Anleitung zur Schwerelosigkeit - Chris Hadfield - E-Book

Anleitung zur Schwerelosigkeit E-Book

Chris Hadfield

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Beschreibung

»Von Zeit zu Zeit erscheinen vor den Fenstern eines Raumschiffs Wunder …«

Millionen haben das Video gesehen, in dem der Astronaut Chris Hadfield singend und Gitarre spielend durch die Raumstation ISS schwebt. Fasziniert schauen die Menschen seither nach oben: Wie verändert der Blick aus 400 km Höhe die Sicht auf unser Leben?

Chris Hadfield nimmt uns mit in schwindelerregende Sphären: Er erzählt von riskanten Manövern und von der Kunst, stets auf das Schlimmste vorbereitet zu sein und zugleich an das Unmögliche zu glauben.

Chris Hadfield ist neun Jahre alt, als er im Juli 1969 die Mondlandung live im Fernsehen verfolgt. Augenblicklich weiß er, was er werden will: Astronaut! Mittlerweile hat er an die 4000 Stunden im Weltraum verbracht und gehört zu den erfahrensten Raumfahrern der Welt – zuletzt als Kommandeur der internationalen Raumstation ISS. Jetzt nimmt er uns mit in den Weltraum: Wir erfahren, wie man überhaupt Astronaut wird (für alle, die den Traum noch nicht aufgegeben haben), was man dafür alles können muss (u.a. Schwimmen!, Toiletten reparieren), wie sich der erste Raketenstart anfühlt (als säße man in einem Container, der von einem riesigen LKW gerammt wird) und was man beim ersten Raumspaziergang beachten muss.

Eine realistische, humorvolle, aber auch demütige Liebeserklärung an das Leben auf der Erde und die Wunder des Universums, die uns zeigt, wie viel Bodenhaftung man braucht, um abheben zu können.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 446

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© NASA

Chris Hadfield

Anleitung

zur Schwerelosigkeit

Was wir im All fürs Leben lernen können

Aus dem kanadischen Englisch von Elisabeth Schmalen und Johanna Wais

Die amerikanische Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel An Astronaut’s Guide to Life on Earth. What Going to Space Taught Me About Ingenuity, Determination, and Being Prepared for Anything bei Little, Brown and Company, New York.

This edition published by arrangement with Little, Brown and Company, New York, New York, USA. All rights reserved.

© 2013 by Chris Hadfield

© 2014 der deutschsprachigen Ausgabe by Heyne Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Redaktion: Michael Neher

Umschlaggestaltung: Hauptmann & Kompanie, Zürich

unter Verwendung des Umschlagentwurfs von © by CS Richardson

Umschlagfotos: Sternenkonstellation © Radius Images/Corbis; Astronaut © Hello Lovely/Corbis; Erde © Bettmann/Corbis

Satz: EDV-Fotosatz Huber/Verlagsservice G. Pfeifer, Germering

ISBN: 978-3-641-13779-3

www.heyne.de

Für Helene, in Liebe.

Dank deiner Zuversicht, deiner Energie und deiner beständigen Unterstützung sind diese Träume wahr geworden.

Inhalt

Einleitung: Mission Impossible

Teil I – Vor dem Start

1. Die Reise dauert das ganze Leben

2. Position beziehen

3. Die Kraft des negativen Denkens

4. Halte dich an Kleinigkeiten auf

5. Die letzten Menschen auf der Erde

6. Von wo droht mir als Nächstes Lebensgefahr?

Teil II – Abheben

7. Die Ruhe vor dem Sturm, Kasachstan

8. Wie man in die Luft gejagt wird (und am nächsten Tag gesund und munter ist)

9. Bemühe dich, eine Null zu sein

10. Leben im Weltraum

11. Eckiger Astronaut, runde Luke

Teil III – Der Weg zurück zur Erde

12. Weiche Landungen

13. Die Leiter hinunter

Danksagung

Index

Bildteil

Einleitung – MISSION IMPOSSIBLE

Von Zeit zu Zeit erscheinen vor den Fenstern eines Raumschiffs Wunder. Alle 92 Minuten ein neuer Sonnenaufgang: eine Schichttorte, beginnend mit Orange, dann eine dicke Schicht Blau und darauf eine unglaublich üppige, dunkle Glasur mit Sternendekor. Die verborgenen Muster unseres Planeten offenbaren sich: Grob heben sich die Berge von gleichmäßigen Ebenen ab, Wälder zeigen sich als grüne, von Schnee gesäumte Einschnitte, Flüsse glitzern im Sonnenlicht, winden sich wie silbrige Würmer. Kontinente erstrecken sich in ihrer ganzen Größe, umgeben von Inseln, die über das Meer verstreut sind wie zarte, zerbrochene Eierschalen.

Als ich vor meinem ersten Weltraumspaziergang in der Druckschleuse schwebte, ahnte ich, dass ich kurz davor war, eine noch außergewöhnlichere Schönheit zu erleben. Mich hinaustreiben zu lassen, ganz in das Spektakel des Universums einzutauchen und gleichzeitig mit einem Raumschiff verbunden zu sein, das die Erde mit einer Geschwindigkeit von rund 28 000 Stundenkilometern umkreist – das war ein Augenblick, von dem ich nahezu mein ganzes Leben geträumt und auf den ich ebenso lange hingearbeitet hatte. Doch an der Schwelle zum Erhabenen hatte ich ein ziemlich profanes Problem: Wie kam ich da am besten raus? Die Luke war eng und rund, ich dagegen mit den ganzen vor die Brust geschnallten Werkzeugen und einem dicken Bündel Sauerstoffflaschen und Elektronik auf dem Rücken, viereckig. Eckiger Astronaut, runde Luke.

Zu der Filmszene, die ich mir ausgemalt hatte, als ich gerade Astronaut geworden war, einer Szene, in der die Musik in dramatische Höhen gelangt, während ich mich mit einem eleganten Schwung ins pechschwarze All abstoße, kam es nicht. Stattdessen musste ich mich unbeholfen und geduldig hinausschlängeln und war mehr mit Banalitäten als der Magie des Augenblicks beschäftigt: Ich versuchte, nicht mit dem Raumanzug irgendwo hängen zu bleiben oder mich mit meiner Sicherungsleine zu verknoten und mich dem Universum gefesselt wie ein Kalb zu präsentieren.

Vorsichtig schob ich mich mit dem Kopf voran hinaus, um die Welt so zu sehen, wie sie zuvor nur einige Dutzend Menschen gesehen hatten. Dabei trug ich einen stabilen Raketenrucksack, der sein eigenes Antriebssystem und einen Steuerknüppel besaß. Sollten also alle Stricke reißen, konnte ich meine Antriebsdüsen zünden, die durch einen unter Druck stehenden Stickstofftank angetrieben wurden, und ich war wieder in Sicherheit. Eine einmalige Erfahrung, ein unverhoffter Ausweg.

Eckiger Astronaut, runde Luke. Das ist meine Lebensgeschichte: herausfinden, wie ich dorthin komme, wohin ich will, während schon das Heraustreten aus der Tür unmöglich erscheint. Auf dem Papier sieht meine Laufbahn wie vorherbestimmt aus: Ingenieur, Kampfpilot, Testpilot, Astronaut. Ein typischer Weg für jemanden in diesem Bereich, schnurgerade. Aber die Wirklichkeit sah ganz anders aus, dauernd irgendwelche Haarnadelkurven und Sackgassen. Es war nicht mein Schicksal, Astronaut zu sein. Ich musste erst einer werden.

Damit begann ich im Alter von neun Jahren, als meine Familie den Sommer in unserem Ferienhaus auf Stag Island in Ontario verbrachte. Mein Vater war Linienpilot und flog die meiste Zeit, aber meine Mutter war da und las im kühlen Schatten einer hohen Eiche, wenn sie nicht gerade hinter uns fünfen herjagte. Mein großer Bruder Dave und ich waren immerzu in Bewegung, fuhren morgens Wasserski und drückten uns nachmittags vor der Hausarbeit, stahlen uns davon, um Kanu zu fahren und zu schwimmen. Wir besaßen keinen Fernseher, unsere Nachbarn aber schon, und am späten Abend des 20. Juli 1969 schlenderten wir über die Lichtung zwischen unseren Häusern und drängten uns in ihr Wohnzimmer, zusammen mit praktisch allen anderen von der Insel. Dave und ich hockten auf der Sofarücklehne und verdrehten die Hälse, um den Bildschirm zu sehen. Langsam und mit System stieg ein Mann die Leiter eines Raumschiffs hinab und betrat bedächtig die Oberfläche des Mondes. Das Bild war grobkörnig, aber ich wusste genau, was wir da sahen: wie das Unmögliche möglich wurde. Staunen füllte den Raum. Die Erwachsenen gaben sich die Hand, die Kinder schrien und jauchzten. Irgendwie fühlten wir uns, als wären wir mit Neil Armstrong da oben und würden die Welt verändern.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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