Auf Wiedersehn, Mutter! - Friedrich Wolf - E-Book
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Auf Wiedersehn, Mutter! E-Book

Wolf Friedrich

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Beschreibung

Ein bewegendes Porträt von Mut, Liebe und Hoffnung im Angesicht des Krieges. Juli 1941, Moskau. Während die deutschen Truppen unaufhaltsam vorrücken, halten die Institute ihre Türen offen, und die Menschen kämpfen tapfer weiter. Inmitten dieser angespannten Zeit wartet der junge Student Ljowa sehnsüchtig auf seine Mutter, eine Ärztin in einem Moskauer Militärhospital. Trotz der ständigen Bedrohung durch Bombenangriffe schmiedet Ljowa einen mutigen Plan: Er will sich freiwillig zum Panzerdienst melden, um seine Heimat zu verteidigen. Mit einer packenden Erzählweise fängt Friedrich Wolf die Härte und die Menschlichkeit dieser schicksalhaften Tage ein. „Auf Wiedersehn, Mutter!“ ist eine Hommage an die unerschütterliche Bindung zwischen Mutter und Sohn, die selbst im Sturm des Krieges nicht zerbricht. Erleben Sie eine Geschichte, die die Hoffnung über die Dunkelheit triumphieren lässt und die Leser von heute genauso fesseln wird wie damals.

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Seitenzahl: 9

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Impressum

Friedrich Wolf

Auf Wiedersehn, Mutter!

ISBN 978-3-68912-118-1(E–Book)

Die Erzählung ist 1942 entstanden.

Das Titelbild wurde mit der KI erstellt.

© 2024 EDITION digital®

Pekrul & Sohn GbR

Godern

Alte Dorfstraße 2 b

19065 Pinnow

Tel.: 03860 505788

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Internet: http://www.edition-digital.de

Auf Wiedersehn, Mutter!

Juli 1941. Die Institute in Moskau führten ihre Kurse weiter, trotz des Krieges und trotz des Vormarsches der Deutschen. Die technischen Kader müssen doch weiterstudieren, und Moskau wird nicht fallen.

Es kamen die schweren, drückenden letzten Julitage. Die Panzereinheiten Hitlers näherten sich Smolensk. Eines Abends wartete Ljowa, ein Student des zweiten Kurses einer technischen Hochschule, ungeduldig auf seine Mutter, die als Ärztin in einem Moskauer Militärhospital arbeitete. Es war Fliegeralarm. Einzelne „Junkers“ waren durchgebrochen in diesen ersten Tagen der Luftangriffe auf die Hauptstadt. Hier und da krachten die Bomben nieder und flackerten Brände auf. Ljowa war sofort mit der Wache auf dem Dach des Hauses. Zweimal schwirrten Dutzende kleiner Brandbomben auf seine Straße, und es ging über die Dächer zum Löschen. Verteufelt, es gab also auch hier in Moskau Arbeit für einen zwanzigjährigen Burschen wie Ljowa. Aber Ljowa hatte, seit er wusste, dass um Smolensk gekämpft wurde, einen Entschluss gefasst; den wollte er um jeden Preis durchführen.

Es wurde schon vier Uhr morgens, als die Mutter endlich heimkam. Der Sommerhimmel färbte sich in zartem hellem Grün. Doch an vielen Stellen standen dicke Brandwolken wie riesige schwarze Bäume über der Stadt. Alles blieb wach oder war auf den Straßen. Niemand dachte mehr ans Schlafen. Ljowa hatte für die Mutter einen Kaffee gekocht. Jetzt saßen sie am frühen Morgen einander gegenüber. Die Mutter erzählte von den neuen Verwundeten, die von der Smolensker Front kamen. Die Deutschen mussten eine große Überlegenheit an Tanks und technischen Waffen besitzen. Die Rotarmisten kämpften mit einer wilden Zähigkeit um jeden Fußbreit Boden. Hin und her ging schon seit Tagen der Kampf. Smolensk war einen Tag in dieser, den andern Tag in jener Hand. Wie wird das Ganze ausgehen? Die Mutter trinkt noch eine Tasse, aber das Brot schiebt sie beiseite. Zum Essen ist ihr nicht zumute. Auch Ljowa hat keinen Appetit. Er schielt auf seine Mutter. Er ist nicht feige. Aber er ist das einzige Kind. Seine Mutter hat nur ihn. Der Vater fiel 1920 im Bürgerkrieg, in der Ukraine.