Bei Tränen Mord - Angelika Lauriel - E-Book
Beschreibung

Frühsommer in Saarlands heimlicher Hauptstadt Saarlouis. Die toughe Callcenter-Mitarbeiterin Lucy versteht die Welt nicht mehr. In ihrer Nähe sterben mehrere Menschen durch eigenartige Unfälle und alle haben sie kurz zuvor wüst beschimpft. Bald gilt sie als Hauptverdächtige. Die Tatsache, dass sie Kriminalkommissar und Traumtyp Frank Kraus genauso unwiderstehlich findet wie er sie, erleichtert die Ermittlungen nicht gerade. Ist Lucy etwa psychisch gestört? Oder war am Ende doch alles nur Zufall?

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Seitenzahl:265

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Angelika Lauriel

Bei Tränen Mord

Roman

Ausgewählt von Claudia Senghaas

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© 2012 – Gmeiner-Verlag GmbH

Im Ehnried 5, 88605 Meßkirch

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Alle Rechte vorbehalten

Lektorat: Claudia Senghaas, Kirchardt

Herstellung: Julia Franze

Umschlaggestaltung: U.O.R.G. Lutz Eberle, Stuttgart

unter Verwendung der Fotos von: © Serg Zastavkin – Fotolia.com

1 Meine Manolos

Immer wenn ich weinen muss, passiert eine Katastrophe.

Kennen Sie das auch?

Ich bin keine Heulsuse, wirklich nicht. Ich, Lucinda Schober, bin eine typische deutsche Singlefrau in den Dreißigern, Sternzeichen Zwilling.

Meine kleine Schwester Kat behauptet ja, dass dieses Sternzeichen der Grund für viele meiner Probleme sei. Vielleicht hat sie damit recht, vielleicht aber auch nicht; es spielt keine Rolle. Man sagt, ich sei innerlich permanent hin- und hergerissen und könne keine Entscheidungen treffen. ›Man‹ bezieht sich dabei auf meine Eltern und meine beiden anderen Geschwister. Sie sind natürlich keinesfalls der Ansicht, dass mein Sternzeichen da eine Rolle spielt, sondern behaupten, die wahre Ursache für meinen Lebenswandel – ja, das Wort benutzen sie oft und gerne – liege in einer tief verwurzelten, alles überschattenden Faulheit. Damit begründen sie, dass ich das Abitur erst im zweiten Anlauf schaffte, nachdem ich heftig auf die Nase gefallen war. Damit begründen sie die Wahl meines Studienfachs, Grundschulpädagogik, nachdem ich während des gesamten letzten Schuljahres zwischen vier weiteren Möglichkeiten geschwankt hatte. Und damit begründen sie meine Entscheidung, das Studium nach der Zwischenprüfung zu schmeißen und mich stattdessen in einem Callcenter zu verdingen, wo ich mir das ›schnelle Geld‹ erhoffte. Sie irren sich. In Wahrheit wollte ich, glaube ich, nie studieren, und schon gar nicht Grundschulpädagogik. Das tat ich nur, weil ich damals zu jung war, um mich gegen die elterliche und geschwisterliche Übermacht aufzulehnen. Schließlich sollte ich als Arzt- und Apothekerinnentochter etwas ›Sinnvolles‹ werden. Abitur war Grundvoraussetzung und ein Studium Pflicht. Wenigstens bei der Fächerwahl rebellierte ich damals ansatzweise, denn Lehrerin von kleinen Monstern zu werden, hatten meine Eltern sich nicht gerade für mich erträumt. Meine große Schwester Anna Maria und mein kleiner Bruder Rouwen, der durch meinen Fauxpas im selben Jahr wie ich sein Abitur hinlegte – er natürlich mit Einserschnitt –, zeigten mir doch im Grunde sehr deutlich, in welche Richtung ich gehen sollte, um eine neue, akzeptable Familientradition zu festigen, mit der der Arzt und die Apothekerin zufrieden sein konnten: Jura.

Mir rollen sich selbst jetzt die Fußnägel ein, wenn ich dieses Unwort schreibe. Ich meine: ausgerechnet J U R A.

Medizin wäre natürlich ebenfalls standesgemäß gewesen … oder Biochemie, um in die Forschung zu gehen. Oder wenigstens Theologie. Dinge, die einen Menschen erden. Nicht solch wenig einträgliche Fächer wie Kunstgeschichte, Übersetzungswissenschaft, Theaterwissenschaft. Ich hatte kurz mit dem Gedanken gespielt, Sozialpädagogik zu studieren, aber ich muss ehrlich gestehen, dass mich der Anblick der Studentinnen mit ihren schweren Pannesamtröcken und schwarzen, flachen Baumwollschuhen, den Viereckschals und geflochtenen Zöpfen abschreckte. Wollte ich mit ihnen einen entscheidenden Teil meiner Jugend verbringen? Nein.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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