Verlag: BookRix Kategorie: Gesellschafts- und Liebesromane Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2018

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Sicherung: Wasserzeichen

E-Book-Beschreibung Bittersweet Discipline - Mia Kingsley

Ethan Es ist mir scheißegal, dass Alexa – oder wie auch immer sie heißt – behauptet, seit neun Monaten für mich zu arbeiten. An die Kurven und den Arsch könnte ich mich ganz sicher erinnern. Ich weiß nicht, wie oft sie mit der Nummer schon durchgekommen ist, aber bei mir wird sie es nicht schaffen. Ich habe andere Pläne für Alexa Caine.Alexa Seit sieben Jahren raube ich mit meinen Komplizinnen reiche Firmen aus. Bisher ist immer alles glatt gegangen. Rein, Geld erbeuten, wieder raus. Niemand wird verletzt. Bis jetzt. Ethan Cohen hat unseren Trickbetrug durchschaut – und schlimmer noch: Er droht damit, mich der Polizei zu übergeben, wenn ich mich weigere, die Schulden in seinem Schlafzimmer abzuarbeiten. Als seine Sexsklavin. Das kann er nicht ernst meinen. Oder?Dark Romance. Düstere Themen. Eindeutige Szenen. Deutliche Sprache. In sich abgeschlossen.

Meinungen über das E-Book Bittersweet Discipline - Mia Kingsley

E-Book-Leseprobe Bittersweet Discipline - Mia Kingsley

Bittersweet Discipline

Novelle

Mia Kingsley

Dark Romance

Copyright: Mia Kingsley, 2016, Deutschland.

Coverfoto: © Mia Kingsley unter der Verwendungvon

© Micko1986 –Stock photo ID:56999448 – istockphoto.com

Korrektorat:www.sks-heinen.de

Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder eine andere Verwertung ist nachdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin gestattet.

Sämtliche Personen in diesem Text sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind zufällig.

Black Umbrella Publishing

www.blackumbrellapublishing.com

Inhalt

Einführung

Prolog

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Über Mia Kingsley

Einführung

Okay, langsam sollte der Drill bekannt sein: Harter Sex, dominante Männer und ein gewisser Nervenkitzel sind fester Bestandteil meiner Geschichten.

Wenn Blut, grenzwertiges Einvernehmen, der Verzicht auf Verhütungsmittel und derbe Sprache nicht Deiner Vorstellung einer Liebesgeschichte, – sei sie noch so dunkel –, entsprechen, bitte ich Dich höflich, das Buch zur Seite zu legen, denn es wird Dir nicht gefallen.

Meinen anderen Leserinnen und Lesern wünsche ich vielSpaß.

PS. Es ist übrigens absolut nicht notwendig, dass Du Deine Leserbriefe immer mit den Worten einleitest: »Eigentlich lese ich so etwas nicht und es sollte mich auch nicht erregen, aber …«

Wir verstehen uns schon. ;)

Deine Mia <3

Prolog

Ethan

Diese miese Schlampe!

Ich hatte beide Hände auf den Schreibtisch gestützt und starrte auf den Computerbildschirm. Die Mail bestätigte meine schlimmsten Vermutungen.

Mir war nicht einmal ganz klar, ob mir vor Wut heiß oder kalt war, aber ich spürte eine Menge – eine verdammte Menge Emotionen.

Wie konnte sie glauben, damit durchzukommen?

Weil ich Gefahr lief, den Laptop zu zertrümmern, wandte ich mich abrupt ab, verschränkte die Hände hinter dem Rücken und starrte aus dem Fenster. Der Anblick der winzig kleinen Menschen unten auf der Straße beruhigte mich für gewöhnlich.

Wie Ameisen wuselten sie ihres Weges und eilten emsig zu einem nur ihnen bekannten Punkt. Normalerweise konnte ich spüren, wie mein Herzschlag sich verlangsamte und meine Atmung ruhiger wurde, wenn ich dieses Schauspiel betrachtete.

Doch heute nicht. Heute war ich zu aufgebracht.

Konnte ich mich getäuscht haben? War vielleicht ein Fehler in der Rechnung? Ich blätterte durch den Ausdruck, den ich mir gemacht hatte. Nein, es stand außer Frage, was passiert war. Meine Assistentin hatte mich hinters Licht geführt und mir in den letzten neun Monaten etwas mehr als eine Million Dollar gestohlen.

Entweder sie war verdammt clever und abgebrüht – oder eine absolute Idiotin. So oder so stand ich kurz davor, es herauszufinden. Ich konnte es kaum erwarten, sie in meinem Büro zu haben.

Meine Zähne knirschten, als ich sie aufeinanderpresste. Ich würde mich nicht zum Narren halten lassen. Niemand hatte das Recht, mich zu bestehlen.

Ich dachte, es wäre ein cleverer Schachzug gewesen, Alexa einzustellen, damit sie mir den Rücken freihielt. Was an sich auch sehr gut funktioniert hatte, allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie Geld abzweigen würde. Verdammt vielGeld!

Nachdem ich mich dazu gezwungen hatte, fünf Minuten lang nichts anderes zu tun, als tief ein- und auszuatmen, griff ich nach dem Telefonhörer.

»Alexa?«

»Ja, Mister Cohen?«

Irgendetwas an ihrer Stimme war … anders. Verführerischer als sonst. Sie klang in der Regel kühl und distanziert, nie so atemlos wie gerade. Mein Schwanz hatte vorher noch nie darauf reagiert, wie sie das Wort »Mister« hauchte.

Ich rieb mir über die Nasenwurzel und lenkte meine Gedanken in andere Bahnen. Statt mich in sexuellen Fantasien zu ergehen, sollte ich mich auf das Problem konzentrieren.

Und Alexa Caine war ein verdammtes Problem, um das ich mich schleunigst kümmern musste.

»Sagen Sie alle Termine für heute ab und geben Sie am Empfang Bescheid, dass wir nicht gestört werden wollen. Unter keinen Umständen. Danach erwarte ich Sie in meinemBüro.«

Eigentlich hatte ich direkt die Polizei rufen wollen. Für Lügner, Betrüger und Diebe hatte ich absolut keine Toleranz. Es war verrückt und ich zweifelte ernsthaft an meinem Verstand, aber irgendetwas in Alexas Tonfall hatte mich besänftigt.

Wenn ich ehrlich war, war es nicht nur Besänftigung, die ich spürte, sondern auch Erregung. Diesen unterwürfigen Ton kannte ich gar nicht vonihr.

Ich setzte mich in den großen ledernen Schreibtischstuhl und wartete. Dabei ermahnte ich mich immer wieder, ihr nicht sofort den Kopf abzureißen, sondern mir anzuhören, was sie zu sagen hatte.

Vielleicht deutete ich die Situation falsch. Möglicherweise gab es eine Erklärung dafür, wie die Million von den Geschäftskonten verschwundenwar.

Als das knappe Klopfen an der Tür ertönte, rief ich mürrisch: »Herein.«

Die großen Flügeltüren schwangen nach innen und die Verführung in Person betrat mein Büro. Die schwarze Bluse spannte über ihren Brüsten, der schwarze Rock schmiegte sich an die verlockend gerundeten Hüften und die rötlichen Haare fielen in weichen Wellen auf ihre Schultern.

Sie trug rote High Heels, die mehr nach »Fick mich« als nach »seriöser Geschäftsfrau« aussahen, und einen passenden Lippenstift.

Sie war bildschön, alles, was ich bei einer Frau wollte und noch mehr – aber sie war nicht meine gottverdammte Assistentin. Ich hatte sie nie zuvor in meinem Leben gesehen.

»Guten Morgen, Mister Cohen. Hier ist Ihr Kaffee, ein Schluck Milch, kein Zucker, wie immer.«

Kapitel1

Alexa

Obwohl Cameron mir alles immer wieder erklärt hatte, verspürte ich das vertraute Kribbeln der Aufregung tief in meiner Magengegend. Es gab nichts Besseres.

Der Wachmann am Eingang hieß Hugo und ich musste nur »Hi Hugo« sagen, wie ich es jeden Morgen in den letzten neun Monaten getan hatte.

Hinter dem protzigen Marmortresen in der Eingangshalle saß Betsy, bei ihr würde ich die Post einsammeln.

»Guten Morgen, Betsy. Wie geht es Charlie heute?«

Charlie war Betsys Basset Hound, der seit einigen Wochen Magenprobleme hatte und Kortison nehmen musste.

»Besser. Danke der Nachfrage, Alexa. Hier sind die Post und ein Muffin für dich.« Sie zwinkerte mir zu und ich lächelte.

»Danke. Wegen dir muss ich heute schon wieder zum Sport.«

Wir lachten beide und ich wandte mich nach rechts, um zu den Aufzügen zu gelangen. Bisher hatte Cameron ganze Arbeit geleistet und alles lief vollkommen glatt. Niemand schien zu bemerken, dass die Alexa, die heute bei Cohen Industries LLC aufgetaucht war, nicht die Alexa war, die gestern zur Arbeit gekommenwar.

Aber in den vergangenen sieben Jahren war es noch nie jemandem aufgefallen – und wenn doch, dann war es längst zu spät gewesen.

Ich holte die kleine Chipkarte aus der Tasche meines schwarzen Trenchcoats und schob sie in den Schlitz, um den privaten Aufzug zu rufen, der direkt in die oberste Etage vor die Tür des Bosses persönlich führte. Ethan Cohen, mein direkter Vorgesetzter, mit dem ich mir die gesamte Etage teilte.

Cohen Industries LLC verdiente an jedem dritten Software-Deal in Nordamerika und jedem fünften in Europa mit. Seit sechzehn Jahren führte Ethan das Unternehmen im strengen Alleingang und hatte ein Vermögen angehäuft, das selbst manche Scheichs neidisch werdenließ.

Allerdings hatte Cameron bei unserem letzten Treffen erklärt, dass Ethan zwar rattenscharf aussah, aber nur all work, no playwar.

Sie hatte mehr als einmal versucht, ihn anzuflirten, und war gnadenlos abgeprallt. Ethan sei so zugeknöpft, hatte sie gesagt, dass sie sich nicht einmal sicher war, ob er ihre Flirtversuche überhaupt als solche wahrgenommenhabe.

Ich betrat den Aufzug und tippte den achtstelligen Zahlencode ein, den ich mir eingeprägt hatte. 7-6-7-5-7-8-7-9.

Die Kabine glitt in die Höhe und das Magenflattern verstärkte sich. Gott, wie sehr ich diesen Moment liebte. Die Aufregung, die Nervosität, der Kick, möglicherweise erwischt zu werden.

In der Highschool hatten Cameron und ich zum ersten Mal die Rollen getauscht, als sie drohte, in Mathematik durchzufallen. Wir hatten uns schon immer unglaublich ähnlich gesehen und die Idee war einfach zu naheliegend gewesen. Dafür hatte sie mich in Spanisch gerettet. Nachdem wir damit durchgekommen waren, hatten wir nicht mehr aufhören können.

Als wir schließlich Ryanne getroffen hatten, die extrem begabt mit Computern, Hacking und dem ganzen Nerdkram war, aber sich eher umgebracht hätte, als einen Schritt vor die Haustür zu setzen, wussten wir, dass wir ein unschlagbares Team abgeben würden.

Wir taten ja niemandem weh. Männer wie Ethan Cohen merkten es doch gar nicht, wenn sie eine oder zwei Millionen Dollar weniger auf dem Konto hatten. Um unser Gewissen zu beruhigen, spendeten wir stets ein Viertel unserer Beute an gemeinnützige Organisationen, bevor wir weiterzogen und die nächste Firma auskundschafteten.

Ich verließ den Aufzug, stellte meine Tasche rechts neben den Schreibtisch, knöpfte meinen Mantel auf und hängte ihn ordentlich an die Garderobe, bevor ich das Papier vom Muffin zog, um ihn essen zu können.

Daran, dass die großen Flügeltüren hinter mir geschlossen waren, konnte ich ablesen, dass Ethan bereits da sein musste. Cameron hatte gesagt, dass die Türen nur offen standen, wenn er nicht in seinem Bürowar.

Ich blickte schnell in alle Schubladen, doch alles sah genau aus, wie Cam es beschrieben hatte.

Zugegebenermaßen war ich auf Ethan Cohen gespannt, denn ich hatte ihn zwar auf Fotos gesehen, aber das war noch immer etwas anderes, als jemanden persönlich zu treffen.

Obwohl ich bereits eine Kopie des Kalenders hatte, blätterte ich ihn noch einmal durch, um sicherzugehen, dass ich alle Termine kannte. Der erste Tag war der wichtigste, denn wenn ich mich heute nicht durch irgendeine Dummheit oder mangelndes Wissen verriet, dann würden wir problemlos mit unserem Vorhaben durchkommen.

Genauso, wie wir bisher immer durchgekommen waren. Wir hatten alles im Griff.

Als das Telefon schrillte, zuckte ich trotzdem zusammen. Dabei war ich auf diesen brutalen Klingelton vorbereitet worden.

Ich hob ab und lauschte.

»Alexa?«

Wow, seine Stimme war sehr viel tiefer, als ich es mir vorgestellt hatte. Alexa war mein richtiger Name und deshalb lief mir ein Schauer über den Rücken, als er ihn aussprach. Bescheuert, aberwahr.

»Ja, Mister Cohen?«

Es gab keinen Grund zur Beunruhigung, das sagte ich mir immer wieder. Trotzdem verstärkte sich das Flattern in meinem Magen.

»Sagen Sie alle Termine für heute ab und geben Sie am Empfang Bescheid, dass wir nicht gestört werden wollen. Unter keinen Umständen. Danach erwarte ich Sie in meinemBüro.«

Okay. Ich kannte ihn noch nicht lang genug, aber er klang angespannt, vielleicht sogar wütend. Cameron hatte gesagt, dass gestern, als sie gegangen war, alles vollkommen normal gewesen war, also würde es nichts mit mir oder unserem Plan zu tun haben.

Ich würde tun, was er sagte, und notfalls improvisieren. Das war immerhin meine Spezialität.

Die Anrufe waren schnell erledigt und ich stand auf, um ihm einen Kaffee zu holen. Männer waren leichter zu besänftigen, wenn sie das Gefühl hatten, dass man sich um sie kümmerte.

Gänsehaut breitete sich auf meinem Kopf aus, als mir überdeutlich bewusst wurde, wie allein wir in diesem Stockwerk waren. Der dichte Teppich unter meinen Schuhen schluckte jedes Geräusch, hier konnte ich mir wahrscheinlich die Seele aus dem Leib schreien, ohne gehört zu werden.

Irritiert schob ich die morbiden Gedanken beiseite und nahm die volle Kaffeetasse.

Genau wie von Cameron vorgegeben, klopfte ich kurz an der Tür und wartete auf sein »Herein«.

Als ich nach unten sah, entschied ich spontan, dass etwas mehr Ausschnitt nicht schaden konnte, und öffnete den obersten Knopf meiner Bluse. Je mehr Ablenkung da war, desto besser.

Er klang schlecht gelaunt, als er mir den knappen Befehl durch die geschlossene Tür entgegenbellte, und ich tratein.

»Guten Morgen, Mister Cohen. Hier ist Ihr Kaffee, ein Schluck Milch, kein Zucker, wie immer.« Ich zeigte ihm mein strahlendstes Lächeln.

Doch je länger der Moment dauerte, desto schwerer fiel es mir, es beizubehalten. Ethan Cohen starrte mich an, als wäre ich soeben mit einem Raumschiff gelandet.

Seine Augen wanderten von oben nach unten und wieder zurück, beide Male verharrte er länger auf meinen Brüsten, als der Anstand es eigentlich hätte zulassen dürfen.

In der Sekunde wusste ich, dass ich in ernsthaften Schwierigkeitenwar.

Er hob den Blick und sah mich aus durchdringenden grünen Augen an und obwohl ich eigentlich zu weit weg stand, konnte ich die goldenen Sprenkel seiner Iris erkennen. Die Lippen hatte er fest zusammengepresst und zwischen seinen dunklen Brauen zeigte sich eine steile Falte.

Der Anzug saß wie angegossen und ich fragte mich, wie Cameron hatte vergessen können zu erwähnen, dass Ethan Cohen der attraktivste Mann auf diesem Planetenwar.

Doch das Beeindruckendste war seine Ausstrahlung. Obwohl er nicht ein Wort gesagt hatte, seit ich den Raum betreten hatte, stand es außer Frage, dass er der Boss war, dass er die Kontrolle hatte und dass ich seinen Anweisungen folgen musste.

Seine dominante Aura sorgte bei mir für weiche Knie und ich spürte das leichte Zittern in der Hand, mit der ich den Kaffee hielt.

So sehr ich mich auch zu Ruhe und Gelassenheit rief, ich konnte mich nicht zusammenreißen. Das war nicht der erste Trickbetrug, an dem ich teilnahm, aber die schmerzhafte Erkenntnis, dass es sehr wohl mein letzter sein konnte, ergriff von mir Besitz.

»Ich habe eine Frage und ich werde sie nur einmal stellen, die Antwort sollte mir besser gefallen«, grollte er und löste damit ein Ziehen in meinem Unterleibaus.

Die Tasse zwischen meinen Fingern schien immer heißer zu werden und ich musste sie wegstellen, sonst würde ich sie über kurz oder lang fallen lassen.

Alles in mir sträubte sich, mich ihm zu nähern, aber sein Schreibtisch bot die einzige Möglichkeit, den Kaffee loszuwerden.

»Wer zur Hölle sind Sie?« Er ließ mich nicht aus den Augen.

Ich stellte die Tasse ab, strich meine Haare auf die Weise nach hinten, wie Cameron es auch immer tat, und schüttelte kurz den Kopf mit einem schiefen Lächeln, als hätte er etwas absolut Absurdes gesagt.

»Soweit ich weiß, bin ich Alexa Caine, Ihre Assistentin, Mister Cohen. Wie schon seit neun Monaten.« Ich blickte nach unten auf den Kalender, der aufgeschlagen auf seinem Tisch lag, und tippte mit der Fingerspitze auf das Papier. »Neun Monate und fünfzehn Tage, um genau zusein.«

Er packte mein Handgelenk so unvermittelt, dass ich erschrocken nach Luft schnappte. Sein Griff war eisern und schmerzhaftfest.

»Bullshit«, knurrte Ethan und zog mich näher zu sich. Aus der Nähe waren seine Augen noch intensiver und ich hätte den Moment sicher genossen, wenn mein Herz nicht ganz hinten in der Kehle geschlagen hätte.

»Mister Cohen, Sie tun mirweh.«

Spöttisch zog er eine Augenbraue hoch und schaute nach unten. Ich folgte seinem Blick bis zu meinen harten Nippeln, die verräterisch durch den Stoff meiner Bluse stachen.

»Wer bistdu?«

Sein Tonfall hatte sich verändert und meine Alarmglocken schrillten mit ohrenbetäubender Lautstärkelos.

»Mein Name ist Alexa Caine. Mister Cohen, ist alles in Ordnung mit Ihnen?«

Er seufzte und ließ sehr abrupt meinen Arm los, bevor er mit den Fingern schnipste und auf den breiten Ledersessel deutete, der vor seinem Schreibtisch stand.

»Setzen.«

Alles in mir rebellierte, seinem herrischen Tonfall zu gehorchen, aber ich konnte nicht anders und sank auf das butterweiche Leder. Ich zog meinen Rock nach unten, bevor ich Ethan zu viel meiner Schenkel zeigte, und räusperte mich leise.

»Mister Cohen, ich –«

»Sei still. Du weißt genau, warum du hier bist. Vor neun Monaten hast du angefangen, hier zu arbeiten, und nur eine Woche später ist das erste Mal Geld von den Konten verschwunden. Das ist kein Zufall, genau wie es kein Zufall sein kann, dass bis gestern noch eine andere Alexa Caine in mein Büro spaziert ist. Ich weiß noch nicht, wie ihr es angestellt habt, aber ich werde es herausfinden.« Er stützte beide Hände auf die Schreibtischplatte und beugte sich näher zu mir. »Und ich werde mein Geld zurückbekommen.«