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Stefan Wegwart

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Beschreibung

Ein gemütliches Haus auf dem Land. Die ganze Familie fühlt sich wohl. Bis das passiert, worüber keiner sprechen will. Jeder hätte uns für verrückt erklart. 

Dennoch spukten einige Gestalten bei uns zu Hause herum. 

Es lässt sich eben doch nicht alles auf natürliche Weise erklären.

Oder ist übernatürlich auch natürlich?

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Veröffentlichungsjahr: 2018

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Stefan Wegwart

beGEISTert

Eine Kurzgeschichte basierend auf wahren Begebenheiten

Allen meinen bereits verstorbenen Familienmitgliedern danke ich für die wundervolle Zeit mit euch! Mutter, gestorben im April 2018, Schwester, gestorben im Dezember 2016 Ich liebe euch!BookRix GmbH & Co. KG81371 München

Vorwort

 Ein eigentlich ganz normaler Tag im Herbst 1987. Ich war gerade mal süße 10 Jahre alt, meine Mutter war mit ihrer Schwester beim Einkaufen und ließ meine 8jährige Cousine bei mir. Ziemlich gelangweilt beschäftigten wir uns in meinem Kinderzimmer mit banalen Karten- und Würfelspielen. Es dauerte allerdings nicht lange, bis wir darauf keine Lust mehr hatten. Deshalb beschlossen wir das relativ gute Wetter draußen zu genießen.

 

Als wir die steilen, alten Holztreppen des mindestens genauso alten Hauses nach unten stapften, hörten wir durch die geschlossene Küchentür eine Art Klappern, wie wenn man Kochtöpfe aneinander stößt. In der Hoffnung, dass unsere Mütter uns vom Einkaufen etwas mitgebracht haben, stürmten wir in die Küche.

 

Ungläubig sahen wir uns an, denn in der Küche war niemand. Auch im Wohnzimmer gegenüber war keine Menschenseele zu sehen.

Natürlich bekamen wir es mit der Angst zu tun und rannten aus dem Haus, durch den Garten, bis ans Ende der Straße. Völlig außer Puste blieben wir an einer Bushaltestelle stehen und setzten uns dort erst einmal auf eine Bank.

 

Langsam beruhigten wir uns auch wieder und wurden uns einig, dass wir uns das nur eingebildet hatten. Mit einem dennoch mulmigen Gefühl liefen wir langsam zurück. Wir waren nur noch einige Meter von unserem Garten entfernt, als uns beiden plötzlich der Atem stockte. Aus meinem Zimmerfenster im ersten Stock beobachtete uns ein älterer Mann mit rundem Gesicht, dunklen gelockten Haaren und Vollbart. Er hob die Gardine zur Seite und sah uns direkt an.

 

Wie gelähmt standen wir an der Straße und sahen ungläubig und ängstlich auf das Fenster. Der fremde Mann ließ uns nicht aus den Augen. Gott sei Dank fuhr genau in diesem Moment das Auto meiner Mutter an uns vorbei und bog in unsere Einfahrt ein. Sofort rannten wir hinterher um unsere Mütter zu warnen, dass jemand im Haus ist.

 

Die beiden zögerten nicht und stürmten ins Haus. Nachdem sie jeden einzelnen Raum durchsucht, aber niemanden gefunden hatten, spielten sie es als kindliche Fantasien von uns herunter. Meine Cousine und ich waren uns aber sicher den Mann gesehen zu haben. Zurück in meinem Zimmer bemerkten wir beide, dass die Gardine immer noch genauso auf der Seite lag, wie ihn der bärtige Mann abgelegt hatte. Mittlerweile waren wir uns selber nicht mehr sicher, ob es vielleicht doch nur Einbildung war und wir den Vorhang selber so liegen gelassen hatten. Mit Spielen abgelenkt dachten wir auch schon bald nicht mehr daran.

Kapitel 1

Einige Wochen später saß ich mit meiner Mutter im Wohnzimmer zusammen beim Fernsehen. Auf einmal hörten wir, dass jemand die Treppen hoch läuft. Es war so laut, dass wir beide vor lauter Schreck zusammenzuckten. Gut, wir sind davon ausgegangen, dass meine ältere Schwester, die mit ihren zwei Kindern im Erdgeschoss wohnte, nach Hause gekommen war und aus irgend einem Grund auf den Dachboden musste.

Dem war allerdings nicht so. Meine Schwester war noch gar nicht zu Hause. Weder das Licht unten brannte, noch ihr Auto stand draußen. Die Dachbodentür knallte und laut polternde Schritte waren von oben zu hören.

Erschrocken und verwundert beschlossen meine Mutter und ich, den Geräuschen auf dem Dachboden auf den Grund zu gehen. Natürlich fanden wir nichts.

 

Später, als meine Schwester nach Hause kam, erzählten wir ihr davon. Sie meinte, dass es durchaus möglich wäre, dass jemand eingestiegen sein könnte, da sie ihr Wohnzimmerfenster offen gelassen hatte.

 

Auch in den nächsten Tagen hörten wir immer wieder Schritte und Gepolter im Haus. Auch meine bereits getrennt lebende, mit zwei Kindern alleinerziehende Schwester bekam das unerklärliche Getrampel mit, das aber jedes Mal auf dem Dachboden endete.

 

Wir waren uns sicher, dass sich irgendjemand Zugang zu unserem Haus verschafft hat um uns Angst zu machen oder sogar zu vertreiben. Dieser Kampfansage haben wir allerdings die Stirn geboten. Absolut überzeugt davon, dass wir den Eindringling erwischen würden, brüsteten wir uns und sagten diesem Miesling den Kampf an.

 

Vorweg muss ich vielleicht erklären, dass unser Dachboden nicht ausgebaut war. Überall lagen Stützbalken herum, das Dach war nicht isoliert, man konnte von innen die Ziegel sehen, soweit vorhanden.

 

Aber zurück zu unserem Eindringling.

 

Mit der festen Überzeugung davon, dass uns jemand aus dem Haus ekeln wollte, schrieb meine Mutter einen Zettel: „Du feige Sau, zeig dich endlich!“ und heftete diesen Zettel an einen Stützbalken auf dem Speicher. Diese Aktion wurde ihr allerdings zum Verhängnis.

 

In der darauf folgenden Nacht war meiner Mutter ihr wohlverdienter Schlaf nicht vergönnt. Als sie gerade kurz vor dem Einschlafen war, zog jemand an ihrer Bettdecke. Es ging soweit, dass die Decke einige Zentimeter über ihr schwebte. Meine Mutter war in diesem Moment vor Schreck und Angst wie erstarrt, deswegen konnte sie nicht einmal ihren Kopf drehen um nachzusehen, wer dafür verantwortlich war. Als sie wieder imstande war zu atmen, fiel ihre Bettdecke wieder auf sie nach unten und man hörte erneut ein lautes Gepolter, das wieder seine Richtung über die Treppen auf den Dachboden nahm.

 

Meine Schwester im Erdgeschoss, sowie auch ich im selben Stockwerk wie meine Mutter bekamen den Lärm mit, wachten davon auf und rannten daraufhin sofort in den Flur. Zu dritt fassten wir allen Mut zusammen und schlichen uns auf den Dachboden.

 

Diesmal durchsuchten wir jede Ecke und fanden unter der niedrigsten Dachschräge ein Grabkreuz, das unten angespitzt war. An der Spitze war frische, feuchte Erde.