Bizah - Ein Schüler der Wahrheit - Constance Kellough - E-Book

Bizah - Ein Schüler der Wahrheit E-Book

Constance Kellough

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Beschreibung

Während eines Familienurlaubs setzte sich Constance Kellough hin, um etwas zu schreiben. Unerwartet tauchte ein charmanter, verspielter und weiser Charakter vor ihren Augen auf: Bizah. Die Geschichten aus seinem Leben mit seinem Meister und seinen Freunden begannen regelrecht durch sie hindurch und auf das Blatt zu fließen. Kellough teilte diese Geschichten in ihren Meditationslehren und die Teilnehmer*innen begannen, Bizah und seine zeitlosen Lebenslektionen zu lieben. Genießen Sie diese universelle Sammlung von Fabeln in der Stille der Meditation, vorgelesen in Versammlungen, vor oder nach dem Yoga oder in eine Decke eingewickelt zur Schlafenszeit - und gewinnen Sie ein Stück Leichtigkeit zurück. Lassen Sie sich von Bizah an Ihre eigene angeborene Wahrheit erinnern, an die Unschuld, Weisheit und Güte, die in uns allen existiert. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie in einer bestimmten Situation tun sollen, fragen Sie sich einfach: "Was würde Bizah tun?

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Seitenzahl: 103

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Titel der Originalausgabe:

The Chronicles of Bizah

Copyright © 2020 by Constance Kellough, Autorin

und Mary Kellough, Illustrationen

Originally published in Canada by Namaste Publishing Inc., Vancouver

Constance Kellough

Bizah – Ein Schüler der Wahrheit

Projektmanagement:

Marianne Nentwig

Übersetzung:

Ute Weber

Lektorat:

Anke Schenker

Layout/Satz deutsche Ausgabe:

Wilfried Klei

Originalcover/-layout:

Mary Kellough

Druck & Verarbeitung:

Westermann Druck Zwickau

© Lüchow in Kamphausen Media GmbH, Bielefeld 2021

[email protected] | www.kamphausen.media

ISBN Printausgabe: 978-3-95883-529-0

ISBN E-Book: 978-3-95883-530-6

1. Auflage 2021

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diesePublikation in der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet überhttp://dnb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Funk, Fernsehen und sonstige Kommunikationsmittel, fotomechanische oder vertonte Wiedergabe sowie des auszugsweisen Nachdrucks vorbehalten.

Ein herzerwärmendes Buchmit zeitlosen Weisheitsgeschichten

Bizah

EINSCHÜLER DER WAHRHEIT

Constance Kellough

ILLUSTRATIONEN VON MARY KELLOUGH

An den Meister der Wahrheit in uns allen.

Während eines Familienurlaubs setzte sich Constance Kellough hin, um zu schreiben. Nach kurzer Zeit tauchte unerwartet eine charmante, verspielte und gleichzeitig weise Figur namens Bizah auf. Die Geschichten aus Bizahs Leben mit seinem Meister und seinen Freunden begannen durch sie hindurch auf die Seiten zu fließen.

Sie erzählte diese Geschichten in ihren Meditationsgruppen und bat die Teilnehmer, besonders achtsam zuzuhören. Sie liebten Bizah und lernten rasch die Lektionen, die er vermitteln wollte. Mit der Zeit wurde deutlich, dass die Welt ihn ebenfalls kennenlernen sollte.

Bitte genieße diese Geschichtensammlung

in der Stille der Meditation, laut vorgetragen

bei Zusammenkünften, vor oder nach dem Yoga oder

zur Schlafenszeit, während du eingekuschelt

unter deiner Bettdecke liegst.

Lass dich von Bizah an deine ureigene Wahrheit

erinnern – an die Unschuld, Weisheit und Güte,

die in jedem von uns existiert.

#WWBT?

Wenn du ratlos bist und nicht weißt,

wie du mit einer bestimmten Situation umgehen sollst,

dann frage dich einfach:

„Was würde Bizah tun?“

Bizah zweifelt an sich selbst

Des Meisters Füße waschen

Geben oder nicht geben?

Gefährten

Bloß rundlich

Rot und Blau

Bizah stellt eine Frage über das Laufen

Bizah geht laufen

Bizah hat das Gefühl, „gelaufen zu werden“

Sich Gedanken darüber machen, warum man sich sorgt

Eine Geschichte erzählen

Die Ankunft des Studentenprinzen

Der Studentenprinz lässt Bizah bescheiden werden

Akina und Bizah werden gute Freunde

Der Meister hat nur ein Gesicht

Bizah bekommt ein Haustier. Bizah verliert sein Haustier

Bizah beschließt, sein verlorenes Haustier nicht zu ersetzen

Bizahs nächstes Haustier findet ihn

Bizahs Katze wird vermisst

Wenn du es mit Unbewusstheit zu tun hast

Die Natur als unsere Lehrmeisterin

Einkaufen gehen

Bizah fertigt einen Hut an

Bizah lernt, auf seinen Körper zu hören

Ansporn zum Meditieren

Die Fehleinschätzung, die auf Angst beruht

Lärm

Tee für zwei

Ein gutmütiger Narr

Die andere Wange hinhalten

Wonach suchst du?

Zwei humpelnde alte Männer

Unerwartetes Geschenk

Ein weiterer Beweis für das Einssein

Akina wird zum Mann

Etiketten

Adler, die hoch fliegen

Sei offen dafür zu empfangen, aber vergiss auch nicht auszusenden

Bizah versucht, den Meister hereinzulegen

Alles Gute, Hündchen

Bizahs Robe

Drei Vögel sorgen für Unruhe

Kaufen oder nicht kaufen?

Regentage

Wann man auf eine Bitte um Hilfe reagieren sollte

Den Hungernden zu essen geben

Bizahs Lebensziel

Golfstunden

Bizah macht sein Bett

Decken

Mögen die Lasten verschwinden

Ein unbekümmerter Vogel?

Frieden trifft Wut

Bizah als Schüler

Bizah stellt seine Realität infrage

Humbug!

Bizah träumt, er habe seinen Geldbeutel verloren

Die Freude des Angelns

Bizah lernt die richtige Anwendung von Gewalt

Schon jetzt ein Meister

Bizah bereitet spontan eine Suppe zu

Urteil versus Tatsache

Wegweiser

Leiden

Bizah gelangt halb dorthin

Das Geschenk der Präsenz

Bizah lernt, wie wichtig es ist, sich dem Leben hinzugeben – egal, was es bringt

Bizah erkennt das Geschenk der ungeteilten Aufmerksamkeit an

Bizah erzählt Tonga etwas über den Körper

Der Pflaumenbaum

Anderen einen Teil unserer Zeit schenken

Das Ende des Wartens

Bizah hat Albträume

Das größte Geschenk

Zu viele Süßigkeiten essen

Tonga beeindruckt Bizah

Ein langer Tagesausflug

Sich keine Sorgen um andere machen

Wütende Kritik verstehen

Dienen

Der Mythos des Mannes mit der Maske

Zu viel des Guten?

Bizah lernt etwas über Dankbarkeit

Bizah und der Dieb

Adler fliegen sehen

Verbaler Schlagabtausch

Nach einer Weile ist die Verkleidung beunruhigend

Wenn die Arbeit zu schwer ist

Geben und Nehmen Teil I

Geben und Nehmen Teil II – Die Lektion geht weiter

„Nein“ sagen und sich gut damit fühlen

Bizah lernt noch mehr über das Geben und Nehmen

Wenn keine Fische anbeißen?

Bizah und sein Meister

Unterbrochenes Leben

Wie Bizah das Licht der Welt erblickte

Bizah zweifelt an sich selbst

„Meister“, sagte Bizah, „ich habe vier Jahre lang voller Hingabe und Eifer bei Euch studiert. Ich glaube nicht, dass ich den erforderlichen Charakter habe, um ein Meister zu werden.“

„Bizah“, sagte der Meister, „diese Überzeugung ist das Einzige, was dich davon abhält, mich noch heute als Meister zu ersetzen.“

@BizahSagt

Warum deine Träume und Sehnsüchte einschränken?

Sie sind frei.

Des Meisters Füße waschen

Jeden Tag wuchs Bizahs Liebe zu seinem Meister. Er fragte sich, wie er ihm zeigen könne, wie sehr er ihn verehrte und wie dankbar er für seinen Rat und seine Anwesenheit in seinem Leben war.

Dann kam ihm die Antwort. „Welch besseren Weg könnte es geben, dem Meister meine Verehrung zu zeigen, als ihm die Füße zu waschen!“

Bizah ließ das Buch in seiner Hand fallen und eilte hinüber zur Wohnstätte des Meisters. „Meister, erlaubt Ihr mir, Eure Füße zu waschen?“, platzte er begeistert heraus.

„Natürlich, Bizah“, entgegnete der Meister.

„Ich werde gleich zurück sein“, versprach Bizah.

„Ihr entspannt Euch jetzt einfach, in Ordnung?“

Bizah holte eilends eine Waschschüssel herbei, füllte sie mit sauberem Wasser, das er auf seinem Heizöfchen erwärmt hatte, nahm die Seife vom Regal, die er als Geschenk erhalten hatte, und kehrte dann zur Wohnstätte des Meisters zurück.

Nachdem Bizah die Füße des Meisters sanft und gründlich gewaschen hatte, trocknete er sie ab und zog ihm behutsam die Sandalen wieder an.

„Bizah, ich fühle mich geehrt, dass du meine Füße waschen wolltest und dabei so präsent und sorgfältig warst“, sagte der Meister. „Darf ich jetzt deine Füße waschen?“

„Was?“, rief Bizah aus. „Das könnte ich Euch niemals tun lassen. Ihr seid der Meister.“

„Bizah, habe ich dir nicht beigebracht, zu dienen und dich bedienen zu lassen?“

„Ja, aber …“

„Nun gut, jetzt ist es an mir, dir die Füße zu waschen.“

Der Meister wusch Bizahs Füße mit all der Sorgfalt und Zärtlichkeit, die er durch eine solche Handlung ausdrücken konnte. Obwohl Bizah überwältigt und ein wenig verlegen war, saß er während des ganzen Rituals sehr still da.

„Fertig“, sagte der Meister. „Nun, wie war das, Bizah?“

„Oh, es hätte nicht besser sein können, Meister“, entgegnete Bizah.

„Was mochtest du lieber, dass ich deine Füße gewaschen habe oder du meine?“

„Beides gleichermaßen, Meister.“

Des Meisters Lächeln sagte alles.

Geben oder nicht geben?

Bizah stellte dem Meister eine Frage, die er schon seit geraumer Zeit mit sich herumgetragen hatte: „Meister, sollten wir den Armen Almosen geben oder nicht?“

„Leela“, fragte der Meister, „wie würdest du diese Frage beantworten?“

„Ich gebe den Notleidenden immer etwas. Ich kann nicht an einem Bedürftigen vorbeigehen und ihm nichts geben, wenn ich noch eine Münze in der Tasche habe.“

„Tonga“, fragte der Meister dann, „wie würdest du diese Frage beantworten?“

„Ich gebe denjenigen, die darum bitten, keine Almosen. Ich glaube, wenn ich den Armen helfen würde, dann könnte sie das daran hindern, sich selbst zu helfen.“

Bizah sagte: „Meister, ich habe Euch um eine Antwort gebeten. Ich war nicht daran interessiert, Leelas und Tongas Antworten zu hören.“

Da sagte der Meister: „Du musstest ihre Antworten zuerst hören, Bizah, bevor du meine verstehen kannst. Sowohl Leela als auch Tonga haben aus einer persönlichen Überzeugung heraus agiert, die bestimmt, wie sie auf die Armen reagieren, denen sie begegnen. Du kannst ihren Antworten entnehmen, dass ihre Überzeugungen unterschiedlich sind und zu konditionierten Reaktionen führen.

Ob ich den Bedürftigen etwas geben werde, weiß ich erst, wenn ich ihnen begegne. In diesem Moment gehe ich nach innen und schaue, wie ich mich damit fühle, diesem bestimmten Menschen zu dieser Zeit etwas zu geben. Vielleicht gebe ich etwas, vielleicht auch nicht. Aber ich handle aus meinem inneren Wesen heraus, das eine sehr viel zuverlässigere Quelle des Handelns ist als unsere konditionierten Überzeugungen.“

@ BizahSagt

Was du anderen gibst, wird zu dir zurückkommen.

Das ist ein Gesetz des Lebens.

Gefährten

Es war ein schöner Tag und so fragte Bizah Leela, ob sie mit ihm in die Stadt gehen und eine Tasse Tee trinken wolle. Leela stimmte freudig zu.

Während sie ihren Tee auf dem Marktplatz tranken, sah Bizah zwei Männer, die nebeneinander an einer Ziegelmauer lehnten. Einer trug eine zerfetzte blaue Jacke, der andere eine braune.

Der Mann mit der blauen Jacke hielt eine kleine Blechdose für Almosen vor sich; der Mann neben ihm ließ seine Hände, die er zu einer Schale geformt hatte, in seinem Schoß ruhen.

Eine Person kam vorbei und ließ eine Münze in die Dose fallen, die der Mann mit der blauen Jacke in der Hand hielt. Als der Almosengeber weitergegangen war, nahm der Mann die Münze aus der Dose und gab sie seinem Begleiter, der sie dankbar annahm. Dieser formte dann seine Hände wieder zu einer Schale.

Bizah beobachtete, wie sich das mehrmals wiederholte. Schließlich konnte er nicht länger an sich halten. Er musste den Mann mit der Blechdose einfach fragen, warum er zwar Almosen wollte, das Geld dann aber an seinen Gefährten weitergab.

„Ach“, antwortete der Mann mit der blauen Jacke, „weil es meinem Freund hier an Münzen fehlt. Mir fehlt es an Liebe.“

Bloß rundlich

Bizah zögerte einen Moment, bevor er seinen besten Freund Tonga fragte: „Glaubst du, dass ich langsam dick werde?“

„Nein, du bist nicht dick, Bizah, bloß rundlich.“

„Was meinst du damit, bloß rundlich?“

„Ich meine, du siehst rundlich aus.“

„Glaubt Leela das auch?“

„Ja, sie sagt, du seiest bloß rundlich.“

„Okay, von heute an werde ich meinen täglichen Übungen noch Bewegung hinzufügen. Tonga, willst du mitmachen?“

„Nein.“

„Warum nicht?“, fragte Bizah.

„Wenn ich anfange rundlich zu werden, werde ich mitmachen.“

Rot und Blau

„Meister“, fragte Bizah ernsthaft, „warum ist Rot Rot? Und warum ist Blau Blau?

„Eine wundervolle Frage“, entgegnete der Meister.

„Die Antwort ist, weil man Rot Rot nennt und Blau Blau.

Bizah stellt eine Frage über das Laufen

„Meister, wenn ich laufe, dann weiß ich nicht, ob ich einfach so lange laufen sollte, bis mir mein Körper sagt, ich solle aufhören, oder ob ich mir jeden Tag eine bestimmte Zeit und Strecke als Ziel setzen sollte?“

„Was möchtest du tun, Bizah?“

„Einfach nur laufen, bis mir mein Körper sagt, dass es für den betreffenden Tag reicht.“

„Dann tu das.“

Bizah geht laufen

Bizah legte seine gute Robe beiseite und zog sich eine kürzere weiße an. Er war bereit, laufen zu gehen.

Die fünfzehn Minuten waren von Anfang bis Ende hart für ihn. Alles, woran er denken konnte, war, nicht zu stolpern, wie sehr seine Knie schmerzten und seine Lungen brannten.

Als er zurück war, empfing ihn der Meister mit einem Lächeln.

„Bizah, ich habe gehört, dass du angefangen hast, täglich deinen Körper zu trainieren.“

„Ja, aber Meister, ich frage mich jetzt, ob das weise ist. Als ich heute gelaufen bin, war ich kein bisschen achtsam. Ich war nur damit beschäftigt, die Schmerzen in meinem Körper zu fühlen und nach Steinen Ausschau zu halten, um nicht darüber zu stolpern. Ich habe der Schönheit der Bäume, dem Zwitschern der Vögel und dem Zirpen der Insekten keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn ich weiterhin laufe, werde ich wohl auf die Kontemplation der Natur verzichten müssen.“

„Bizah, die Natur wird immer noch zur Kontemplation da sein, wenn du deinen Lauf für den Tag beendet hast. Und wenn du weitermachst, wird eine Zeit kommen, wo du nicht mehr läufst: Du wirst ‚gelaufen werden‘. Dann kannst du dich schnell vorwärtsbewegen und gleichzeitig im Innern still sein. So wirst du nicht nur die Schönheit der Natur in dich aufnehmen, sondern auch die Schönheit deiner eigenen großartigen Gestalt fühlen.“

@BizahSagt

Jede Veränderung beinhaltet Bewegung.

Bizah hat das Gefühl, „gelaufen zu werden“

„Meister, Ihr habt gesagt, wenn ich lange genug liefe, würde ich mit der Zeit das Gefühl bekommen, ‚gelaufen zu werden‘. Woher wisst Ihr das?“