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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Kunst - Übergreifende Betrachtungen, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Institut für Kunstgeschichte), Veranstaltung: Die Documenta. Geschichte und Aktuelle Fragen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Documenta 6 - auch die Mediendocumenta genannt - fand im Jahre 1977 statt. Nach der schrillen Pop-Art setzte nun das Reflektieren und in Frage stellen aller gewohnten Sehweisen ein. Anhand dreier kontroverser Künstler, die 1977 in Kassel vertreten waren, wird das Medienkonzept der Weltausstellung ebenso beleuchtet wie die Geschichte der vorangegangenen Documenten. >George Trakas: Union Pass >Hans-Peter Reuter: Documenta-Raumobjekt >Jochen Gerz: Der Transsibirien-Prospekt
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Veröffentlichungsjahr: 2007
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„‚Weltkunst’ aus Kassel?“ - So lautet die Überschrift des Artikels von Jürgen Weber in Tendenzen 114 aus dem Jahre 1977. Kritisch setzt er sich in dieser Betrachtung mit dem Namendocumentaauseinander und beleuchtet die Wandlung der Qualität bzw. des Anspruchs dieser anfangs vierjährig, mittlerweile fünfjährig stattfindenden Ausstellung. Seiner Meinung nach wurde sie dem Titelbezug, der „sachlichen und untendenziösen Repräsentation gegenwärtiger Kunst“1nur bei der d1 gerecht und stellte sich von da in den Dienst der Konzepte der jeweiligen Ausstellungsorganisatoren. Ob die Galeristen wirklich „suchten, die ihnen nicht Genehmen auszuschalten und versuchten, der Welt eine sogenannte ‚Weltkunst’ oder sonstige Zeitstile einzureden“2, wird hier nicht gelingen, nachzuprüfen, da uns natürlich aus heutiger Sicht die nötigen Einblicke fehlen, was außerhalb dieser Exposition auf dem Kunstmarkt produziert aber nicht ausgestellt wurde3.
Ziel dieser Ausführung hier soll sein, eine Stimmung der documenta 6 zu vermitteln. So soll eingangs das Konzept in seiner Abstraktion erläutert und danach der Versuch unternommen werden, es anhand einiger weniger Beispiele zu konkretisieren. Dabei wird kurz auf Georg Trakas und Hans Peter Reuter, intensiver auf Jochen Gerz eingegangen werden.
