigen lassen. „Land Grabbing“, der großflächige Landhandel, finden in jüngerer Zeit vermehr statt. Landflächen sind lohnende Investitionen, da sie durch den stetigen Ressourcenbedarf und bei guter Pflege auf lange Sicht nicht an Wert verlieren dürfte. Positive Effekte auf das Gastland, das Land, das die Landfläche zur Verfügung stellt, sind dabei an Vorgaben gebunden, die, bei nicht einhalten, negative Folgen haben können. Technologische Lücken und Einkommensverteilungen im Gastland sollten in einem gewissen Rahmen liegen, damit die Vorteile maximal ausgeschöpft werden können. Um diesen Rahmen einhalten zu können fehlt es an allgemeinen Regeln für Investoren und Gastländer. Viele Handelsabkommen beziehen die lokale Bevölkerung nicht mit ein, die direkt betroffen ist und bei großen Flächen auch enorme Probleme bekommt. Von schlechten Aussichten auf einen Arbeitsplatz, über die u.a. daraus resultierenden sozialen Konfliktpotentiale bis hin zu Umweltproblemen. Bei erhöhter Transparenz und internationalen Regeln würde der gesamtgesellschaftliche Gewinn vermutlich höher ausfallen.
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Veröffentlichungsjahr: 2012
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Zusammenfassung
Im Laufe der letzten Jahre nahm das Ausmaß des sogenannten„Land Grabbing“immer mehr zu. Durch die Vorteile der Investoren, besonders im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, ist der Handel mit Landflächen zunehmend attraktiv geworden. Auch die Gastländer, die ihre landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung stellen, profitieren von diesem Handel.
Für Investoren bietet sich die Möglichkeit neue Märkte zu erschließen, bestehende zu sichern, günstiger Produkte zu fertigen und sich Zugang zu Ressourcen zu sicherstellen. Gastländer profitieren von dem eingebrachten Kapital, Verbesserungen in der Infrastruktur, teilweise selbstinduzierten Verbesserungen im Humankapital und vor allem vom Technologietransfer.
Diese Vorteile haben das weltweite Volumen von ausländischen Direktinvestitionen, wovon„Land Grabbing“ eineSonderform ist, stetig seit den 60er Jahren des letzten Jahrhundertssteigen lassen. „Land Grabbing“,der großflächige Landhandel, finden in jüngerer Zeit vermehr statt. Landflächen sind lohnende Investitionen, da sie durch den stetigen Ressourcenbedarf und bei guter Pflege auf lange Sicht nicht an Wert verlieren dürfte. Positive Effekte auf das Gastland, das Land, das die Landfläche zur Verfügung stellt, sind dabei an Vorgaben gebunden, die, bei nicht einhalten, negative Folgen haben können. Technologische Lücken und Einkommensverteilungen im Gastland sollten in einem gewissen Rahmen liegen, damit die Vorteile maximal ausgeschöpft werden können. Um diesen Rahmen einhalten zu können fehlt es an allgemeinen Regeln für Investoren und Gastländer. Viele Handelsabkommen beziehen die lokale Bevölkerung nicht mit ein, die direkt betroffen ist und bei großen Flächen auch enorme Probleme bekommt. Von schlechten Aussichten auf einen Arbeitsplatz, über die u.a. daraus resultierenden sozialen Konfliktpotentiale bis hin zu Umweltproblemen. Bei erhöhter Transparenz und internationalen Regeln würde der gesamtgesellschaftliche Gewinn vermutlich höher ausfallen.
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Inländische landwirtschaftliche Fläche pro Person in verschiedenen Weltregionen
(ha/Person) ..........................................................................................................................25 Tabelle 2: Flächenbedarf von Lebensmitteln in verschiedenen Ländern (2006, m²/kg bzw.
ha/10 t Ertrag) ......................................................................................................................26
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In der Einleitung wird auf die Beweggründe für diese Arbeit eingegangen. Dabei wird die Zielsetzung beleuchtet und die Vorgehensweise erläutert.
Im Laufe der letzten Jahre nahm das sogenannte„LandGrabbing“ immer mehr zu. Durch die Vorteile der Investoren, besonders im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach Agrarprodukten, ist der Handel mit Landflächen zunehmend attraktiv geworden. Auch die Gastländer, die ihre landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung stellen, profitieren von diesem Handel.
Ein Handel mit Landflächen und demzufolge auch mit den dort erwirtschafteten Rohstoffen birgt dabei das Risiko, dass Ressourcen ungleichmäßig verteilt werden. Zudem ist„Land Grabbing“nur eine spezielle Form von ausländischen Direktinvestitionen (ADI), die schwerer zu erfassen ist.
Im Laufe dieser Arbeit wird auf die Motive der Investoren und Gastländer ADI und speziell„Land Grabbing“zu tätigen eingegangen. Durch die Analyse der Auswirkungen soll eine Bewertung von„Land Grabbing“erfolgen.
