Anmerkungen zur Historizität des Krishna - Thomas K. Gugler - E-Book

Anmerkungen zur Historizität des Krishna E-Book

Thomas K. Gugler

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Indologie, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München (Institut für Indologie und Iranistik), Veranstaltung: Hinduismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Der vorliegende Essay analysiert die frühen Sanskritbelege zu Gott Krishna aus hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Quellen und geht der Frage der Historizität des aus dem Mahabharata bekannten Helden nach. Anschaulich wird die Verschmelzung von Gopala und Vasudeva sowie deren Brahmanisierung dargestellt. Um die frühe Entwicklungsgeschichte des schwarzen Gottes weiter zu beleuchten, werden zusätzlich kunstgeschichtliche und archäologische Quellen berücksichtigt.

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Veröffentlichungsjahr: 2008

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Inhaltsverzeichnis
Einleitung S.
1. Kúàóas zwei Aspekte
1. 1. Literarische Belege zu Kúàóa-Gopâla
1. 2. Literarische Belege zu Kúàóa-Vâsudeva
1. 2. 1. Kunstgeschichtliches und Archäologisches
2. Fazit

Page 1

Page 3

Einleitung

Um die Frommen zu retten, die Gottlosen zu zerstören und um die rechten religiösen Prinzipien durchzusetzen, erscheine ich in jedem Zeitalter.

Die Frage nach Entwicklungsgeschichte und Geschichtlichkeit einer göttlichen oder göttergleichen Gestalt ist weit mehr als die einfache Festmachung einer möglicherweise menschlichen Existenz an Leben und Sterben irgendeiner möglicherweise historischen Persönlichkeit und berührt schon aus strukturellen Gründen ganz fundamentale Fragen zu Ambivalenz und Authenzität religiöser Offenbarungstraditionen, zum Realitätsgehalt religiöser Sinnsysteme, ja quasi zu Richtigkeit von Religion überhaupt. Die Frage nach Lebendigkeit, Realität und Mortalität eines religiösen Reformers, der zur Herabkunft Gottes geworden ist, berührt notwendigerweise auch Vorstellungen von Sterblichkeit und Postmortalität des gemeinen Angehörigen dieser Religion. Insbesondere weil Kúàóa dem Gläubigen heute als Hochgott und nicht als Religionsstifter wie Jesus Christus, Buddha Gautama oder Prophet Muhammad gegenübertritt, werden sein geschichtliches Werden, Sein und Vergehen von den Nachfolgern der ihm zugeschriebenen Lehren mit zahlreichen Erhöhungen in den Himmel enthoben und von vorwiegend philologisch oder historisch arbeitenden Akademikern als Glaubensfragen gemieden. Trotz der Verknüpfung von menschlichen und übermenschlichen Mortalitätsvorstellungen, soll die Frage nach der Historizität des zunächst aus dem Mahâbhârata bekannten Helden und späteren Gottes Kúàóa aufgeworfen werden, ohne damit einen modernen Trend von Verwissenschaftlichung und Intellektualisierung sämtlicher Kultursphären bedienen zu wollen.

Kúàóa ist einer der schillernsten Helden der indischen Mythologie und möglicherweise die bekannteste aller hinduistischen Gottheiten. In den USA und Europa ist Kúàóa vor allem seit den Missionsaktivitäten der Hare Krishna-Bewegung (ISKCON) in den späten 1960er Jahren bekannt geworden. Er soll vor über 5.000 Jahren im heutigen Maôhurâ, im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, geboren worden sein, um die Frommen zu erretten, die Gottlosen zu vernichten und die Prinzipien der Religion wiedereinzuführen. Später wurde er als achter Avatâra von Viàóu zu einem