Verlag: ISEGRIM Kategorie: Fantasy und Science-Fiction Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2015

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E-Book-Beschreibung Blutrot - Veronika Mauel

"Rot … Rot, Idiot, denke ich und muss dabei blöderweise auch noch grinsen, was ihn wohl jetzt so richtig auf die Palme gebracht hat, denn er stößt sich vom Baum ab und kommt näher. Die Hände zu Fäusten geballt." Ein perfektes Leben in einer durchschnittlichen Welt ohne Farben, ohne Aufregung und ohne Emotionen. Zoe fragt sich schon lange, ob sie den geforderten Vorstellungen der Gesellschaft gerecht werden kann. In ihr keimen Zweifel, die sie nicht haben dürfte. Als ihr in der Schule ein zwielichtiger Junge über den Weg läuft, ist Zoes Neugier geweckt. Wieso trägt der Kerl ein rotes T-Shirt, obwohl doch alle Farben strengstens verboten sind? Zoe beschließt es herauszufinden und unterschreibt damit ihr eigenes Todesurteil.

Meinungen über das E-Book Blutrot - Veronika Mauel

E-Book-Leseprobe Blutrot - Veronika Mauel

Leseprobe eBook Ausgabe 2015
©2015 ISEGRIM VERLAG
in der Spielberg Verlag GmbH, Regensburg
Umschlaggestaltung: Isegrim Verlag
Umschlagfoto: ©kiuikson - Fotolia.com
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung, Speicherung oder Übertragung
Veronika Mauel wuchs in der Oberpfalz auf. Sie machte eine Ausbildung zur Erzieherin, bevor sie die Liebe zu fantastischen Geschichten zum Schreiben brachte. Nach ihrem „Dark Fantasy“ Roman ›Seelenfänger - Deine Liebe raubt dir den Verstand‹, und dem neu erschienenen Roman ›Phantasun‹, folgt nun ›Blutrot‹, eine Geschichte mit Dystopie-Charakter.

Inhaltsverzeichnis

Blutrot

1

2

3

Blutrot

Angst. Angst ist mein ständiger Begleiter. Egal was ich tue. Egal was ich denke. Egal was ich fühle.

Ich bin nicht wie ich bin, sondern ich bin wie wir alle hier sind.

Sorgsam, genügsam und folgsam.

Und eigentlich finde ich das gut, wenn nur diese ständige Furcht nicht wäre.

Dabei sagen SIE, dass gerade wir nichts zu befürchten hätten. Schließlich leben wir in einer Welt, in der SIE uns beschützen. Das Regime hält die Hand über uns und lässt nicht zu, dass uns etwas geschieht. Doch gerade das macht mir Angst.

Nicht zum ersten Mal stelle ich mir insgeheim die Frage, ob ich wirklich ausreichend perfekt bin um in dieses Land zu passen, um es zu verdienen hier zu leben. Denn sollte ich es nicht sein, so droht mir unweigerlich der Tod. Genau genommen steht es gar nicht zur Debatte, ob ich vollkommen genug bin. Ich habe es einfach zu sein, denn nur so kann ich überleben.

1

Ich heiße Zoe und bin heute 17 Jahre alt. Daraus resultiert, dass mir noch genau ein Jahr Zeit bleibt.

Ein Jahr, in dem ich noch ein unvollendetes Individuum bin. 365 Tage bleiben mir bis zur Perfektion. Jedes Mal wenn ich in den Spiegel sehe, blickt mir dieses unfertige Wesen entgegen, das geradezu darauf wartet endlich vollkommen und damit ein Stück weit unscheinbar zu sein. Meine Haare sind viel zu blond. Die Augen zu Blau. Meine Nase zu klein, die Beine zu lang und der Busen zu groß.

In zwölf Monaten wird das alles korrigiert werden.

Das Regime nimmt die Operation erst am 18. Geburtstag vor, denn davor wächst der Körper noch und verändert sich weiter. In genau einem Jahr werden mir schulterlange, mittelbraune Locken gegeben. Mein Gesicht wird angepasst, genau wie die Körpergröße, der Brustumfang und meine gesamte Statur. Erst dann kann ich mich als vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft bezeichnen.

Das Regime hat das Aussehen der Bevölkerung genau berechnet. Wir alle entsprechen exakt dem durchschnittlichen Menschen. Die Größe einer Frau wurde auf 1,67 m festgelegt, das Gewicht auf 60 kg. Braun hat sich als Haarfarbe durchgesetzt, da schwarz zu aggressiv wirkte. Blond schied ebenso schnell aus, da das mit Überheblichkeit und Arroganz gleichgesetzt wurde.

Bei mir muss ziemlich viel korrigiert werden, ich bin so falsch wie man es nur sein kann.

Seufzend binde ich mir meine blonden Locken zum Zopf und schlüpfe in einen der hellgrauen Kapuzenpullover, von denen mein Kleiderschrank überquillt. Grau ist neutral, genauso wie hellblau oder hellbraun. Dunkle Farben sind verboten, sie verbreiten Melancholie und machen depressiv. Bunte und grelle Farbtöne hingegen wirken provozierend.

Ich kenne diese Farben nur von den Bildern der Welt außerhalb. Diese andere Welt, die so schreiend bunt, so laut, so hektisch und so abgrundtief böse ist.

Gemäßigten Schrittes schreite ich die Treppe nach unten. Meine Eltern sitzen bereits am gedeckten Frühstückstisch und unterhalten sich leise. Als ich durch den Türrahmen gehe blicken sie mir freundlich entgegen.