Beast Quest 16 – Kaymon, Höllenhund des Grauens - Adam Blade - E-Book

Beast Quest 16 – Kaymon, Höllenhund des Grauens E-Book

Adam Blade

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Beschreibung

Nanook, das Schneemonster, schwebt in großer Gefahr. Kaymon, der Höllenhund, hat das freundliche Biest an einen Felsen gekettet. Wird es Tom gelingen, Nanook zu befreien und den weißen Juwel an sich zu bringen? Die dritte Mission führt Tom nach Gorgonia, dem Land Malvels. Dessen abscheuliche Biester haben die guten Biester gefangen genommen. Tom muss kämpfen – um sein Leben und um die Zukunft Avantias. Actionreiche Fantasy, spannende Missionen und gefährliche Biester! Die erfolgreiche Kinderbuch-Reihe mit zahlreichen Illustrationen ist besonders für Jungs ab 8 Jahren geeignet.

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MOBI

Seitenzahl: 52

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Mit besonderem Dank an Allan Frewin Jones  

Komm nur näher!

Ich heiße dich willkommen. Du stehst an der Grenze zum Reich der Dunkelheit, vor den Toren eines Furcht einflößenden Landes. Gorgonia wird dieser Ort genannt. Dort ist der Himmel rot, das Wasser schwarz und Malvel der Herrscher über alles. Tom und seine Weggefährtin Elenna müssen durch dieses Reich, um ihre nächste Beast-Quest-Mission zu erfüllen.

In Gorgonia leben sechs der tödlichsten Biester, die man sich vorstellen kann: der Minotaurus, der geflügelte Hengst, das Seemonster, der gorgonische Bluthund, das mächtige Mammut und der Skorpionen-Mann.

Nichts kann Tom und Elenna auf das vorbereiten, was sie hier erwarten wird. Ihre bisherigen Siege spielen keine Rolle mehr. Ein mutiges Herz und ein starker Wille sind das Einzige, was sie retten kann.

Wagst du es, Tom ein weiteres Mal auf seinem Weg zu begleiten? Ich rate dir, besser umzukehren. Doch falls du dich entscheidest, Tom zu folgen, musst du tapfer sein und ohne Furcht. Ansonsten bist du dem Untergang geweiht.

Achte auf jeden deiner Schritte!

Grauenhafte Begegnung

Es war bereits dunkel, als der verletzte Rebell von der Burg am Moor weghumpelte. Er hatte zum Durchtrennen seiner Fesseln heimlich eine Feile benutzt, doch dabei war er abgerutscht und die scharfen Zacken hatten tief in seine Haut geschnitten. Die Wunde an seinem Knöchel schmerzte, aber er wollte so schnell wie möglich fort von diesem schrecklichen Ort.

Er dachte an seine Gefährten, die immer noch im Gefängnis der Burg eingesperrt waren. Viele von ihnen hatten mit ihm fliehen wollen, aber so wie es aussah, war er der Einzige, der es über die Zugbrücke geschafft hatte. Er ließ sich unter einem Strauch nieder, um wieder zu Atem zu kommen.

„Nur eine kleine Verschnaufpause“, murmelte er vor sich hin.

Nach einer Weile erhob er sich und runzelte besorgt die Stirn. Ohne dass er es gemerkt hatte, war dichter Nebel aufgestiegen. Wie eine geisterhafte Flut kroch er über das Moor und verschluckte Hügel und Täler. Das würde es den Soldaten zwar schwer machen, ihn zu finden. Aber gleichzeitig war es für ihn auch schwieriger, das vereinbarte Lichtzeichen seiner Freunde zu erkennen.

Der Mann starrte durch die wabernden Nebelschwaden. Wo waren nur die Lichter?

Er verengte die Augen, um besser sehen zu können, und auf einmal machte sein Herz einen Sprung. Ganz in der Nähe entdeckte er zwei verschwommene gelbe Lichtpunkte. Das Signal!

Er humpelte mit seinem blutenden Bein vorwärts. Die Rettung war nah! Die Lichter wurden immer größer, als ob diejenigen, die die Laternen trugen, auf ihn zukommen würden. Wahrscheinlich waren es zwei Männer, die nebeneinander hergingen.

„Freiheit oder Tod!“, rief er ihnen zu, denn dies waren die vereinbarten Worte.

Er hielt an und wartete gespannt auf die Antwort. Aber alles, was er hören konnte, war ein tiefes Grollen, das durch den Nebel an seine Ohren drang.

Er schauderte. Dann rief er die Parole noch einmal.

Die beiden Lichter bewegten sich immer noch auf ihn zu. Seltsamerweise wippten sie im exakt gleichen Takt auf und ab. Ein weiteres Knurren sickerte durch den Nebel. Doch dieses Mal war auch noch etwas anderes zu vernehmen: das Geräusch von zuschnappenden Zähnen!

Plötzlich kam etwas Großes aus dem Nebel auf den Rebell zugeschossen!

Er stieß einen entsetzten Schrei aus und hielt seine Arme schützend vor das Gesicht. Durch seine Finger hindurch konnte er die speicheltriefenden Reißzähne und wilden gelben Augen eines riesengroßen Hundes erkennen. Die Lichter, die er gesehen hatte, waren die glühenden Augen des Biests gewesen!

Nur einen Augenblick später war die knurrende Kreatur bereits über ihm, warf ihn auf den Rücken und grub seine scharfen Krallen in die Brust und das Gesicht des Rebellen …

Tödliche Blumen

Tom und Elenna standen am Bug ihres Boots, während sie zum Ufer des Schwarzen Ozeans zurückkehrten. Mit dem Sieg über Narga, das Seemonster, war ein weiteres gutes Biest von Avantia befreit worden: Sepron, die Seeschlange. Tom und Elenna sprangen ans Ufer und konnten es kaum erwarten, ihre Freunde wiederzusehen. Silver, der Wolf, heulte begeistert und Storm, Toms schwarzer Hengst, bäumte sich auf und wieherte vor Freude, als er die beiden entdeckte.

Tom und Elenna wussten bereits, dass eine weitere Herausforderung auf sie wartete. Ihr Freund, der Zauberer Aduro, war bei ihrem letzten Abenteuer kurz über den Ozeanwellen erschienen und hatte sie vor einem weiteren bösen Biest gewarnt: Kaymon. Mehr hatte er jedoch nicht verraten.

Tom blickte auf den gelben Juwel aus Nargas Zahn, den er bei seinem letzten Kampf gegen das Seemonster gewonnen hatte. Er hatte ihn in seinen magischen Gürtel neben den roten Juwel gesteckt, der ihm die Fähigkeit verlieh, die Gedanken der guten Biester zu verstehen. Daneben lag der grüne Juwel, mit dem man gebrochene Knochen heilen konnte. Und der neue Edelstein verlieh ihm ein perfektes Gedächtnis. Als er ihn berührte, erinnerte er sich an all die Kämpfe, die er während seiner Mission, Avantia von dem bösen Magier Malvel zu befreien, gewonnen hatte.

„Tom, sieh mal!“, sagte Elenna. Er drehte sich um und sah, dass seine Gefährtin die Karte von Gorgonia betrachtete, die Malvel ihnen gegeben hatte. Die Karte war aus altem, faulig riechenden Leder. Sie tippte auf ein winziges Bild von Nanook, der Herrscherin der Eiswüste, das auf dem Plan erschienen war.

Tom spürte, wie sein Schild plötzlich vibrierte. Die Glocke des Schneemonsters, die mit den anderen fünf Geschenken der guten Biester von Avantia in seinem Schild eingebettet war, bebte.

Tom schaute wieder auf die Karte und die Zeichnung von Nanook. „Hab keine Angst, meine Freundin“, murmelte er zu ihrem kleinen Abbild. „Wir werden dich retten!“

„Es sieht so aus, als ob sie irgendwo im Süden von Gorgonia gefangen gehalten würde“, meinte Elenna. „Aber was für ein Gegner könnte sie in seine Gewalt gebracht haben? Sie ist eines der stärksten Biester Avantias!“

„Aduro hat gesagt, dass Kaymon unvorstellbar böse ist“, erwiderte Tom.

„Was könnte das denn heißen?“, fragte Elenna.

„Das werden wir bald herausfinden“, antwortete Tom. Der Gedanke daran, dass Nanook in den Fängen eines bösen Biests war, machte ihm das Herz schwer. „Komm, Storm – wir müssen unsere Mission erfüllen.“

Er sprang in den Sattel und streckte seinen Arm aus, um Elenna heraufzuhelfen.

„Auf in den Süden!“, rief Tom. „Lasst uns Nanook retten!“