Verlag: KLECKS-VERLAG Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

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Sicherung: Wasserzeichen

E-Book-Beschreibung Anne-Marie Band 3 - Sabrina Fangmann

Die kleine Anne-Marie lebt auf einem Bauernhof in Bedekaspeln im platten Ostfriesland, wo die Kinder so rumkaspern, wie ihr Papa Franz oft sagt. Dort lebt sie mit ihrem Bruder Malte und ihrer süßen kleinen Schwester Sophie. Neben ihrer Mama Marleen und den Großeltern gibt es noch eine Schar verrückter Tiere auf dem Hof. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marie und deren Bruder Fiete erleben sie die tollsten Abenteuer, so wie in diesem Band in der Weihnachtszeit. Wo alles irgendwie schief geht, aber am Ende alles durch lustige und verrückte Geschehnissen zum Guten gewendet wird – ob nun der Weihnachtsbaum oder Opas dicker Fuß oder vieles mehr. Es ist eine spannende mitreißende Weihnachtsgeschichte, die sehr lehrreich ist und die Kinder zum Lachen und Träumen nur so anregt!

Meinungen über das E-Book Anne-Marie Band 3 - Sabrina Fangmann

E-Book-Leseprobe Anne-Marie Band 3 - Sabrina Fangmann

Table of Contents

Title Page

Wiehnachten bi us, dei Scheimann

Kekse backen!

So, wir brauchen noch nen Baum!

Oh Mann, Papa!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sabrina Fangmann

 

Anne-Marie

Band 3

Und so ist es um die Weihnachtszeit!

 

Kinder-/ Jugendbuch

 

 

 

 

ANNE-MARIE

UND SO IST ES UM DIE WEIHNACHTSZEIT!

WIEHNACHTEN BI US, DEI SCHEIMANN

 

 

Hallo und moin, ich bin Anne-Marie Hollerbusch und acht Jahre alt. Vielleicht kennt ihr mich ja auch schon. Ich komme aus Brookmerland, genauer aus Bedekaspeln, das liegt in Ostfriesland. Mein Papa sagt immer, dass Bedekaspeln das Kaspeln dahinter bekam, weil die Kinder hier so viel rumkaspeln würden und wir dem Namen alle Ehre machen würden. In Bedekaspeln, besser gesagt in ganz Brookmerland – nein, im ganzen Norden ist alles platt: die Felder, Wiesen, Wälder, Straßen, sogar die Sprache. Wir wohnen auf einem Bauernhof mitten in Bedekaspeln. Wir, das heißt meine Mama Marleen, mein Papa Franz, mein kleiner Bruder Malte, meine noch echt kleine Schwester Sophie, meine liebste Oma Maria und Opa Gerd. Wir leben alle in einem Haus, Oma und Opa unten und wir oben. Zu unserer Familie gehört natürlich auch unser Hund Furtzi. Sie ist eine faule Schäferhündin, die immer im Weg liegt, sagt Oma. Sie hat den Namen Furtzi bekommen, weil sie ganz klein und furtzig war, als wir sie bekamen. Dann gibt es da noch Bolle, mein Pony, und die wirklich verrückte Ziege Chipi, Bolles Freundin, die wirklich nur Unfug macht. Bandit, ein klitzekleines Pony, haben wir auch, das tolle Tricks kann. Bandit gehört zu Malte, denn er hat es sich auf einem Jahrmarkt zugelegt. Dann gibt es hier noch Hühner, Kühe, Bullen und zwei Schweine, die Ping und Pong heißen.

Ich will euch nun erzählen, wie wir unser letztes ›Weihnachts-Chaos‹ so erlebt haben.

Es war das schönste Weihnachtswetter. Es lag ganz viel Schnee und wir konnten tolle Schneemänner bauen. Der Schnee pappte so richtig schön, wenn man ihn fest zusammendrückte! Der Schnee fiel ungefähr eine Woche vor Heiligabend. Wir, das heißt Malte, Sophie und ich, versuchten, unsere ganze Familie zu bauen: mich, Malte, Sophie, Mama und Papa, und Oma und Opa natürlich auch.

Leider konnten wir nur uns selber bauen, denn, wenn wir weiter gemacht hätten, wären uns, glaube ich, die Finger abgefallen. Vor Kälte waren sie schon ganz blau und wir konnten sie kaum noch bewegen. Das tat weh, vor allem mein kleiner und der Ringfinger an der rechten Hand. Aua! Wir tauten sie am Ofen im Wohnzimmer wieder auf, während Opa einen Versuch mit dem Ofen startete. Er wollte für uns Milch warm machen, um dann einen Kakao zu mischen. Er setzte den großen Topf mit Milch oben auf den Ofen und sagte freudig: »So haben wir das früher auch gemacht, als wir klein waren. Das geht viel schneller als auf einem Herd in der Küche. Aber sagt Oma nichts davon, dass ich auf dem guten Ofen Milch koche, abgemacht?«

»Ja, Opa, geht klar«, sagte Malte, und Sophie und ich stimmten zu. »Ja, sonst könnte ich mir vielleicht eine kleine Predigt über die Benutzung von fast neuen Ofen anhören«, erzählte Opa belustigt. »Opi, Opi du, da, die Milch!«, sagte Sophie laut. »Oh nee, das ging nun aber schneller als geplant«, sagte Opa etwas ernster, als er den Topf vom Herd nahm. Der Schaum von der Milch kam vom Kochen aus dem Topf und lief dann auf den Ofen. Der Schaum fing an, auf dem Ofen zu verbrennen. Das stank ganz widerlich und ein paar kleine, komische Flecken gab es auch! Sophie sagte angeekelt: »Opa, das stinkt echt slimm, mach das weg!«

»Ja, Anne-Marie, mach mal eben die Fenster auf«, bat Opa mich. Das machte ich auch sofort, weil es so stank! Opa schlug vor, in die Küche zu gehen und dort mit der heißen Milch Kakao zu mischen und natürlich zu trinken! »Und was ist mit den Flecken?«, wollte Malte wissen. »Die mache ich gleich weg, das wird schon«, sagte Opa etwas lächelnd.

»Hallo!«, rief Oma.

»Ja, was gibt’s denn?«, fragte Opa.

»Was ist denn hier im Wohnzimmer los?«, fragte Oma.

»Äh, ich wollte eben lüften, ich mach das gleich wieder zu«, antwortete er. Malte lachte und Sophie sagte: »Opi, da hat Oma dich wieder erwist, aber bist doch der beste Opa der Welt!« Opa strubbelte Sophie durchs Haar und sagte: »Da magst du wohl recht haben!« Und so kam es! Oma rief, was das denn für ein Duft sei und was denn da für Flecken am Ofen kleben würden. Ich musste kichern und flüsterte: »Und wen ruft sie nun wohl?« Wir vier schauten uns gespannt an und lauschten. »Opa, nun hast du es doch gemacht!«, sagte sie immer näher zur Küche gehend. »Na, hast du es doch mal getestet, Milch auf dem Ofen zu kochen, hä?!«, sagte sie, während sie Opa ein bisschen an den Ohren zog. »Gut, ich geh gleich und mach das weg. Aber es war Sophie!«, sagte er neckisch. Sophie flog der Kakao fast aus dem Mund vor Schreck, dass Opa ihr das einfach in die Schuhe schieben wollte! »Nein, ich war das nich, Oma! Opa spinnt«, erklärte sie ernst. Malte und ich mussten laut lachen und Opa den Ofen sauber machen.

 

Drei Tage später fiel wieder so richtig schöner Schnee, bestimmt 30 Zentimeter, wie Opa sagte. Und das nutzten wir gut vorbereitet aus. Ich, Malte und Sophie überredeten Papa, mit uns zusammen nach dem Mittagessen einen megagroßen Schneemann an der Straße zu bauen. Malte und ich hatten uns das ausgedacht, als Fiete am letzten Schultag vor den Ferien sagte, dass er einen megagroßen Schneemann bauen wollte. Und wo das nun so schön geschneit hatte, mussten wir die Gelegenheit nutzen, um den doch großen Schneemann von Fiete und Marie, der bei ihnen an der Straße stand, zu übertrumpfen!

Und so machten wir uns nach dem Mittagessen an die Arbeit. Als Erstes zogen wir uns dick an, inklusive Schneeschuhe. Die Füße waren beim letzten Mal ja nicht das Problem gewesen, sondern die kalten Hände. Da haben ich und Malte uns etwas Cleveres einfallen lassen. Erst haben wir uns jeder zwei Paar dicke Handschuhe gesucht und dann haben wir uns die Handwärmer von Oma und Mama geborgt. Das sind so kleine Kunststoffsäckchen, in denen eine klar-weiße Flüssigkeit drin ist. Mama sagte, als sie diese Säckchen in einem Topf aufkochte, um sie aufzuladen: »Das sind so interessante, praktische Dinger, doch wie das wirklich funktioniert mit dem Aufkochen der Salzlösung und dem Erwärmen mit der kleinen Metallplatte darin, weiß ich auch nicht. Das sollte man doch noch mal im Internet nachschauen.«

»Wenn ich nachher dran denke, sollten wir das machen, Mama«, sagte ich.

Und diese Dinger steckten wir zwischen die beiden Handschuhe, an die Handfläche einen links und einen rechts. Das funktionierte sehr gut und so konnte es dann losgehen. Sophie wollte im Haus bleiben und erst dann zu uns raus kommen, wenn wir so weit waren, um den Schneemann zu dekorieren, wie sie sagte. Damit meint sie die Nase und die Knöpfe anbauen und die Augen und so. Papa lächelte uns an und fragte: »Also, Freunde, wie wollen wir denn nun mit unserem Projekt starten? Ich hätte einen Vorschlag. Und zwar, wir fangen erst einmal an, drei große Schneekugeln zu machen. Die rollen wir so lange durch die Gegend, bis wir sie nicht mehr selber rollen können. Und dann nehmen wir den Trecker mit Frontlader, an dem ich das Planierschild vorgebaut habe. Damit kullern wir die Schneekugeln – hoffentlich heile – noch ein bisschen über den Hof, um die dann noch etwas größer zu bekommen, und dann rollen wir sie vorne an die Straße.«

»Oh, ja«, sagte Malte, »so machen wir das! Das gefällt mir!«

»Und mir auch«, sagte ich und schlug vor, dass wir mit dem Frontlader vom Trecker die Schneekugeln aufeinander stellen könnten, wenn wir sie an der richtigen Stelle hatten. »Boah, dann wird das ein megamegagroßer Sneemann! Ich mach auch mit und setze mich auf den Trecker, da is ja eine Heizung drauf«, sagte Sophie, voller Vorfreude, so einen Schneemann mitbauen zu dürfen! »Gut, Sophie, du darfst den Trecker warmlaufen lassen«, sagte Papa zu ihr.

Und so machten wir uns an die Arbeit. Malte und ich mit unseren schönen warmen Handwärmern zwischen den Handschuhen, was immer noch wirklich schön war, aber ein bisschen unpraktisch, weil wir so gar nicht Schneebälle formen konnten für eine Schneeballschlacht. Wir hatten aber ja etwas anderes vor und dafür war es wirklich gut.

Papa stellte unseren schönen blauen Trecker in der Scheune an und setzte Sophie, die Frostbeule, darauf. Dann fing Malte mit einer Kugel an, ich machte eine und Papa fing auch an, an einer zu arbeiten. Ich formte einen großen Schneeball, legte ihn auf den Schnee und fing an, ihn durch den Schnee zu rollen. Der Schneeball wurde größer und größer und zu einer großen, schweren Kugel. Wir rollten über den ganzen Hof, hin und her und überall. Malte kullerte seine Schneekugel ein Stückchen über die Kuhweide. Davon bekam seine Schneekugel ganz viele grün-schwarze Punkte, was witzig aussah, aber für einen Schneemann gar nicht gut passte. Ich sagte: »Malte, wenn wir deine Kugel als Kopf nehmen, sähe der aus, als wenn er Windpocken mit Magen-Darm-Grippe hätte!« Malte fand das nicht so witzig, aber Papa! Papa musste darüber so lachen, dass er für einen Moment aufhören musste zu kullern und sagte: »Anne-Marie, den muss ich mir merken! Windpocken mit Magen-Darm-Grippe.« Dann kullerte er weiter ums Haus, ganz schnell und seine Schneekugel war riesig – fast so groß wie ich!

Nachdem Papa uns geholfen hatte, auch so eine mächtige Schneekugel zu machen, quetschten wir uns alle auf unseren Trecker. Der war mittlerweile schön warm und Sophie hatte alles schön angestellt. Sie wusste, welche Knöpfe und Hebel sie auf keinen Fall anfassen durfte. Die hatte sie auch nicht benutzt, aber alles andere, was übrig blieb. Der Blinker blinkte, die Scheibenwischer wischten vorne und hinten die Scheiben, das Licht war überall an, draußen und drinnen. Das Radio spielte so richtig laut und ganz viele Sachen mehr, die ich nicht alle erklären kann, waren auch an. Papa stieg als Erster auf und sagte: »Na, Sophie, warst du auch fleißig?« Da antwortete sie: »Jo, Papa, ich hab alles ausprobiert. Es tut alles, nur losgefaht bin i noch nich, so wie du gesagt hast!« Papa lachte und sagte: »Das ist auch gut so, du! Und nu spring vom Sitz, ich fahr!«