Blutdruck-Kompass - Johann B. Weiss - E-Book

Blutdruck-Kompass E-Book

Johann B. Weiss

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4,99 €

  • Herausgeber: tredition
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2021
Beschreibung

Hoher Blutdruck tötet - jedes Jahr eine halbe Million Deutsche. Nicht ahnend, was da in ihm vorging, zersprengte es dem Internisten und Onkologen Dr. Weiss in einer nächtlichen Stresssituation eine Herzklappe. Hoher Blutdruck wurde diagnostiziert. In den folgenden zwei Jahren gelang es durch Änderung der Lebensführung und neue Methoden, die zufällig entdeckt wurden, den Blutdruck soweit zu senken, dass alle Medikamente abgesetzt werden konnten. Der Autor schildert hier nicht nur seinen persönlichen Erfolg, sondern gibt auch eine sorgfältige Bestandsaufnahme der Möglichkeiten, wie ohne Medikamente der Blutdruck gesenkt werden kann.

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Seitenzahl: 55

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Johann B. Weiss

Blutdruck-Kompass

12 natürliche Wege zum normalen Blutdruck

© 2021 Johann B. Weiss

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-347-36188-1

Hardcover:

978-3-347-36189-8

e-Book:

978-3-347-36190-4

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Vorwort

Wie entsteht eigentlich „Blutdruck“?

Wie messe ich meinen Blutdruck?

Was passiert bei zu niedrigem Blutdruck?

Was passiert bei zu hohem Blutdruck?

Was sind die Ursachen der Hypertonie ?

Was macht der Hausarzt?

Blutdruck senken ohne Medikamente?

Alkohol weglassen! Kaffee sparsam trinken!

Rauchen aufgeben!

Kein Salz!

Abnehmen geht leicht, wenn man weiß, wie

Nahrung zum Senken des Cholesterins

Nährstoffe, die den Blutdruck senken

Entspannen, Schlafen, Stress vermeiden!

Körperliches Training gegen Sitzkrankheit

Regelmäßiger Saunagang und Kneipp

Ein Aderlass nimmt Druck weg

Zusätzlich 1 Liter Wasser trinken!

Die Trendelenburg-Position

Zusammenfassung

Schlusswort

Mein Blutdruck und ich

Ausgewählte Literatur

Vorwort

In Europa sterben 42 % der Menschen zu früh an Herz- und Kreislauf-Erkrankungen. Hoher Blutdruck ist die Hauptursache dafür. Die Hälfte aller über 60-Jährigen, Frauen wie Männer, 70 % aller Diabetiker, aber auch viele jüngere Menschen haben hohen Blutdruck. Doch trotz der verheerenden Folgen wird nur ein Viertel der betroffenen ausreichend behandelt. Die WHO bezeichnet Bluthochdruck als die am meisten verbreitete vermeidbare Krankheit der Welt. Ein besonderes Problem kann hoher Blutdruck während der Schwangerschaft werden. Von den zahlreichen Beschwerden, die auf einen hohen Blutdruck hinweisen, möchte ich nur Kopfschmerzen, Schlafstörung und eingeschränkte Leistungsfähigkeit nennen. Warten Sie aber nicht auf Beschwerden, kontrollieren Sie einfach! Und wiederholen Sie die Kontrollen, denn Ihr RR kann jederzeit ansteigen.

Die Hälfte der Betroffenen weiß gar nicht, dass sie hohen Blutdruck hat.

Doch nun die gute Nachricht: Das Normalisieren eines erhöhten Blutdrucks ist ohne Medikamente möglich. Dazu zeige ich Ihnen zunächst Ursachen für hohen Blutdruck, die Sie mit ewas Disziplin beseitigen können. Ich werde Ihnen aber auch neue Tricks verraten, die leicht umzusetzen und unerwartet effektiv sind. Noch eine gute Nachricht: Jeder einzelne mmHg, um den Sie Ihren RR senken, verbessert Ihre Gesundheit, Ihre Leistungsfähigkeit, Ihr Befinden und Ihre Lebenserwartung. Sie können also nur gewinnen.

[„RR“ steht im medizinischen Jargon für Blutdruck, weil der Italiener Scipione Riva Rocci als junger Mann 1896 erstmals die Methode der (unblutigen) Blutdruckmessung beschrieben hat. Nach den Vorgaben Riva Roccis funktionieren die Geräte, bei denen die Manschette mit der Hand aufgepumpt und an einer angeschlossenen Quecksilbersäule (Hg) der Druck (in mm) abgelesen wird. Diese Geräte haben den entscheidenden Nachteil, dass sie vom Geschick des Untersuchers abhängen und einen Interpretationsraum zulassen. Sie sollten ein elektronisches Blutdruckmessgerät benutzen.]

Wie entsteht eigentlich „Blutdruck“?

Das Blut ist das Transportmittel, das die Körperzellen mit Sauerstoff und Nahrung versorgt und das die Stoffwechselprodukte wieder abtransportiert. Das Blut besteht zu 50 % aus Wasser. Die vorherrschenden festen Bestandteile sind die roten Zellen zum Sauerstofftransport und die weißen Zellen für die Immunabwehr.

Das Herz pumpt das Blut durch die Blutgefäße.

Das Herz ist im Wesentlichen ein faustgroßer muskulöser Sack, Ventrikel oder Herzkammer genannt, wo auf der einen Seite das Blut hereinfließt und zur anderen Seite mit Druck wieder hinausgepumpt wird, indem sich der Sack einmal in der Sekunde zusammenzieht.

Eigentlich handelt es sich sogar um zwei Herzen, die seitlich zusammengewachsen sind. Das linke Herz pumpt das Blut in die Aorta (Hauptschlagader), weiter in die Arterien, die sich wie Äste eines Baums verzweigen, in Organe und Muskeln, in das Gehirn und bis in die Haut, wo in winzigen Kapillaren der Stoffaustausch stattfindet. Über die Venen fließt das Blut wieder zum Herzen zurück.

Die Venen liegen oberflächlich und sind am Handrücken und an den Unterschenkeln („Krampfadern“) gut sichtbar. Die Arterien liegen tiefer, damit sie nicht so leicht verletzt werden können. In den Arterien ist der Druck natürlich höher als in den Venen. Deswegen kann man den Puls über den Arterien fühlen, aber nicht über den Venen.

Die Venen leiten das Blut aber nicht zum linken Herzen zurück, sondern zum rechten. Das rechte Herz pumpt das Blut nun weiter in den Lungenkreislauf, wo es mit Sauerstoff angereichert wird. Aus der Lunge fließt das Blut jetzt zum linken Herzen, womit der Kreislauf von vorne beginnt. Ventile („Herzklappen“) sorgen dafür, dass das Blut immer in die richtige Richtung fließt. Schematisch kann man sich eine 8er Bahn vorstellen (nicht zwei Kreise!), in deren Zentrum für jede Schleife eine Pumpe zur Beschleunigung eingebaut ist. Der Druck in der Lungenschleife ist wesentlich niedriger als der in der größeren Körperschleife und nur selten erhöht. Wenn wir von Blutdruck sprechen, meinen wir den Druck in der Körperschleife, und zwar den in den Arterien. Man muss aber einsehen, dass beide Herzen immer gleichzeitig gleich viel Blut pumpen, sonst würde das System schnell umkippen.]

Abbildung: Das elektronische Blutdruckmessgerät zeigt in der ersten Zeile den systolischen Blutdruck, in der zweiten Zeile den diastolischen Wert und in der dritten Zeile den Puls (Herzschläge pro Minute).

Wie messe ich meinen Blutdruck?

Voraussetzung zur Blutdruckbehandlung ist, dass Sie ein eigenes elektronisches Messgerät haben.

Ihr Arzt wird Ihnen bei Verdacht auf erhöhten Blutdruck eine 24-Stundenmessung vorschlagen. Sobald aber hoher Blutdruck nachgewiesen wurde, sollten Sie sich ein digitales Blutdruck-Messgerät für die Oberarmmessung verschreiben lassen und die Messung selber erlernen. Vorteil ist, dass Sie dann jederzeit messen können, zum Beispiel bei Kopfschmerzen, in Stresssituationen, nach körperlicher Belastung oder wenn Sie nachts aufwachen.

[Mein Blutdruck stieg an, wenn ich am PC nicht lösbare Aufgaben zu bearbeiten hatte. Ich habe mit Geräten zur Messung am Handgelenk keine guten Erfahrungen gemacht. Billiggeräte haben häufig alle möglichen Zusatzfunktionen wie Beleuchtung und akustische Ansagen, geben aber schnell ihre Hauptfunktion auf, nämlich das Aufpumpen der Manschette auf Knopfdruck. Vorschlag: Nehmen Sie ab und zu Ihr Gerät mit zum Hausarzt und vergleichen Sie dort Ihr Messergebnis mit dem vorschriftsmäßig geeichten Gerät der Praxis.]

Die Breite der Blutdruckmanschette spielt eine Rolle. Nicht passende Manschettengrößen verursachen Messfehler von bis zu 15 %. Standardmanschetten sind 12 cm breit und für einen (normalen) Oberarmumfang von 22 bis 32 cm ausgelegt. Wenn Sie Oberarme von 40 cm Umfang haben, wird mit der Standardmanschette der Blutdruck zu hoch gemessen! Sie brauchen eine breitere Manschette. Zu breite Manschetten ergeben umgekehrt zu niedrige Werte.