Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod - Daniel Mosmann - E-Book

Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod E-Book

Daniel Mosmann

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Beschreibung

Tief im Schwarzwald lauern Geister und Dämonen. Sie warten in alten Burgkellern, flüstern in Wald und Wiesen, wandeln zwischen Leben und Tod. Manch einem rauben sie bloß den Schlaf, anderen den Verstand oder mehr. Wen blickt die hässliche Vogelscheuche auf dem Feld so grimmig an? Ist es ein Fluch, der den Herren des Landhauses so qualvoll sterben lässt? Oder sind die Biester, vor denen wir uns fürchten, uns am Ende ähnlicher, als wir es für möglich gehalten hätten? Nach „Kastanien und Knochen“ sorgt Daniel Mosmann erneut für aufgestellte Nackenhaare und weit aufgerissene Augen. Zehn außergewöhnliche Kurzgeschichten für alle, die sich gern um den Schlaf bringen lassen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 317

Veröffentlichungsjahr: 2015

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www.edition.subkultur.de

DANIEL MOSMANN: „Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod – Schauergeschichten“ 1. Auflage, Juli 2015, Edition Subkultur Berlin

© 2015 Periplaneta - Verlag und Mediengruppe / Edition Subkultur Inh. Marion Alexa Müller, Postfach: 580 664, 10415 Berlin www.subkultur.de

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Übersetzung, Vortrag und Übertragung, Vertonung, Verfilmung, Vervielfältigung, Digitalisierung, kommerzielle Verwertung des Inhaltes, gleich welcher Art, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Korrektorat: Pia Jesionowski Satz & Layout: Thomas Manegold Froschskelett Vorlage: Public Domain Picture Autorenbild: Sandra Mosmann

print ISBN: 978-3-943412-19-2 epub ISBN: 978-3-943412-65-9

Daniel Mosmann

Auf Pilgerfahrt mit Gevatter Tod

Schauergeschichten

www.edition.subkultur.de

Winterzauber

Transzendenz! Nicht viele kennen dieses Wort, kaum jemand kennt seine Bedeutung. Es meint das Übersteigende, die Unbegreifbarkeit. Es meint das, was über unsere Möglichkeiten der Erfahrung hinausgeht. Die Dinge hinter dem Horizont unserer Wahrnehmung. Es meint jenen Bereich, in dem wissenschaftliche Abhandlungen schleichend in unbelegbare Theorien übergegangen sind, wo Dinge nur noch geglaubt und nicht mehr gewusst werden können. Die Transzendenz ist somit die Quelle des Glaubens, die Mutter der Religionen und die Heimat des Todes.

Ich möchte nicht zu viele Worte über die Art und Weise verlieren, wie diese Zeilen zu Papier gekommen sind. Ich möchte Ihnen diese Transzendenz, dieses gedankliche Geflecht aus Hoffnungen und Glauben nicht nehmen. Es hat einen übergeordneten Sinn, dass nicht alles im Leben erfahrbar ist, ja, es ist ein Gesetz – und ich werde diese Regel respektieren, auch wenn ich etwas mehr darüber weiß als andere.

Mir war eiskalt. Für einen Moment glaubte ich, nackt auf einem Bett aus Schnee zu liegen. Ich spürte kalte Flocken, die auf mein Gesicht herabrieselten. Sie klebten vor meinen geschlossenen Augen, legten sich sanft über Nase und Mund und verschlossen ganz allmählich meine Atemwege. Ein starker Atemstoß blies den kalten Schleier weg, die Luft schmerzte in meiner Brust. Doch der Schnee rieselte weiter und seine heimtückische, kalte Decke schloss sich wieder um mich.

Plötzlich roch ich heiße Schokolade und die Kälte verschwand. Ein Mann rührte vorsichtig in einem großen, bunten Becher, aus dem der wundervolle Duft kam und den Raum mit Liebe erfüllte.

„Hallo, kleine Prinzessin, ich hab hier was für dich.“ Seine Stimme verströmte Fürsorge und Geborgenheit. Sein lächelndes Gesicht mit dem Siebentagebart erzählte wortlos von der unermesslichen Liebe, die ein Vater für sein Kind empfand.

Doch dann kam die Kälte zurück. Ich fror erbärmlich, während sich die schöne Szene veränderte, während alle Konturen und Farben zu einem schemenhaften Nebelgebilde verschwammen und sich letztlich ganz auflösten. Wie ein Heer von Ameisen kroch Frost über meine Arme und Beine, durchdrang schließlich meine Brust und schmiegte sich an mein Herz.

Ich ahnte, dass diese Kälte ein Teil der Realität war. Und die Bilder waren Erinnerungen, die wie Nebel in meinem Geist schwebten. Nebel, der gemächlich zum Himmel emporsteigt und die Sicht ganz allmählich auf die dahinterliegende Wirklichkeit freigibt.

Da sah ich mich erneut als kleines Kind, diesmal beim Schlittenfahren. In dem dicken Schneeanzug sah ich aus wie ein prall gefüllter Luftballon, der jeden Moment zu platzen drohte. Mein älterer Bruder Uwe war auch dabei und Mami setzte mich vor ihn auf den Schlitten. Wir lachten, als ich unbeholfen nach vorne kippte und mit dem Gesicht im Schnee landete. Beim zweiten Versuch hielt Uwe mich fest um den Bauch und wir rasten einen Hügel hinunter. Der Schnee prasselte mir ins Gesicht, als wir um kahle Büsche herumkurvten und einmal sogar über eine kleine Anhöhe schanzten. Unten angekommen lenkte mein Bruder direkt in eine Schneewehe hinein und wir wurden von der weißen Pracht empfangen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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