Bilder aus der Anderwelt - Simon R. Green - E-Book
Beschreibung

Mein Name ist John Taylor. Ich bin Privatdetektiv in der Nightside, der finsteren, kaputten Stadt im Herzen Londons, wo nie die Sonne scheint und Lust und Schrecken immer zu haben sind - wenn man sie bezahlen kann. Der Herausgeber des Unnatural Inquirer - des berüchtigtsten Schundblatts der Nightside - hat mir eine Million Pfund geboten, wenn ich den Mann finde, der behauptet, Beweise für das Leben nach dem Tod auf DVD zu haben. Der Inquirer hat dem Kerl viel Geld geboten. Dann ist er mitsamt der DVD verschwunden. Ich weiß nicht, ob das Ding echt ist - aber für eine Million Pfund bin ich bereit, es zu glauben. Das Problem ist, dass der Scheibe noch jemand auf der Spur ist - jemand mit sehr viel Macht. Wer auch immer es ist, setzt alles daran, die Aufnahme vor mir zu finden ...

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Seitenzahl:308

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Autor: Simon R. Green

Deutsch von: Dominik Heinrici

Lektorat: Oliver Hoffmann

Korrektorat: Andrea Bottlinger und Thomas Russow

Art Director, Satz und Gestaltung: Oliver Graute

© Simon R. Green 2007

© der deutschen Übersetzung Feder&Schwert 2010

E-Book-Ausgabe

ISBN 978-3-86762-1398-0

Originaltitel: The unnatural Inquierer

Bilder aus der Anderwelt ist ein Produkt von Feder&Schwert unter Lizenz von Simon R. Green 2007. Alle Copyrights mit Ausnahme dessen an der deutschen Übersetzung liegen bei Simon R. Green.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck außer zu Rezensionszwecken nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Die in diesem Buch beschriebenen Charaktere und Ereignisse sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit zwischen den Charakteren und lebenden oder toten Personen ist rein zufällig.

Die Erwähnung von oder Bezugnahme auf Firmen oder Produkte auf den folgenden Seiten stellt keine Verletzung des Copyrights dar.

www.feder-und-schwert.com

In der Nightside endet die Nacht nie. Verborgen im finsteren, magischen Herzen Londons wandeln Träume in geborgtem Fleisch, und die Versuchung ist ebenso wie die Erlösung immer im Sonderangebot. In der Nightside findet man alles, was man will; es sei denn, es findet einen zuerst.

Heißes Neon, finstere Schatten, mehr Sünde, als das Limit einer Kreditkarte erträgt, wilde Clubs und noch wildere Musik. Ziehen Sie Ihre Tanzschuhe an und tanzen Sie, bis die Füße bluten. Die Nacht ist unendlich, und der Spaß hört nie auf. Aber irgendwo hat irgendjemand eine Kugel, die Ihren Namen trägt.

Mein Name ist John Taylor. Privatdetektiv, verlorene Seele und auf der Suche nach Erlösung inmitten der Verdammnis. Ich habe eine besondere Gabe, Dinge zu finden, aber meistens finde ich nur Ärger. Heuern Sie mich an, wenn Sie die Wahrheit wissen wollen. Gerechtigkeit kann ich nicht garantieren, nicht einmal ein Happy End ... aber wenn alle Leichen am Boden liegen und alle tröstlichen Illusionen in Fetzen hängen, können Sie wenigstens die Wahrheit an Ihr blutendes Herz drücken.

Ich bin John Taylor, und dies ist die Nightside; diese Geschichte ist nichts für Leute, die alles glauben, was in der Zeitung steht.

1

Der Zorn der Loas

Eines der vielen Probleme an meinem Job als Privatdetektiv, sieht man einmal von all den vielen Leuten ab, die mich oft aus durchaus nachvollziehbaren Gründen töten wollen, ist, dass man warten muss, bis die Arbeit zu einem kommt. Da ich mich aber weigere, in meinem Büro herumzusitzen, weil all die technischen Geräte, die meine Sekretärin Cathy installiert hat, mir eine Heidenangst einjagen, sitze ich die meiste Zeit in Bars herum und warte, dass etwas passiert. Alles in allem keine schlechte Art und Weise, sein Leben zu verbringen. Aber letztlich ist es mit Fällen wie mit Bussen; man wartet Ewigkeiten auf sie, und dann kommen drei auf einmal.

Ich bin ein Privatdetektiv der alten Schule, bis hin zum langen weißen Trenchcoat, dem alles andere als traditionellen guten Aussehen und der schurkisch-geheimnisvollen Aura, die aufrechtzuerhalten ich mir größte Mühe gebe. Man sollte andere immer im Unklaren lassen. Ein guter oder wahrscheinlich eher ein schlechter Ruf schützt besser als ein Kevlar-Overall. Ich untersuche seltsame, außergewöhnliche Fälle, Sünden und Probleme, die selbst für die Nightside zu finster und zu fies sind. Ich mache keine Scheidungen und trage keine Waffe. Das hatte ich noch nie nötig.

Ich hatte gerade einen recht einfachen Fall abgeschlossen, als der Ärger losging. Der leicht hysterische Leiter einer der berühmtesten Bibliotheken der Nightside, der H.-P.-Lovecraft-Gedächtnis-Bibliothek, hatte mich hinzugezogen. Sie prahlte damit, mehr verbotene Bücher unter einem Dach zu versammeln als jede andere vergleichbare Einrichtung. Ich hatte in der Vergangenheit einige ihrer Staatsstücke durchgeblättert und war nicht beeindruckt gewesen. Natürlich hatten sie das Necronomicon in achtundvierzig Sprachen, darunter Braille, und einen der wenigen Volltexte des Pontius-Pilatus-Evangeliums. Sie hatten sogar Satans Letztes Testament, das ursprünglich auf die Innenseite der Gebärmutter der gefallenen Nonne von Lourdes tätowiert worden war. Aber vieles davon waren nur Touristenattraktionen. Das Buch der unaussprechlichen Kulte, Satanismus für Anfänger und Fliegenfischen am Styx. Nichts, was den Geist erweitern oder die Seele gefährden könnte.

Man hatte mich hinzugezogen, weil man siebenundzwanzig Kunden der Bibliothek mit großen Augen und leerem Geist zwischen den Bücherstapeln umherwandernd aufgefunden hatte. Sie hatten keine Spur einer Persönlichkeit oder von bewusstem Denken mehr. Das waren für einen Montagmorgen ungewöhnlich viele, selbst für die H.-P.-Lovecraft-Gedächtnis-Bibliothek. Mit Hilfe meiner Gabe entdeckte ich rasch, dass eine jüngst erworbene Abhandlung Menschen gelesen hatte ... Ich überredete das Buch, die Persönlichkeiten zurückzugeben, von denen die meisten sogar im richtigen Körper landeten, und machte es mit den Wundern des Internets bekannt. Das würde es beschäftigt halten, bis die Bibliothek es woanders hinschicken konnte.

Also allgemeines glückliches Lächeln, eine Brieftasche voll Barem (ich nehme keine Schecks und kein Plastik und bitte nie um Kredit, weil eine Weigerung dazu führen könnte, dass der Betreffende einen Ellbogen zwischen die Augen bekommt), und ich war alles in allem ganz zufrieden mit mir ... bis ich die Bibliothek verließ und am Fuß der Treppe Walker und Suzie Shooter auf mich warten sah. Wahrscheinlich zwei der gefährlichsten Menschen in der Nightside.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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