Verlag: Greenlight Press Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2019

Black Heart - Band 2: Das Lachen der Toten E-Book

Kim Leopold  

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E-Book-Beschreibung Black Heart - Band 2: Das Lachen der Toten - Kim Leopold

Alex führt seine neue Schülerin Louisa in eine Welt der Magie und zeigt ihr, wie sie ihre Kräfte benutzen kann. Dabei kommen sie sich unweigerlich näher, doch es ist nichts mehr verboten als eine Beziehung zwischen Wächtern und Hexen ... Lass dich verzaubern und tauche ein in eine Welt von Gut und Böse! Lesereihenfolge für die Serie: Staffel 1 Black Heart 01 | Ein Märchen von Gut und Böse Black Heart 02 | Das Lachen der Toten Black Heart 03 | Ein Traum aus Sternenstaub Black Heart 04 | Der Palast der Träume Black Heart 05 | Das Flüstern der Vergangenheit Black Heart 06 | Die Kunst zu sterben Black Heart 07 | Der Schritt ins Dunkle Black Heart 08 | Tötet das Biest (Finale der 1. Staffel) Staffel 2 Black Heart 09 | Die Stille der Zeit Black Heart 10 | Der Kampf der Rebellen Black Heart 11 | Die Magie der Herzen

Meinungen über das E-Book Black Heart - Band 2: Das Lachen der Toten - Kim Leopold

E-Book-Leseprobe Black Heart - Band 2: Das Lachen der Toten - Kim Leopold

Table of Contents

Widmung

Das Lachen der Toten

Was bisher geschah

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Vorschau

Die Charaktere

Über die Autorin

Schon vorbei?

Impressum

 

 

 

Für all jene, die den Tod fürchten.

 

 

Mögen die Rosenblätter uns lehren loszulassen.

 

Black Heart

DAS LACHEN DER

TOTEN

KIM LEOPOLD

STAFFEL 1 // EPISODE 2

 

 

Was bisher geschah

 

1768 - Freya, die blinde Tochter einer Hexe, begegnet dem fremden Mikael, der auf der Suche nach Heilung für den norwegischen König ist. Er rettet sie vor den wütenden Dorfbewohnern, die Freyas Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrennen, und nimmt sie mit an den königlichen Hof.

2018 - Louisas Familie bekommt Besuch von einem alten Bekannten: Alex. Schnell stellt sich heraus, dass es einen besonderen Grund für sein Auftreten gibt - denn sie ist eine Hexe und damit in Gefahr, von Gestaltwandlern überfallen zu werden. Auf dem Winterball der Schule kommt es zu einem Angriff, so dass Alex und Louisa Hals über Kopf fliehen müssen.

In der Zwischenzeit suchen ein Mann und sein Freund nach einer Hexe namens Freya und finden eine von Magie verborgene Schule in den österreichischen Alpen. Sie schleusen sich dort als Schüler ein. Bald offenbart sich, dass einer der beiden Männer Mikael heißt.

Kapitel 1

 

Lille, 2018

Azalea

 

Mir ist kalt … so kalt.

Ich schlage die Augen auf und mache sie gleich wieder zu, weil das Licht mich so blendet. Gott, womit habe ich diese Kopfschmerzen verdient?

Reiß dich zusammen, denke ich wütend. Wer feiern kann, kann auch aufstehen.

Ich wage einen weiteren Versuch, öffne die Augen und richte mich auf. Wieso liege ich auf dem Boden? In meinem Magen rumort es gefährlich.

Wo bin ich?

Fröstelnd ziehe ich mich an einer Kommode hoch und schaue mich um. Wie’s aussieht, befinde ich mich in einem Studentenzimmer. Einbauküche, Schreibtisch mit Medizinbüchern und einer Zettelwirtschaft, die man selbst in zwanzig Jahren nicht durchblicken würde, ein ungemachtes Bett, in dem ich nicht geschlafen habe. Sehr freundlicher Gastgeber. Wo auch immer er steckt.

Ich öffne eine braune Holztür, die einzige, die ich neben der Haustür mit dem Spion finden kann, und entdecke eine kleine Nasszelle mit Waschbecken, Dusche und Toilette. Hinter dem halb vorgezogenen Plastikvorhang verbergen sich Kosmetikartikel für Männer.

Hoffentlich haben wir wenigstens ein Kondom benutzt.

Bevor ich mir zu viele Sorgen machen kann, schließe ich die Tür und setze mich aufs Klo. Mir ist kalt und schlecht und ich weiß nicht einmal, in welcher Stadt ich bin. Das letzte, an das ich mich erinnern kann, ist, dass Mila mir diese kleine rosa Pille in die Hand gedrückt hat.

Als Geburtstagsgeschenk, hat sie gesagt.

Tolles Geschenk. Es grenzt an ein Wunder, dass ich noch weiß, wer ich bin. Seufzend stehe ich auf, um mir das Gesicht zu waschen. Im Spiegel prüfe ich, ob ich wenigstens noch aussehe, wie ich mich in Erinnerung habe. Große, grüne Augen, fast schwarze, lange Haare. Meine pinkfarbene Strähne ist auch noch da. Das dunkle Make-up ist verschmiert und verleiht mir einen Waschbärenblick, aber das ist nicht mein größtes Problem.

Mein Amulett ist weg.

Scheiße.

Hastig taste ich meinen Hals ab und schaue in den Ausschnitt meines Kleids, doch hier ist es nicht. Ich suche den Boden und das Waschbecken ab, laufe sogar zurück ins Zimmer, um meine Schlafstätte und das Bett zu durchwühlen, aber ich werde nicht fündig.

Entmutigt lasse ich mich aufs Bett fallen. Wie soll ich die Kette bloß wiederfinden, wenn ich sie nicht hier verloren habe? Ich kann mich an rein gar nichts erinnern. Nach allem, was ich weiß, könnte mein Erbstück in ganz Lille sein. Vielleicht sogar in ganz Frankreich. Wie weit kommt man schon in einer Nacht?

Bin ich überhaupt noch in Lille?

Schnell springe ich auf, eile zum Fenster und atme erleichtert aus, als ich den markanten Kirchturm erkenne. Gott sei Dank!

Mit einem mulmigen Gefühl im Magen kehre ich zurück ins Badezimmer, um mich endlich frisch zu machen. Mein Ausschnitt kommt mir merkwürdig leer vor.

Und was ist das?

Ich neige den Hals zur Seite, um besser sehen zu können, was Mr. Medizin-Student mit mir angestellt hat.

Ein Knutschfleck!

Wie alt ist er bitte? Zwölf?

Aber wieso trage ich immer noch mein schwarzes Kleid? Und wieso habe ich auf dem Boden gelegen und nicht in seinem Bett?

So sehr ich meinen Kopf auch anstrenge, die Erinnerung kommt nicht zurück. Ich gebe mich geschlagen und drehe seufzend den Hahn auf, um mir das Make-up abzuwaschen. Trotz des Rauschens höre ich plötzlich ein Lachen in meinem Rücken.

Ich zucke zusammen und knalle mit dem Kopf gegen den Wasserhahn.

»Verdammter Mist«, fluche ich, richte mich auf und reibe mir die Stirn. Das Badezimmer ist so klein, dass das Lachen unmöglich echt gewesen sein kann – dabei kam es definitiv aus diesem Raum. Entweder erlaubt sich jemand einen Spaß mit mir … oder ich bin immer noch high.

Scheiße.

Wenn ich Mila in die Finger kriege, drehe ich ihr den Hals um.

Ich trockne mir das Gesicht an dem einzigen Handtuch ab, das ich hier entdecken kann, bevor ich das Badezimmer wieder verlasse. In dem Zimmer bleibe ich überrascht stehen.

»Guten Morgen, Sonnenschein«, begrüßt mich der Typ, der vor der Küchenzeile steht und Kaffee zubereitet. Er ist blond und sieht verdammt ordentlich aus. Einer von der Art, der nie mit einer von meiner Art etwas anfangen würde, wenn er nicht total dicht gewesen wäre.

Und er grinst mich an wie ein Honigkuchenpferd.

Was für ein Verrückter! Scheint, als hätte wenigstens einer in dieser Nacht Spaß gehabt.

»Morgen«, grummle ich und schaue mich unsicher um. Soll ich einfach gehen? Ich kenne ihn überhaupt nicht.

»Hast du gut geschlafen, Azalea?«

Er mich offensichtlich schon.

»Bestens«, zwitschere ich und überlege, wie ich aus der Nummer wieder rauskomme, ohne dass er merkt, dass ich mich nicht an ihn erinnern kann. Wenigstens sieht er wirklich freundlich aus. Auch wenn das nicht erklärt, wieso er ausgerechnet mich mit nach Hause genommen hat.

»Kaffee?«, fragt er und wirft mir aus meerblauen Augen einen neugierigen Blick zu. »Nach der Nacht kannst du bestimmt Koffein gebrauchen.«

»Ich … ehrlich gesagt, muss ich …« Ich wedle mit der Hand in Richtung Tür. »Mein Vater macht sich sicher schon Sorgen.«

»Überhaupt kein Problem.« Mr Medizin-Student-mit-Honigkuchenpferd-Grinsen schüttet den Kaffee in zwei Thermobecher, bevor er nach einer Tüte greift und zu mir kommt. »Ich fahr dich nach Hause. Das ist das Mindeste, was ich für dich tun kann.«

Oh.

Wie lieb von ihm.

Zumindest, wenn er mich nicht in einen Wald fährt, um mich zu ermorden und unter einem Haufen Dreck zu verscharren. Aber dafür scheint er nicht der Typ. Ich könnte auch …

Ich nehme einen Thermobecher entgegen und berühre dabei wie zufällig seine Hand. Ein Stromstoß jagt durch meinen Körper und mit ihm die Gewissheit, dass er mir – und meinem Körper – nichts antun wird.

Ich lasse ihn los und schnuppere an dem Kaffee, um meine Sinne aufzuwecken. Wieso erinnere ich mich nicht an diese Sahneschnitte? Und was haben wir die Nacht getrieben, dass er meint, er müsste mich nach Hause fahren?

Er greift nach unseren Jacken und öffnet mir die Tür. Mit einer höflichen Handbewegung entlässt er mich aus seinem Zimmer und schließt nach uns die Tür ab.

Da höre ich es wieder. Das Lachen.

Verwirrt schaue ich mich um, doch die einzige Person auf diesem Flur schaut eher argwöhnisch zu uns. Ich runzle die Stirn und wende mich ab, um mit diesem Prachtexemplar von einem Mann das Studentenwohnheim zu verlassen.

»Geht’s dir gut? Gestern hast du mehr geredet …«, fragt er, nachdem wir unten angekommen sind und das Gebäude verlassen haben.

Ich beschließe, ihm die Wahrheit zu sagen. Vielleicht kann er mir dabei helfen, mich zu erinnern.

»Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich an nicht mehr sehr viel erinnern«, erkläre ich ihm. »Meine Freundin Mila …« Er nickt aufmerksam, also kennt er sie offensichtlich. »… hat mir Drogen untergejubelt. Ich habe einen Filmriss. Ich weiß nicht einmal, wie du heißt.«

»Melvin«, entgegnet er schmunzelnd. »Und die Pille hat sie mir auch gegeben. Aber ich hab keinen Filmriss, nur einen dicken Kater.«

»Warte mal.« Ich bleibe stehen und starre den jungen Mann neben mir panisch an. Jetzt kommen mir seine Gesichtszüge auch wieder bekannt vor. Ich habe ihn schon auf einigen Fotos gesehen. »Melvin im Sinne von – Milas neuer Freund Melvin?«

Er seufzt leise auf. »Nun, nach letzter Nacht wohl nicht mehr.«

Kapitel 2

 

Kurz vor Christiania, 1768

Mikael

 

Sie kämmt ihre langen, weißblonden Haare mit den Fingern durch, bevor sie einen neuen Zopf flechtet. Dabei hält sie den Kopf leicht geneigt, beinahe so, als würde sie lauschen. Ich frage mich, was sie hört. Das Wasser? Saga?

Mich?

Sie hebt den Kopf, als hätte sie tatsächlich etwas gehört, und ich spanne mich unwillkürlich an. Meine Schulter fühlt sich an, als würde sie in zwei Hälften gerissen. Ein Stöhnen kann ich kaum unterdrücken.

Freya kommt sofort zu mir. Ihre Hände tasten mich suchend ab, ich fange sie auf und fahre vorsichtig über ihre zarten Finger. Ihre Haut ist so weich wie die einer Hofdame, was mich wundert – immerhin kommt sie vom Land und ist harte Arbeit gewöhnt. Noch mehr verblüfft es mich allerdings, dass sie mir ihre Hände nicht entzieht. Im Gegenteil – sie hält still, und das sanfte Lächeln auf ihren Lippen lässt darauf schließen, dass ihr die Berührung gefällt.

»Du bist wach«, stellt sie leise fest, bevor ich darüber nachdenken kann, was das für uns zu bedeuten hat, und hockt sich neben mich. »Wie geht es dir?«

»Ging mir schon besser«, stoße ich hervor und versuche meine Schulter zu entspannen, aber der dumpfe Schmerz bleibt und erinnert mich daran, wie wir vor den Dieben geflohen sind. »Ist mit dir alles in Ordnung?«

Besorgt betrachte ich die schöne Frau, die in den letzten Tagen so viel durchmachen musste. Unter ihren weißen Augen liegen tiefe Schatten, das Kleid ist schon hart vom getrocknetem Blut. Sie braucht dringend ein Neues.

Dass sie noch nicht durchgedreht ist, grenzt an ein Wunder.

»Ich bin unverletzt«, erwidert sie leise, aber das ist nicht das, was ich hören möchte. Ich sehe ihr an, dass es ihr nicht gut geht, doch ich weiß auch, dass es nicht meine Aufgabe ist, sie zu trösten. Ich bin bloß der Bote. Derjenige, der die Hexe beim König abliefert und dafür seinen Lohn bekommt.

Dass die Hexe nicht alt und seltsam ist, sondern jung und schön ist, sollte kein Problem sein, und es sollte schon gar nicht zu meinem werden.

Ich lasse ihre Hände los, als hätte ich mich an ihr verbrannt.

»Gut«, stoße ich hervor und versuche mich aufzurichten. »Denn wir sollten weiter. Hier ist es nicht sicher.«

Sofort ist sie an meiner Seite und stützt mich. Dafür, dass sie blind ist, kann sie erstaunlich viel. Es fühlt sich nicht an, als würde ihre Erkrankung sie einschränken.

Ich schnalze, damit Saga zu uns kommt. Sie lässt sich nicht zweimal bitten. Ein treueres Pferd habe ich noch nicht gesehen.

»Geht es?«, fragt Freya besorgt.

»Es geht schon irgendwie.« Ich greife nach dem Sattel, ziehe mich an ihm hoch, um in den Steigbügel zu treten und sitze einarmig auf. Trotzdem spanne ich dabei meine Schulter so sehr an, dass die Schmerzen heiß durch meinen Körper schießen. Verfluchtes Diebespack.

Wenigstens ist Christiania nicht mehr fern. Wenn wir in einen weiteren Hinterhalt geraten würden, könnte ich uns nicht mehr retten.

Ich löse meinen Fuß aus dem Steigbügel, damit Freya ihn ebenfalls als Aufstiegshilfe nutzen kann. Es dauert eine Weile, weil sie mir nicht wehtun will, aber schließlich sitzt sie vor mir. Ich lege einen Arm um ihre schlanke Taille und fasse nach den Zügeln, die verletzte Seite lasse ich schlaff hinunterhängen.

»Geht das?«, fragt sie leise. Schon wieder. Ihre Besorgnis rührt mich und weil ich ihr das nicht zeigen will, treibe ich Saga an, bis wir uns den Weg vom Bach zurück in den Wald gebahnt haben. Das muss Antwort genug sein.

Wir reiten absichtlich einen Bogen um die Straße, die nach Christiania führt, aber wir haben Glück. Dieses Mal begegnet uns niemand, und schon bald entdecken wir die ersten Häuser.