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Terroristen reisen in die USA ein und verüben in einem Verwirrspiel mit dem FBI, der NSA und Homeland Security einen bislang noch nie dagewesenen Anschlag mittels einer Atombombe. In diesem Höllenszenario verschwindet Chicago von der Landkarte und werden die umliegenden US-Bundesstaaten sowie Teile Kanadas und die großen Seen auf Jahrzehnte verstrahlt und unbewohnbar.
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Seitenzahl: 55
Veröffentlichungsjahr: 2014
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James K. Ambin
Anschlag auf Chicago
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Hinweis
Anschlagsvorbereitungen
Russen fehlt Plutonium und Uran
US-Behörden werden aufmerksam
FBI beginnt Ermittlungen
Der Anschlag und seine Folgen
Impressum neobooks
Dieses Buch ist ein Fiktions-Werk.
Namen, Zeichen, Zahlen, Ereignisse und Vorfälle sind das Produkt der Phantasie bzw. der Erdichtung des Autors.
Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen, lebenden oder toten, Veranstaltungen, Gebietsschemas und dergleichen mehr sind rein zufällig.
Autor: James K. Ambin
Cover: James K. Ambin
Alle Rechte vorbehalten.
****
Eine Terrororganisation schafft es,
einen alles vernichtenden Anschlag auf die US-Stadt Chicago
und die USA zu verüben.
Boris Lavrov blickte aus dem Fenster auf die dem landenden Flugzeug immer näher kommenden, dünnen Wolkenschwaden.
Er war mit dem Flug SU211 der russischen Aeroflot von Moskau nach Toronto gereist und anschließend mit Air Canada, Flug AC301, direkt weiter nach Chicago.
Sanft setzte der Pilot die Maschine auf dem Boden auf. Langsam rollte sie zu dem ihr zugewiesenen Gate.
Die Reisenden blieben noch auf ihren Sitzen, bis die Maschine zum absoluten Stillstand gekommen war.
Es herrschte das übliche Gedränge, nachdem den Passagieren das Erheben von den Plätzen gestattet wurde. Das Handgepäck wurde rasch aus den geöffneten Fächern genommen, teilweise gerissen, über Köpfe gehoben, sich spießend zwischen Menschen durchgezerrt.
Lavrov blieb in diesem Gewimmel sitzen, als ob ihn dies alles nicht zu berühren schien. Fast genüsslich betrachtete er das hektische Getue.
Als sich die Maschine zu leeren begann, erhob auch er sich, nahm seine Reisetasche aus dem Fach über seinem Sitz und verließ sie mit ruhigen Schritten. Er brachte die Immigration mit den lästigen Fragen des Einwanderungsbeamten hinter sich und betrat den Flughafen.
In der nächsten Bar ließ er sich in ein Ledersofa fallen. Einen Kaffee, ließ er den herbeieilenden Kellner wissen, wolle er haben. Er genoss die ruhige Atmosphäre in der Bar, die wie eine Oase inmitten des bunten Treibens des Flughafens wieder seine durch viele Flugstunden geschrumpften Kräfte sammeln ließ.
Nach einer halben Stunde begab er sich zu den wartenden Taxis und fuhr ins Stadtzentrum. Embassy Suites hieß sein Zielhotel.
Nach den Formalitäten an der Rezeption betrat er sein reserviertes Zimmer und verstaute sein Handgepäck. Mehr hatte er nicht. Danach griff er zum Telefon. Als an der anderen Seite abgehoben wurde, sagte er nur kurz: „Ich bin da.“
Eine Stunde später betrat ein hoch gewachsener, athletisch gebauter Mann mit dunkler Hautfarbe das Hotel.
Er durchquerte mit raschen Schritten die Eingangshalle und strebte dem Lift zu. In der dritten Etage angekommen, ging er zu Zimmer 3016 und klopfte einmal an. Nach einer kurzen Pause nochmals dreimal hintereinander. Und abschließend noch zweimal. Lavrov öffnete und ließ den Mann herein.
„Schon lange nicht gesehen.“ Lavrov musterte sein Gegenüber.
„Ja“, lautete die knappe Antwort.
Aman El Mohamadi dachte dabei an die erfolgreichen Geheimdienstoperationen, die sie gemeinsam durchgeführt hatten. Mehrmals waren sie dem Tod nur knapp entronnen. Sie waren auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen und wären sie nicht ein total eingespieltes Team gewesen, hätten sie ihre großen Erfolge nicht einfahren können.
Dieser Einsatz jedoch überschattete alle vorhergegangenen und würde die Krönung ihres Geheimdienstlebens darstellen.
Es handelte sich um einen ganz speziellen Auftrag, zu dem sie aufgrund ihrer reichlichen Erfahrungen und ihrer umfangreichen Kenntnisse berufen worden waren.
Lavrov nachdenklich. „Diese Aktion wird in die Geschichte eingehen ... und wir dazu.“
****
Lavrov war Offizier beim KGB und verlor nach dem Zusammenbruch der UdSSR seinen Job. Vielen seiner Kollegen erging es ebenso. Sie alle standen fast von einem Augenblick zum anderen vor nahezu unlösbaren Problemen.
Für ihn, der dachte, in diesem Job in Pension gehen zu können, sollte er seine Einsätze überleben, war diese unvorhergesehene Situation dramatisch.
Er stand vor dem Nichts. Doch er besaß ein ungeheures Potential an Fähigkeiten, die durch Training, Schulungen und reale Einsätze sein „Ich“ zu einem geballten Kampfbündel prägten.
Er dachte auch mit Freude daran, wie viel Geld ihn die erfolgreiche Durchführung des nunmehrigen Vorhabens einbringen würde.
Er könnte, ja er müsste sogar nach diesem Auftrag aus diesem Berufsleben ausscheiden und könnte für den Rest seines Lebens auf weitere Einkünfte verzichten.
Für Aman El Mohamadi dagegen stand die zu erwartende Entlohnung erst an zweiter Stelle.
Sein primärer Grund für die neuerliche Zusammenarbeit mit Lavrov lag im persönlichen Bereich.
Er war ägyptischer Agent des Militärnachrichtendienstes Idarat al-Muchabarat al-Harbiyya wa-l-Istitl.
Sein Haupteinsatzgebiet war Osteuropa, vorwiegend Russland.
Seine Aufträge betrafen die Beschaffung und Auswertung von Informationen über die Streitkräfte, Verteidigungsanlagen, Nachschubeinrichtungen, Geheimdienstaktivitäten und Waffen der UdSSR.
Der sowjetische Geheimdienst KGB deckte nach umfangreichen Observationen die ägyptische Geheimdiensttätigkeit Aman El Mohamadis auf.
Kurzfristig verhaftet, wurde er vor die Wahl gestellt, im zentralen Gefängnis des KGB, der Lubjanka, dahinzuschmachten oder für den KGB verdeckte Operationen durchzuführen.
Um sein Leben zu retten, entschied er sich für die Doppelagententätigkeit. Als Führungsoffizier wurde ihm Boris Lavrov zugeteilt.
Lavrov übernahm die Rolle einer Koordinationsstelle für die jeweiligen Aufträge und leitete Aman El Mohamadi alle selbst erhaltenen Befehle, Informationen und für die Ausführung von Operationen notwendigen Materialien und Waffen zu.
Im Rahmen ihrer Tätigkeit entstand zwischen beiden fast so eine Art Kumpanei.
Doch es bahnten sich schwerwiegende und historische Veränderungen an.
Nachdem sich die UdSSR in einen kostspieligen Rüstungswettlauf mit den USA begeben hatte und in zehn Jahren Krieg von 1979 bis 1989 gegen Afghanistan wirtschaftlich ausgeblutet war, bahnte sich ihr Zusammenbruch an.
Der Bruch der Randstaaten der Sowjetunion mit dem Moskauer Zentrum ging von den politischen Führungen der Unionsrepubliken aus.
Den Beginn machten die sich auf ihre nationale Identität berufenden baltischen Republiken Litauen, Lettland und Estland.
Sie erklärten zu Beginn der 1990er-Jahre ihre Unabhängigkeit.
Im August 1991, einen Tag, bevor Gorbatschow mit einer Gruppe der Staatenführer der angeschlossenen Republiken einen neuen Vertrag unterzeichnen wollte, versuchte eine Gruppe eingefleischter Kommunisten die Macht in Moskau zu ergreifen.
Bereits zwei Tage später war der kommunistische Putsch am Widerstand der Bevölkerung unter Führung des Bauernsohns, Parteikarrieristen im Zentralkomitee der KPdSU und im Juli 1990 aus der KPdSU ausgetretenen Radikalreformers Boris Jelzin gescheitert.
Dadurch zerfiel die Sowjetunion endgültig.
Am 25. Dezember 1991 wurde die rote Flagge der Sowjetunion vom Dach des Moskauer Kreml eingeholt und die weiß-blau-rote Flagge Russlands aufgezogen.
Damit zerfiel auch der sowjetische KGB und es wurde der FSB als Nachfolgergeheimdienst gegründet, der nur mehr im Bereich der Russischen Föderation tätig war.
Dieser gewaltige Umsturz war auch das Ende der gemeinsamen Geheimdiensttätigkeiten von Lavrov und Aman El Mohamadi.
Lavrov widmete sich mit einigen ebenfalls freigewordenen Geheimdienstkollegen in der Folge kriminellen Machenschaften in Westeuropa.
Wobei die zunehmende Reisefreiheit durch offene Grenzen innerhalb der EU ihrem illegalem Treiben entgegenkam.
