Arkaden - Daniel Allertseder - E-Book

Arkaden E-Book

Daniel Allertseder

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9,99 €

Beschreibung

Texte, die von der wachsenden Erde erzählen, von sich liebenden Jungs, von einer singenden Nachtigall, für alle Facetten des menschlichen Daseins findet er eine poetische Stimme. "Teils still, mal laut - aber immer beeindruckend. Großartige Lyrik von einer begabten jungen Stimme. Bitte mehr davon!" Christine Höfler, Buchhandlung Rupprecht

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Seitenzahl: 39

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Inhaltsverzeichnis

I

Welt, atme!

Arkaden

Gesetze der Schöpfung

Wachsen und bluten

Aufziehender Sturm

Die Nachtigall

Die Kleptokratie

Vogelfrei

Rasende Züge

Herbst

Sonnenfinsternis

Eitle Knospen

Die Saiten der Geige

II

Matrix der Menschlichkeit

Goldene Tränen

Ruhiger See

Fäulnis

Marginalien

Der Junge

Wo wären wir denn?

In komischen Zeiten

Die Chimäre

Mechthild meinte

Der Turm

Schach matt!

Die Gräfin

Der Träumer

Der Schattenfürst

III

Mannigfaltiges Herz

So still

Heimweh

Zeitlose Angst

Allein sein

Weißer Rauch

Graues Labyrinth

Mama

Vergib mir

Finneas

Der Flur des Styx

Wie ein Echo

Rosen für dich

Phantomgeräusche

Elise

IV

Wohlschmeckende Lyrik

Es ist eine Farce!

Die Zeit beginnt

Die Kugel am Weihnachtsbaum

Entmantelte Bosheit

Der Dieb und die Tasche

Das Lied der Sappho

Haus des Legion

Heiße Schokolade mit ganz viel Sahne

Das Singen der Wiese

Loderndes Gold

Hundeaugen

Silberner Mond

VHS

Methusalems Sintflut

Kohärieren oder so

Blutsblaue Tinte

Domino

Letzte Worte…

I

Arkaden

Zwischen den Arkaden warten

weite freie Räume

indes Trübsinn man verräume

die bereitstehen für Träume

flüstern: Dasein nicht vergeuden

und dann stehen stramme Säulen

die sich vor den Räumen bäumen

segnen all die durst’gen Eulen

welche stürmisch schauernd heulen

um zu beten zu den Mauern

manifestier’n und überdauern

über freie Plätze lauern

mit den Sorgenvollen trauern

bilden immergleichen Bogen

der die Wellen hat verwoben

die dem Schutze es geloben

wie Paläste die der Dogen

golden-glänzende Fassaden

leben fort über Dekaden

trotzen boshaften Ligaden

das sind sie, die Weltarkaden.

Gesetze der Schöpfung

Wo barg denn einst der Herr die Wärme?

Wo war der Schutz des Sternenzelt?

Denn sie waren es, die leucht’nen Sterne,

hell schützend über unsrer Welt.

Gar flammend wich das Meer der Ebbe,

das Blaue ward so rein und klar,

nun karg und rau, die trock’ne Steppe,

einst blühend diese Erde war.

Doch trübe Gedanken helfen wohl kaum,

all Schlechtes über Gras und Stein,

dualistisches Weltbild, die Fülle im Raum,

man wandle jedoch Wasser zu Wein.

Urbanes, es herrscht über all die Planeten,

die Gesetze der Schöpfung, sie mahnen.

Humanes, es schmilzt am Saum der die beten,

all das war das Werk der Barbaren.

Wachsen und bluten

Wo Blüten, die blühen am blühen verbluten –

da weinen die Engel

am Himmel dort oben

Und wenn Bäume beim Wachsen das Wachsen verlernen

da fliegen die Vögel

und folgen den Sternen

Wenn der Regen beim Regnen dann Giftiges birgt –

all Atmendes folglich

von dieser Welt stirbt

So sehen die Menschen das Menschsein nicht mehr –

denn Menschen missachten

die Menschen seither

Die Warnung, sie wartet mit warnender Mahnung –

ignorierend das Wahre

die wahre Offenbarung

Und wenn das Ende der Erde dann endet –

da schmerzet des Erdens

prophezeites Verderben

Denn Schmerzen, die schmerzen mit schmerzlichem Terzen

kein Wunder bei all den

egoistischen Herzen

So endet die Hymne mit kraftloser Stimme –

auf dass uns’re Mutter

das Ende beginne.

Aufziehender Sturm

Es donnert, es donnert,

in eisiger Nacht,

der rufende Wind,

der Sturm erwacht.

Der Himmel, der Himmel,

so dunkel da oben,

die Wolken sie zieh’n,

so mächtig, sie drohen.

Die Bäume, die Bäume,

sie stürzen zu Boden,

die Kräfte des Sturms,

Windsbräute, sie toben.

Blitze, oh Blitze,

so krachend, so grell,

erleuchten den Gipfel,

das Bildnis so hell.

Das Tosen, das Tosen,

man hört’s überall,

die Unruhen draußen,

wie reißend Metall.

Doch wann nur, ja wann nur,

seh’n wir Sonnenschein?

Die Schöpfung, sie meint:

Es wird nie mehr so sein!

Die Nachtigall

Nachtigall, oh Nachtigall

sing für mich ein Lied

so laut, so klar, so wundervoll

auf dass Dir nichts geschieht.

Federvieh, oh Federvieh

mit wohligbraunem Kleid

Koryphäe, Kaiserin

der Lüfte, holde Maid.

Vögelchen, oh Vögelchen

du liebevolles Tier,

melodisch deine Sprache ist

so fein deine Manier.

Sängerin, oh Sängerin

flieg‘ zum Firmament

wiege dich in Sicherheit

auch wenn die Erde brennt.

Die Kleptokratie

Diebe, Diebe, klein und frech,

all der Völker Leidenspech,

Gold und Öle schnell gekrallt,

skrupellos auf jene prallt,

Ackern, Ackern, unentwegt,

nur für Gier und Macht gelebt,

all Ressourcen eingesackt,

Kleptomanen reich gemacht,

Schuften, schuften, kleine Leut‘,

Erzeugnisse ich mir erbeut‘,

in Saus und Braus hinvegetier’n,

hinterhältige Allüren,

Herrscher, Herrscher, naseweiß,

an euch klebet kein Gramm Fleiß,

immer nur den Mammon jagen,

ihr seid wahre Lebensplagen,

Knechten, knechten soll’n sie euch,

hinter’m Rücken mit dem Dolch,

grauenhaft eure Manie,

zum Teufel die Kleptokratie!