Backen für Angeber - Ruth Moschner - E-Book

Backen für Angeber E-Book

Ruth Moschner

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13,99 €

Beschreibung

Das erste Backbuch von Ruth Moschner


Sie ist jung, sympathisch und ihre Schwäche für süße und schokoladige Themen macht sie stark: Ruth Moschner zeigt, wie einfach und zugleich beeindruckend Backen sein kann, sie sorgt für frechen Wind in der Backstube! Ihr erstes Backbuch ist kein gewöhnliches, sondern eines, das auffällt: Es interpretiert klassische Rezepte neu, zaubert aus einfachen Zutaten überraschendes Gebäck oder liefert raffinierte Dekorationsideen für Backwerk. Der Leser findet in dem Buch gelingsichere Rezepte zum Nachbacken, die auch bei wenig Backerfahrung Eindruck machen. Schnell und leicht muss es gehen, in erster Linie gibt der Genuss den Backton an und das süße Ergebnis muss auch optisch beeindrucken! Viele persönliche Tipps und witzige Anekdoten sowie die lebendige Art von Ruth Moschner machen dieses Buch so einzigartig.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
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Seitenzahl: 143

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Vorwort Johann LaferBacken mit Ruth

Back-ABC – BasiswissenPimp my cake – Dekoideen

einfachOFENLOS

einfachRÜHREND

einfachSPEKTAKULÄR

einfachNOSTALGISCH

einfachSCHOKOLADIG

einfachFESTLICH

Register

Impressum

Begrüßen Sie Ihre Freunde ab sofort immer mit einem duftigen „Kommt rein, greift zu, ich habe gebacken!”

Liebe Leserinnen und Leser,

ein Kochbuch mit dem Titel „Backen für Angeber(innen)” ist eine Provokation. Denn jeder möchte sich optimal präsentieren, aber plumpes Angeben möchte sich niemand vorwerfen lassen. Die beliebte TV-Moderatorin Ruth Moschner muss nicht angeben, um bei den Menschen gut anzukommen. Sie bekennt sich souverän zu ihren „5.000 Problemzonen” und zu ihrer Schwäche bei süßen Versuchungen. Diese sympathische Offenheit hat schon ihren Genussbüchern „Süße Märchen” und „Die Schoko-Diät” Erfolg beschert. Den Einfluss des Body-Mass-Indexes (BMI) definiert sie bekanntlich wie folgt: „BMI – Bissig und Mies gelaunt Inklusive”. Ist das nicht verblüffend einleuchtend?

Die Arbeit in der Küche soll Spaß machen sowie hinterher bei Tisch den Köchen und ihren Gästen Freude bereiten. Dann ist der gemeinsame Genuss schon programmiert und fast jede (Kalorien-) Sünde wert ...

In diesem Werk erklärt nun die Autorin, wie leicht verlockende Backwaren in jeder Hausfrauenküche produziert werden können. Sie interpretiert klassische Rezepte auf ihre ganz persönliche Art. Schlichte Zutaten verwandelt sie in überraschend köstliches Gebäck. Ihre gut verständlich formulierten Rezepte verführen zum Ausprobieren, denn sie gelingen auch mit wenig oder auch ganz ohne Backerfahrung. Damit die süßen Resultate auch optisch perfekt rüberkommen, liefert Ruth Moschner gleich fantasievolle bis verrückte Dekorationsideen dazu – perfekt!

„Backen für Angeber(innen)” gefällt mir auch deshalb so gut, weil die Autorin an das Thema stets humorvoll herangeht und das vermittelte Grundlagenwissen durch lustige Anekdoten anreichert. Denn die Arbeit in der Küche soll den Menschen Spaß machen sowie hinterher bei Tisch den Köchen und ihren Gästen Freude bereiten. Dann ist der gemeinsame Genuss schon programmiert und fast jede (Kalorien-)Sünde wert.

Mir ist bekannt, dass sich Ruth Moschner im sozialen Bereich sowie als Biobotschafterin engagiert: Beispielsweise bringt sie beim „Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft” Kindern und Erwachsenen einen nachhaltigen und gesunden Lebensstil näher. Dieses Thema liegt auch mir besonders am Herzen, denn es wird die Zukunft unserer Gesellschaft mitentscheiden. Deshalb wünsche ich Ruth Moschner und auch diesem ganz speziellen Backbuch viel Erfolg.

Und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren der Rezepte und beim anschließenden Genuss der süßen Köstlichkeiten!

Herzliche Grüße

Ihr Johann Lafer

Backen mit Ruth einfach & gut

Es geht doch nichts über den leckeren Duft nach Vanille, Butter und Zucker, der sich am Wochenende langsam aus der Küche schleicht und die eigenen vier Wände mit Liebe, wohliger Wärme und schönen Erinnerungen füllt.

Tiefstapelei hat beim Backen nichts zu suchen. Hier muss man aus dem Vollen schöpfen.

Etwas Selbstgemachtes hat immer Hochkonjunktur, egal wie gut oder wie schlecht die Zeiten sind. Der Duft von frischem Backwerk löst in mir so ein beruhigendes Gefühl aus. Ein leckeres Stück Kuchen kann Freundschaften besiegeln, einen Streit schlichten, Tränen trocknen oder mit einer Tasse Kaffee und zwei Gabeln zum sexy Vorspiel werden.

Da weiß man, was man hat, und vor allem auch, was drin ist. Wie beim Kochen gilt natürlich auch für einen guten Bäcker die goldene Regel: Gute Zutaten ergeben ein gutes Endprodukt.

Irgendwie klingt das jetzt zu sachlich. Lassen Sie mich es anders formulieren: Ich möchte mit diesem Buch zeigen, wie man mit wenig Aufwand einen Rieseneffekt erzielen kann. Vergessen Sie nur eines nicht: Egal wie beeindruckt ihre Fans bald sein werden, verraten sie bloß nicht, wie EINFACH das im Grunde alles ist.

Tiefstapelei hat beim Backen nichts zu suchen. Hier muss man aus dem Vollen schöpfen. Bloß kein Magerquark, hier ist Doppelrahmstufe angesagt. Kein Low-Fat, zuckerfrei und vorgetäuschte Bescheidenheit, wenn es Komplimente hagelt. Das betone ich so, weil ich das auch erst einmal lernen musste.

Als ich meine Mädels in den Anfängen zum Nachmittagskaffee eingeladen habe, hat mir erst mal keine geglaubt, dass ich selbst backe. Und auch in der ein oder anderen TV-Redaktion war man erst mal genauso überrascht wie ich. Mir wurde das Back-Gen quasi in die Wiege gelegt. Ich habe bei uns zu Hause relativ früh die Herrschaft über Eier, Butter, Zucker und Mehl übernommen. Durch meine Adern fließt Schokolade, und ich spreche Schneebesen. Kein Wunder, ich habe schließlich österreichisch-ungarische Wurzeln. Servus Kaiserschmarrn, Sachertorte, Vanillekipferl! Als der jüdische Teil meiner Familie nach dem Zweiten Weltkrieg nach Amerika auswanderte, machte sich sogar eine meiner Tanten mit einem Tortenunternehmen selbstständig! Und das sehr erfolgreich! Die Tradition hat sich fortgesetzt. Auch mein Cousinchen in Seattle oder meine Familie in Wien lieben süße Experimente. Dass das alles so einen tiefen Eindruck hinterlässt, hat mich zuerst wirklich überrascht. Ich konnte kaum über die Tischplatte gucken, habe aber dennoch die Küche im Sturm erobert und bereits als Dreikäsehoch die tollsten Torten gebacken.

Inzwischen erwarten meine Naschjünger und -jüngerinnen immer neues Backwerk von „Frau Moschner”. Dabei werden sie natürlich gnadenlos als Versuchskaninchen missbraucht. Aber das muss man ihnen ja nicht unbedingt aufs Zuckerbrot schmieren.

Ich liebe es, beim Backen zu experimentieren. Meist inspirieren mich fremde Länder, wo ich mir oft die Nase am Schaufenster der Konditoreien platt drücke. Neue Obst- oder Gemüsesorten oder Jahreszeiten regen mich an, aber auch einfach eine Laune, die mich zwingt, ein neues Rezept zu kreieren. Dann komme ich mir immer vor wie der Zauberlehrling, der in seiner Hexenküche herumprobiert.

So, jetzt ist aber genug mit der Angeberei. Hier kann und muss ich es zugeben: Ich bin trotz Talent und Fachwissen immer noch ein Riesenschussel! Bei mir landet immer was auf dem Boden, weil ich mit dem Hintern an der Spüle hängen geblieben bin oder weil sich vor meinem Fenster einfach was Interessanteres platziert und meine Aufmerksamkeit eingefangen hat.

Multitasking ist einfach nicht meins. Auch wenn ich es immer wieder versuche. Ich bin manchmal völlig verpeilt, und trotzdem schaffe ich es beim Backen, alles so in den Griff zu bekommen, dass ein schönes leckeres Ergebnis dabei rauskommt. Wie? Das habe ich in dieser schnuckligen Angeber-Fibel für Sie zusammengefasst.

Eines kann ich ja schon mal vorwegnehmen: Bei mir steht immer der Genuss im Vordergrund. Der beginnt mit einer tollen Rezeptidee und beim Einkauf schöner Zutaten, dauert während der Zubereitung an und endet – nein, nicht beim Verputzen – sondern erst, wenn die Erinnerung an das süße Stück verschwimmt.

Ach ja, bei aller Liebe, manchmal muss man auch brutal sein. Torten, Cupcakes und Co. sollten während ihrer Verspeisung immer die volle Aufmerksamkeit bekommen. Selbstgebackenes ist ein Schatz. Wer den Wert nicht erkennt, der hat kein zweites Stück verdient.

Viel Spaß und gutes Gelingen!

Ihre Ruth Moschner

Back-ABC

Beim Backen darf man alle beteiligten Zutaten befummeln, ohne dafür bestraft zu werden.

Anfangen Klingt banal, aber sich ein Rezept einmal komplett durchzulesen, bevor man startet, ist schon die halbe Miete.

Backtriebmittel Ich verwende selten Back-, Weinsteinpulver oder Natron. Die meisten meiner Rezepte folgen einem anderen Trieb, nämlich dem von Eiweiß und Luft, also gutem Verrühren mit der Küchenmaschine. Dennoch können Sie natürlich auch Backtriebmittel verwenden.

BackofenVorheizen: Ich schalte immer vor Beginn der ganzen Rührer- und Kneterei den Ofen ein. Wenn der Teig dann im Förmchen sitzt, geht er direkt ins Warme.Heiß- oder Umluft, Ober- oder Unterhitze: Wir Amateure können uns den Ofen nur selten aussuchen. Ich habe eigentlich schon fast jeden Herd testen dürfen. Heißluftherde geben die gleichmäßigste Hitze ab und sind daher natürlich fürs Backen ganz toll geeignet. Besitzen Sie ein solches System, stellen Sie den Ofen bitte um 30 Grad kühler ein. Umluft kommt dem Prinzip sehr nahe. Bei einem Herd mit Ober- bzw. Unterhitze (mit einem solchen hatte ich die letzten zehn Jahre zu tun) empfehle ich auf jeden Fall das Backwerk auf der mittleren Schiene zu platzieren. Backen Sie nichts parallel, wie man es in einem Heißluftherd tun könnte.

Backzeit Zeitangaben in Backbüchern sind meist ungenau. Das hat nichts mit Boshaftigkeit zu tun, sondern liegt daran, dass jeder Ofen anders „tickt”. Ich vermute, manche haben sogar eine eigene Persönlichkeit, und man kann erst im Laufe der Zeit Freundschaft mit der heißen Röhre schließen. Ich stelle mir beim Backen deshalb einen Wecker, der mir etwa 10 Minuten vor dem Ende der Garzeit Bescheid gibt, um den Kuchen zu testen.

Beschichtete Pfanne Eine super Erfindung! Denn: hier brennt nichts so schnell an. Geübte können dank Beschichtung sogar Schokolade ohne Wasserbad schmelzen. Karamell und Toffeecreme gelingen in so einem Bratgestüm auch besser.

Bio Ich habe manchmal ein bisschen zu viel Temperament und mache gerne Extremsport. Nur beim Essen gehe ich kein Risiko ein und schwöre auf Bio und nachhaltige Lebensmittel.

Blindbacken Das hat nichts mit verbundenen Augen zu tun. Teig, auch Mürbe Teig, hat die Angewohnheit, sich im Backofen aufzuplustern. Damit man einen Tarteboden später gut belegen kann, sollte man ihn davon abhalten. Dazu decken Sie den Teig in der Springform mit Alufolie oder Backpapier ab und füllen die Form mit Reis oder Hülsenfrüchten. Nach etwa 15 Minuten Backzeit entfernen Sie das Ganze wieder.

Muss die Füllung der Tarte nicht gebacken werden, kommt die Mürbe Teig-Tarteform nochmal für 5–10 Minuten in den Ofen, um goldbraun durchzubacken. Achten Sie jedoch darauf, dass der Teig nicht verbrennt.

Bei Füllungen, die mitgebacken werden, wäre jetzt der richtige Augenblick, sie einzufüllen und dann geht es gemeinsam wieder ab in die Hitze.

Deko Zum Thema Deko gibt es ein eigenes Kapitel, weil das Auge schließlich mitisst und daher das ganze Thema schon fast die halbe Miete darstellt. Dennoch sind die unterschiedlichen Vorschläge bei den Rezepten immer nur eine Option, das Ganze noch eindrucksvoller gestalten zu können.

Eier Für mich ist es selbstverständlich, Bioeier zu kaufen. Sie garantieren dem Huhn ein artgerechtes Leben, schmecken besser und enthalten keine künstlichen Farbstoffe, die dem Futter ansonsten beigemischt werden.

Eier sorgen für Zusammenhalt. Sie sind quasi „der Pate” im Teig. Wenn Sie keine Eier mögen oder sie nicht vertragen, können Sie 1 Ei z. B. durch 1 EL Sojamehl und 1 EL Wasser ersetzen. Der Teig wird zwar nicht so locker, aber er hält zusammen. Ähnlich funktioniert es, wenn man 1 EL Mehl, 1 EL Backpulver mit 2 EL Wasser vermischt. Mehr als 2 Eier sollte man aber dadurch nicht ersetzen. Ich finde, sonst schmeckt man das Backpulver zu sehr raus.

Eier, Butter, Zucker – das sind die Haupt Zutaten für die unendliche Geschichte der süßen Verführungen.

Eiweiß Eiweiß lässt sich mit 1 Prise Salz wesentlich einfacher steif schlagen und bleibt länger stabil. Die richtige Konsistenz testen Sie, indem Sie die Schüssel umdrehen. Bleibt das Eiweiß in der Schüssel, ist es steif, kippt es hinaus, ist es zu spät, um darüber nachzudenken. Sicherheitshalber schlagen Sie es einfach ordentlich lang, das ist bei Eiweiß – im Gegensatz zu Sahne – kein Problem.

Gabel Dieses banale Besteck hilft in vielen Situationen: Man kann z. B. tolle Teigwirbel drehen oder Frostings auftragen.

Gelatine oder Speisestärke Um eine Flüssigkeit fester zu bekommen, verwendet man hierzulande oft Gelatine, in anderen Ländern wird Stärke aus Kartoffeln oder Mais bevorzugt. Verwenden Sie nie zu viel davon, sonst verliert die Creme an Schmelz, wird zu trocken oder gar bröselig. In diesem Buch werden Sie beides vorfinden, oft aber auch keines, da alleine durch das Aufschlagen einer fetthaltigen Masse (mind. 30 %) die Flüssigkeit einen gewissen Stand bekommt.

Holzlöffel Dieses Küchenutensil erinnert mich immer an früher. Mittlerweile gibt es sicher bessere aus Kunststoff, aber irgendwie hänge ich an dem Material und bilde mir ein, damit alles besser im Griff zu haben. Doch egal ob Holz oder Kunststoff: Ein Löffel ist zum Umrühren oder Unterheben von Teigsorten unterschiedlichster Konsistenz durchaus hilfreich.

Kalorien Kuchen, Kekse und Desserts sind natürlich keine Schlankmacher. Wer aber mit Leidenschaft an die Sache rangeht und sich ab und zu ein ehrliches Stück Torte gönnt, nimmt davon noch lange nicht zu. Bewusst genießen ist nämlich erlaubt. Nur heimliches Naschen und das schlechte Gewissen danach bringen Frust und lassen die Hose kneifen.

Küchenmaschine Ich liebe meine Kitchenaid. Ich weiß, die Dinger sind schweineteuer, aber ich backe einfach unglaublich gerne, und deshalb habe ich mir im letzten Jahr eine knallrote geleistet. Die sieht so süß aus, ich könnt' sie knutschen! Wenn Sie nur ab und zu backen, dann ist ein elektrisches Handrührgerät völlig ausreichend. Menschen wie Johann Lafer und Co. schlagen den Teig natürlich locker aus dem Handgelenk, aber für zarte Frauenpfoten ist das eher nichts.

Mehl Ich persönlich bin kein Weizenfan und habe Dinkelmehl für mich entdeckt. Bisher kamen noch keine Beschwerden, daher kann ich hier einfach mal behaupten, es tut der Sache keinen Abbruch. Vollkornmehl gibt vielen Rezepten den nötigen Biss, kann aber natürlich auch durch handelsübliches Weizenmehl ersetzt werden.

Je nach Mehlsorte und Typ kann es bei schlechter „Rührung” zu Klümpchen kommen. Dem beugen Sie vor, indem Sie das Mehl vorher sieben. Um ehrlich zu sein, ich habe Mehl noch nie gesiebt, ich bin aber auch kein Klümpchentyp. Falls Sie einer sind, wissen Sie nun, was zu tun ist.

Apropos Type: Die Zahl dahinter sagt etwas über den Mineralstoffgehalt bzw. Aschegehalt im Mehl aus. Ich als Otto-Normalverbraucherin muss gestehen, dass ich keinen riesengroßen Unterschied zwischen den Typen feststellen konnte. Empfehlenswert ist aber immer ein feineres Mehl vom Typ 405 (in Österreich W480), da es sich am besten für Kuchen und Gebäck eignet.

Einige Rezepte hier im Buch enthalten kein Gluten (die Eiweißverbindung im Korn, welches alles zusammenkleben lässt), stattdessen wird mit Ei oder anderen Zutaten geklebt.

Das süße Leben hat viele Seiten. (Siehe hier) lesen Sie zum Beispiel, wie bunt die Welt des Zuckers ist!

Mengenangaben Die Zutaten sind meist für 12 Stück (normale Kuchengröße) oder 4 Personen berechnet, doch in meinen Rezepten gibt es auch Ausnahmen, das steht dann aber immer dabei. Ich habe versucht, bei vielen Zutaten darauf zu achten, dass Packungen ganz aufgebraucht werden können. Manchmal geht das aber leider nicht. Sie finden jedoch immer wieder Hinweise, wie Sie die Reste ebenfalls loswerden. Oft handelt es sich um Lebensmittel, die man sowieso oft braucht, oder um welche, die länger haltbar sind. Viele Rezepte entstehen bei mir jedoch auch dadurch, dass ich erst mal schaue, was ich noch so vorrätig habe, und dann alles Mögliche zusammenwerfe.

Messer Ich arbeite am liebsten mit einem schweren großen Allzweckmesser. Dieses eignet sich toll zum Zerhacken, Verstreichen oder aber auch Durchschneiden von Schoko- und Cremetorten. Insbesondere dabei ist es mir wichtig, dass das Messer eine glatte, keine geriffelte Klinge hat. Halten Sie das Messer vor Gebrauch unter heißes Wasser, wischen es kurz trocken und schneiden dann eine glatte saubere Linie in den Kuchen.

Bei Sandkuchen eignet sich ein Brotmesser meist besser. Setzen Sie an einer Kante an und ziehen das Messer durch den Kuchen. Nicht drücken, das gibt Krümel und zerstört die Form.

Milch Eine Allergie gegen Kuhmilch oder zumindest eine Laktoseunverträglichkeit ist heutzutage nichts Ungewöhnliches. Einige Rezepte hier sind komplett milchfrei. Aber auch alle anderen lassen sich prima mit Sojamilch ersetzen. Wenn Sie selbst betroffen sind, wissen Sie sowieso am besten, was Ihnen am besten bekommt. Toll finde ich auch mal Hafer- oder Mandelmilch zum Backen zu verwenden. Mit Reismilch habe ich wenig Erfahrung. Ich könnte mir vorstellen, dass sie den Teig eher erschwert, da Reis in vielen glutenfreien Backwaren neben Mais als „Klebstoff” verwendet wird. Ich kann mich aber auch irren, und das Klebeeiweiß ist in der Milch gar nicht enthalten.

Mürbeteig Wenn Sie das Buch aufmerksam lesen, wird Ihnen auffallen, dass ich unterschiedliche Mürbe Teigrezepte verwende. Das hat damit zu tun, dass zu jeder Tarte eine andere Konsistenz an Keksboden passend ist. Mal muss der Boden fester sein (mit Ei), mal darf er knusprig oder nussig sein, mal süßer, mal herb.

Nüsse Bitte rösten Sie Nüsse stets an, denn erst dadurch kann sich ihr Aroma richtig gut entfalten. Am einfachsten geht das auf einem Backblech bei 100 Grad für etwa 15 Minuten oder für ein paar Minuten ohne Fett in einer beschichteten Pfanne.

Rühren Gut gerührt, ist halb gewonnen – das war eines der ersten Dinge, die ich übers Backen gelernt habe. Inzwischen weiß ich, dass das natürlich nicht für alle Teigkomponenten und schon lange nicht für alle Teigsorten gilt. Was Sie unbedenklich wegen mir auch stundenlang miteinander vermischen können, sind trockene und „nasse” Zutaten untereinander. Erst, wenn Sie beides vermengen, gibt es Auflagen. Die stehen aber in den jeweiligen Rezepten dabei.

Sahne Sahne muss natürlich steif geschlagen werden, wenn man sie zum Kuchen isst, aber Vorsicht: Schlagen Sie nicht zu lang, sonst wird die Sahne zu Butter und damit bröckelig!

Möchte man geschlagene Sahne unter eine Masse heben, um diese fluffiger zu gestalten, schlagen Sie sie nicht ganz steif, denn eine „halbsteife” Sahne verbindet sich besser mit den anderen Zutaten.

Schneebesen Mit einem Schneebesen kann man prima Eischnee unter eine Masse heben oder Zutaten klümpchenfrei miteinander verrühren. Ich habe den Besen in mehreren Größen, damit ich nach Lust und Laune quirlen kann.

Schokolade Schokolade schmilzt man am besten über einem heißen Wasserbad. Das heiße Wasser sollte die Schüssel mit der Schokolade nicht direkt berühren. Insbesondere weiße Schokolade gerinnt schnell, also hier besonders sensibel mit den Temperaturen umgehen.

Viele Rezepte in diesem Buch erlauben es, die Schokolade auch direkt in Milch oder Sahne auf dem Herd zu schmelzen. Bleiben Sie jedoch bei diesem Vorgang stets dabei und vergessen Sie das Rühren nicht.