Bullet Catcher - Constantine - Roxanne St. Claire - E-Book

Bullet Catcher - Constantine E-Book

Roxanne St. Claire

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Beschreibung

Bullet Catcher und Ex-Navy-SEAL Constantine Xenakis hat die Mannschaft eines Tauchschiffs infiltriert, um herauszufinden, wer das gesunkene Wrack einer alten spanischen Galeone ausplündert. Auf dem Schiff erwischt er die hübsche Diebin Lizzie Dare, die ihn jedoch davon überzeugen kann, dass nichts ist, wie es zunächst scheint ...

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Seitenzahl: 415

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ROXANNE ST. CLAIRE

Bullet Catcher

Constantine

Roman

Ins Deutsche übertragen von

Kristiana Dorn-Ruhl

Zu diesem Buch

Der ehemalige Navy SEAL Constantine Xenakis besitzt ein besonderes Talent: Er kann unbemerkt Gegenstände entwenden – egal von wem, egal von wo. Einst wurde ihm diese Fähigkeit zum Verhängnis, als er unter Verdacht geriet, bei einem Einsatz gestohlen zu haben. Doch nun erhält er eine zweite Chance: Für die Bullet Catcher soll Con undercover bei einer Tauchexpedition anheuern, auf der kostbare Artefakte aus dem Wrack eines legendären Piratenschiffs geborgen werden. Einige der bereits gefundenen Schätze wurden gestohlen, und Con soll herausfinden, von wem. Und tatsächlich, gleich an seinem ersten Abend auf dem Bergungs-schiff ertappt er die junge Lizzie Dare auf frischer Tat – so glaubt er zumindest. Aber es stellt sich schnell heraus, dass die hübsche Taucherin nicht diejenige ist, die Con sucht. Überhaupt ist auf dem Schiff nichts, wie es zu-nächst scheint, und Con und Lizzie beschließen, sich zusammenzutun und gemeinsam nach dem wahren Dieb zu fahnden. Dabei kommen die beiden sich immer näher. Doch Lizzie hütet ein verhängnisvolles Geheimnis, das sie und die gesamte Besatzung in große Gefahr bringen könnte. Und ehe Con es sich versieht, muss er sich zwischen seinem Auftrag und seinem Herzen entscheiden …

Für Mia

Geschenk der Götter,Wunder von Engelshand.Wie habe ich mich danach gesehnt, dich im Arm zu halten.Traumtänzerin,süße Freundin,über alles geliebte Tochter.Ohne dich wäre die Welt grau, lautlos und einsam.

1

»In der Regel stelle ich keine Diebe als Sicherheitsexperten ein.« Lucy Sharpe hielt dem kühlen Blick aus blauen Augen stand. Unfassbar, dass dieser Mann noch einmal bei Bullet Catcher vorsprach, nachdem sie ihn in Schimpf und Schande entlassen hatte.

»Ausnahmen bestätigen die Regel.« Constantine Xenakis schlenderte durch den Raum und ließ sich auf der anderen Seite von Lucys Bibliothek auf einen antiken Stuhl sinken, den sonst kaum ein Mann benutzte; das zierliche Möbel wirkte unter seinem groß gewachsenen, austrainierten Körper, als würde es gleich zusammenbrechen – doch Con schien vollkommen zufrieden mit seiner Sitzgelegenheit. »Feste Gewohnheiten kann man brechen, ist auch nicht schwerer als Schlösser knacken.«

»Dan Gallagher hat schon erwähnt, dass dein Selbstbewusstsein nicht gelitten hat.«

»Wenn ich mich recht entsinne, ist ein gesundes Selbstbewusstsein durchaus hilfreich für diesen Job.« Der Anflug eines Lächelns erhellte seine finstere Miene.

»Durchaus«, stimmte Lucy zu. »Aber zunächst einmal vielen Dank für deine Unterstützung in dem Entführungsfall in Miami. Das Beweisstück, das du gefunden hast, war ein Schlüssel zur Lösung des Falles; damit hast du mehreren Menschen das Leben gerettet, unter anderem Dans Sohn. Dafür bin ich dir sehr dankbar.«

Sein Lächeln verstärkte sich, und seine strahlend weißen Zähne hoben sich gegen seine olivbraune Haut ab. »Ich musste mir etwas ausdenken, um in die Gemächer hier wieder eingelassen zu werden, Luce.«

»Du hättest anrufen können.« Sie nickte in Richtung des Blackberrys auf ihrem Schreibtisch. »Die Nummer hat sich in den letzten sechs Jahren nicht geändert.«

»Als ob du meinen Anruf angenommen hättest.«

Möglicherweise schon. »Ich habe versucht, dich zu finden, nachdem die Wahrheit über die Diamantenlieferung herausgekommen war, Con. Damit warst du vollkommen entlastet, und ich wollte dir sagen, dass ich mich geirrt hatte.«

»Du warst anscheinend nicht besonders gründlich – normalerweise findest du immer, wen du suchst, ganz gleich, wie sehr sich derjenige zu verbergen versucht.«

»Das stimmt«, räumte sie ein. »Zu der Zeit hattest du aber bereits eine neue Laufbahn eingeschlagen, die mir gar nicht gefiel. Die mir übrigens immer noch nicht gefällt.«

»Ebenso wenig wie mir«, sagte er leise. »Genau deshalb bin ich hier.«

Sie hob eine Braue. »Nachdem du sechs Jahre lang Firmengeheimnisse, kostbaren Schmuck und ungezählte Kunstwerke gestohlen hast, hast du auf einmal ein Gewissen?«

Seine gereizte Reaktion zeigte ihr, dass sie seinen wunden Punkt gefunden hatte. »Lass mich das bitte klarstellen. Ich habe überhaupt nichts gestohlen. Ich habe nie irgendetwas für mich selbst behalten. Ich war nur als Vermittler tätig, zwischen den reichen Sammlern und den Leuten, die begehrte Sammlerobjekte hatten.«

Lucy schmunzelte. »Für Stehlen habe ich schon alle möglichen Umschreibungen gehört – aber diese hier ist wirklich besonders gelungen.«

»Glaub, was du willst, Lucy, aber ich hatte kein Interesse an dem Zeug, das ich gestohlen habe. Ich habe einfach nur meine angeborenen Talente eingesetzt, die ich als Jugendlicher leider allzu gut trainieren musste.«

»Die Zeiten sind aber weiß Gott lange vorbei. Mindestens zwanzig Jahre.«

»Du erinnerst dich bestimmt«, fuhr er leise, aber voller Bedacht fort, »dass die Leute eh immer automatisch gedacht haben, dass ich meine besonderen Fähigkeiten einsetze – einfach nur, weil ich sie habe.«

Es war definitiv sein wunder Punkt. Das würde den Auftrag, den sie ihm anbieten wollte, umso schwieriger für ihn machen. »Ich bin davon ausgegangen, dass du die Diamanten behalten hast, weil sie unter deiner Aufsicht verschwanden. Du hast nie versucht, mich vom Gegenteil zu überzeugen.«

Zum ersten Mal bewegte er sich auf seinem Puppenstühlchen. »Du hattest mich engagiert, Lucy. Hast du etwa deinem eigenen Urteil nicht getraut? Gilt bei dir die Devise: Der Kunde hat immer recht? Hätte ich vielleicht hierherkommen sollen, um mich zu rechtfertigen?«

»Wenn dir wirklich daran gelegen gewesen wäre, bei Bullet Catcher zu bleiben, wäre das keine schlechte Idee gewesen.« Stattdessen hatte er sie auf die Probe gestellt – und sie hatten dabei beide den Kürzeren gezogen.

»Und nein, der Kunde hat nicht immer recht. Ebenso wenig wie ich. Man kann mit mir reden, Con. Es gab keinen Grund, in den Untergrund zu gehen und ein professioneller Dieb zu werden. Du hättest diese Dinge beschützen können, anstatt sie zu stehlen.«

»Ich hatte meine Entscheidung getroffen, Lucy«, sagte er schlicht. »Und jetzt bin ich hier, weil ich es mir anders überlegt habe.«

»Dan hat mir gesagt, dass du wirklich ernsthaft daran interessiert bist, ein Bullet Catcher zu werden, und ich vertraue seinem Urteil«, sagte sie. »Und ich gestehe, dass mich die Vorstellung reizt. Aber vorher will ich wissen, wie es zu diesem plötzlichen Sinneswandel gekommen ist. Sonst kann ich nicht glauben, dass er echt ist.«

»Er ist echt und er ist nicht plötzlich. Ausschlaggebend war der Fall in Miami letzten Monat, als ich einen deiner Männer in Aktion erlebt habe.«

»Dan Gallagher ist einer der besten.«

»Und das aus gutem Grund. Deshalb beschloss ich, dass ich mal etwas wirklich Wertvolles stehlen würde …« Er grinste. »Und zwar seinen Job.«

Lucy musste beinahe lachen bei der Vorstellung, dass jemand den Mann ersetzen wollte, der in den letzten fünf Jahren ihre rechte Hand gewesen war, den sie sogar als Vertreter einsetzen wollte, wenn in sechs Monaten ihr Baby kam. »Das wäre allerdings kostbare Beute.«

»Lass es mich so formulieren. Ich tue nichts halbherzig. Wenn ich für dich arbeite, will ich dein bester Mann sein.« Er klang so überzeugend, dass sie keinen Zweifel mehr an seinen hehren Absichten hatte.

Mehrere Sekunden verstrichen, begleitet vom Ticken der antiken Standuhr an der gegenüberliegenden Wand. Schließlich stand Lucy auf und ging, ohne ihren Blick von ihm zu nehmen, um den Schreibtisch herum, nahm auf ihrem Stuhl Platz und griff nach dem Dossier, das sie vor seinem Eintreffen bereits vorbereitet hatte. Sie konnte den Kunden nicht mehr länger warten lassen, und der perfekte Mann für den Job saß ihr gegenüber.

»Der Auftrag ist eine harte Nuss, selbst für einen erfahrenen Bullet Catcher.« Sie reichte ihm die Akte. »Ich brauche dafür einen Mann, der tauchen kann.«

»Meine Zeit bei den Navy Seals war zwar kurz, aber ich bin ausgebildeter Taucher.«

»Ich brauche außerdem einen Mann, der stehlen kann.«

Er sah von den Unterlagen auf. »Wie bitte?«

»Sagen wir, jemanden, der sich mit Diebstahl auskennt.« Auf sein Kopfnicken hin fuhr sie fort. »Der Kunde heißt Judd Paxton. Sagt dir der Name etwas?«

»Natürlich. Paxton Treasures ist die weltweit erfolgreichste Bergungsfirma für gesunkene Schätze. Aber im November geht doch niemand tauchen.«

»Oh doch, in diesem Fall schon. Paxton führt geheime Bergungsarbeiten rund zehn Meilen vor der Ostküste Floridas durch, die nicht offiziell genehmigt sind.«

Con legte die Stirn in Falten. »Du meinst, die Operation hat kein Okay von staatlicher Stelle?«

»Noch nicht.«

»Es ist also kein Behördenvertreter an Bord, der die Funde dokumentiert, damit der Staat Florida seine zwanzig Prozent von der Beute abgreifen kann? Das macht es natürlich wesentlich einfacher, die Sachen auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, zumal man keine Verluste hat.«

Dass er sich mit den inneren Abläufen der Bergungsindustrie bestens auskannte, war ein weiterer Pluspunkt, auch wenn seine Kenntnisse aus fragwürdigen Aktivitäten stammten.

»Judd hat nicht vor, den Staat oder sonst jemanden zu hintergehen«, versicherte sie ihm. »Er hat einen Sponsor, der alles kaufen will, was bei dieser Bergung zutage kommt, und der hat darauf bestanden, dass die Angelegenheit nicht publik gemacht wird, bis sie genau sagen können, was sie gefunden haben. So wie es aussieht, wird der Fund die Schatzsucherszene erschüttern, und wenn die Sache nicht geheim gehalten wird, stehen sofort die Abstauber auf der Matte oder, noch schlimmer, Piraten.«

Er wirkte irritiert. »Wieso das denn?«

»Kennst du die Geschichte der El Falcone?«

»Ja«, sagte er und lachte leise. »Ich kenne ja auch den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Das gehört doch ins Reich der Legenden, Lucy.«

»Tja, Mr Paxton ist da ganz anderer Meinung«, erwiderte sie. »Im Moment ist es vielleicht nur eine Legende, dass ein Schiff ohne jegliche Papiere einmal wertvolle Schätze von Havanna nach Lissabon transportiert hat, aber das würde sich schnell ändern, wenn er beweisen kann, dass er genau dieses Schiff gefunden hat.«

Offenbar noch nicht überzeugt, blätterte Con die Akte durch. »Es gibt keinerlei Hinweise auf ein Schiff ohne Papiere, das Ganze ist also reine Spekulation.«

»Das ganze Schatzsuchergeschäft basiert auf Spekulationen, aber anscheinend gibt es doch Unterlagen, oder zumindest Überreste davon, die sich zum Teil in den Händen von Mr Paxtons Sponsor befinden. Diese Bergung ist übrigens so geheim, dass selbst Crew und Taucher nicht wissen, wonach sie suchen.«

Er blätterte eine Seite um und überflog ein paar Namen. »Und warum frieren sie sich dann im November da draußen den Hintern ab?«

»Weil Paxton sie fürstlich bezahlt. Dafür verzichten sie sogar auf Handys und Internetzugang an Bord. Letztes Jahr wurden mehrere Paxton-Schiffe von gut organisierten Banden überfallen, deshalb glauben die Taucher, dass die Geheimniskrämerei zu ihrem Schutz sei.«

Er nickte. »Das klingt einleuchtend. Worin besteht denn nun der Auftrag? Schutz vor potenziellen Piraten?«

»Nicht direkt. Judd glaubt, dass die Gefahr gar nicht von außen kommt. Es sind nämlich bereits Artefakte verschwunden, die sie geborgen haben.«

»Oh.« Seine Finger verharrten auf der Liste mit den Namen der Taucher und Crewmitglieder. »Es ist also ein Dieb an Bord.«

»Könnte man annehmen, aber so einfach ist es nicht«, sagte sie. »Paxton geht es nicht darum, dass sich jemand ein paar Goldmünzen abgreift; er fürchtet, dass es nach draußen dringt, wenn tatsächlich etwas Spektakuläres gefunden wird. Auf der El Falcone sollen sich mehrere richtige Knüller befunden haben.«

»Zum Beispiel?«

»Zwei goldene, mit Diamanten verzierte Zepter, die dem portugiesischen Königspaar anlässlich seiner Hochzeit im Jahr 1862 überreicht werden sollten. Und wir reden hier nicht von irgendwelchen Diamanten; es soll sich um die Bombay Blues handeln, zwei der wertvollsten blauen Diamanten, die je in Indien ergraben wurden.«

Lächelnd schüttelte er den Kopf. »In der Kunstszene geht diese Mär seit Jahren um. Die Bombay Blues existieren überhaupt nicht.«

»Es spielt keine Rolle, ob sie existieren oder nicht. Unser Auftrag ist nicht, sie zu finden«, sagte Lucy. »Unser Auftrag besteht darin, an Bord zu gehen, den Dieb zu identifizieren und damit eine mögliche undichte Stelle zu beseitigen.«

Con neigte zustimmend den Kopf. »Flynn Paxton leitet die Operation«, stellte er fest. »Ein Verwandter?«

»Stiefsohn. Offenbar haben Vater und Sohn ein etwas angespanntes Verhältnis, und Judd wollte ihm entgegenkommen, indem er ihm die Leitung übertrug. Du wirst da undercover als neuer Taucher reingehen, dich bei der Crew umhören, dem Langfinger das Handwerk legen und herausfinden, ob irgendjemand Informationen durchsickern lässt. Niemand, auch nicht Flynn, wird wissen, warum du in Wirklichkeit da bist.«

»Weiß Flynn, dass sie nach der El Falcone suchen?«

»Niemand weiß das.«

»Judd traut also nicht einmal seinem eigenen Stiefsohn. Interessant.« Con blätterte die Akte durch, die umfassende Hintergrundinfos über die sechs Taucher, die Konservatorin und die übrigen Crewmitglieder der Gold Digger enthielt, und sah dann zu Lucy auf. »Sonst noch was?«

»Melde dich täglich. Wenn du irgendetwas Verdächtiges entdeckst, will ich das sofort wissen. Sofort. Wir überlegen dann gemeinsam, wie vorzugehen ist.«

»Kein Problem.«

»Und vergiss nicht, dass du nicht auf dich gestellt bist.« Sie beugte sich vor. »Bullet Catcher arbeiten immer im Team, auch wenn sie allein losgeschickt werden. Es wird nicht unbedingt jemand bei dir sein, aber ein Anruf genügt, und dir stehen meine sämtlichen Ressourcen zur Verfügung – Informationen, Daten, Leute.«

»Klingt gut. Wann soll ich anfangen?«

»Sofort. Meine Assistentin Avery wird dir eine Personenschützerlizenz besorgen, außerdem ein Satellitentelefon und einen Laptop, die beide so programmiert sind, dass du mit einem Tastendruck dieses Büro hier anwählen kannst. Einer der Bullet-Catcher-Jets steht bereit, um dich nach Hause zu fliegen, damit du deine Sachen packen kannst, und dich anschließend zu dem Hafen zu bringen, von wo aus du zu Paxtons Boot hinausfahren wirst.«

Sie griff zu ihrem Blackberry und ging die Nachrichten durch, die während des Meetings hereingekommen waren. »Ach, und Con …«

Er klappte die Akte zu. »Sag nichts. Ein Fehler, und ich bin wieder draußen?«

»Und wir liefern dich den Behörden aus. Ich glaube, du wirst in drei Staaten gesucht, stimmt’s?«

»Vier.« Er warf ihr ein Lächeln zu. »Aber wen kümmert’s?«

»Mich.« Sie hielt einen Finger hoch, den sie dann auf ihn richtete. »Du hast eine Chance, Con. Mehr nicht. Sieh zu, dass du keinen Ärger bekommst, melde dich regelmäßig und mach den Job wie ein richtiger Bullet Catcher.«

»Und dann?«

Sie neigte den Kopf zur Seite. »Dann werden diese vier Staaten nie etwas von dir gehört haben, und du darfst dich mit Dan um seinen Job prügeln.«

»Richte ihm aus, er soll schon mal trainieren.« Er zwinkerte ihr provozierend zu. »Danke, Luce.«

Sie blickte immer noch auf die leere Türöffnung, als er schon längst verschwunden war und Jack um die Ecke kam.

»Wo schaust du denn hin, Lucinda?«, fragte er lächelnd und lehnte sich mit verschränkten Armen in den Türrahmen.

»Auf den Mann, den ich bald heiraten werde.« Sie stand auf, um ihn zärtlich zu umarmen und einen sanften Kuss entgegenzunehmen. »Auf den Vater des Kindes, das in meinem Bauch wächst.«

Er hob ihr Kinn, um ihr in die Augen zu sehen. »Du wirst es dir auch bestimmt nicht noch mal anders überlegen?«

Sie lachte. »Wie kommst du denn darauf?«

»Weil …« Er legte die Hände um ihre Wangen und musterte ihr Gesicht. »Weil du immer so guckst, wenn du an dir zweifelst.«

Es war unglaublich; kein Mann hatte sie je so gut gekannt wie Jack. »Hast du den Mann gesehen, der gerade hier war?«

»Ich habe nur gesehen, dass jemand hinausging, aber nicht mit ihm gesprochen. Ein neuer Kunde?«

»Ein neuer Kollege.«

»Wirklich? Du hast gar nicht erwähnt, dass du jemanden einstellen willst.«

»Ich war mir auch nicht sicher – bis zu dem Moment, als ich ihm das Paxton-Dossier gegeben habe.«

»Dann hast du also den Taucher, den du gesucht hast.«

»Ich habe den Dieb, den ich gesucht habe.«

Er nahm den Kopf etwas zurück. »Den Dieb?«

»Er ist geläutert – behauptet er jedenfalls. Er hat auch schon mal für uns gearbeitet; ich hatte ihn damals entlassen, nachdem bei einer Diamantenlieferung aus Südafrika Steine verschwunden waren. Die Sache wurde zwar aufgeklärt und er rehabilitiert, doch in der Zwischenzeit hatte er sich offenbar an den Gedanken gewöhnt, kriminell zu sein – nach dem Motto: Muss wohl was dran sein, wenn es alle glauben. Und so wie es aussieht, hat er tatsächlich großes Talent dazu, Dinge an sich zu bringen, die ihm nicht gehören.«

Jack nahm auf dem Sofa Platz und betrachtete sie neugierig. »Du hast ihn also für einen einzigen Auftrag ins Boot geholt?«

»Das bleibt abzuwarten. Er will mehr. Er will Dans Job.«

Jack pfiff leise durch die Zähne. »Nicht dass ich etwas dagegen hätte, wenn mein alter Rivale endlich aus deinem Dunstkreis verschwinden würde, aber ich bezweifle ernsthaft, dass sich Gallagher diesen Platz hier entgehen lässt …« Er deutete auf ihren Schreibtisch. »Zumindest nicht für die ersten paar Wochen nach Klein Culvers Geburt.«

»Ich muss noch entscheiden, wie das laufen wird.«

Er nahm sie bei den Armen und zog sie zu sich herunter, um seine Hand auf ihren immer noch flachen Bauch zu legen, eine wohlige, vertraute Geste. »Wie geht’s meinem Kleinen überhaupt?«

»Ihr geht’s prima. Aber ich werde nicht aufhören zu arbeiten, Jack«, sagte sie und legte einen leicht warnenden Unterton in ihre Stimme.

Er lachte nur. »Und die Erde wird nicht aufhören, sich zu drehen. Doch du wirst den Laden umorganisieren müssen, zumindest bis zu einem gewissen Grad.«

Bis zu einem gewissen Grad. »Aha, du meinst, ich habe schon damit angefangen, indem ich einen Dieb einstelle, um auf Gold und Diamanten aufzupassen?«

»Ach, komm schon, Luce. Du hast ihn eingestellt, um seine Loyalität und seinen Charakter auf die Probe zu stellen.«

»Du kennst mich einfach viel zu gut.« Sie schmiegte sich enger an ihn, und ihre Sorgen lösten sich in Wohlgefallen auf.

»Was ist, wenn er versagt?«

»Ich könnte einen meiner wichtigsten Kunden verlieren.«

Schwerer wiegen würde aber in diesem Fall, dass Con es nicht geschafft hätte, zu dem Mann zu werden, der er gerne sein wollte.

Schatzkiste, Erholungsraum, Beutekammer, Goldgrube.

Unter der Crew kursierten allerlei Spitznamen für das Labor des Tauchschiffs, wo die geborgenen Schätze in Säure und Asche gereinigt, sortiert und etikettiert wurden und schließlich per Elektrolysebad zu alter Pracht zurückkehrten. Es war ein Leichtes, in diesen Raum einzubrechen.

Doch selbst bei größeren Hürden hätte Lizzie Dare es in dieser Nacht versucht.

Um drei Uhr früh summte ihre Armbanduhr. Kein anderer Laut außer dem Wummern der Generatoren war auf dem Vierzig-Meter-Schiff zu hören. Die anderen Taucher, Kapitän und Besatzung schliefen.

Dass Flynn Paxton die Nacht fünfzig Meter entfernt auf seinem eigenen an ihrem vertäuten Boot verbrachte, machte die Sache natürlich leichter; und spätestens morgen hätte sie keine Chance mehr, in den Besitz der Silberperlenkette zu kommen, die sie am Nachmittag geborgen hatten. Barfuß tapste sie aus ihrer Kabine.

Auf dem Teakboden machten ihre Füße kein Geräusch. Mit angehaltenem Atem sah sie durch den engen Flur die Treppe zum Hauptdeck hoch, wo alles dunkel und still war. Sie hielt einen Moment lang inne und zog ihren dunklen Kapuzenpulli enger; dann atmete sie tief durch und sauste die Treppe zum Unterdeck hinunter.

Unten waren die Generatoren lauter, und man hörte auch das leise Klicken der Triebwerke. Sie schnappte sich die Schlüssel, die sie aus Charlottes Kabine stibitzt hatte, und steuerte auf das Labor zu. Es war überhaupt kein Problem gewesen, sich in die Kabine der Konservatorin zu schleichen und den Schlüssel zu entwenden. In dem begeisterten Trubel, als einer der Taucher mit der Kette an der Oberfläche erschienen war, hatte niemand auf sie geachtet. Sie würde ihn morgen zurückbringen, während Charlotte und Sam Gorman nichts ahnend beim Frühstück saßen.

Als die Metalltür zum Labor quietschte, schrak sie zusammen. Beim Eintreten stieg ihr der Geruch von Salzsäure in die Nase.

Im Innern war es dunkel, bis auf ein paar Streifen Mondlicht, die durch die Sichtblenden der Bullaugen fielen. Doch sie brauchte nicht viel Licht. Sie war schon oft genug hier gewesen, um die Anordnung der Laborbänke genau zu kennen und zu wissen, wo sie die Kette finden würde: an Klemmen befestigt in einem Elektrolysebad.

Sie ging ein paar Schritte nach links, tastete nach der Laborbank, bis ihre Finger einen Behälter erreichten. Dann holte sie einen Latexhandschuh aus ihrer Jackentasche, streifte ihn über und fuhr mit den Fingerspitzen über die dünne Metallstange über der Edelstahlplatte.

Doch da waren keine Klemmen und keine Kette.

Hatte Charlotte die Elektrolyse denn noch nicht gestartet? Sie hatte die Kette heute Nachmittag grob gereinigt und hätte sie anschließend für das Verfahren vorbereiten sollen, das bis zu vierundzwanzig Stunden dauern konnte.

Doch die Anlage war nicht einmal eingeschaltet, sonst hätte man das Brummen von Schwachstrom hören müssen. Aber wo hatte sie die Kette hingetan?

In ein Salpeterbad. Mist. Das Silber der Kette war nicht rein, und so hatte Charlotte sie vermutlich in einem zusätzlichen Zwischenschritt mit Salpetersäure behandelt. Die Kette aus Salpetersäure zu holen wäre wesentlich schwieriger.

Aber nicht unmöglich.

Lizzie zog den zweiten Gummihandschuh aus ihrer Tasche und ging in die kleine Kammer am anderen Ende des Labors, in der die Tanks mit der Salpeterlösung standen. An diesem Nachmittag hatten sie auch ein paar Silbermünzen gefunden. Charlotte hatte sie mit Sicherheit einzeln in die Lösung gelegt und entschieden, die Kette gleich mitzubehandeln.

Sie nahm eine kleine Taschenlampe aus der Jacke, um nicht versehentlich im Dunkeln einen Behälter umstoßen; Salpetersäure konnte schwere Verätzungen hervorrufen, selbst wenn es nur eine fünfprozentige Lösung war.

Sie trat weiter in die Kammer hinein und hielt das Licht ihrer Lampe auf die kleine Laborbank an der gegenüberliegenden Wand –

Rumms!

Die Tür hinter ihr fiel ins Schloss, und ein starker Arm umfasste sie von hinten. Eine warme Hand verschloss ihren Mund und hinderte sie am Schreien, während ihre Lampe zu Boden fiel.

Sie versuchte, sich erst in die eine, dann in die andere Richtung freizukämpfen, doch dem kraftvollen Griff, der sie bewegungsunfähig machte, hatte sie nichts entgegenzusetzen. Alles, was sie von dem Unbekannten sehen konnte, war seine Schulter – eine breite Schulter.

Eine Schulter, die sie auf diesem Schiff noch nicht gesehen hatte.

»Suchst du was Bestimmtes?« Seine Stimme war tief, ein drohendes Grollen, das ihr Schauer über den Rücken jagte.

Noch einmal versuchte sie sich loszureißen, ihr Stöhnen wurde dabei von seiner Hand erstickt. »Loslassen!«, brachte sie gerade so heraus.

»Keine Chance, meine Süße.« Er bekräftigte den Satz, indem er sie fester packte und ihren Hintern gegen sein Becken presste.

Panisches Entsetzen erfasste sie. Auf all den Tauchtrips und Bergungsfahrten, die sie bislang unternommen hatte, waren sie noch nie von Piraten überfallen worden. Auf einem Paxton-Schiff allerdings war das eine reale Gefahr, mit der man eigentlich hätte rechnen müssen.

Sie versuchte zu schlucken und zu atmen, doch er fasste sie nur noch fester. Jeder Versuch sich zu wehren war hoffnungslos. Er rührte sich nicht vom Fleck.

»Was wollen Sie?«

»Die Frage ist, was du hier willst.«

Noch einmal versuchte sie, sich loszureißen, doch es hatte keinen Sinn. Obwohl ihr Blut voller Adrenalin war, bemühte sie sich, möglichst ruhig zu bleiben.

Drei, vier endlos scheinende Sekunden verstrichen, in denen ihr Herz wie verrückt gegen ihre Rippen hämmerte.

»Braves Mädchen«, sagte er leise und in so unheilvollem Ton, dass ihr fast die Luft wegblieb. »Das hier ist nicht der richtige Ort für einen Ringkampf.«

Das stimmte. Es sei denn, man hatte Handschuhe und lange Ärmel an, so wie sie. Nur ihr Gesicht war ungeschützt. Sollte sie es wagen?

Was war schlimmer, eine leichte Verätzung … oder Vergewaltigung und Mord?

Keine Frage.

»Okay, wir werden Folgendes tun«, sagte er, den Mund an ihr Ohr gepresst. »Wir werden ganz ruhig und leise diese Kammer verlassen, bevor du dir noch irgendetwas unter den Nagel reißt, das dir nicht gehört. Dann wirst du für deine Missetaten bezahlen. Mach dich auf eine harte Strafe gefasst.«

Hätte er nur ihren einen Arm losgelassen, hätte sie rasch einen Becher Säure aus einem Behälter schöpfen und ihm ins Gesicht schütten können. Und wie verrückt um Hilfe rufen.

»Gehen wir«, sagte er barsch und hob sie vom Boden ab.

Da er ihren Arm eingeklemmt hatte, blieb ihr nur ein freier Finger. Sie konnte ihn um seinen kleinen Finger legen und ihn nach hinten biegen.

Sein Fingerknöchel knackte, und er lockerte seine Umklammerung etwas, sodass sie ihren Arm freibekam. Sofort griff sie nach einem der kleinen Messbecher, die in einer Reihe auf der Laborbank standen.

Er riss sie zurück, doch es gelang ihr dennoch, einen Teil des Becherinhalts rücklings über ihre Schulter zu kippen. Im selben Moment zog er sie beide nach rechts, um auszuweichen, und der Ruck genügte, um weitere Säure über den Rand spritzen zu lassen.

Mit einem Schrei kippte sie den Becher, doch er warf sie zu Boden und schirmte sie mit seinem Körper vor der herabregnenden Säure ab.

»Schluss jetzt damit!«, fauchte er und wand sich auf ihr.

»Runter von mir!« Sie versuchte ihn wegzudrücken. Ob einer von ihnen von dem Säureschwall getroffen worden war? »Runter von mir, du Schwein!«

Sie versuchte, sich unter ihm herauszuwinden, doch er zerrte an ihrer Jacke. »Zieh das aus!«, befahl er. »Sofort! Ausziehen!« Er begann am Reißverschluss zu zerren.

»Nein!« Sie trommelte mit ihren Fäusten gegen seine Brust, doch plötzlich spürte sie einen Lufthauch am Arm; in ihrem Jackenärmel war ein Loch, das immer größer wurde. Es fehlte nicht viel, und die Säure würde ihre Haut erreichen.

»Du wirst dich verätzen! Zieh das jetzt aus!« Er schob ihr die Jacke über die Schultern und riss an den Ärmeln, während er Lizzie gleichzeitig zu sich hochzog, um ihr dann das Tanktop über den Kopf zu streifen; nun stand sie mit nacktem Oberkörper da.

»Deine Hose! Schnell, bevor du dich verätzt!« Als er den Taillenbund packte, entdeckte sie zwei klaffende Löcher auf ihren Oberschenkeln, die sich rasch ausbreiteten.

»Runter damit!«, befahl er, zog die Hose über ihre Hüften und riss dabei den Slip mit. Mit einer schwungvollen Bewegung warf er beides weg. »Wasser! Du musst deine Haut abwaschen!«

Er drängte sie zum Waschbecken, drehte den Hahn auf und ließ das eiskalte Wasser über ihren Arm laufen. Dann zog er sich sein dunkles T-Shirt über den Kopf und streifte sich die Jeans ab; beides flog auf den Haufen mit ihren Sachen.

»Das reicht noch nicht«, sagte er, schob sie näher an das Waschbecken und legte die gewölbten Hände aneinander. »Gib mir dein Bein.«

Wer war dieser Kerl?

Sie hob ihr Knie, und er fing an, mit einer Hand Wasser auf ihren Oberschenkel zu schöpfen, während er mit der anderen seine Schulter bespritzte.

»Warum um alles in der Welt hast du das getan?«, fragte er. »Du hättest mich blenden können.«

»Genau das hatte ich vor. Sie haben mich überfallen.«

Mit leisem Schnauben sah er ihr ins Gesicht. »Ich habe dich beim Stehlen erwischt. So sieht es aus.« Er hob sein eigenes Bein zum Hahn und begann es zu bespritzen.

»Ich habe nicht –« Sie hielt sich am Rand des Waschbeckens fest, die Sinne von Adrenalin vernebelt wie von einem großen Schluck Whiskey; bebend und schlotternd sah sie diesen riesigen, dunklen, nackten Fremden an, der neben ihr stand.

»Wer sind Sie?«

»Der neue Taucher.«

Oh nein. Oh nein.

»Der neue …« Unter seinem laserscharfen Blick verstummte sie. Verlegen senkte sie die Augen – genau auf das dunkle Nest zwischen seinen Beinen und sein Glied, das sich gut sichtbar gegen seinen zum Waschbecken gehobenen Schenkel abhob.

Der neue Taucher.

Oh bitte, das durfte doch nicht wahr sein.

Es dauerte eine Weile, bis sie ihm wieder in seine kalten blauen Augen sehen konnte, doch ihr Magen hörte nicht auf zu schlingern. »Ich dachte, du würdest mich vergewaltigen«, sagte sie leise. »Oder … noch Schlimmeres mit mir tun.«

Er unterbrach seine Wäsche, um sie von oben bis unten zu betrachten, ganz als würde er … darüber nachdenken.

»Das reicht nicht«, sagte er barsch, ohne seine Musterung zu unterbrechen.

»Was?« Was meinte er damit?

»Wir müssen richtig duschen. Es könnten Tropfen auf deiner Haut gelandet sein, und die werden Verätzungen hervorrufen. Vielleicht ist es schon zu spät. Komm.«

Sie zögerte nur einen Sekundenbruchteil lang, denn er hatte vollkommen recht.

»Los. In meine Kabine.« Er schob sie zur Tür.

Er war tatsächlich der neue Taucher. Eigentlich sollte der erst morgen kommen. Man hatte die kleine Kabine gleich neben dem Labor für ihn vorgesehen, weil sonst keine mehr frei war.

Der verdammte neue Taucher. »Ich dachte, du wärst …«

»Ich weiß. Vergewaltiger, Mörder, Pirat. Ich hab’s kapiert.«

»Es ist nur eine fünfprozentige Salpeterlösung«, sagte sie, während sie durch das im Dunkeln liegende Labor voranging.

»Verätzungen sind trotzdem möglich. Und Narben.«

Sie sah über die Schulter. Sein Blick war hart wie Eisen und direkt auf ihren blanken Hintern gerichtet.

Flynn hatte ihnen gesagt, dass ein neuer Taucher kommen würde. Dabei hatte er verschwiegen, dass dieser neue Mann groß, dunkel und geradezu überirdisch gutaussehend war. Und dieses Gesicht hatte sie zerstören wollen?

Er bugsierte sie auf den Flur hinaus und in die erste Kabine hinein, dann riss er die Tür zu der kleinen Glasfiber-Nasszelle mit der kombinierten Dusch-Toilette auf.

Mit einer Hand schob er sie in die winzige Kabine, nahm den Duschkopf aus der Halterung und drehte das Wasser auf.

»Bestimmt kennst du diese Redensart, Lizzie Dare …« Er trat herein und nahm mit seinem großen, nackten Körper den gesamten verbleibenden Raum ein. Nachdem er die Tür fest hinter sich verschlossen hatte, sah er mit gefährlichem Funkeln in den Augen an ihr herab und richtete den eiskalten Wasserstrahl auf ihre Brüste. »Wer Wind sät, wird Sturm ernten.«

2

Als der Wasserstrahl sie traf, keuchte sie auf und ihre honiggoldenen Augen weiteten sich, ehe sie schützend die Hände hob.

»Du weißt, wie ich heiße?«, stammelte sie und wich, so weit es ging, zurück.

Statt zu antworten, zielte Con mit dem Duschkopf auf ihren gut definierten Oberarm. »Brennt es an irgendeiner Stelle?«

Sie schüttelte den Kopf, und ihre schulterlangen blonden Locken, die längst durchnässt waren, flogen um ihren Kopf herum. »Bei dir?«

Als ob sie das interessierte, die verlogene kleine Diebin. »Nein, aber wie gesagt, das Zeug ist hinterhältig.«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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