Auszüge aus Riyad us Salihin Die Gärten der Rechtschaffenen - Abu Zakaria an-Nawawi - E-Book

Auszüge aus Riyad us Salihin Die Gärten der Rechtschaffenen E-Book

Abu Zakaria an-Nawawi

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Beschreibung

Ein einfach zu lesendes Werk mit den wichtigsten Ahadith des Propheten Muhammad (s), welches nach dem Koran zu den meist gedruckten Büchern der Welt gehört. Was ist anders ?! •Nummerierung der original arabischen Ahadith •kurze Kommentare u. Erläuterungen bei mehrdeutigen Wortlauten •Wiederholungen werden zum besseren Verständnis vermieden •praktisch, gekürzt, sprachlich einfach, dennoch authentisch in einem Band verfasst Heutzutage lesen viele Menschen nicht mehr solche Schätze der Menschheit, weil sie sich u.a. im Dschungel der Isnad-Erklärungen verlieren und dabei den Matn, also die eigentliche Perle, übersehen. Mit unserer neuen Übersetzung steht den Menschen ein gekürztes, sprachlich einfaches und authentisches Werk zur Verfügung. Ferner werden Wiederholungen und einige Ahadith, die von Imam Albani Da3if eingestuft und von anderen Gelehrten der Umms überprüft wurden, vermieden.

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Auszüge aus dem

Riyadus Salihin

مختصر رياض الصالحين

Die Gärten der Rechtschaffenen

von Imam An-Nawawi

(1233-1277)

Aus dem Arabischen übersetzt von Jotiar Muhammad Bamarni

Vorwort zur 7. Auflage

Warum Auszüge?

Kurzbiografie von Imam An-Nawawi

Aufrichtigkeit und gute Absicht in allen offenen und geheimen Taten, Äußerungen und Situationen

Reue (Tauba)

Geduld (Sabr)

Aufrichtigkeit

Beobachtung (Al-Muraqaba)

Gottesfurcht (Taqwa)

Gewissheit und Vertrauen in Allah

Aufrichtigkeit

Nachdenken über die Großartigkeit der Geschöpfe Allahs, des Erhabenen, die Hinfälligkeit der Welt, die Schrecken des Jenseits und alles, was mit dieser Angelegenheit zu tun hat, die eigene Unzulänglichkeit der Seele und sie zu verbessern und zur Aufrichtigkeit aufzufordern

Sich mit Wohltätigkeit zu beeilen und diese strebsam und ohne zu zögern zu unternehmen

Anstrengung (für Allah)

Ermunterung zu intensiver Wohltätigkeit am Ende des Lebens

Die vielen Wege der Wohltätigkeit

Gottesdienst mit Maß

Bewahrung der (rechtschaffenen) Taten

Das Gebot der Bewahrung der Sunna (des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –) und ihrer Umgangsformen

Die Pflicht, das Gesetz Allahs zu befolgen

Das Verbot von Bid’a (Neuerungen)

Die Einführung von guten oder schlechten Bräuchen

Das Hinweisen auf das Gute und der Ruf zur Rechtleitung oder zum Irrtum

Gegenseitige Hilfe zu Güte und Gottesfurcht

Der Ratschlag

Das Gute gebieten und das Üble verbieten

Die Strafe für den, der das Gute gebietet und das Schlechte verbietet, während sein Tun das Gegenteil dessen ist, was er sagt

Das anvertraute Gut (Amana) zurückgeben

Das Verbot des Unrechts und der Befehl, das Unrecht abzuwehren

Die Unantastbarkeit der Würde der Muslime, ihre Menschenrechtserklärungen

Bedecken der Schwächen der Muslime und das Verbot, diese grundlos bekannt zu machen

Ausführung der Angelegenheiten der Muslime

Fürsprache

Frieden unter den Menschen verbreiten

Bevorzugung der Schwachen, Armen und Unbekannten unter den Muslimen

Die Güte und das Mitgefühl gegenüber den Waisen, den Mädchen, den übrigen Schwachen, den Armen [...]

Die gute Behandlung der Frauen

Das Recht des Ehemannes gegenüber der Ehefrau

Der Lebensunterhalt für die Familie

Spenden von dem Guten und dem, was man selbst liebt

Die Pflicht, seine Familie, die Kinder und alle Familienangehörigen anzuweisen, Allah, dem Erhabenen, zu gehorchen, und ihnen zu verbieten, ungehorsam zu sein, und sie daran zu hindern, etwas Verbotenes zu tun

Das Recht des Nachbarn und seine gute Behandlung

Güte den Eltern gegenüber und das Bewahren der Verwandtschaftsbande

Tahrim (Verbot) der Misshandlung der Eltern und das Abbrechen der Beziehung zu den Verwandten

Der Vorzug der Güte gegenüber den Freunden der Eltern, den Verwandten, der Ehefrau und allen anderen, die großzügig behandelt werden sollten

Ahlu Baiti Rasuli-llah (die Familie des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –) zu ehren und ihren Vorzug anzuerkennen

Die gute Behandlung der Gelehrten, der Alten und der Wohltäter

Wohltäter zu besuchen, bei ihnen zu sitzen, Freundschaften mit ihnen zu pflegen, sie zu lieben […]

Der Vorzug der Liebe um Allahs willen und der Ansporn dazu

Die Zeichen der Liebe Allahs, des Erhabenen, Seinem Diener gegenüber und die Bemühung, sich diese Zeichen anzueignen

Warnung vor der Kränkung der Rechtschaffenen, der Schwachen und der Armen

Das Wiegen der Menschen entsprechend dem Offensichtlichen und dem was sie geheim halten, Allah, dem Erhabenen, überlassen

Furcht

Die Hoffnung

Der Vorzug der Hoffnung (auf Allah)

Gottesfurcht und Hoffnung (auf Allah) miteinander verbinden

Das Weinen aus Furcht vor Allah und die Sehnsucht nach Ihm

Der Vorzug der Askese in der Dunya, der Ansporn zur Genügsamkeit und der Vorzug der Armut

Der Vorzug des Hungers, der Enthaltsamkeit im Leben und der Genügsamkeit in Bezug auf Essen, Trinken, Kleidung und andere Begierden

Zufriedenheit, Enthaltsamkeit und Sparsamkeit im Leben, Ausgeben (für Arme) und die Missbilligung des Bettelns, ohne in Not zu sein

Die Erlaubnis, etwas anzunehmen, ohne darum gebeten oder es erwartet zu haben

Ansporn dazu,von der eigenen Hände Arbeit zu leben […]

Großzügigkeit, Freigebigkeit und das Ausgeben für wohltätige Zwecke, im Vertrauen auf Allah, den Erhabenen

Das Verbot von Geiz und Habgier

Ithar* und Trost

Das Wetteifern um der Akhira willen und viele Dinge verrichten, in denen Segen liegt

Der Vorzug des dankbaren Wohlhabenden, der sein Vermögen in legitimer Weise verdient hat und es in Bereichen ausgibt, wo es sich gehört

An den Tod denken und die Begrenzung der Hoffnungen

Der Vorzug des Besuches der Gräber für die Männer und was der Besucher sagen sollte

Es ist unerwünscht, sich den Tod zu wünschen, weil einem etwas Schlechtes widerfahren ist, während es nicht schlimm ist, sich dies aus Furcht vor Versuchung in der Religion zu wünschen

Die Frömmigkeit und das Sich-Fernhalten von Zweifelhaftem

Der Vorzug dessen, dass man sich zurückzieht, wenn die Menschen verdorben sind oder man sich davor fürchtet, bezüglich der Religion in Versuchung zu geraten und die Gefahr besteht, dass man etwas Verbotenes (haram) oder Zweifelhaftes begeht

Gegenüber den Mu’minun (den Gläubigen) bescheiden und demütig zu sein

Das Verbot (Tahrim) von Prahlerei und Selbstgefälligkeit

Gutes Benehmen

Sanftmut, Gelassenheit und Liebenswürdigkeit (Milde)

Nachsicht und sich von Unwissenden abwenden

Leid aushalten

Der Zorn, wenn religiöse Verbote übertreten werden; und der Religion Allahs zum Sieg verhelfen

Die Befehlshaber aufzufordern, ihren Untergebenen gegenüber gütig zu sein, ihnen Ratschläge zu geben und ihnen gegenüber Mitgefühl zu zeigen; und das Verbot, sie zu betrügen, sie streng zu behandeln oder ihre Wünsche und Interessen zu ignorieren

Der gerechte Machthaber

Die Verpflichtung, den Befehlshabern Folge zu leisten, vorausgesetzt, es ist keine Sünde, und das Verbot, ihnen bei Sünden zu folgen

Das Verbot, nach Herrschaft zu streben und lieber die Ablehnung der Herrschaft zu wählen, wenn man nicht verpflichtet ist oder es erforderlich ist

An Herrscher, Richter und andere Verantwortliche zu appellieren, sich rechtschaffene Berater zu nehmen und sie vor dem Schlechten […] zu warnen

Das Buch des Benehmens

Das Bewahren der Geheimnisse

Treue den Verpflichtungen gegenüber und deren Einhaltung

An gewohnten Wohltaten festhalten

Es ist wünschenswert, wenn man andere trifft, ihnen mit liebenswürdigen Worten und freundlichem Gesicht zu begegnen

Es ist wünschenswert, deutlich zu sprechen, dem Zuhörer zu erklären und zu wiederholen, wenn er nicht versteht

Das Zuhören eines Teilnehmers in einer Sitzung, deren Gespräch nicht haram (verboten) ist,

Das Predigen und die Mäßigung darin

Edelmut und Ruhe

Es ist wünschenswert, in Ruhe und mit Edelmut zum Gebet, zu ’Ilm (sich Wissen aneignen) und zu anderen ’Ibadat (Gottesdienste) zu kommen

Den Gast ehren

Es ist wünschenswert, eine frohe Botschaft zu verbreiten und einander bei guten Anlässen zu gratulieren

Sich von einem Gefährten verabschieden und ihm Rat geben, wenn er auf Reisen ist usw. und Du’a (Bittgebete) für ihn sprechen und ihn bitten, dass er für einen selbst auch Du’a spricht

Istikhara (Allah um Hilfe bei einer Entscheidung bitten) und Beratung

Das Buch der Essetikette

Das Essen nicht bemängeln; es ist wünschenswert, es zu loben

Was man sagt, wenn man zum Essen eingeladen wird, während man fastet

Was jemand sagt, wenn er zum Essen eingeladen wird und ein anderer ihm folgt

Das zu essen, was vor einem steht, und jemanden zu belehren und zu erziehen, der nicht ordentlich isst

Wenn viele Meschen zusammen essen

Es ist verpönt, das Wasser unmittelbar aus dem Wasserschlauch oder aus einem anderen Behälter zu trinken und die Bemerkung, dass dies verpönt, aber nicht verboten ist

Das Buch der Bekleidung

Der Vorzug der weißen Kleidung

und die Erlaubnis, rote, grüne, gelbe oder schwarze Kleidung zu tragen, sei sie aus Baumwolle, Tierwolle oder anderen Materialien außer Seide

Aus Bescheidenheit keine gute oder teure Kleidung tragen

Verbot des Tragens von Seide und des Daraufsitzens für Männer und die Erlaubnis, sie zu tragen, für Frauen

Wer unter einer Allergie leidet, darf Seide tragen

Sitten beim Schlafen, Liegen, Sitzen und in Versammlungen und die Träume

Was man beim Schlafengehen sagt

Die Träume

Das Buch des Grüßens

Der Vorzug des Grüßens mit dem Friedensgruß und dessen Verbreitung

Die Etikette des Grüßens

Die Etikette beim Betreten eines Hauses

Der Krankenbesuch

Das Gebet für den Kranken

Dem Sterbenden die Worte La Ilaha illa-llah vorzusprechen

Was nach dem Schließen der Augen des Toten zu sagen ist

Was beim Toten gesagt wird und was die Hinterbliebenen des Gestorbenen sagen

Es ist erlaubt, um den Toten zu weinen, aber ohne Totenklage

Es ist wünschenswert, dass viele das Totengebet verrichten, und es sollen drei oder mehr Reihen sein

Sich mit der Beerdigung des Verstorbenen beeilen

Sadaqa für den Verstorbenen zu geben und Bittgebete für ihn zu sprechen

Wenn die Menschen den Verstorbenen loben

DenWeggefährten helfen

Das Buch der Vorzüge

Der Vorzug des Koranlesens

Das schöne Rezitieren des Qur’an

Vorzüge bestimmter Suren ud Ayat

Vorzüge der Gebetswaschung

Die Vorzüge des Adhan

Vorzüge des Morgen- und des Nachmittagsgebetes

Die Vorzüge des Laufens zur Moschee

Vorzüge des Wartens auf das Gebet

Die Vorzüge des Gemeinschaftsgebets

Der Ansporn dazu, das Morgen- und das Abendgebet in der Gemeinschaft zu verrichten

Der Befehl, die Pflichtgebete zu bewahren, und das eindeutige Verbot, diese zu unterlassen

Die Vorzüge der ersten Gebetsreihe

und der Befehl, die ersten Reihen zu vervollständigen, sie gerade auszurichten und die Lücken zu füllen

Die Vorzüge dessen, freiwillige (Ratiba-)Gebete neben den Pflichtgebeten zu verrichten, und die Erklärung, wieviel das Mindeste und wieviel das Vollständigste und was dazwischen ist

Das Sicherstellen der zwei Raka’at vor dem Morgengebet

Leichte, kurze Fadschr-Raka’at

Die Vorzüge des Duha-Gebets (Vormittagsgebet)

Die Anzahl der Raka’at und die Ermutigung, diese zu verrichten

Zwei Raka’at als Begrüßung der Moschee beim Betreten der Moschee zu verrichten

Die Vorzüge des Freitags

Vorzüge des Qiyamu-l-Layl (das freiwillige Beten in der Nacht)

Die Vorzüge des Siwak* und die Merkmale der Fitra**

Die Vorzüge des Fastens und anderer rechtschaffener Taten in den ersten zehn Tagen des Monats Dhu-l-Hidscha

Vorzüge des Fastens am Arafa-Tag und an Aschura bzw. Tasu’a (9. und 10. Muharram)

Das Buch der Hadsch (Pilgerfahrt)

Die Pflicht zur Hadsch und deren Vorzüge

Das Buch des Dschihads (Verteidigungskampf, der Einsatz auf dem Wege Allahs)

Die Pflicht zum Dschihad und seine Vorzüge

Vorzüge der Befreiung von Sklaven

Die Vorzüge des Großmuts beim Verkaufen, beim Kaufen, beim Fragen nach einer Schuld, beim Zurückzahlen einer Schuld und der Aufrichtigkeit beim Messen und Wiegen

Das Verbot zu betrügen und der Vorzug dessen, dem bedürftigen Schuldner Aufschub zu gewähren und/oder (seine Schulden) zu erlassen

Das Buch des Wissens

Die Vorzüge des Wissens, um Allahs willen zu lernen und zu lehren

Das Buch der Lobpreisung Allahs, des Erhabenen, und des Dankes Ihm gegenüber

Die Pflicht zum Dank

Das Buch der Segnungen auf dem Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden

Die Segnungen auf dem Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –, ihre Vorzüge und wie man dies macht

Das Buch der Adhkar (des Gedenkens an Allah)

Die Vorzüge des Gedenkens an Allah und der Ansporn dazu

Dhikr-Allah ta’ala, (Gedenken an Allah) stehend, sitzend, liegend, sei es ohne Wudu‘, im Dschanaba*- oder Haid**-Zustand. Lediglich der Qur’an darf nicht berührt werden, wenn jemand sich im Dschanaba*- oder Haid**-Zustand befindet

Der Vorzug der Teilnahme an Dhikr-Sitzungen

Das Buch der Bittgebete

Bittgebete und ihre Vorzüge […]

Der Vorzug dessen, dass man für die Abwesenden Du’a spricht

Einiges über Du’a (Bittgebete)

Verbotenes

Das Verbot der üblen Nachrede und das Gebot, die Zunge zu hüten

Das Verbot der üblen Nachrede

Das Verbot, falsch Zeugnis abzulegen

Das Verbot, einen bestimmten Menschen oder ein bestimmtes Tier zu verfluchen

Das Verbot, einander wehzutun

Das Verbot, sich zu hassen, sich zu ignorieren und sich den Rücken zuzukehren

Das Verbot, zu spionieren und die Gespräche anderer gegen ihren Willen abzuhören

Das Verbot, Muslime zu verabscheuen

Das Verbot des Betrugs

Das Verbot der Veruntreuung

Verbot zu flüstern (ohne Zustimmung) oder in einer anderen Sprache zu sprechen (die ein Anwesender nicht versteht)

Das Verbot von Gewalt

Das Verbot, Tiere mit Feuer zu quälen – kein Tier, auch keine Ameise oder Ähnliches

Das strikte Verbot, sich den Besitz von Waisen anzueignen

Das Verbot des Wuchers

Das Verbot der Augendienerei

Was man für Augendienerei hält, die jedoch keine ist

Das Verbot, eine fremde Frau oder einen schönen kleinen Jungen zu betrachten, ohne einen legitimen Grund dafür zu haben

Das Verbot der Nachahmung der Männer durch Frauen und der Nachahmung der Frauen durch Männer in Bezug auf Kleidung, Bewegung und Ähnliches

Das Verbot der Nachahmung des Satans und der Ungläubigen

Das Verbot, die Haare durch andere Haare zu verlängern und die Zähne abzufeilen

Das Verbot, die grauen Haare aus Bart- und Kopfhaar auszuzupfen und (das Verbot), dass ein junger Mann seinen Bart auszupft, wenn er gerade erst erscheint

Die Totenklage ist verboten, auch sich ins Gesicht zu schlagen oder sich die Kleider und Haare auszupfen und zu rasieren (als Wehklagen) und gegen sich selbst Bittgebete zu sprechen

Das Verbot, bei einem Geschöpf zu schwören (wie beim Propheten, der Kaaba, den Engeln, den Eltern, dem Leben, der Seele, dem Kopf, den Gaben des Sultans, dem Grab von Soundso) oder bei Anvertrautem, und beim Anvertrauten zu schwören ist am strengsten verboten

Die Schwere eines absichtlich geleisteten Meineides

Es ist unerwünscht, beim Verkaufen zu schwören, selbst wenn es der Wahrheit entspricht

Das Verbot, den Wind zu beschimpfen

Die Unanständigkeit und das Übel der Zunge

Die Schönheit einer Frau oder eines Mannes grundlos zu beschreiben, es sei denn es gibt einen erlaubten Grund, wie Heirat usw.

Das Verbot, vor dem Betenden vorbeizugehen

Freiwilliges Fasten bzw. freiwillige Nachtgebete auf Freitag zu verlegen ist unerwünscht

Das Verbot, (hintereinander) zu fasten ohne dazwischen zu essen*

Das Verbot der Fürbitte für Verurteilte

Das Verbot, mehr als drei Tage zu trauern, außer um den Ehemann (vier Monate und zehn Tage)

Epidemien

Prosa und schöne authentische Erzählungen

Der Dadschal (der falsche Messias) und die Zeichen der Stunde […]

Das Buch der Istighfar (Bitte um Vergebung)

Der Befehl zur Bitte um Vergebung und deren Vorzüge

Was Allah für die Gläubigen im Paradies vorbereitet hat

Sinngemäße Erläuterung einiger arabischer Ausdrücke und Kalligrafien, die häufig vorkommen

 

Mit der Bedingung, dass dem Inhalt des Buches nichts hinzugefügt, keine Inhalte aus dem Zusammenhang gerissen oder verändert werden, ist es jedem erlaubt, Texte aus dieser Arbeit zu entnehmen. Das Copyright betreffend ist es, sofern es sich um authentische islamische Projekte handelt, welche der Dawa dienen und nicht mit Copyright versehen werden, erlaubt, den Inhalt dieses Buches anzuführen. Dafür ist es nicht notwendig, mich namentlich zu erwähnen.

Es ist schade, dass wir für solche Fälle nicht mehr Vorbilder wie Imam Schafii haben, der sagte: „Ich wünschte, die Menschen würden von diesem Wissen lernen, (d.h., von seinem Wissen und seinen Büchern lernen) ohne dass mir davon ein einziger Buchstabe zugeschrieben wird.”

Auch meine Wenigkeit wünscht, dass mein Beitrag hier von Nutzen sein wird. Es ist bedenklich, dass uns Ahadith wie der folgende keine Sorge bereiten: „Wer nach Wissen gefragt wird und es verschweigt, dem (dem Mund dieser Person) wird am Tage der Auferstehung ein Zügel aus Feuer angelegt.“ (Abu Dawud und Tirmidhi: ein hassan Hadith. Ein hassan-sahih Hadith laut Abu Dawud [3658] und Tirmidhi [2649], Sahih Al-Dschami’ 6284, Sahih Abu Dawud von Albani 3106)

7. Auflage 2020

ISBN 978-3-9803633-6-5

بسم الله الرحمن الرحيم

Vorwort zur 7. Auflage

Es ist nicht verwunderlich, dass das Riyadus Salihin, als ein einfach zu lesendes Werk, weltweit so große Berühmtheit erlangt hat und nach dem Qur’an zu den meistgedruckten Büchern der Welt gehört. Denn es enthält die wichtigsten Ahadith des Propheten Muhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – und sollte im Leben und Gottesdienst eines Muslims eine große Rolle einnehmen sowie zum guten Charakter beitragen. Es gibt nunmehr kaum eine gebildete muslimische Familie, die dieses Buch nicht besitzt.

Inzwischen sind auch in deutscher Sprache einige Übersetzungen verschiedener Standardwerke erhältlich, die meisten aber in kleinen Auflagen und zum Teil sehr teuer, sodass es sich die Liebhaber solcher Werke nicht immer leisten können, sich oder ihren Angehörigen einige Exemplare zu gönnen. Der symbolische Preis dieses qualitativ hochwertigen Exemplars soll jeder Mu’mina und jedem Mu’min die Gelegenheit geben, einige Exemplare für den persönlichen Bedarf, für die Moschee und als Geschenk zu erwerben und so für den Tag zu sorgen, an dem niemandem irgendein Besitz nützlich sein wird, außer der Rechtschaffenheit. Es ist meine und eure Aufgabe, liebe Geschwister, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwerfen, indem wir unter anderem dafür sorgen, dass solche authentischen Werke möglichst viele Menschen erreichen, Muslime und Nichtmuslime. Nichtmuslime, damit sie die Kraft, die Nächstenliebe und die Schönheit der Worte des letzten Propheten erkennen und die Vorurteile ablegen können.

Wenn dieses Leben vorüber ist, dann kann man nichts mehr für sich tun, außer diesen drei Taten, die der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – erwähnt: „Wenn der Mensch gestorben ist, dann hören seine (guten) Taten auf – außer in drei (Fällen): Ein rechtschaffenes Kind, das für ihn betet, eine Sadaqa dschariya(Almosengabe, die nach seinem Tod Früchte bringt, wie zum Beispiel das Pflanzen eines Baumes, das Graben eines Brunnens oder die Einrichtung einer Stiftung) und die Verbreitung nützlichen Wissens“ (von Imam Muslim überliefert).

Warum Auszüge?

 

Mit unserer neuen Übersetzung möchten wir ein gekürztes, sprachlich einfaches und authentisches Werk zur Verfügung stellen. Ferner sollen Wiederholungen und einige wenige Ahadith, die von Hadith-Gelehrten als da’if1 eingestuft, vermieden werden. Die Nummerierung der angeführten sahih2Ahadith3 ist die Gleiche wie im arabischen Original. Das heißt, dass die Nummern der nicht angeführten Ahadith übersprungen wurden. Es soll ausdrücklich erwähnt werden, dass die Ahadith, die wir hier nicht angeführt haben, ebenfalls sahih sind, außer 69 Ahadith, die von zuvor erwähnten Gelehrten als da’if eingestuft werden. Ein weiterer Beweggrund für diese „Auszüge“ ist, dass wir etwas Praktisches in einem Band anstatt in mehreren Bänden herausgeben wollten. Außerdem stellte sich die Frage, warum heutzutage viele Menschen solche Werke nicht lesen, obwohl es sich hierbei um Schätze der Menscheit handelt. Einer der Gründe ist, dass die einfachen Leser sich im Dschungel der Isnad-Erklärungen verlieren und dabei den Matn, also die eigentliche Perle, übersehen.

Schwierige Begriffe werden an der gleichen Stelle oder auf der gleichen Seite in Fußnoten erklärt, sodass der Leser oder die Person, die damit unterrichtet, nicht ständig nachblättern muss, um aus einer alphabetischen Liste ein Wort zu suchen. Wie bereits erwähnt, ist die Nummerierung der Ahadith die des Originals Riyadus Salihin, damit jeder die Authentizität der Ahadith schnell vergleichen bzw. sie sich auf Arabisch aneignen oder seinen Kindern oder Schülern beibringen kann.

Damit der Leser sich auf den Matn (die Aussage des Propheten) der Ahadith konzentrieren kann, haben wir den Isnad (die Überlieferungskette) klein gehalten und den Matn fett hervorgehoben. Die Quellen, ob Sahih Buchari, Sahih Muslim oder As-Silsila As-Sahiha, sind für jeden einzelnen Hadith in einer Fußnote aufgeführt.

Es ist noch zu erwähnen, dass einige Ahadith einen zusammengefassten Kommentar enthalten, der von ’Ulama’ stammt, und einigen eine kurze sprachliche Erläuterung folgt, welche aus arabischen Standardwerken wie Lisanu-l-Arab oder An-Nihaya stammen, die neben verschiedenen Erläuterungen zu Riyadus Salihin in Anspruch genommen und ins Deutsche übersetzt wurden.

Sollte irgendein Hadith nicht richtig übersetzt worden sein, sind wir für konstruktive Anregungen bzw. Verbesserungen dankbar und errinnern an die große Belohnung des Großzügigsten aller Großzügigen, des Herrn der Welten. Und vergiss nicht: Eine Übersetzung aus dem Arabischen bleibt immer nur die Rückseite eines schönen Teppichs, und keine Übersetzung der Welt kann die Schönheit der Sprache der Koranverse und der Ahadith wiedergeben. Es bleibt zu sagen: Alles was gut und richtig ist, kommt von Allah, und alles, was schwach und inkorrekt ist, kommt von mir und von Schaitan.

Der Übersetzer

Mekka, 25. Dhu-l-Hidscha 1435

Kurzbiografie von Imam An-Nawawi

ImamAn-Nawawis voller Name war Muhyi-d-din Bin Scharaf Bin Murri Bin Hassan BinHussein Bin Muhammad Bin Dschumaa Bin Hizam Abu Zakariya YahyaAn-Nawawi. Er war einer der bekanntesten klassischen Gelehrten, der vor allem durchdie von ihm zusammengestellte Hadithauswahl Riyadus Salihin – „Gärten der Rechtschaffenen” bekannt wurde, welche nach dem Qur’an zu den meistgedruckten Büchern der Menschheit zählt.

ImamAn-Nawawi wurde imMonatMuharram desJahres 631n.H. (1233 n.Chr.) in Nawa,einemDorf südlich von Damaskus,geboren. Dort genosser in seinemislamisch geprägten Elternhaus eine vorbildliche Erziehung. Bereits als Kind lernteer den Qur’an auswendig und lernte dort bei einigen gelehrtenFiqh. An diesem Dorf kam eines Tages Scheich Yassin Bin YusufAl-Marrakischi vorbei, der zufällig sah, dass einigeKinder Yahya zum Spielen zwingen wollten, der jedoch weinend davonlief und währenddessen den Qur’an rezitierte. Daraufhin ging der Scheich zumVater des Jungen und empfahl ihm, seinen Sohn studieren zu lassen. Frühzeitig erkannten auch seine Eltern die Veranlagung desjungen YahyafürWissen und Gelehrsamkeit. Deshalb brachte ihn sein Vater im Jahre 649n.H. nach Damaskus, um im Daru-l-Hadith an der Rawahiya-Madrassa (einer Universität), naheder Umayyaden-Moschee, mit seinem Studium zu beginnen

Im Jahre 651 n.H. vollzog er mit seinem Vater die Hadsch und kehrte anschließend nach Damaskus zurück, um sich dort weiter dem Studium zu widmen. Schnell erlangte er die Liebe und Bewunderung seines Lehrers Abu Ibrahim Ishaaq Bin Ahmad Al-Maghribi.

Er studierte die meisten Standardwerke sehr gründlich und lernte bei verschiedenen, angesehenen Lehrern seiner Zeit täglich zwölf verschiedene Fächer. Dabei lag sein Schwerpunkt auf allen großen Hadith-Werken sowie der arabischen Sprache, insbesondere der Grammatik und den Grundlagen des Fiqh. Die Liste seiner namhaften Scheichs und die seiner zahlreichen Schüler in vielen Fachgebieten ist sehr lang.

Imam An-Nawawi war außerdem ein gerechter Qadi (Richter) und ein Beispiel für einen Menschen von starkem Iman (Glaube) und vorbildlichem Charakter. Er heiratete nicht, um sich dem Wissen und der ’Ibada zu widmen, obwohl die Ehelosigkeit für einen Muslim, anders als für christliche Mönche, eher selten ist, da der Islam dazu auffordert zu heiraten. Er führte ein bescheidenes Leben, aß, trank und schlief wenig und trug bescheidene Kleidung. Finanzielle Gaben von den Herrschenden lehnte er ab. Er fürchtete keinen Herrscher und verteidigte stets furchtlos das Recht der Schwachen.

SchonimJahre 665 d.H. (1267 n.Chr.) wurde er Scheich und Lehrer derSchule, in der er studierte.

Sein Einkommen als Scheich war sehr hoch, doch er gab davon nichts für sich selbst aus, sondern hinterlegte es bei einemVerantwortlichen in der Schule, und nach einem Jahr steckte erdiese Ersparnisse in eine Stiftung für Daru-l-Hadith oder kaufte Bücher für die Bibliothek der Schule.

Alsder Sultan Adh-Dhahir Bibars die Tataren besiegte und nach Damaskuskam, behaupteteder Schatzmeister des Baitu-l-Malvor dem Sultan, dass viele der Felder von Asch-Scham demStaat gehörten und einige davon vom Sultanunrechtmäßig legalisiert werden sollten. Als Imam An-Nawawi sich fürdiese Rechte einsetzte, verweigerte man ihm sein Gehalt. Er gab jedoch nicht auf, bis er das Recht für diese Leute auf seiner Seite hatte und damit für sie zurückgewann.

SeinerAufgabe, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwerfen, ging erstets nach, und wenn er bei den Herrschern eine beratende Funktion einnahm, vertrat er nicht seine Privatinteressen; einer der Gründe, aus denen er stets furchtlosauftreten konnte. Seine Zivilcourage und sein Einsatz fürWahrheit und Gerechtigkeit um Allahs willen gegenüber Machthabern kannten keineGrenzen.

Mit 30 Jahren begann er im Jahre 660 neben seinen Studien der arabischen Grammatik, des Rechts und der Ahadith mit dem Verfassen seiner Werke, zu denen auch ein großes Werk, Erläuterungen zu Sahih Muslim, gehört. Darüber hinaus war er als Jurist ein hoch angesehener Qadi. Aus den Werken von Buchari und Muslim und anderen Hadithwerken stellte er sein besonders populäres Werk Riyadus Salihin zusammen, das, obwohl ein kleines Buch mit wenig Arbeit, dafür aber mit viel Liebe und Aufrichtigkeit, neben dem Qur’an zu einem der meistgedruckten Bücher der Welt zählt. Als Autor vieler wertvoller Bücher ist sein Stil und sein Ausdruck als sehr klar und unkompliziert bekannt.

Insgesamtpilgerte er zweimal nach Mekka.

Er lebte nicht länger als 45 Jahre, und trotzdem legte Allah sehr viel Segen in seine Arbeit. Seine Bücher strahlen wie die Sonne über die gesamte Erde, als hätte er hunderte von Jahren gelebt. Juristen, Pädagogen, Eltern und Bibliotheken können auch heute nicht auf seine wertvollen Schätze verzichten.

SeineWerke, welche ganz verschiedene Gebiete umfassen, sind alle von herausragender Qualität. Dazu gehören unter anderem seinnamhaftes Büchlein Al-Arba’un An-Nawawiya, eine Zusammenstellung von rund 40 grundlegenden Ahadith, Werke zurEinführung in die Grundlagen des Islams, die ‘Aqida, den Fiqh und die Hadith-Wissenschaft sowie viele weitere.

ImJahre 676 gab er alle Bücher, die er vonAwqaf (islamischeStiftung) ausgeliehen hatte, zurück, besuchte die Gräberseiner Scheichs und betete für sie, als ob er wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hatte. Danachverabschiedete er sich von seinen Freunden und Bekannten. Nachdem erdann seinen Vater in seinem Heimatdorf besucht hatte, reiste er nachJerusalem und Al-Chalil, um anschließend zu seinem Vater nach Nawa zurückzukehren, wo er erkrankte und am 24. Radschab des Jahres 676 starb. Als dieseNachricht Damaskus erreichte, legte sich große Trauer über die Stadt. Der obersteQadi von Damaskus,Izzuddin Muhammad Bin As-Saigh, reiste gemeinsam mit einerhochrangigen Delegation zum Grab des Imam An-Nawawi in Nawa undbetete das Totengebet für ihn.

Beidem Werk Riyadus Salihin handelt es sich um die bis heute verbreitetste Hadithsammlung zu moralisch-erzieherischen Zwecken vonÜberlieferungen des ProphetenMuhammad – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –, die sich mitguten Charaktereigenschaften und alltäglicher Lebenspraxisbefassen, welche nicht nur bei den Gelehrten Anwendungfinden, sondern bei jedermann. In den meisten Kapiteln zitiert An-Nawawi vorab einige zum Thema passendeVerse aus dem Qur’an. Dazu gehören die gute Absicht, Aufrichtigkeit, Friedenstiften, Geduld, Wohltätigkeit, das Gebieten des Guten und das Verbieten des Schlechten, das Halten von Versprechen, der soziale Umgang innerhalb und außerhalb der Familie usw.

MögeAllah Imam An-Nawawi mit Al-Firdaws belohnen und uns ihn als Vorbild betrachten lassen.

Aufrichtigkeit und gute Absicht in allen offenen und geheimen Taten, Äußerungen und Situationen

 

Allah, der Erhabene, sagt:

„Und doch war ihnen nichts anderes befohlen worden, als Allah treu in lauterem Glauben zu dienen und das Gebet zu verrichten und die Zakah zu entrichten, und das ist die Religion der Geradlinigkeit.“ (Qur’an 98:5)4

Und Allah, der Erhabene, sagt: „Weder ihr Fleisch noch ihr Blut werden Allah erreichen, aber Ihn erreicht die Gottesfurcht von euch.“ (22:37)

Und Allah, der Erhabene, sagt: „Sag: Ob ihr verbergt, was in euren Brüsten ist oder es offenlegt, Allah weiß es.“ (3:29)

 

1. ’Umar Bin Al-Chattab – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs sagen: „Die Taten sind entsprechend den Absichten, und jedem Menschen (gebührt), was er beabsichtigt hat. Wer seine Auswanderung für Allah und Seinen Gesandten unternahm, dessen Auswanderung war für Allah und Seinen Gesandten, und wer seine Auswanderung unternahm, um im Diesseits etwas zu erlangen oder um eine Frau zu heiraten, dessen Auswanderung war für das, dessentwillen er auswanderte.“

(Buchari 1, 54, 2529, 3898, 5070, 6689, 6953; Muslim 1907; Tirmidhi 1647; Abu Dawud 2201; Nasa’i 75, 3437, 3803; Ibn Madschah 4227)

 

2. Aischa – möge Allah Wohlgefallen an ihr haben – berichtete, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Ein Heer wird die Kaaba überfallen (wollen). Wenn es in Bayda’ (in der Wüste) ankommt, wird das ganze Heer im Erdboden versinken.“

Sie sagte: „Ich fragte: ‚O Gesandter Allahs! Wie sollten sie alle versinken, wo unter ihnen auch Unschuldige sind, die nicht zum Heer gehören?’” Er sagte: „Sie werden alle (in der Erde) versinken, doch jeder von ihnen wird (am Jüngsten Tag) seinen Absichten gemäß auferstehen.“

(Buchari 2118, Muslim 2884. Die hier überlieferte Fassung stammt von Buchari.)

 

3. Aischa – möge Allah Wohlgefallen an ihr haben – berichtete, dass der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Es gibt nach dem Fath (der Einnahme Mekkas) keine Auswanderung mehr, sondern Dschihadund guten Vorsatz (oder gute Absicht) (Niyya); und wenn ihr zum Aufbrechen (zum Dschihad) aufgerufen werdet, folgt dem Ruf.“

(Buchari 3899, Muslim 1864)

 

An-Nawawi: D.h., ab jetzt gibt es keine Auswanderung mehr aus Mekka, weil es Daru-l-Islam (Land des Islams) geworden ist.

 

4. Abu AbdullahDschabir Bin Abdullah Al-Ansari – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: (Eines Tages) waren wir mit dem Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – auf einem Feldzug, als er sagte: „In Medina gibt es Männer, die bei euch sind, ganz gleich, wohin ihr marschiert, und ganz gleich, welches Tal ihr passiert. Aber Krankheit hat sie verhindert.“

Und in einer anderen Überlieferung: „Sie haben einen Anteil an eurer Belohnung.“(Muslim)

Buchari überliefert dies ebenfalls von Anas – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben –, der berichtete: Wir kamen gemeinsam mit dem Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – von der Ghazwat Tabuk (dem Tabuk-Feldzug) zurück, als er sagte: „In Medina sind Leute zurückgeblieben, die mit uns sind, ganz gleich welche Gebirge und Täler wir passieren. Aber ein Grund verhinderte sie.“

(Buchari 2839, Muslim 1911, Ibn Madschah 2765)

5. Abu YazidMa‘n Bin Yazid Bin Al-Achnas – möge Allah Wohlgefallen an ihnen haben – (er, sein Vater und sein Großvater waren Gefährten des Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –) berichtete: Mein Vater Yazid hatte einige Dinar und wollte sie als Sadaqa geben, weshalb er sie bei einem Mann in der Moschee ließ. Ich kam, nahm es (das Geld) und ging damit zu ihm (zum Vater).

Er sagte: „Bei Allah, nicht für dich habe ich das gewollt!“ (Er hatte nicht die Absicht gehabt, das Geld seinem Sohn das zu geben.) Ich brachte meinen Streit mit ihm zum Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden. Er sagte: „O Yazid, für dich ist (Belohnung) für das, was du beabsichtigt hast, und für dich, o Ma’n, ist, was du bekommen hast (das Geld).“

(Buchari)

 

7. Abu Huraira Abdurrahman Bin Sachar – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – sagte: Der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Allah schaut nicht auf euren Körper oder euer Äußeres, sondern in eure Herzen und eure Taten.“.“

(Muslim 2564)

 

8. Abu Musa Abdullah Bin Qays Al-Asch’ari – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: Der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – wurde über einen Mann, der kämpft, um mit seiner Tapferfkeit anzugeben, über einen, der aus Stolz kämpft und über einen anderen, der aus Wichtigtuerei kämpft. Wer von ihnen kämpfe auf dem Wege Allahs? Der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Derjenige, der (mit der Absicht) kämpft, dass das Wort Allahs das Höchste ist, ist auf dem Wege Allahs.“

(Buchari und Muslim)

 

9. Abu Bakra Nufai Bin Al-Harith Ath-Thaqafi – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – überliefert, dass der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Wenn zwei Muslime ihre Schwerter gegeneinander richten, dann kommen alle beide, der Mörder und der Ermordete, ins Höllenfeuer.“ Daraufhin sagte ich: „O Gesandter Allahs, das war der Mörder, aber was ist mit dem Ermordeten?“Er antwortete: „Er war auch bestrebt, seinen Gefährten zu töten.“

(Buchari 129/1 [477], Muslim 128/2 [649], [272] und [273])

 

10. Abu Huraira – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Das Gebet eines Mannes in der Dschamaa (Gemeinschaftsgebet) hat zwanzig Rangstufen mehr als sein Gebet in seinem Geschäft oder in seinem Zuhause. Und es ist so, wenn jemand Wudu’ (Gebetswaschung) verrichtet und dies gründlich macht, dann zur Moschee geht und dabei nichts anderes vorhat als das Gebet – nichts als das Gebet bewegt ihm zum Aufbrechen dorthin –, der wird für jeden Schritt um ein Rangstufe erhöht und ihm wird eine Sünde getilgt (vergeben), bis er die Moschee betreten hat. Sobald er die Moschee betritt, ist es so als ob er sich im Gebet befindet*, solange das Gebet ihn aufhält.

Und die Engel sprechen Bittgebete für ihn, solange er sich an seinem Gebetsplatz befindet,an dem er betete, und sagen: ‚O Allah, erbarme Dich seiner, o Allah, vergib ihm, o Allah, nimm seine Reue an!’, solange er dort niemanden schadet, nichts Schlechtes tut und sein Wudu’ nicht gebrochen ist.“

(Buchari 477, Muslim 649, Abu Dawud 559, Ibn Madschah 786. Dies ist die Version Muslims.)

 

*D.h., er wird von Allah, dem Erhabenen, so belohnt, als würde er die gesamte Zeit, die er auf das Gebet wartet, sich im Gebet befinden.

 

11. Abu-l-’Abbas Abdullah Bin ’Abbas Bin Abdul-Muttalib – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – erzählte, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – von seinem Herrn, dem Gesegneten und Erhabenen, berichtete: „Allah hat die guten und die schlechten Taten niedergeschrieben.“ Dann erklärte er – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden –: „Wer etwas Gutes beabsichtigt und es nicht durchführt, dem rechnet Allah, der Gesegnete und Erhabene, dies bei Sich als eine volle gute Tat an. Wenn er es beabsichtigt und durchführt, dann rechnet Allah ihm dies bei Sich als zehn gute Taten, bis zum Siebenhundertfachen und bis zum Vielfachen, an. Und wer etwas Schlechtes beabsichtigt, es aber nicht durchführt, dem wird Allah dies als eine volle gute Tat anrechnen. Hat er diese schlechte Tat jedoch durchgeführt, so rechnet Allah ihm nur eine schlechte Tat an.“ (Buchari 6491, Muslim 131)

 

12. Abu Abdurrahman Abdullah Bin ’Umar Bin Al-Chattab – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – erzählte, dass er den Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagen hörte: „Einst mussten drei Männer die Nacht in einer Höhle verbringen. Ein Fels fiel von dem Berg herunter und blockierte den Höhlenausgang. Sie sagten zu sich, dass der einzige Weg, der sie befreien könnte, wäre, im Namen ihrer guten Taten zu Allah zu beten.

Der (erste) Mann sagte: ‚O Allah! Meine Eltern waren alt. Vor ihnen gab ich weder meinen Kindern noch meinen Verwandten das Milchgetränk. Eines Tages, als ich mich während der Suche nach Bäumen entfernte, kehrte ich erst zurück, nachdem sie (die Eltern) bereits eingeschlafen waren. Als ich (die Tiere) gemolken hatte und ihnen ihren Trunk brachte, waren sie schon eingeschlafen. Ich wollte sie nicht stören, aber von dem Getränk auch nicht meinen Kindern geben, bevor nicht meine Eltern getrunken hatten. Also wartete ich mit dem Gefäß in der Hand bis zum Anbruch der Morgenröte darauf, dass meine Eltern aufwachten, während die Kinder zu meinen Füßen weinten und jammerten. Als sie erwachten, bekamen sie ihr Getränk. O Allah! Wenn ich dies tat, um Dein Wohlgefallen zu erlangen, dann rette uns aus der Lage, in die uns dieser Fels gebracht hat.’ Da löste sich der Fels etwas, doch sie gelangen noch nicht hinaus.

Der zweite sagte: ‚O Allah! Ich hatte eine Cousine, die ich mehr liebte, als je ein Mann eine Frau geliebt hat. Ich wollte sie, sie aber mied mich. Als sie in einem der Jahre in Not geriet, kam sie zu mir (um meine Hilfe zu erbitten). Ich bot ihr einhundertzwanzig Dinar unter der Bedingung, ihr beischlafen zu dürfen. Als ich gerade im Begriff war, mit ihr zu verkehren, bat sie mich: »Fürchte Allah und brich das Siegel nicht, es sei denn rechtmäßig!«5 Ich ließ von ihr ab, obwohl sie mir der liebste Mensch war. Ich ließ ihr auch das Gold, was ich ihr gegeben hatte. O Allah! Wenn ich dies tat, um Dein Wohlgefallen zu erlangen, dann rette uns aus dieser Lage!’

Da löste sich der Fels ein wenig mehr, doch sie gelangen noch nicht hinaus.

Der dritte sagte: ‚O Allah! Ich beschäftigte Arbeiter und bezahlte ihnen ihren Tageslohn, doch einer von ihnen ließ seinen Lohn zurück und ging. Ich investierte seinen Lohn, so dass er sich vermehrte. Nach einiger Zeit kam er (der Arbeiter) zu mir zurück und sagte: »O Diener Allahs, gib mir meinen Lohn!« Ich sagte zu ihm: ‚Alles, was du siehst, ist dein Lohn: Kamele, Rinder, Schafe und Sklaven.« Er sagte: »O Diener Allahs, mache dich nicht lustig über mich!« Ich sagte: »Ich mache mich nicht lustig über dich.« Dann nahm er alles und ließ nichts zurück. O Allah! Wenn ich dies tat, um Dein Wohlgefallen zu erlangen, dann rette uns aus dieser Lage!’ Da löste sich der Fels, und sie gelangen hinaus.“ (Buchari 2215, Muslim 2743)

 

 

Reue (Tauba)

 

Die Gelehrten (’Ulama’) sagen: Die Reue ist bei jeder Sünde Pflicht, und wenn die Sünde zwischen einem Diener Allahs und Allah, dem Erhabenen, besteht, und nicht mit dem Recht eines anderen Menschen zu tun hat, gibt es drei Bedingungen:

1. Dass er diese Sünde unterlässt

2. Dass er bereut, es getan zu haben

3. Dass er sich entschließt, diese Sünde nicht mehr zu begehen.

Wenn einer dieser drei Punkte nicht gegeben ist, wird seine Reue nicht angenommen.

Wenn die Sünde mit einem anderen Menschen zu tun hat, dann gibt es vier Bedingungen: Die drei oben genannten und

4. Dass er dem Geschädigten sein Recht zurückgibt, ob es sich nun um Besitz oder etwas anderes handelt. Wenn es sich um Verleumdung oder Ähnliches handelt, muss er dafür Sorge tragen, dass der Geschädigte sein Recht zurückerlangt und/oder ihn um Verzeihung bitten. Handelt es sich um üble Nachrede, muss er diese zurücknehmen.

Außerdem muss er alle Sünden bereuen. Bereut er jedoch nicht alle, gilt seine Reue nur für die Sünden, die er bereut, die restlichen (Sünden) bleiben bestehen.

Aus den Beweisen des Buches (Qur’an) und der Sunna und mit der Einstimmigkeit (der ’Ulama’) der Umma ergibt sich die Notwendigkeit der Reue.

Allah, der Erhabene, sagt:

„[…] Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich sein möget.“ (Qur’an 24:31)

„(Und Ich bin zu euch gesandt worden, auf) dass ihr Vergebung von eurem Herrn erflehet und euch dann reumütig zu Ihm bekehret. […]“ (11:3)

„O ihr, die ihr glaubt, wendet euch in aufrichtiger Reue zu Allah. […]“ (66:8)

 

13. Abu Huraira – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: Ich hörte den Gesandten Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagen: „Bei Allah, ich bitte Allah um Vergebung und wende mich Ihm mehr als siebzig Mal am Tag reuevoll zu.“ (Buchari)

 

14. Al-Aghar Bin Yasar Al-Muzni – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: Der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „O ihr Menschen, bittet Allah um Vergebung und wendet euch Ihm reumütig zu, auch ich bitte Ihn hundertmal am Tag um Vergebung.“ (Muslim)

 

15. Abu Hamza Anas Bin Malik – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: Der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Allah freut sich mehr über die Tawba (Reue) Seines Dieners, als einer von euch (sich freut), der sein Reitkamel plötzlich wiederfindet, nachdem es in der Wüste verloren gegangen war.“

(Buchari und Muslim)

Und in einer Überlieferung von Muslim heißt es:

„Allah freut sich über die Tawba (Reue) Seines Dieners mehr als einer von euch (sich freut), dessen Reittier mit seinem Essen und Trinken in der Wüste davongelaufen war und der keine Hoffnung mehr hatte, es (wiederzufinden) und sich in den Schatten eines Baumes legte. Da stand sein Tier plötzlich bei ihm. Er nahm seine Zügel und sagte überglücklich: ‚O Allah, Du bist mein Diener und ich bin Dein Herr!’ Vor lauter Freude versprach er sich.“

(Muslim 2747, in Sahih Buchari ist der Hadith nur kürzer, Nr. 6309.)

 

16. Abu Musa Abdullah Bin Qays Al-Asch‘ari – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete, dass der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Allah reicht Seine Hand in der Nacht, um dem Sünder des Tages zu vergeben und reicht Seine Hand am Tag, um dem Sünder der Nacht zu vergeben, solange bis die Sonne im Westen aufgeht (Tag der Auferstehung).“(Muslim)

 

17. Abu Huraira – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete, dass der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte:„Wer Tawba macht, bevor die Sonne im Westen aufgegangen ist, dessen Reue wird Allah annehmen.“ (Muslim)

 

18. Abu Abdurrahman Abdullah Bin ’Umar Bin Al-Chattab – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete, dass der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Allah, der Erhabene, nimmt die Tawba (Reue) eines Dieners an, solange er noch nicht in seinen letzten Atemzügen ist.”

(Laut At-Tirmidhi ein hassan Hadith)

 

19. Abu Musa Al-Asch’ari – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – überliefert: Der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „Der Mensch wird (am Tag der Auferstehung) mit dem sein, den er liebt.”

(Buchari 6170, Muslim 2641)

 

20. Abu Sa‘id Al-Chudri – möge Allah Wohlgefallen an ihm haben – berichtete: Der Gesandte Allahs – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – sagte: „In der Vergangenheit gab es in einem Volk einen Mann, der 99 Menschen getötet hatte. Er fragte nach dem gelehrtesten Menschen der Welt. Man zeigte ihm einen Mönch, zu dem er ging und fragte: ‚Ich habe 99 Menschen getötet. Gibt es Vergebung für mich?’ Er antwortete: ‚Nein!’ Da tötete er auch diesen (den Mönch) und brachte es damit auf 100 (Opfer). Er fragte weiter nach dem gelehrtesten Menschen der Welt. Man zeigte ihm einen gelehrten Menschen. Er sagte ihm, dass er 100 Menschen getötet habe und fragte, ob es Vergebung für ihn gebe. Dieser (Gelehrte) sagte: ‚Ja. Wer kann zwischen dir und der Reue stehen? Begib dich zu dem und dem Land. Dort gibt es Leute, die Allah, den Erhabenen, anbeten. Diene Allah mit ihnen und kehre nicht in dein Land zurück, denn es ist ein schlechtes Land.’ Er brach auf und hatte die Hälfte des Weges hinter sich gelassen, als der Tod zu ihm kam. Da begann ein Streit zwischen dem Engel der Gnade und dem Engel der Strafe darüber (wer seine Seele übernehmen dürfe). Der Engel der Gnade sprach: ‚Er hat sich von ganzem Herzen reumütig Allah, dem Erhabenen, zugewandt.’ Der Engel der Strafe sagte: ‚Er hat nie etwas Gutes getan.’ Da kam (ein Engel) in Menschengestalt, und sie setzten ihn als Schiedsrichter zwischen ihnen ein. Dieser sagte: „Messt die Entfernung zwischen den zwei Ländern aus. Welchem Land er näher ist, zu dem gehört er.“ Sie maßen es aus und stellten fest, dass er dem Land, in das er gehen wollte, näher war. Da übernahmen ihn die Engel der Gnade.“

In einer anderen Sahih-Überlieferung heißt es: „Er war dem rechtschaffenen Land eine Handbreit näher, so wurde er zu diesem gezählt.“