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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaftstheorie, Anthropologie, Note: 1,0, Universität Erfurt (Erziehungswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Längst kann man nicht mehr von einer Randständigkeit der Beratung sprechen, sondern von einer Etablierung der Beratung als zentrale „Kommunikations- und Interaktionsform“ , die sämtliche Bereiche des Alltags durchdringt. Entwicklungsgeschichtlich lässt sich Jugendberatung als Thema dieser Arbeit schwer einordnen. Jugendberatung ist weder dem „mainstream“ an Beratungsangeboten zuzurechnen, noch den „zeitphänomenabhängigen Bindestrich-Beratungen“. Fest steht aber, und darin ist sich die Fachöffentlichkeit einig, dass gerade heute, in einer Zeit, in der sich so viele widersprüchliche Anforderungen an die Lebensphase Jugend richten, Beratung für Jugendliche so wichtig ist wie noch nie. Auch Walter Hornstein als einer der führenden Beratungstheoretiker ist von der Wichtigkeit jugendberaterischer Tätigkeit überzeugt. Allerdings stellt er bereits Mitte der 70er Jahre fest, dass es in unserer Gesellschaft kaum Formen der Beratung gibt, die spezifisch auf die Probleme und die Bewusstseinslage Jugendlicher zugeschnitten sind. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Beratung für Jugendliche“ und untersucht hierbei, inwieweit das Arbeitsfeld der offenen Jugendarbeit geeignet ist, erfolgreiche Jugendberatung zu leisten. Dabei gilt es zunächst, die gesellschaftlichen Modernisierungsprozesse als Nährboden für den erhöhten Beratungsbedarf ansatzweise zu beleuchten, und darzustellen, welche Auswirkungen dies auf die Lebensphase Jugend hat. In diesem Zusammenhang wird auch gezeigt, mit welchen veränderten Problemlagen Jugendliche heute konfrontiert werden und was das für Jugendberatung bedeutet. Zentrale Fragen sollen sein: Was ist überhaupt Jugendberatung? Was kann und sollte sie leisten? Als gängigste Beratungsstrategie wird im Anschluss die klientenzentrierte Gesprächsführung kurz vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt abschließend den Fragen, wie Jugendberatung in der offenen Jugendarbeit verortet ist und wo Vor- und Nachteile im Vergleich zu institutioneller Jugendberatung zu suchen sind.
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Veröffentlichungsjahr: 2008
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der gesellschafts- und sozialisationstheoretische Bezugsrahmen
2.1 Modernisierungsprozesse der Individualisierung und Pluralisierung
2.2 Strukturwandel der Lebensphase Jugend
3. Was ist Jugendberatung?
3.1 Zum Begriff der Beratung allgemein
3.2 Spezifische Merkmale der Jugendberatung
3.2.1 Zielgruppenorientierung
3.2.2 Alltags- und Lebensweltorientierung
3.2.3 Ressourcenorientierung
3.2.4 Ganzheitlich und aktional
3.3 Aufgaben und Ziele der Jugendberatung
3.4 Was macht einen guten Jugendberater aus?
3.5 Klientenzentrierte Gesprächsführung als Beratungsstrategie
3.6 Wo verläuft die Grenze zwischen Therapie und (Jugend)Beratung?
4. Jugendberatung in der offenen Jugendarbeit
4.1 Jugendberatung im Rahmen von Jugendarbeit in §11 KJHG
4.2 Funktionale und institutionelle Jugendberatung
4.3 Vor- und Nachteile funktionaler Jugendberatung am Beispiel der offenen Jugendarbeit
4.3.1 Offenheit der Situation
4.3.2 Die Frage der Trägerschaft
4.3.3 Aspekte der Beratungsbeziehung
4.3.4 Zugänge zur Beratung
4.3.5 Grenzen von Jugendberatung in der offenen Arbeit
5. Abschließende Bemerkungen
Literaturverzeichnis
Beratung ist keine Erfindung moderner Gesellschaften, aber im Zuge umwälzender sozialer und technischer Veränderungen kommt es seit einigen Jahren zu einer kontinuierlichen Ausweitung von Beratung.[1]Bereits in den 70er Jahren konnte man von einem regelrechten „Beratungsboom“ sprechen. Zu diesem Zeitpunk stellte Beratung eine Professionalisierungschance dar, die mit der Absicht verbunden war, zur Aufhebung von Benachteiligungen beizutragen.[2]Heute – nach zunehmender Ausdifferenzierung des Arbeitsfeldes – ist Beratung aus vielen Bereichen des menschlichen Lebens nicht mehr wegzudenken. Wortzusammensetzungen wie Rechts-, Steuer-, Verbraucher-, Schuldner- und Vermögensberatung weisen darauf hin, dass unsere Lebensumwelt sehr viel komplexer geworden ist[3]und sich Beratungsanlässe bereits aus alltäglichen Zusammenhängen ergeben, ohne dass eine Krisensituation vorliegen muss. Längst kann man nicht mehr von einer Randständigkeit der Beratung sprechen, sondern von einer Etablierung der Beratung als zentrale „Kommunikations- und Interaktionsform“[4], die sämtliche Bereiche des Alltags durchdringt. Sickendieck, Nestmann und Engel unterstreichen mit ihrer Definition von Beratung deren Bedeutung und bezeichnen Beratung als eine
[...] weitverbreitete und vielfältige Hilfeform, eine der zentralen professionellen Handlungsorientierungen und eine der wichtigsten Methoden sozialer, sozialpädagogischer und psychosozialer Arbeit.[5]
Entwicklungsgeschichtlich lässt sich Jugendberatung als Thema dieser Arbeit schwer einordnen. Jugendberatung ist weder dem „mainstream“[6]an Beratungsangeboten zuzurechnen, noch den „zeitphänomenabhängigen Bindestrich-Beratungen“[7]. Fest steht aber, und darin ist sich die Fachöffentlichkeit einig, dass gerade heute, in einer Zeit, in der sich so viele widersprüchliche Anforderungen an die Lebensphase Jugend richten, Beratung für Jugendliche so wichtig ist wie noch nie.[8]Auch Walter Hornstein als einer der führenden Beratungstheoretiker ist von der Wichtigkeit jugendberaterischer Tätigkeit überzeugt. Allerdings stellt er bereits Mitte der 70er Jahre fest, dass es in unserer Gesellschaft kaum Formen der Beratung gibt, die spezifisch auf die Probleme und die Bewusstseinslage Jugendlicher zugeschnitten sind.[9]
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Beratung für Jugendliche“ und untersucht hierbei, inwieweit das Arbeitsfeld der offenen Jugendarbeit geeignet ist, erfolgreiche Jugendberatung zu leisten. Dabei gilt es zunächst, die gesellschaftlichen Modernisierungsprozesse als Nährboden für den erhöhten Beratungsbedarf ansatzweise zu beleuchten, und darzustellen, welche Auswirkungen dies auf die Lebensphase Jugend hat. In diesem Zusammenhang wird auch gezeigt, mit welchen veränderten Problemlagen Jugendliche heute konfrontiert werden und was das für Jugendberatung bedeutet.Zentrale Fragen sollen sein: Was ist überhaupt Jugendberatung? Was kann und sollte sie leisten?Als gängigste Beratungsstrategie wird im Anschluss die klientenzentrierte Gesprächsführung kurz vorgestellt. BesonderesAugenmerk gilt abschließend den Fragen, wie Jugendberatung in der offenen Jugendarbeit verortet ist und wo Vor- und Nachteile im Vergleich zu institutioneller Jugendberatung zu suchen sind.
