Bob, der Streuner - James Bowen - E-Book

Bob, der Streuner E-Book

James Bowen

4,7
9,99 €

oder
Beschreibung

Speziell für junge Leser erzählt: Die Geschichte von Bob, dem Streuner, und seinem Freund James Vollkommen verwahrlost hockt der getigerte Kater eines Abends vor James´ Wohnungstür. Aus seinen großen grünen Augen blickt er ihm so traurig entgegen, dass James gar nicht anders kann, als ihn bei sich aufzunehmen. Er nennt den Kater Bob und päppelt ihn wieder auf. Dabei hat James es schon schwer genug - als Straßenmusiker reicht das Geld kaum für sein eigenes Abendessen. Als es dem struppigen Streuner besser geht, lässt James ihn wieder laufen. Doch Bob bleibt. Von nun an weicht er seinem Freund nicht mehr von der Seite. Jeden Tag begleitet er ihn zur Arbeit, stets auf seinem Lieblingsplatz, der rechten Schulter, und bringt James Glück. James Bowens Kult-Bestseller über die ungewöhnliche Freundschaft zu seinem Kater Bob - die Buchversion für Jugendliche! Mit Fotos von Bob und James

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 188




Inhalt

Über den AutorTitelImpressumWidmungKapitel 1 - WeggefährtenKapitel 2 - Die GenesungKapitel 3 - Mein bisheriges LebenKapitel 4 - Ein kleiner SchnittKapitel 5 - Der VerfolgerKapitel 6 - Im MittelpunktKapitel 7 - TeamworkKapitel 8 - Ein Mann und seine KatzeKapitel 9 - GeldsegenKapitel 10 - Freie TageKapitel 11 - Zwei MusketiereKapitel 12 - Bobs MackenKapitel 13 - Offizielle AnmeldungKapitel 14 - Der AusreißerKapitel 15 - Wieder vereintKapitel 16 - Der WeihnachtskaterKapitel 17 - Die VerwechslungKapitel 18 - Nummer 683Kapitel 19 - Der perfekte StandortKapitel 20 - AngeschlagenKapitel 21 - Auf dem Weg der BesserungKapitel 22 - Die Schwarze ListeKapitel 23 - Die große VeränderungKapitel 24 - Die Engel der Angel StationKapitel 25 - 48 StundenKapitel 26 - Die HeimreiseKapitel 27 - Der StationslieblingKapitel 28 - In großen SchwierigkeitenKapitel 29 - Die längste NachtKapitel 30 - Bob, der Big-Issue-KaterDanksagungBildtafel

Über den Autor

James Bowen ist Straßenmusiker und lebt in London. Er fand Bob, den Streuner, im Frühling 2007. Seitdem sind die beiden Freunde unzertrennlich.

Neuigkeiten und Informationen über James und Bob findet ihr unter: www.luebbe.de oder auf Bobs deutscher Facebook-Seite Bob, der Streuner oder auf James’ internationaler Facebook-Seite James Bowen & Streetcat Bob.

James Bowen

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Katze

Aus dem Englischen von Ursula Mensah

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe

des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Die englischsprachige Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel

»Bob, No Ordinary Cat« bei Hodder & Stoughton Ltd, London.

Für die Originalausgabe:

Copyright © 2013 by James Bowen and Garry Jenkins

Published by arrangement with Aitken Alexander Associates Ltd, London

Foto-Innenteil: © Clint Images

Für die deutschsprachige Ausgabe:

Copyright © 2014 by Boje Verlag in der Bastei Lübbe AG, Köln

Umschlaggestaltung: Thomas Krämer

Umschlagmotiv: © Clint Images, Shutterstock.com (London)

E-Book-Produktion: Greiner & Reichel, Köln

ISBN 978-3-414-82392-2

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

In liebevollem Gedenken an Graham Jenkins und Jane Marguerita Howden, und all denen gewidmet, auf deren absolute Unterstützung Bob und ich zählen können und die immer für uns da sind. Ohne euch wären wir heute nicht hier.

Kapitel 1

Weggefährten

»Das Glück liegt auf der Straße«, sagt ein berühmtes Sprichwort. »Man muss es nur aufheben. Aber die meisten Menschen gehen achtlos daran vorüber.«

Im Laufe meines Lebens habe ich leider schon zu oft bewiesen, dass diese Worte wahr sind. Das änderte sich erst im Frühjahr 2007, als ich mich mit Bob angefreundet habe.

Zum ersten Mal war ich ihm an einem düsteren Donnerstagabend im März begegnet. Seit dem späten Nachmittag lag ein Hauch von Frost in der Luft. Deshalb war ich früher als sonst von der Arbeit nach Hause gekommen – ich arbeitete damals als Straßenmusiker in Covent Garden, dem Ausgehviertel von London.

Der Aufzug war mal wieder außer Betrieb, also mussten meine Freundin Belle und ich die Treppe nehmen. Die Lampe im Flur war auch kaputt, sodass wir uns an der Wand entlangtasten mussten. Plötzlich sah ich in der Dunkelheit ein Augenpaar aufblitzen. Ich ging darauf zu und fand einen roten Kater, der auf der Fußmatte vor einer der Erdgeschosswohnungen kauerte.

Er starrte mich neugierig an, als wolle er fragen: »Wer bist du denn, und was machst du hier?«

Ich hockte mich neben ihn und sprach ihn an: »Hallo, Kumpel. Ich habe dich noch nie gesehen. Wohnst du hier?«

Er ließ mich nicht aus den Augen, als ob er sich fragen würde, mit wem er es da zu tun hatte. Vorsichtig streichelte ich ihm über den Nacken. Damit wollte ich ihm meine guten Absichten zeigen, aber auch herausfinden, ob er ein Halsband trug. Er hatte keines. Aber er genoss die Streicheleinheiten. Sein Fell war stumpf, und ich spürte kahle Stellen. Bestimmt war er hungrig. So stürmisch, wie er sich an mich schmiegte, war mir schnell klar, dass er dringend einen Freund brauchte.

»Ich glaube, er ist ein Streuner«, sagte ich zu Belle.

Sie kannte meine Schwäche für Katzen und erwiderte mit gespielter Strenge: »Nein, James, du kannst ihn nicht mitnehmen.« Sie deutete auf die Fußmatte. »Der gehört bestimmt den Leuten, die hier wohnen.«

Belle hatte recht. Eine Katze passte momentan so gar nicht in mein Leben. Ich hatte schon genug Probleme damit, für mich selbst zu sorgen.

Am nächsten Morgen war der Kater immer noch da. Ich streichelte ihn und wieder schnurrte er vor Freude.

Im Tageslicht zeigte sich auch, was für ein wunderschönes Tier er war. Er hatte einen ausgeprägten Katerkopf und strahlend grüne Augen. Aber sein Gesicht und seine Beine waren übersät von Kratzwunden und Schrammen, wahrscheinlich war er in einen Kampf oder Unfall verwickelt gewesen. Auch sein Fell war in einem schlechten Zustand. Es war dünn und stumpf und hatte sogar kahle Stellen, an denen die nackte Haut zu sehen war. Er tat mir so leid.

Hör auf, die Katze zu bemitleiden. Kümmere dich lieber um dich selbst, schimpfte ich im Stillen mit mir. Schweren Herzens ließ ich ihn zurück, um den Bus nach Covent Garden zu erreichen, wo ich mit meiner Musik ein bisschen Geld verdienen wollte.

An diesem Abend kam ich spät nach Hause – es war schon fast zehn Uhr. Schnell lief ich in den Flur, wo ich das Rotpelzchen vermutete. Aber er war weg. Ich war enttäuscht, aber gleichzeitig auch sehr erleichtert.

Als ich am nächsten Morgen die Treppe herunterkam, blieb mir fast das Herz stehen. Der kleine Kater war wieder da und saß genau dort, wo ich ihn zum letzten Mal gesehen hatte. Er sah allerdings noch schwächer und ungepflegter aus als am Vortag. Er zitterte am ganzen Körper. Ihm musste schrecklich kalt sein, und bestimmt war er auch hungrig.

»Na, immer noch hier?«, fragte ich leise und strich ihm über den Rücken. »Siehst aber gar nicht gut aus heute!«

So konnte das nicht weitergehen. Ich klopfte an die Wohnungstür, vor der er saß.

Ein unrasierter Mann öffnete. »Entschuldigen Sie bitte die Störung, ist das Ihre Katze?«, fragte ich ihn.

Er streifte den Kater mit einem teilnahmslosen Blick. »Nein. Hab ich nichts mit zu tun.«

Er knallte die Tür wieder zu, und da wusste ich, was zu tun war.

»Du kommst jetzt mit zu mir«, informierte ich das Häufchen Elend.

Ich holte die Schachtel Trockenfutter aus meinem Rucksack, die ich immer dabei hatte, um Katzen und Hunden etwas zustecken zu können, wenn ich auf der Straße Gitarre spielte. Einladend schüttelte ich die Schachtel hin und her, und der Kater kam sofort mit.

Mühsam schleppte er sich die Treppen hinauf und ich sah, dass sein Hinterbein verletzt war. In meiner Wohnung angekommen, fand ich noch einen Rest Milch im Kühlschrank, den ich in einer Schale mit etwas Wasser mischte, bevor ich sie ihm vorsetzte. Milch ist für Katzen nämlich gar nicht so gut verträglich, wie viele Menschen meinen. In wenigen Sekunden hatte er alles aufgeschleckt.

Zum Glück hatte ich noch Thunfisch zu Hause, der zusammen mit dem Trockenfutter eine sättigende Mahlzeit ergab. Ich stellte ihm die Schüssel hin, und er verputzte alles gierig schmatzend.

Der Arme ist ja total ausgehungert, dachte ich.

Nach dem Essen rollte er sich zufrieden unter der Heizung im Wohnzimmer zusammen, und ich durfte mir sein verletztes Bein näher ansehen. Die Wunde eiterte bereits und sah aus wie die Bisswunde eines Hundes oder Fuchses. Er ließ mich die Verletzung mit Wasser abtupfen und sogar mit Wundspray behandeln. Die meisten Katzen wären durchgedreht, aber er blieb ganz ruhig liegen und sah mir interessiert zu.

Den Rest des Tages verbrachte er unter der Heizung. Zwischendurch erkundete er meine Wohnung, sprang überall hoch und kratzte an allen Möbeln. Er war ein richtiges Energiebündel. Ein junger, unkastrierter Kater eben, die sind meistens sehr wild und ungestüm.

Als ich abends zu Bett ging, folgte er mir ins Schlafzimmer und kuschelte sich am Fußende meines Bettes zu einem Ball zusammen. Sein sanftes Schnurren in der Dunkelheit weckte in mir ein längst vergessenes Gefühl von Geborgenheit. Ich war nicht mehr allein – zum ersten Mal seit langer Zeit.

Am Sonntag stand ich früh auf, denn ich wollte versuchen, den Besitzer meines neuen Mitbewohners ausfindig zu machen. Es gab immer irgendwelche Aushänge von vermissten Katzen an Straßenlaternen und Bushaltestellen in der Nachbarschaft. Nur für den Fall, dass ich den Besitzer gleich fand, nahm ich den Kater mit. Dafür bastelte ich eine Leine aus mehreren Schuhbändern, die ich ihm zu seinem Schutz anlegte. Ganz selbstverständlich lief er so neben mir die Treppen hinunter.

Draußen angekommen, zog er dann allerdings ungeduldig an dem hinderlichen Strick. Wahrscheinlich wollte er sein Geschäft erledigen. Ich nahm ihm das Band ab, woraufhin er sofort in den Büschen vor dem Häuserblock verschwand. Kurz danach tauchte er wieder auf und ließ sich die ungewohnte Leine brav wieder überstreifen.

Der vertraut mir ja blind, dachte ich erstaunt. In diesem Moment gelobte ich, für ihn da zu sein, solange er mich brauchte.

Auf der anderen Straßenseite wohnte eine Frau, die als Katzenmutter bekannt war. Alle Streuner in unserem Viertel wussten, dass es in ihrem Hinterhof immer Futter gab. Keine Ahnung, wie sie sich das leisten konnte.

»Ist der aber schön«, sagte sie beim Anblick meines Katers.

»Kennen sie ihn?«, fragte ich erwartungsvoll, als sie ihm ein Leckerchen zusteckte.

Aber sie schüttelte den Kopf. »Nein, den habe ich noch nie gesehen. Der kommt bestimmt aus einem anderen Stadtteil von London. Wahrscheinlich wurde der arme Kerl hier ausgesetzt.«

Ich hatte das Gefühl, sie könnte recht damit haben, dass diese Gegend nicht sein Revier war.

Als wir wieder auf der Straße standen, ließ ich ihn frei. Ich wollte sehen, ob er sich gleich aus dem Staub machen würde. Aber er sah mich nur mit seinen großen grünen Augen an, als wolle er sagen: »Ich weiß nicht, wohin ich gehen soll. Kann ich nicht bei dir bleiben?«

Wer war er? Gab es eine Familie, die nach ihm suchte? Vielleicht gehörte er einer älteren Person, die verstorben war. Oder war er etwa ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk für eine Familie, die ihn nicht mehr wollte, als er größer und wilder wurde? Besonders die roten Katzen drehen manchmal ganz schön durch und wüten in ihrem Spieltrieb herum, vor allem, wenn sie nicht kastriert sind.

Ich stellte mir vor, wie seine früheren Besitzer ihn mit einem genervten »Jetzt reicht’s« am Straßenrand aussetzten.

Katzen haben einen sehr guten Orientierungssinn, dennoch hatte mein vierbeiniger Gast anscheinend nicht versucht, nach Hause zurückzufinden. Vielleicht war er bei seiner vorherigen Familie auch nicht glücklich gewesen und hatte beschlossen, sich eine neue zu suchen.

Den besten Hinweis auf sein Vorleben bot jedoch seine schlimme Verletzung. Die Wunde war bereits ein paar Tage alt und sah aus, als hätte er sie bei einem Kampf abbekommen. Demzufolge müsste er ein Streuner sein.

In London gab es schon immer viele Straßenkatzen, die ziellos herumstreunten und sich ihr Futter in Abfällen suchten oder es von Menschen mit Herz erbettelten. Sie sind in dieser Stadt unerwünscht und kämpfen jeden Tag um ihr Überleben. Viele von ihnen sind wie dieser rote Kater misshandelte, gebrochene Kreaturen.

Vielleicht hat er ja einen Seelenverwandten in mir gesehen, wer weiß?!

Kapitel 2

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!