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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Führung und Personal - Sonstiges, Note: 1,3, Hochschule Ludwigshafen am Rhein (Hochschule für Wirtschaft), Veranstaltung: Neuere Ansätze des Qualitätsmanagement, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Qualität des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist durch eine Anzahl von Negativfaktoren belastet. Dazu gehören insbesondere die hohen Lohn- und Lohnnebenkosten, die kurzen Arbeitszeiten, die hohen Unternehmenssteuern sowie die teilweise langen Genehmigungszeiten bei Investitionsvorhaben. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte und Dienstleistungen zu steigern, ist eine Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses unabdingbar. Dabei gewinnt die Qualitätssicherung in der Leistungserstellung von Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Sie wird immer mehr zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor, mit dem Marktteilnehmer versuchen, sich von Konkurrenten abzuheben. Darüber hinaus muss Qualität auch nach außen für den Kunden anschaulich gemacht, aber vornehmlich muss sie durch geeignete Maßnahmen im Unternehmen laufend optimiert werden. Dabei gelten die betriebliche Bildung und das Qualifikationspotential der Mitarbeiter als strategisches Mittel des Unternehmenserfolges und als zentrales Instrument der Verwirklichung ökonomischer Ziele. Denn bei zunehmender Substituierbarkeit von Produkten und Imitierbarkeit von technischen und methodischen Konzepten erlangt das Humankapital einer Unternehmung als relativ imitationsgeschützter Wettbewerbsfaktor noch größere Bedeutung. Die Förderung der Kompetenzen und Kenntnisse der Mitarbeiter ist zu einem essentiellen Faktor im Wettbewerb geworden. Weiterbildung wird als Investition erachtet und entsprechend geplant und evaluiert. Die Qualität der Bildung wird dementsprechend an ihrem Beitrag zu strategischen und ökonomischen Ergebnissen gemessen. Darum suchen Unternehmen Möglichkeiten des Bildungscontrollings und der Bildungsevaluation, die bessere Planungs- und Steuerungsmöglichkeiten eröffnen. Hierbei werden sowohl neue organisatorische als auch wirtschaftliche Steuerungsmodelle wie z. B. die Einrichtung von Profit-Center-Strukturen erörtert. Immer mehr wird in dieser Debatte auch die Frage eines Qualitätsmanagements in der betrieblichen Bildung zum Thema. Dabei fragt man sich, welche Variablen denkbare Parameter eines Qualitätsmanagements in der betrieblichen Bildung sind und inwiefern die Notwendigkeit einer grundlegend neuen strategischen Positionierung von Bildungsarbeit hierbei von Bedeutung ist.
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Veröffentlichungsjahr: 2004
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Die Qualität des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist durch eine Anzahl von Negativfaktoren belastet.1Dazu gehören insbesondere die ho hen Lohn- und Lohnnebenkosten, die kurzen Arbeitszeiten, die hohen Unternehmenssteuern sowie die teilweise langen Genehmigungszeiten bei Investitionsvorhaben. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte und Dienstleistungen zu steigern, ist eine Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses unabdingbar. Dabei gewinnt die Qualitätssicherung in der Leistungserstellung von Unternehmen immer mehr an Bedeutung.2Sie wird immer mehr zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor, mit dem Marktteilnehmer versuchen, sich von Konkurrenten abzuheben. Darüber hinaus muss Qualität auch nach außen für den Kunden anschaulich gemacht, aber vornehmlich muss sie durch geeignete Maßnahmen im Unternehmen laufend optimiert werden. Dabei gelten die betriebliche Bildung und das Qualifikationspotential der Mitarbeiter als strategisches Mittel des Unternehmenserfolges und als zentrales Instrument der Verwirklichung ökonomischer Ziele.3Denn bei zunehmender Substituierbarkeit von Produkten und Imitierbarkeit von technischen und methodischen Konzepten erlangt das Humankapital einer Unternehmung als relativ imitationsgeschützter Wettbewerbsfaktor noch größere Bedeutung.4
Die Förderung der Kompetenzen und Kenntnisse der Mitarbeiter ist zu einem essentiellen Faktor im Wettbewerb geworden.5Weiterbildung wird als Investition erachtet und entsprechend geplant und evaluiert. Die Qualität der Bildung wird dementsprechend an ihrem Beitrag zu strategischen und ökonomischen Ergebnissen gemessen. Darum suchen Unternehmen Möglichkeiten des Bildungscontrollings und der Bildungsevaluation, die bessere Planungs- und Steuerungsmöglichkeiten eröffnen.6
1vgl. Weiß 1996, S. 13
2vgl. Schmidbauer 1996, S. 91
3vgl. Severing 1996, S. 64 f.
4vgl. Wittwer 1996, S. 9
5vgl. Severing, S. 64 f.
6vgl. ebd. 1996, S. 61 f.
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Hierbei werden sowohl neue organisatorische als auch wirtschaftliche Steuerungsmodelle wie z. B. die Einrichtung von Profit-Center-Strukturen erörtert.7Immer mehr wird in dieser Debatte auch die Frage eines Qualitätsmanagements in der betrieblichen Bildung zum Thema. Dabei fragt man sich, welche Variablen denkbare Parameter eines Qualitätsmanagements in der betrieblichen Bildung sind und inwiefern die Notwendigkeit einer grundlegend neuen strategischen Positionierung von Bildungsarbeit hierbei von Bedeutung ist.
7vgl. Timmermann und Windschild 1996, S. 79
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Um diese Situation näher zu beschreiben, wird in dieser Arbeit zunächst der Begriff Qualität definiert, um diesen anschließend auf die betriebliche Bildung zu projezieren und Qualitätsgrundsätze für die betriebliche Bildung abzuleiten. Im folgenden Kapitel wird Qualitätsmanagement zunächst beschrieben um anschließend die Probleme des Qualitätsmanagements herauszus tellen und verschiedene Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Darauf aufbauend erfolgt eine detaillierte Betrachtung der verschiedenen Ansätze zur Qualitätssicherung in der Weiterbildung. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Qualitätssicherung bei externen Anbietern, auf die Qualitätssicherung im Unternehmen und in der Weiterbildungskooperation zwischen Unternehmen und Bildungsträgern gelegt. Ebenfalls in diesem Rahmen erfolgt eine Beschreibung des Qualitätsnormensystems DIN EN ISO 9000ff. unter Berücksichtigung der damit verbundenen Vor- und Nachteile. Im nächsten Kapitel wird der Ansatz der Weiterbildung im Unternehmen ausführlich betrachtet. Hierzu zählen die Darlegung der strategischen und Faktoren der Weiterbildungsentscheidung im Unternehmen sowie d ie unternehmensexternen Faktoren. Dabei wird auch auf die Grundsatzentscheidungen der betrieblichen Weiterbildung wie die
Entscheidung zur Institutionalisierung, die Strategie und Organisation der betrieblichen Weiterbildung eingegangen.
