Antifeministische Diskurse im Netz - Michelle Paul - E-Book

Antifeministische Diskurse im Netz E-Book

Michelle Paul

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein, Note: 1,7, Technische Universität Berlin (Sprache und Kommunikation), Veranstaltung: Linguistische Zugänge zu Antifeminismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Hausarbeit „Antifeministische Diskurse im Netz – Eine Toposanalyse der Argumentationsstrategien von Hannah Pearl Davis“ untersucht, wie antifeministische Ideologien im digitalen Raum sprachlich konstruiert und legitimiert werden. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass antifeministische Gegenbewegungen insbesondere in sozialen Medien an Reichweite und Einfluss gewonnen haben. Am Beispiel der Influencerin Hannah Pearl Davis (pearlythingz) wird analysiert, welche argumentativen Muster zur Stabilisierung traditioneller Geschlechterhierarchien eingesetzt werden. Theoretische Grundlage bildet die Kritische Diskursanalyse, die Diskurse als Orte der Reproduktion sozialer Ungleichheit versteht. Im methodischen Zentrum steht die Toposanalyse, ein diskurslinguistisches Instrument zur Rekonstruktion wiederkehrender Argumentationsmuster. Untersucht wurde ein Korpus von 40 X-Posts aus dem Zeitraum 2023 bis 2025, die sich thematisch mit Geschlechterrollen, Hierarchie, Familie und Gleichberechtigung befassen. Die Analyse zeigt, dass insbesondere der Natur- bzw. Biologismus-Topos die argumentative Basis bildet. Geschlechterunterschiede werden als natürlich, unveränderlich und normativ gesetzt. Darauf aufbauend werden mithilfe des Konsequenz-Topos (z. B. Zerfall der Familie bei Abweichung von traditionellen Rollen) sowie des Nutzen-Topos (z. B. gesellschaftlicher Mehrwert männlicher Leistungen) antifeministische Positionen plausibilisiert. Durch Präsuppositionen, Dichotomien, Metaphern und Teil-Ganzes-Argumentationen entsteht eine sprachlich konstruierte Wirklichkeit, in der Geschlechterhierarchien als legitim und funktional erscheinen. Die Arbeit verdeutlicht, wie antifeministische Narrative diskursiv reproduziert werden und welche Rolle scheinbar selbstverständliche argumentative Muster dabei spielen. Sie leistet damit einen Beitrag zur linguistischen Diskriminierungsforschung und zur Analyse digitaler Ideologiebildung im Kontext gegenwärtiger antifeministischer Bewegungen.

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Veröffentlichungsjahr: 2026

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