Blumen-Knigge 2100 - Horst Hanisch - E-Book

Blumen-Knigge 2100 E-Book

Horst Hanisch

4,8

Beschreibung

Rosen und Nelken, alle Blumen welken. Bevor sie dahinwelken, die zarten, die manchmal dornigen, manchmal stachligen, die edlen, die rustikalen, die widerspenstigen, die verräterischen und trotzdem die wunderschönen Blumen; lassen Sie uns diese ausgefallenen Schöpfungen der Natur doch einmal näher betrachten. Nein – das ist kein Blumenbuch im herkömmlichen Sinne. Sie werden vergebens nach botanischer Differenzierung suchen, nach Anbau, Hege und Zucht. Im vorliegenden Buch geht es um den Umgang mit Blumen. Was sie bedeuten – die Sprache der Blumen – wie sie verschenkt werden, sonstig Wissenswerten und Lustiges zum Thema Blumen. Und natürlich auch Hinweise dazu, wie sie, die als Geschenk erhaltenen Blumen, am längsten frische Freude bereiten. Lassen Sie sich auf ein Bett aus Rosenblättern fallen, berauschen Sie sich an den köstlichen Düften durch Blumen, die in Parfums festgehalten sind und fühlen Sie, welch symbolische Kraft eine Blume oder ein Blumenstrauß entwickeln kann. Manchmal kann sie sogar Kräfte freisetzen, die für den Menschen tödlich sein können. Bekannterweise gibt es ja sogar fleischfressende Pflanzen. Also: Finger weg! Die Natur hat uns so Schönes wie Blumen geschenkt. Wir bereichern unser Leben damit und verschönern unsere räumliche Umgebung. Schenken Sie dem Blütenmeer etwas mehr Aufmerksamkeit und lassen Sie sich beeinflussen von der Kraft der Blumen.

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ubi flores, ibi ingenium

Wo Blumen sind, da ist ein scharfer Verstand

Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT

TEIL 1 – DER ZAUBER DER BLUMEN

„SCHENKST DU MIR ROSEN ...“

D

IE

M

ACHT DER

B

LUMEN

Blume oder Blüte

Historisches

Die Antike bis heute

Blumen in der Kultur

Ausgefallene Blumen

S

YMBOLKRAFT DER

B

LUMEN

Die rote Nelke im Knopfloch

Blumige Sprache

Der Mythos Blumen

Essbare Blumen

Blumen bei unseren Nachbarn im Ausland

B

LUMEN ALS

G

ESCHENK

Umgangsformen rund um die Blütenpracht

Blumenarrangements

Pflanzen, Arrangements, Kakteen

Auspacken der Blumen-Geschenke

Geldgeschenke im Blumenformat

Gutscheine

Blumenschmuck auf der Gäste-Tafel

Der Blumenfachmann kommt zu Wort

TEIL 2 – BLUMEN ZU BESONDEREN ANLÄSSEN

VOM HEILIGEN VALENTIN BIS ZUR BEWUNDERTEN MUTTER

A

CH DU LIEBER

V

ALENTIN!

Valentinstag

Muttertag

Rosenmontag und Veilchendienstag

RUND UM DIE HOCHZEIT

D

ER EINMALIGE

T

AG IM

J

AHR

Manchmal gibt es den einmaligen Tag auch zwei Mal oder noch häufiger

Brauttanz – der Hochzeitswalzer

Der Brautstrauß

BLUMEN BEGLEITEN DAS LEBEN

Blumen bei Freude – Blumen bei Leid

Geburt

Kommunion

Ostern

Tod

TEIL 3 – DIE BLUMENSPRACHE

LASST BLUMEN SPRECHEN

W

AS

B

LUMEN VERRATEN KÖNNEN

Die Blumen-Sprache

TEIL 4 – WUNDERBARE BLUMENPRACHT

SICH AN BLUMEN LÄNGER ERFREUEN KÖNNEN

T

IPPS ZUR

P

FLEGE VON

B

LUMEN

Blumen-Harmonie

Das Binden eines dekorativen Blumenstraußes

Blumenhygiene

INDEX

KNIGGE ALS SYNONYM

U

MGANG MIT

M

ENSCHEN

Orchideen

Vorwort

Rosen und Nelken …

Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.

Henri Matisse, frz. Maler und Grafiker

(1869 - 1954)

... alle Blumen welken

Bevor sie dahinwelken, die zarten, die manchmal dornigen, die edlen, die rustikalen, die widerspenstigen, die verräterischen und trotzdem die wunderschönen Blumen; lassen Sie uns diese ausgefallenen Schöpfungen der Natur doch einmal näher betrachten. Nein – das ist kein Blumenbuch im herkömmlichen Sinne. Sie werden vergebens nach botanischer Differenzierung suchen, nach Anbau, Hege und Zucht. Im vorliegenden Buch geht es um den Umgang mit Blumen. Was sie bedeuten – die Sprache der Blumen – wie sie verschenkt werden, sonstig Wissenswertes und Lustiges zum Thema Blumen. Und natürlich auch Hinweise dazu, wie die als Geschenk erhaltenen Blumen am längsten frische Freude bereiten.

Lassen Sie sich auf ein Bett aus Rosenblättern fallen, berauschen Sie sich an den köstlichen Düften durch Blumen, die in Parfums festgehalten sind und fühlen Sie, welche symbolische Kraft eine Blume oder ein Blumenstrauß entwickeln kann. Manchmal kann sie sogar Kräfte freisetzen, die für den Menschen tödlich sein können. Bekannterweise gibt es ja sogar fleischfressende Pflanzen. Also: Finger weg!

Die Natur hat uns so Schönes wie Blumen geschenkt. Wir bereichern unser Leben damit und verschönern unsere räumliche Umgebung. Schenken Sie dem Blütenmeer etwas mehr Aufmerksamkeit und lassen sich beeinflussen von der Kraft der Blumen.

Viel Vergnügen beim Ergänzen Ihres bestehenden Wissens.

Horst Hanisch

Bodenschale, gefüllt mit Wasser und Blüten

Fotos nächste Seite: oben Singapur, unten Borneo

Teil 1 – Der Zauber der Blumen

„Schenkst du mir Rosen ...“

Die Macht der Blumen

Blumen sind das Lächeln der Erde.

Ralph Waldo Emerson, US-amer. Philosoph

(1803 - 1882)

Blume oder Blüte

Reden wir nun über Blumen oder Blüten?

So ist bei wikipedia zu lesen „Eine Blüte wird als Spross … im Dienste der sexuellen Vermehrung definiert. Ihr Aufbau ist klar gegliedert in Blütenhülle, Staubblätter und Fruchtblätter.“

Eine Blume hingegen ist „… die bestäubungsbiologische Einheit der Blütenpflanzen. Deren Aufgabe ist es, Bestäuber anzulocken ... So kann eine Blüte genau eine einzige Blume sein ... Eine Blume kann aus mehreren Blüten zusammengesetzt sein.“

Thefreedictionary beschreibt eine Blüte als „Teil einer Pflanze, der meist durch seine Farbe oder seinen Duft besonders auffällt.“

Auch wenn unser Interesse eher der blühenden Pflanze, also der Blume gilt, meinen wir in der Regel natürlich die Blume. Stängel und Blätter gehören ja nun auch dazu.

Bitte sehen Sie es dem Autor nach, wenn er hin und wieder die Blüte und die Blume sozusagen in ein und denselben Topf wirft. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Historisches

Zwar gab es damals weder Fernseh- noch Kinofilme. In den so genannten Sandalen-Filme dürfen wir immer wieder mitfühlen, wie meist die begehrte und wunderhübsche Hauptdarstellerin sinnlich an einer ihr geschenkten Blume nachdenklich riecht. Sie lässt den Geruchssinn durch den Duft betören und wandert gleichzeitig in Gedanken zu dem (vielleicht heimlichen) Geliebten. Nicht genug mit dem empfindlichen Geruchssinn – nein, auch der Tastsinn wird durch das zarte Streichen und sehnsüchtige Streicheln über die – trotz aller Fragilität – recht feste Blüte samt Blütenstängel – gereizt. Erotischer mag es in diesem Zusammenhang kaum noch gehen. Der Zuschauer fiebert mit der Darstellerin. Sicherlich greift die Kreativität des Regisseurs tief in die emotionale Kiste, pardon – die Blumenvase, aber, weshalb soll es so nicht schon unendlich häufig vorgekommen sein?

Die Antike bis heute

Wann immer die erste Blume schenkend oder schmachtend überreicht wurde, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass schon frühest erhaltene Schriftstücke, Malereien oder Bildhauereien immer wieder auf die Schönheit der Blumen zurückgreifen. Dabei steht die Blume nicht nur als Symbol für Schönheit – nein – sie steht auch für Lebenskraft und damit für Fruchtbarkeit.

So wundert es wohl kaum, dass vor allem Frauen Blumen in zahlreicher Kombination und Arrangements überreicht wurden. Für erhoffte Liebe, Zuneigung, Wertschätzung oder auch ‚nur‘ aus Freundlichkeit und als Geste des herzlichen Willkommens bzw. Willkommenseins.

Noch heute erhalten Reisende, die auf dem Flughafen von Hawaii eintreffen, von freundlichen, häufig aber sehr müden und teilweise lustlos trällernden Einheimischen, einen Blumen-Willkommenskranz umgehängt.

Blumen in der Kultur

So wundert es nicht, dass Blumen auch allenthalben in Liedern besungen werden. Immer wieder gerne gehört und gesehen. Ein kleiner Auszug:

In der Opern- und Operettenwelt

„Der Rosenkavalier“

„Die Blume von Hawaii“

„Die Rose von Stambul“

„Die Teeblume“

„Das Veilchenmädel“

„Das Veilchen vom Montmartre“

„Wenn die kleinen Veilchen blühen“

„Blumenwalzer“

„Rosen aus dem Süden“

Musik

„Schenkst du mir Rosen, in Tirol …“

„Tulpen aus Amsterdam“

„Rot, rot, rot, so sind die Rosen …“

„Letzte Rose, wie magst du so einsam hier blühn?“

„Tausend rote Rosen“

„Eine Rose schenk‘ ich dir“

„Wenn der weiße Flieder wieder blüht“

„Blumen für die Dame“

„Sag mir, wo die Blumen sind“

„Es stand die weiße Lilie im Garten ganz allein“

„… süßer Hyazinthenduft …“

„Große gold’ne Sonnenblume“

„Ich hab das Gras flüstern ör‘n“

„Schneeglöckchen, weiß Röckchen“

Flieder

Auch Lustiges wie:

„Mein kleiner grüner Kaktus …“

Buchtitel

„Die Hüter der Rose“ (Rebecca Gablé)

„Der Wachsblumenstrauß“ (Agatha Christie)

Filmtitel

„Das Mädchen Rosemarie“

„Der Name der Rose“

Malerei

Nicht nur der französische Maler Claude Monet (1840 – 1926) liebte Blumen und Pflanzen. Diese Bewunderung zeigt sich in vielen seiner Kunstwerke wider. So zum Beispiel:

„Frauen im Garten“

„Die Terrasse am Meeresufer, Sainte-Adresse“, eine Menschengruppe in einem Blumengarten.

„Die Mohnblumen“

„Madame Monet und Kind“, vor einer ‚Wand‘ aus Rosen

„Sonnenblumen“

„Mohnblumenfeld bei Giverny“

„Wassergarten in Giverny“, mit Seerosen

Politik

Anfang der 1980er Jahre trat die Sonnenblume als Symbol der politischen Partei Bündnis 90/Die Grünen auf.

Übrigens soll ein Züchter eine knapp über 8 Meter hohe Sonnenblume gezüchtet haben.

Dekorative Kreation aus Glas auf der Glasinsel Murano

Und noch ein Blumenzitat

„Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr.“ Vincent van Gogh, nl. Maler (1853 – 1890).

„Er liebt mich, er liebt mich nicht.“

Die Margerite wird es Ihnen verraten. Beim Abzupfen der einzelnen weißen Blütenblätter sagen Sie abwechselnd: „Er liebt mich“, dann „Er liebt mich nicht“ und so weiter. Das letzte abgezupfte Blatt verrät die Wahrheit.

Gerüchten zufolge funktioniert das auch umgekehrt mit „Sie liebt mich …“

Flower Power

“If you're going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair.” So besang es 1967 in seinem Welthit der US-amerikanische Sänger Scott McKenzie (1939 – 2012).

Die Hippies der 60er Jahre verwendeten das Schlagwort Flower-Power für ein humanes, friedliches Leben und bezeichneten damit ihren eigenen, lässigen Lebensstil.

Ausgefallene Blumen

Tatsächlich ist jede Blumensorte einzigartig. Es würde auch jeden vernünftigen Rahmen sprengen, den Versuch unternehmen zu wollen, alle Blumensorten aufzulisten. Lassen Sie uns deshalb den Blick auf einige ausgefallene Blumen lenken. Diesen ausgesuchten Blumen widmen wir hier deshalb besondere Aufmerksamkeit.

Edelweiß und Enzian

Zwei besonders zarte Blumen, da besonders geschützt und im Hochgebirge wachsend: die eine weiß blühend, die andere überwiegend dunkelblau. Erstere gilt trotz ihrer Zartheit als robuste und widerstandsfähige Blume und wächst in den Alpen zwischen 1.800 und 3.000 Metern Höhe. Früher oft an bayerischer Trachtenkleidung zu finden, meist an der Kopfbedeckung oder an den Trachtenjacken. Heute eher seltener, da Edelweiß zu den geschützten Pflanzen gehört. Enzian (Spirituose) wird eher getrunken oder zur Herstellung von Heilmitteln genutzt als in die Blumenvase gesteckt.

Die edelste aller: Die Rose

Dabei muss und darf der Rose ein besonders Kapitel gewidmet werden. Rose, die Blume der absoluten Schönheit, der perfekten Form und des wunderbaren Duftes. Bekannte Rosenliebhaber wie der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876 – 1967), dessen gehegte und gepflegte Rosensträucher heute noch an seinem letzten Wohnsitz in Bad Honnef am Rhein (Rhöndorf) zu bewundern sind. Auf der Internationalen Gartenbauausstellung in Hamburg 1953 wurde eine Rose nach ihm benannt: Die Konrad-Adenauer-Rose, eine stark duftende und sehr dunkelrot blühende Edelrose. Auch nach Mildred Scheel, Gründerin der deutschen Krebshilfe (1932 – 1985) und Ehefrau des Ex-Präsidenten Walter Scheel (* 1919) ist eine Rose benannt.

Übrigens gilt der Monat Juni als Rosenmonat.

Rosenkrieg