As good as gay - Valerie le Fiery - E-Book

As good as gay E-Book

Valerie le Fiery

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Beschreibung

*****NEUAUFLAGE***** As good as gay – eine Sammlung sowohl älterer als auch brandneuer Geschichten, in denen das Schicksal manchmal seltsame Wege geht. Wir schildern die Erlebnisse junger Männer, die eines gemeinsam haben: Sie sind schwul und könnten direkt aus unserer Nachbarschaft stammen. Es sind die Jungs von nebenan, die entweder auf der Suche nach der wahren Liebe sind oder nach dem schnellen, zwanglosen Sex Ausschau halten. Manche erleben Dinge, mit denen sie nicht gerechnet hätten, andere hingegen werden mit einer Situation konfrontiert, die ihr zukünftiges Leben massiv beeinflusst.  Werden alle von ihnen ihren Mister Right oder ihr ganz persönliches Glück finden oder geht es für manche vielleicht doch böse aus? Dieser Sammelband besteht unter anderem aus Geschichten, die bereits früher schon einmal unter nachfolgenden Titeln veröffentlicht wurden: Coming soon – comin' out – Frank Böhm Blackout – Frank Böhm Weil Liebe niemals fragt – Valerie le Fiery Freispiel für die Liebe – Valerie le Fiery Die Geschichte "Chaosflug ins Glück" wurde ebenfalls in den "Homo Schmuddel Nudeln 25 – Hey Mann, es ist Sommer" publiziert. Die Kurzgeschichte "Der erste Arbeitstag" hingegen erblickt in diesem Sammelband erstmalig das Licht der Welt. Der Inhalt des Buches beträgt insgesamt ca. 47.500 Wörter.

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Valerie le Fiery, Frank Böhm

As good as gay

Kurze queere Geschichten

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Der erste Arbeitstag

Nervös sieht Bjarne auf seine Armbanduhr. Mittlerweile hat der Bus, der ihn in die Stadt und somit zu seiner neuen Arbeitsstelle befördern soll, bereits zehn Minuten Verspätung. Keinesfalls möchte er gleich am ersten Tag unpünktlich sein, denn damit würde er bei seiner Chefin nicht unbedingt den besten Eindruck hinterlassen und das kann er sich nun mal gar nicht leisten. Nach mehr als einem halben Jahr der Arbeitslosigkeit hat ihm das kleine Reisebüro in der Fußgängerzone eine Chance gegeben, sich in seinem Beruf als Reiseverkehrskaufmann zu beweisen, und eben diese Möglichkeit möchte er natürlich nutzen. Dazu gehört neben Fachkenntnis, Freundlichkeit und Kompetenz nicht zuletzt auch Pünktlichkeit. Aufgeregt läuft Bjarne hin und her, schaut mit langem Hals in die Seitenstraße, aus der der Bus kommen soll, und schüttelt den Kopf. Für einen kurzen Moment überlegt er, ob es nicht besser wäre, sich ein Taxi zu nehmen, verwirft den Gedanken jedoch gleich wieder, denn das dafür benötigte Geld gibt er dann doch lieber für andere Sachen aus, so dicke hat er es im Moment ja nicht. Falls er jedoch jetzt den Weg zu Fuß antreten würde, wäre es vollkommen ausgeschlossen, sein Ziel jemals vor Dienstbeginn zu erreichen. Er nimmt sich allerdings in diesem Augenblick fest vor, am morgigen Tag einen früheren Bus zu nehmen, damit ihm dieser unnötige Stress erspart bleibt.

Zu Bjarnes Erleichterung biegt das Fahrzeug wenige Minuten später um die Ecke und er atmet auf. Sofern es nun keine Staus mehr gibt, wird die Zeit sogar reichen, um sich am Bahnhof noch einen kleinen Kaffee zu holen. Schließlich war er nach dem Aufstehen derart nervös gewesen, dass er nicht einen einzigen Schluck herunterbekommen und deshalb auf sämtliche Getränke sowie auf ein Frühstück verzichtet hat. Nun beschleicht ihn jedoch ein leichtes, unterschwelliges Verlangen nach einem koffeinhaltigen Wachmacher, den er sich auch tatsächlich besorgt, nachdem der Bus das Endziel mit leichter Verspätung erreicht hat.

Es ist sieben Minuten vor neun, als Bjarne das Reisebüro betritt und ihm innerlich ein Stein vom Herzen fällt, es zu guter Letzt doch noch rechtzeitig dorthin geschafft zu haben. Frau Redlow-Singer, seine neue Chefin, begrüßt ihn freundlich und stellt ihn zunächst den altgedienten Mitarbeitern vor, wendet sich anschließend im selben Satz jedoch auch wieder an den Neuling.

„Das ist unser neuer Mitarbeiter Bjarne Steinmann. Er wird uns ab heute tatkräftig unterstützen. Lieber Herr Steinmann, dort drüben sitzt Ihre Kollegin Sabrina Holtmeyer und das ist der Herr Bunte. Er wird Sie zunächst in unser System einweisen und Ihnen den Ablauf in unserer Agentur erläutern. Anschließend können Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz entsprechend einrichten. Ich habe jetzt einen wichtigen Termin und werde erst am frühen Nachmittag zurück sein. Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen ersten Tag. Bis später.“

Frau Redlow-Singer verlässt schnellen Schrittes das Büro und lässt Bjarne mit seinen beiden Kollegen zurück. Bjarne klopft das Herz bis zum Hals, doch es ist weder die Aufregung, noch sind es Versagensängste oder Bedenken, irgendetwas nicht verstehen zu können. Es ist dieser Herr Bunte, der dafür sorgt, dass Bjarnes Blut in doppelter Geschwindigkeit durch seine Adern fließt. Irgendetwas löst dessen Anwesenheit in ihm aus, Bjarne ist sich jedoch nicht darüber im Klaren, ob es diese unheimlich schönen, grünen Augen sind oder eher dieses wahnsinnig sympathische Lächeln, das der ihm entgegenbringt.

„Herr Steinmann, am besten setzen Sie sich zunächst einmal mit zu mir an den Schreibtisch. Dort werde ich Ihnen die wichtigsten Handgriffe im Buchungssystem zeigen und Ihnen anschließend noch bei der Einrichtung des Programms auf Ihrem Rechner behilflich sein. Am ersten Tag muss man sich sowieso erst mal ein wenig mit der Materie auseinandersetzen und üben. Zum Glück ist unser System selbsterklärend und da Sie Reiseverkehrskaufmann sind, werden Sie es sehr schnell begreifen, da habe ich gar keine Bedenken. Warten Sie, ich hole Ihnen einen Stuhl. Möchten Sie Kaffee?“

Bjarne schießt leichte Röte ins Gesicht und er nickt stumm. Er möchte nicht nur Kaffee — er will diesen Mann. Wie kann eine Person nur so dermaßen gut aussehen und dabei noch derart nett sein? Bjarnes Hände beginnen zu zittern, sodass er sich förmlich zwingen muss, ruhig zu bleiben und sich sein inneres Durcheinander nicht anmerken zu lassen. Vor allem sollte er es irgendwie vermeiden, diesen Herrn Bunte beinahe sabbernd anzuhimmeln. Das allerdings scheint nicht ganz einfach zu sein, denn als Bjarnes neuer Kollege breit grinsend mit mehreren Kaffeepötten aus der Firmenküche auf ihn zukommt, einen davon bei der Kollegin abstellt und Bjarne durch eine Kopfbewegung signalisiert, sich neben ihn zu setzen, lodern die Flammen bereits in Bjarnes Herzen. Es fällt ihm schwer, sich zu konzentrieren — er hängt zwar an Herrn Buntes Lippen, doch was aus dessen Mund kommt, nimmt Bjarne nur beiläufig wahr. Erst als sein neuer Kollege ihm anbietet, dass man sich auch duzen könnte, ist Bjarne wieder bei Sinnen.

„Ja, gern. Ich bin Bjarne!“, sprudelt es förmlich aus ihm heraus.

„Luis!“

Luis reicht Bjarne die Hand und als sich ihre Finger berühren, durchzucken Tausende von Blitzen Bjarnes Körper. Es wird nicht einfach werden, diesem Mann zu widerstehen. Dennoch bemüht er sich, Luis’ Erklärungen zu folgen, damit er zumindest ansatzweise aufnimmt, wie das System zu bedienen ist, und möglichst rasch selbstständig arbeiten und sich beweisen kann.

„Falls du willst, können wir heute in der Mittagspause gemeinsam etwas essen gehen. Auf der anderen Straßenseite ist ein tolles Bistro, die haben günstige Angebote. Oder hast du was mit?“

Bjarne bleibt der Mund offenstehen. Natürlich will er mit diesem Kerl etwas essen gehen. Nicht nur das, er würde ihm überall hin folgen, auch in sein Bett.

„Bjarne? Möchtest du?“

Erst jetzt bemerkt Bjarne, dass er Luis nicht geantwortet hat. Zu sehr war er mit seinen Gedanken und den unzähligen Schmetterlingen in seinem Bauch beschäftigt.

„Ja, klar! Gern sogar. Ich habe heute Morgen nicht gefrühstückt und ich bin definitiv nicht der Typ für Lunchpakete. Deshalb kommt es mir sehr zupass.“

„Gut!“, entgegnet Luis lächelnd, während Bjarnes Augen vor Glück funkeln.

Die Stunden vergehen wie im Flug. Kurz vor eins ist Bjarnes Arbeitsplatz vollständig eingerichtet und Sabrina hat derweil mehrere Kunden bedient; von daher steht einer Mittagspause nichts mehr im Wege. Gemeinsam mit Luis verlässt Bjarne das Büro und wenig später nehmen beide jungen Männer unter einem großen Sonnenschirm vor dem Bistro Platz, wo sie zunächst die ausgelegten Speisekarten studieren. Luis empfiehlt Bjarne ein paar Gerichte, die seiner Ansicht nach wirklich gut schmecken, sie entscheiden sich letztendlich jedoch beide für den vegetarischen Auflauf und bestellen zwei Cola dazu. Luis legt die Karte beiseite und sieht Bjarne tief in die Augen, was diesen leicht verunsichert.

„Und? Wie gefällt es dir bisher bei uns?“, leitet er fragend die Unterhaltung ein.

„Sehr gut. Du bist echt ein toller Einweiser und hast dir wirklich Mühe gegeben, mir euer System möglichst rasch nahezubringen.“

Luis lächelt abermals und dabei zeigt sich ein Grübchen auf seiner linken Wange, was ihn ein wenig spitzbübisch wirken lässt.

„Dann hoffe ich, dass du lange bei uns bleibst. Unser Team ist wie eine kleine Familie und daran soll sich in Zukunft keinesfalls etwas ändern. Apropos Familie, bist du verheiratet? Entschuldige bitte, dass ich dir die Frage stelle. Du musst sie nicht beantworten, aber manchmal bin ich einfach neugierig.“

Bjarne zögert einen Augenblick, lächelt verhalten und schüttelt letztendlich den Kopf.

„Nein! Ich bin Single. Auf der Suche also! Oder ich lasse mich einfach finden. Mal sehen.“

Was hat er denn da gerade für einen Blödsinn von sich gegeben? Ein einfaches „Nein, bin ich nicht“ hätte schließlich gereicht. Was soll Luis denn nun von ihm denken? Innerlich hätte sich Bjarne in diesem Moment am liebsten selbst dafür geohrfeigt. Doch was geht denn nun auf einmal in Luis vor? Weshalb macht der plötzlich ein so ernstes Gesicht?

„Hab ich jetzt was Falsches gesagt?“

Leise und fast verzagt kommt diese Frage über Bjarnes Lippen, während er mit unsicherem Ausdruck Luis’ Züge mustert.

„Nein, keineswegs“, murmelt Luis, der mit einem nach wie vor ernsten, gleichzeitig allerdings warmen und sanften Blick in Bjarnes Augen schaut und für eine kurze Zeitspanne darin zu versinken droht. Erst das Räuspern des Kellners, der ihre Aufläufe serviert, holt sowohl Luis als auch Bjarne in die Realität zurück.

Tief zieht Luis die Luft ein.

„Guten Appetit!“

„Danke gleichfalls“, erwidert Bjarne, dessen Puls nach dem intensiven Blickkontakt mit Luis immer noch wie eine Dampframme in seinen Ohren hämmert. Warum hat Luis ihn auf diese eindringliche Weise angesehen und wieso schweigt er jetzt so penetrant? Irritiert stochert Bjarne in seinem Auflauf herum und schiebt eine Kartoffelscheibe am Rand hin und her, bis sie in unzählige kleine Teile zerbricht. Irgendwie schlägt ihm diese sonderbare Situation ziemlich auf den Magen, sein Appetit ist ihm zumindest im Augenblick ein wenig abhandengekommen.

„Schmeckt es dir nicht?“, will Luis nach einer Weile wissen, obwohl er selbst bisher ebenfalls eher wenig zu sich genommen hat.

„Doch, doch, alles gut“, beeilt sich Bjarne zu versichern, lässt gleich darauf allerdings die Gabel sinken und setzt sich demonstrativ gerade.

„Nein, es ist nicht gut, das heißt, das Essen scheint okay zu sein. Was ich meine ist, dass du von einer Sekunde auf die andere kein Wort mehr von dir gibst … da würde ich eigentlich ganz gern wissen, was ich verbrochen habe.“

Luis legt ebenfalls sein Besteck ab, tupft mit der Serviette einmal kurz über die Lippen und trinkt einen Schluck aus seinem Glas, bevor er leise antwortet.

„Nun, bevor ich dir das erkläre, lass mich etwas ausholen. Als du heute Morgen in unser Büro reingeschneit bist, hatte ich das Gefühl, die Sonne ginge irgendwie zum zweiten Mal an diesem Tag auf. Dein Lächeln überstrahlte alles und ich gestehe, ich war vollkommen irritiert, denn so etwas habe ich noch nie erlebt. Bevor du jetzt rätselst und denkst, dass ich dummes Zeug fasele: Ich bin schwul und du bist der erste Mann seit ewigen Zeiten, bei dem ich ziemliches Herzflattern und weiche Knie zugleich bekommen habe. Natürlich bin davon ausgegangen, dass ein Kerl wie du auf gar keinen Fall solo durchs Leben geht, zumal mein Radar sofort angeschlagen hatte, sodass ich mir von Anfang an ziemlich sicher war, dass du in derselben Liga spielst wie ich und ich eher verzweifelt war, erneut zu spät gekommen zu sein. Nachdem du nun vor wenigen Minuten geäußert hast, du wärest bereit, dich finden zu lassen, wurde mir schlagartig klar, dass ich genau auf dich gewartet habe. Auf den Mann, der offen zugeben kann, nicht vergeben zu sein und der nicht irgendetwas vorheuchelt, bloß, um interessant zu wirken oder nicht als Single dazustehen. Auf den Kerl, der beinahe aussieht, als hätte eine Fee eigens für mich eine Sonderkreation gebacken. Den Typen, zu dem mein Herz bereits im ersten Moment begeistert „Ja!“ gesagt hat, noch bevor ich mehr als deinen Namen wusste.“

Fassungslos und mit leicht geöffnetem Mund vernimmt Bjarne diesen Redeschwall, der auf ihn niederprasselt. In seinem Kopf schwirrt es wie in einem Bienenstock und sein Herz wummert mit der Lautstärke und Intensität einer Pauke durch seinen Körper. Langsam realisiert er, was Luis da von sich gegeben hat, und der leicht unsichere Blick auf seinem Gesicht macht einem befreiten, warmen und strahlenden Lächeln Platz.

„Und warum bist du dann dermaßen ernst? Das verstehe ich irgendwie nicht.“

„Weil es mir verdammt wichtig ist. Ich meine, ich suche weder eine Bettgeschichte zwischen Kollegen, noch einen One-Night-Stand, geschweige denn ein schnelles Abenteuer. Ich bin mittlerweile dreiunddreißig Jahre alt und sehne mich nach einer festen, ehrlichen Beziehung, in der ich lieben darf und geliebt werde. Und weil ich genau das weiß, mir allerdings natürlich nicht sicher bin, ob dein „Findenlassen“ genau diese Sachen einschließt oder ob es sich eher auf eine Menge Spaß ohne weitere Verbindlichkeiten bezieht, bin ich gerade ziemlich unsicher. Immerhin bist du sehr viel jünger als ich und …“

„Nun, so viel nun auch wieder nicht“, kommt es mit einem Augenzwinkern von Bjarne, der nicht umhinkann, vorsichtig nach Luis’ rechter Hand, die nervös über die Tischplatte wischt, zu greifen und diese mit seinen Fingern zu umschließen. „Erstens bin ich immerhin achtundzwanzig, dafür, dass ich jünger wirke, kann ich leider nichts. Wobei ich mir eventuell einen Bart wachsen lassen könnte, bloß eigentlich ist das nicht wirklich mein Ding. Und zweitens meine ich es auch ernst. Spaß und flüchtige Abenteuer hatte ich genug, ich möchte den einen Menschen, der zu mir gehört und nicht am nächsten Morgen wieder verschwindet und nichts als Leere hinterlässt. Doch falls es dich irgendwie tröstet, mir ging es heute ähnlich wie dir. Ich habe mich bereits auf den allerersten Blick verliebt und nicht die Kollegin Sabrina war der Auslöser dafür.“

„Das wäre auch nicht so gut, sie steht nämlich kurz vor der Hochzeit“, wirft Luis ein, dem man anmerken kann, dass nach Bjarnes Geständnis zentnerschwere Steine von seiner Seele gepurzelt sind. „Darf ich dich also ganz offiziell fragen, ob ich dich eventuell heute Abend kulinarisch bei mir zu Hause verwöhnen darf? Immerhin ist unser Essen mittlerweile kalt und somit nicht mehr richtig lecker. Also ich koche sehr gut, das sagen zumindest alle, die ich irgendwann mal verköstigt habe. Natürlich nur, wenn du magst, wir können uns auch anderswo auf neutralem Boden treffen, sofern dir das lieber wäre, ich will auf gar keinen Fall drängeln.“

Schmunzelnd lässt Bjarne Luis’ erneuten Wortschwall über sich ergehen und nickt.

„Ja“, lässt er anschließend fallen, „sehr gern.“

„Was ja? Auf zwei verschiedene Fragen kann man doch nicht mit „Ja“ antworten.“

Luis scheint ein wenig irritiert, was Bjarne zum Anlass nimmt, ihm erneut zuzuzwinkern.

„Ja, ich komme gern zu dir. Was hattest du denn essenstechnisch so angedacht?“

„Magst du Steak? Dazu vielleicht grüne Bohnen, Knoblauchbrot und Sour Cream? Ein Rotwein oder einen leichten Rosé?“

„Klingt nach meiner Leibspeise“, haucht Bjarne und beugt sich seitlich zu Luis. „Ich denke, für den Nachtisch fällt uns ganz sicher auch noch etwas ein, vielleicht etwas Heißes?“

Bevor Luis antworten kann, haben sich zwei Lippen auf seinen Mund gelegt und verschließen diesen. Selbstvergessen versinken die beiden Männer in ihrem ersten Kuss und zwei Herzen schlagen im selben Takt, so, als hätten sie nie etwas anderes getan.

 

Chaosflug ins Glück

„Was meinst du, Liebelein, soll ich die gelbe Badehose einpacken oder lieber dieses grüne Ding?“

Völlig hibbelig steht Simon inmitten eines wilden, chaotischen Wäschebergs aus T-Shirts, Hemden, Shorts und Jeans, hält seiner besten Freundin und WG-Mitbewohnerin Jacqueline zwei verschiedene Badeslips in knalligen Farben entgegen und grinst dabei bis über beide Ohren.

„Müsste ich angezogen sehen“, giggelt die Angesprochene, was ihr einen strafenden Blick und ein leicht schnippisches „das hättest du wohl gern“ seitens Simon einbringt. „Ich werde unter Garantie hier keine Modenschau für dich veranstalten. Immerhin will ich packen und nicht stundenlang Klamotten anprobieren, obwohl ich sonst definitiv viel Spaß daran habe. Also?“

Jackie, wie alle Freunde sie zu nennen pflegen, da ihr doch recht langer Name nicht zu dem kleinen, zierlichen Persönchen zu passen scheint, schaut zwischen den beiden dargebotenen Teilen hin und her, zuckt die Schultern und schüttelt dazu den Kopf.

„Ehrlich, Schätzchen, eigentlich keine von beiden. Gelb wirkt einfach zu zitronig und das Grün hat eher was von einem Granny-Smith-Apfel. Zudem scheinen mir die beiden Höschen verdammt knapp und wahrscheinlich auch entsprechend eng anliegend zu sein, da könntest du eigentlich gleich nackt gehen. Och nee, jetzt hab ich Kopfkino, mach das weg. Rosa Elefanten, rosa Elefanten, rosa Elefanten.“

Kichernd hält sich Jackie die Augen zu und murmelt noch mehrfach die Beschwörungsformel vor sich hin.

„Du hast mich doch noch nie nackt gesehen, also was geht jetzt in deinem Köpfchen vor? Ach übrigens, das mit dem Granny-Smith gefällt mir, das würde meinen Apfelpo sicher gut unterstreichen. Also grün.“

Zufrieden stopft Simon den Badeslip in die überdimensionale Reisetasche, die er zuvor auf dem Bett platziert hat. Kopfschüttelnd schaut Jackie ihm dabei zu und seufzt leise auf.

„Wie lange wolltest du eigentlich wegbleiben, mon cher?“

„Drei Tage, wieso?“, kommt es leicht irritiert von Simon.

„Nun, der Menge an Klamotten, die ich da in der Tasche erkennen kann, nach zu urteilen, müssen es wohl eher drei Wochen sein. Was willst du eigentlich auf einem Partyschiff mit Schwimmring und Schnorchel? Macht ihr etwa Station am Ballermann?“

Kichernd geht Jackie in Deckung, bevor das Kissen, das Simon mit einer schwungvollen Bewegung in ihre Richtung wirft, sie treffen kann. Leider fliegt selbiges ein Stück weiter, landet schließlich auf dem Tisch an der Wand und bringt die Blumenvase mit dem hübschen, bunten Sommerstrauß extrem ins Wanken. Bevor Jackie danach greifen kann, zerschellt das Dekorationsstück auf dem Boden und hinterlässt neben einer gefühlten Million Glassplittern auch eine Wasserlache auf dem hellen Laminat, die sich sekundenschnell ausbreitet.

„Oh, holy shit!“

Erschrocken und gleichzeitig entsetzt starrt Simon auf die Bescherung, eine Sekunde später erfasst sein Blick die ebenfalls auf dem besagten Tisch stehende Uhr und eine plötzliche Blässe überzieht sein Gesicht.

„Oh, no!“, fährt er fort, „so spät schon? Verdammt! Süße, würdest du dich um das Malheur hier kümmern? Das wäre wirklich lieb. Ich muss echt sehen, dass ich schnellstmöglich fertig werde und mir ein Taxi bestelle, sonst ist der Flieger nachher weg und ich verpasse das Schiff. Drei Tage Sommer, Sonne, Party und hoffentlich dazu der eine oder andere Kerl. Das wird echt der Hammer.“

„Ich drück dir zumindest die Daumen, dass tatsächlich ein paar heiße Typen an Bord sind und nicht bloß die Kegelbrüder des Vereins „Alle Neune“, die ihren jährlichen Ausflug ohne die Gattinnen unternehmen und ebenfalls nicht sämtliche Damen des Strickclubs „Zwei-Links-Zwei-Rechts-Zwei-Fallenlassen“ auf Gründungstagswochenendtour.“

„Mal jetzt bloß nicht den Teufel an die Wand, Schätzelein. Ich will heiße Kerle, wilden Sex und eine vernünftige Menge Alkohol. Sag mal, sollte ich mir die Beine vielleicht doch nachrasieren? Scheiße, wann soll ich das denn jetzt noch machen?“

„Das, mein lieber Simon, hättest du dir eventuell früher überlegen sollen. Doch sofern du mich fragst, braucht ein Mann keine rasierten Beine. Ich mag es, wenn ich den Kerlen an den Haaren herumzupfen und sie damit zum Quieken zu bringen kann. Aber, Süßer, ich habe eine Idee.“

Jackie schaut Simon mit einem schelmischen Grinsen an.

„Und die wäre, Liebelein?“, kommt es fragend von Simon, während er zum ungezählten Mal nach seinem Deo greift und sich von oben bis unten einnebelt.

„Ganz einfach, du packst einfach ein paar Einwegrasierer in deine übergroße Reisetasche, die dich wahrscheinlich einen satten Aufschlag fürs Übergewicht kosten wird, und lässt den erstbesten Kerl, den du aufreißt, das machen. So quasi als Vorspiel zum eigentlichen Akt.“

„WAAAAS?“, kreischt Simon laut durch die Wohnung und reißt seine Augen auf. „Niemals würde ich so etwas tun. Nein, was soll der Typ denn von mir denken? Also ihr Heten habt schon einen ziemlich obskuren Humor. Doch bevor ich mich an dieser eigenartigen Idee hochschaukele, werde ich jetzt erst mal sehen, dass ich ein Taxi bekomme, sonst verquatsche ich mich endgültig und kann mir meinen Kurztrip lediglich im Fernseher anschauen. Und das ist wirklich nicht das, was ich geplant habe.“

Hektisch wählt Simon eine Nummer auf seinem Handy und läuft dabei nervös auf und ab, während Jackie zwischenzeitlich im Haushaltsschrank nach Besen, Aufnehmer und Wischeimer sucht, um den Fußboden trockenzulegen und die Scherben aufzukehren.

„Wie bitte? Sie haben kein Taxi frei?“, kreischt Simon derweil in sein Mobiltelefon und gerät dabei deutlich in Panik. „Eine halbe Stunde? Ja, sicher weiß ich, dass viel Verkehr ist. Nein, ich bin überhaupt nicht unfreundlich. Was soll ich? Es bei einem anderen Unternehmen versuchen? Mit dem Bus fahren? Ich werde mich bei Ihrem Chef über Sie beschweren!“

Völlig sauer tippt Simon eine andere Ziffernfolge in die Tastatur und wird abermals verbunden.

„Ja, Simon Wallner mein Name. Ich brauche ein Taxi in die Bahnhofstraße 36! Genau, das Haus mit der großen Bäckerei im Erdgeschoß. In zehn Minuten? Okay, ich warte draußen.“

Erleichtert wischt sich Simon mit dem Unterarm über die Stirn, greift nach seinem Gepäck, verabschiedet sich mit einem anerkennenden Nicken über Jackies Putzkünste und einem dicken Schmatzer auf die Wange von seiner Mitbewohnerin und hastet eilig die sechsundneunzig Stufen bis zum Hausflureingang hinab. Kopfschüttelnd brummelt er sich noch ein „hoffentlich reparieren die bald mal den Fahrstuhl“ in seinen nicht vorhandenen Bart und betritt Sekunden später den Gehweg, auf dem ihn heiße, sommerliche Sonnenstrahlen wohlwollend begrüßen.

„Ach, ist das herrlich. Der Vorhersage nach zu urteilen, bleibt das sogar so mit dem Wetter. Ich liebe den Sommer einfach“, flüstert er weiter und sieht aus der Ferne sein Taxi ankommen, dem er gleich darauf winkend entgegenläuft.

„Guten Tag, werte Dame. Erst mal vielen Dank, dass Sie so schnell kommen konnten. Wissen Sie, ich muss zum Flughafen und habe es ein wenig eilig. Immerhin muss ich meine Maschine nach Genua erreichen. Von dort aus geht es nämlich auf eine dreitägige Kreuzfahrt auf ein Partyschiff. Hach, ich freu mich total.“

Die etwas gesetzt wirkende Taxifahrerin grinst Simon entgegen, dreht in der nächsten Einfahrt und setzt das Fahrzeug in forschem Fahrstil knapp vor zwei Transportern an eine rote Ampel, sodass Simon leicht in den Sitz gedrückt wird.

„Tja“, erklärt sie schulterzuckend und kommentiert so den leicht erschrockenen Blick ihres Fahrgastes. „Da wir pünktlich sein wollen, müssen wir manchmal auch was wagen. Die Straßen sind dermaßen voll, als wären die Leute auf der Flucht. Falls ich nicht durch Zufall in Ihrer Nähe gewesen wäre, hätten Sie bestimmt noch eine halbe Ewigkeit warten müssen.“

Mit quietschenden Reifen braust die Fahrerin los, als die Lichtzeichenanlage auf Grün springt. Simon hat Mühe, nicht aufzuschreien, ist er doch ein sehr ängstlicher Beifahrer. Innerlich spricht er ein Stoßgebet, heil an seinem Zielort anzukommen und nicht in irgendeinem Krankenhaus auf der Unfallstation zu landen.

Die Götter müssen ihn erhört haben, denn etwa zwanzig Minuten später hält die Droschke vor dem Haupteingang des Airports, Simon bezahlt mit stark erhöhtem Puls den Fahrpreis, legt zwei Euro Trinkgeld obendrauf, verabschiedet sich mit einem hektischen Lächeln, schnappt seine Tasche und rennt in die Abflughalle, um auf der Tafel seinen Flug zu suchen.

„Mist“, ruft er im nächsten Moment völlig sauer durch die Halle. „Zwei Stunden Verspätung. So etwas geht gar nicht. Die werden was von mir zu hören bekommen, wenn ich mein Partyboot nicht mehr erreiche.“

„So etwas nennt man höhere Gewalt. Sollte das Schiff nicht warten, macht man sich halt ein paar nette Tage in Italien“, erklingt plötzlich eine Stimme hinter ihm und volle, sinnliche, dunkelrote Lippen lächeln den offensichtlich sehr aufgebrachten Simon an.

Simon stutzt. Was für ein Mann. Wenn der dieselbe Reise gebucht hat wie er, wird das ein megahammergeiler Kurztrip.

„Hey, ich bin Timur!“, stellt sich der fremde Schönling vor, zeigt ihm seine schneeweißen Zähne und reicht ihm die Hand, was Simon allein aufgrund der kurzen Berührung von oben bis unten erzittern lässt.

Mit offenem Mund nickt Simon, was seinem Gegenüber gleich darauf ein herzhaftes Lachen entlockt.

„Und mit wem habe ich denn nun das Vergnügen? Oder bist du etwa in geheimer Mission unterwegs und ich muss dich Mister X nennen?“, kommt es deutlich amüsiert von Timur.

„Sorry, natürlich habe ich einen Namen. Ich heiße Simon. Willst du etwa auch auf dieses Boot?“

Kaum haben diese Worte Simons Lippen verlassen, da möchte er sich am liebsten auf selbige beißen. Was war das denn? Da steht ein Traum von Kerl vor ihm, der sogar ziemlich nett zu sein scheint und ihm fällt nichts Besseres ein, als eine solch saudämliche Frage zu stellen? Verzweifelt sucht Simon nach dem berühmten Mauseloch, das sich natürlich genau in dem Moment, wenn man es wirklich einmal brauchen würde, nirgends auftut. Okay, sonst natürlich ebenfalls nicht, dennoch bleibt die Tatsache, dass er am liebsten vor Scham über sein dusseliges Gestammel im Boden versinken und sich dort für den Rest seines Lebens verschanzen würde.

„Das war der Plan“, beantwortet Timur die Frage und sein Lächeln lässt nicht erkennen, ob er Simon nun für den größten Volltrottel der Welt hält oder nach wie vor lediglich eine nette Unterhaltung in Gang bringen will. „Ich nehme an, dein Reiseziel ist demzufolge Genua und du bist aller Wahrscheinlichkeit nach auf die gleiche Maschine gebucht wie ich. Da wir offensichtlich ein Problem mit einer Verspätung haben und uns noch eine Weile die Zeit in dieser lauschigen Atmosphäre vertreiben müssen, wie wäre es, wenn wir etwas trinken gehen würden, anstatt verärgert diese Zeittafel anzustarren?“

„Ich würde nur gern mein Gepäck loswerden, danach allerdings gern“, stimmt Simon aufatmend zu. Timur scheint ihn zumindest nicht gleich als vollkommenen Idioten abzustempeln. Hastig greift Simon nach seiner Tasche und starrt gleich darauf verblüfft auf seine Hand, in der er zwar den Henkel derselben hält, der Rest davon jedoch nach wie vor auf dem Hallenboden verweilt.

„Mist verdammter!“, entfährt es ihm, woraufhin er sich rasch die Hand auf den Mund schlägt. Mit einem entschuldigenden Grinsen blinzelt er zu Timur hoch, denn inzwischen hockt er neben seinem lädierten Gepäckstück und versucht vergeblich, dieses wenigstens notdürftig zu reparieren. „Normalerweise fluche ich nicht, doch heute scheint wirklich alles schief zu gehen. Erst treibt mich Jackie fast mit ihren merkwürdigen Anmerkungen in den Wahnsinn, anschließend bringt mich eine offensichtlich lebensmüde Taxifahrerin beinahe um, zumindest war ich einem Herzinfarkt ziemlich nahe, dann hat der Flieger Verspätung und als wäre das alles nicht genug, geschieht jetzt zur Krönung des Ganzen auch noch das hier. Scheint nicht mein Glückstag zu sein. Vielleicht sollte ich das Ganze canceln, bei meinem Karma stürzt wahrscheinlich das Flugzeug ab oder das Schiff hat ein Leck und wir müssen Wasser schöpfen.“

Beim letzten Satz wirkt Simon wie ein Häufchen Elend, sodass Timur gar nicht anderes kann, als erneut laut loszulachen.

„Sorry, bloß dermaßen schlimm finde ich das alles bisher nicht, ist eben Murphys Gesetz. Was hältst du von folgender Idee? Ich helfe dir, deine Tasche zum Check-In zu tragen, hinterher trinken wir endlich etwas und dabei erzählst du mir, wer Jackie ist, die du eben erwähntest, und was sie angestellt hat. Deal?“

„Einverstanden“, stimmt Simon aufatmend zu. Er ist erleichtert, dass dieser Traum auf zwei Beinen ihn nicht einfach stehenlässt.

Eine halbe Stunde später ist Simons Tasche mit einem Anhänger, auf dem das Kürzel GOA prangt, in den Tiefen des Airports verschwunden und er hofft, dass sie tatsächlich in Genua ankommt, immerhin erreichte sein Koffer bei seinem letzten Urlaub erst drei Tage nach ihm das geplante Ziel.

Gemeinsam mit Timur schlendert er zum nächstgelegenen Bistro im Gebäude und lässt sich gleich darauf aufseufzend auf eine der an der Wand stehenden Sitzbänke plumpsen.

„Endlich! Ich brauche dringend einen extragroßen Latte mit doppelt Schaum, dazu einen Donut“, platzt es aus ihm heraus, während er Timur mustert, der sich auf dem Stuhl gegenüber niedergelassen hat und nach wie vor lächelt. Ist dieser Mensch gewordene Gott eigentlich hetero? Sicher wird er das sein, bei dem Glück, das Simon in Beziehungsdingen hat, ist er entweder das oder bereits lange vergeben, womöglich sogar verheiratet. Unauffällig gleitet Simons Blick zu Timurs Händen, mit denen der die Karte hält, die er eifrig studiert, bevor er der Kellnerin, die mittlerweile neben ihren Tisch getreten ist, seine Wünsche mitteilt. Simon ordert ebenfalls sein Getränk nebst Gebäck und sieht Timur weiter zu, wie der rasch sein Handy zückt, es allerdings nach einem schnellen Blick aufs Display sofort wieder in der Hosentasche verschwinden lässt.

„Und nun erzähl, wer ist Jackie, die Frau, die dich ach so sehr in den Wahnsinn getrieben hat?“, eröffnet Timur das Gespräch und blickt Simon gespannt an, dabei signalisieren seine braunen Augen echtes Interesse.

„Jackie und ich wohnen zusammen.“

Bewusst schießt Simon diesen Satz ab, um Timurs Reaktion darauf zu beobachten und tatsächlich scheint der Hauch eines Schattens über dessen Gesicht zu fliegen.

„Allerdings ist es lediglich eine WG“, fährt Simon fort. „In dieser Stadt sind kleine, bezahlbare Wohnungen kaum zu finden und zu zweit ist es ohnehin lustiger. Wohnst du auch in Berlin oder bist du bloß des Abflugs wegen hergekommen?“

„Ich bin vor etwa zwei Monaten hergezogen“, erklärt Timur. „Habe durch eine Menge Glück einen passenden Studienplatz gefunden und da hat mich in dem kleinen Dorf, aus dem ich stamme, nichts mehr gehalten. Und tröste dich, Simon, du bist nicht der einzige Mensch auf dieser Welt, der in einer WG wohnt und den seine Mitbewohner in den Wahnsinn treiben. Ich bin, genau wie du, einer dieser WG-Geschädigten und verstehe sehr gut, was du meinst. Aber solche Dinge haben mitunter auch etwas Liebenswertes an sich, oder nicht? Doch jetzt rück endlich mal raus mit der Sprache. Was an ihr war denn heute so nervenraubend?“

Simon winkt ab und verdreht die Augen.