Bertha will in die Sonne - Sabine Marya - E-Book

Bertha will in die Sonne E-Book

Sabine Marya

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Beschreibung

Waagerechter Regen und Sturm - Deichschaf Bertha hat die Nase so voll von dem nordfriesischen Februar-Schietwetter. Sie will nur noch in die Sonne! Was für ein Glück, dass Ulrike und Olaf auf der Suche nach jemanden sind, der Zeit und Lust hat, auf einem Forschungsschiff mit nach Afrika zu fahren, um auf dem Schiff für den Kinderschutz Spenden zu sammeln. So kommt Bertha tatsächlich in die Sonne ... Die Benefiz-Aktion »Bertha will in die Sonne - zu Gunsten des Kinderschutzbundes Nordfriesland« fand tatsächlich statt: 2014 fuhr eine plüschige Bertha aus Bertas Wollscheune mit einer Spendendose auf einem Forschungsschiff mit nach Afrika. Aus dieser Aktion hat die Autorin Sabine Marya eine fröhliche Bertha-Geschichte gewebt. Illustriert wurde das Buch mit Fotos von der Aktion und mit Fotos von Bertas Wollscheune, wo u. a. die plüschigen Berthas von Ulrikes Nadeln hüpfen.

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Seitenzahl: 50

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Bertha will in die Sonne

Eine BENEFIZ-Aktion für den Kinderschutz

Ulrike Obermeyer (Hrsg.)

und

Sabine Marya (Autorin)

Engelsdorfer Verlag

Bibliographische Information durch die Deutsche Bibliothek:

Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen

Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet

über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Copyright (2017) Engelsdorfer Verlag

Alle Rechte bei den Autoren/ Künstlern

Umschlaggestaltung: Hans Weiss

Coverbild: Olaf W. Schmitz

Hergestellt in Leipzig, Germany (EU)

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Hinweise

Bertha will in die Sonne

Bertas Wollscheune

GUTES tun für die Renate-Rennebach-Stiftung

Über mich, das außergewöhnliche Deichschaf Bertha

Bertha will in die Sonne

eine BENEFIZ-Aktion für den Kinderschutz

aufgeschrieben von Sabine Marya

Fotos von Olaf W. Schmitz und Ulrike Obermeyer

Moin, moin,

ich bin Bertha und lebe in Nordfriesland.

Von März bis Oktober arbeite ich als Deichschaf, was ein sehr wichtiger Job ist, denn Deiche schützen unsere Küste. Und in der Winterzeit stehe ich im warmen Stall von Bauer Hünning und denke über das Leben nach, was ebenfalls sehr wichtig ist.

Am liebsten esse ich Popcorn und Möhren. Leider wächst beides nicht auf dem Deich und die meisten Menschen glauben immer noch, dass es Schafen ausreicht, nur Gras zu fressen. Tut es natürlich nicht, wenn das Leben bunt sein soll! Aber keine Sorge: ich sorge schon dafür, dass mein Leben und das der Kinder bunt ist.

Wollt Ihr mehr darüber wissen? Da habt Ihr jetzt aber wirklich Glück, denn es gibt hier in Nordfriesland nicht nur Schafexperten, sondern auch so richtig gute Schafversteher, die alles aufschreiben und aufmalen und fotografieren, was ich so erlebe. Hier habt Ihr jetzt das neueste Bertha-Buch in der Hand: „Bertha will in die Sonne“, wir wünschen Euch viel Spaß damit!

Wisst Ihr, dass es nicht nur Bertha-Bücher gibt, sondern auch „GUTES tun mit Bertha“? Ganz besonders engagieren wir uns mit verschiedenen Aktionen für die wichtige Kinderschutz-Arbeit und für Kinder.

Mehr darüber erfahrt Ihr auf meiner Homepage www.bertha-aus-nf.de

Viele liebe Grüße an Euch alle aus Nordfriesland

und Prost Möhrensaft, Eure Bertha.

Dieses Buch widmen wir

Anton, Benno, Fynn Carlo, Noah-Lui, Gesa, Leia

und allen, die noch kommen werden, sowie

allen kleinen und großen Sonnen-Freunden

und denen, die es werden wollen.

Und wir widmen dieses Buch

allen oberfeinen Kinderschutz-Unterstützern.

Wir danken allen,

die dieses Projekt so wunderbar unterstützt haben,

besonders dem Team auf dem FS SONNE!

Prost Möhrensaft auf Euch und auf Euer Engagement!

Moin, moin und viel Spaß Euch jetzt mit „Bertha will in die Sonne“

Es war einer von diesen grauen Februar-Tagen, wie es sie manchmal in Nordfriesland gibt: Nieselregen wechselte sich ab mit waagerechtem Regen und wenn es mal für einen Moment aufhörte zu regnen, dann waberte der Nebel über Felder und Wiesen. Berthas Laune war auf dem absoluten Tiefpunkt.

Bis auf das Streberschaf dösten alle Schafe im Stall vor sich hin. Die Mäuse hatten sich irgendwo im Stroh verkrochen und verschliefen den grauen Tag. Deprimiert starrte Bertha aus dem Stallfenster. „Was für ein Schietwetter“, seufzte sie. Und dann flüsterte sie vor sich hin: „Kann es nicht endlich mal wieder Sonne geben?“

Mürrisch schaute das Streberschaf von seiner Lektüre über Deichpflege auf und blökte: „Bertha, wann kommt das endlich bei dir an? Jetzt ist Stallzeit, da kann uns das Wetter doch völlig egal sein. Anstatt aus dem Fenster zu schauen, mache mal was Vernünftiges. Hier, nimm mal lieber ein Buch und lies ein bisschen über Deichpflege, das kann dir auch nicht schaden. Oder döse ein bisschen vor dich hin, wie die anderen Schafe auch. Oder hilf deiner Schwester Luise beim Backen, dann hast du hinterher das Gefühl, etwas Nützliches getan zu haben und verbringst deine Zeit sinnvoll und kommst dabei auch noch reichlich ins Schwitzen, wenn der Backofen dich wärmt.“

Bertha schaute einen Moment ihrer Schwester zu, die ihre neue geblümte Schürze trug und summend Teig verrührte. Dann schüttelte Bertha mit dem Kopf. „Nein, ich habe jetzt absolut keine Lust zu backen und erst recht nicht, dabei zu helfen. Ich will Sonne und Licht und richtige Draußenwärme, keine Backofenwärme.“

„Ich kann dich gut verstehen, liebe Bertha“, sagte Luise. „Ich liebe Kuchenbacken und bin dabei so glücklich, aber du sehnst dich nun schon seit Wochen nach Sonne. Hier, du darfst gleich die Teigschüssel auslecken, dann hast du einen kleinen Moment Freude.“ Luise füllte den Teig in die Form und reichte ihrer Schwester dann die Schüssel.

„Oh, was für eine gute Idee“, freute sich Bertha. „Kleine Freuden sind auch wichtig, sagt Hede, die Eierfrau immer.“

„Und wo Hede recht hat, da hat sie recht“, nickte Luise. „Gutes Leckern, liebe Bertha.“

Schmatzend leckte Bertha die Teigschüssel aus. „Oberlecker“, sagte sie dabei immer wieder.

Danach wanderte Berthas Blick wieder zum Stallfenster. „Ach je“, seufzte sie. „Immer noch Schietwetter!“

„Ja, was denkst du denn“, blökte das Streberschaf. „Wir haben Februar. Da muss das so sein!“

Typisch Streberschaf, es begriff einfach nicht, dass sich ein Deichschaf wie Bertha im Winter nach Sonne sehnte. Bertha atmete ganz tief ein und aus, um wegen dieses Themas nicht schon wieder wie erst gestern und vorgestern laut los zu brüllen.

„Ich muss hier raus“, beschloss sie danach. „Wenigstens ein bisschen frische Deichluft, wenn ich schon keine Sonne habe.“ Also setzte sie sich eine Mütze auf, wickelte sich einen Schal um und stapfte hinaus an diesen grauen Februartag. Der Wind zerrte an Berthas Schal und an ihrer Wolle und immer wieder sprühte ein feiner Nieselregen über die Marsch. In der Knickhecke versteckten sich ein paar Spatzen, eng aneinander gekuschelt und eine einsame Krähe stolzierte über das aufgeweichte Feld. Bertha winkte den gefiederten Tieren zu, aber niemand von ihnen war in Schnacklaune, was man ihnen ja wohl auch nicht verdenken konnte bei diesem Schietwetter. „Ich habe ja immerhin noch einen warmen trockenen Stall“, murmelte Bertha. „Aber diese armen Vögel, die müssen bei jedem Wetter draußen sein. Kein Wunder, dass ein Teil von ihnen jedes Jahr die weite Reise in den Süden macht. Ich glaube, wenn ich Flügel hätte, dann würde ich das auch so machen und ein Zugvogel sein.“