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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation, FernUniversität Hagen (Arbeits- und Organisationspsychologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Zuerst werden Beiträge zur Definition, Erläuterung, Prävalenz und Inzidenz angeführt. Im daran anschließenden Teil wird ein Perspektivwechsel vorgenommen und das Salutogenesemodell von Antonovsky hinzugezogen. Der Blickwinkel aus salutogenetischer Sicht würde nicht danach fragen: „Wer erkrankt warum, wann und in welchen Situationen an Burnout?“ sondern vielmehr: „Was hält Menschen in helfenden Berufen gesund?“. Die Thesen: "Burnout ist die Konsequenz einer vergangenen Übermotivation" und "Burnout entsteht durch mangelnde Selbstregulierungsfähigkeit" werden bearbeitet. Der dritte Teil behandelt Strategien, die unter präventivem Gesichtspunkt eine Burnoutwahrscheinlichkeit verringern.
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Veröffentlichungsjahr: 2010
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Vorwort
Gegenwärtig vermitteln die Massenmedien das Bild eines massiven Sozialabbaus des Staates. Ohne auf plakative Pauschalaussagen á la „Der Staat ist bankrott“ etc. einzugehen, wird dennoch deutlich, dass durch steigende Arbeitslosenzahlen auch die Steuereinnahmen einerseits und Versicherungsbeiträge u.a. zur Pflegeversicherung andererseits sinken. Dies führt zu Einschränkungen von sozialen Leistungen, die der Staat übernimmt. Wo die finanziellen Ressourcen fehlen, werden keine ArbeitnehmerInnen beschäftigt, die diese sozialen Leistungen qua ihrer Ausbildung/ ihres Studiums für die Bevölkerung erbringen.
Auch die Kompensation der sozialen Leistungserbringung über die Kirchen schwindet kontinuierlich, da auch diese fehlende Einnahmen (Kirchensteuern) aufgrund von Kirchenaustritten zu verzeichnen haben. Die Folgen sind, dass insbesondere helfende Berufe zwecks Kosteneinsparung reduziert werden bzw. sich die Arbeitsbelastungen derer, die fehlende MitarbeiterInnen kompensieren, zwangsläufig erhöht. Aktuell wurde ein Zwischenbericht zu einer von der Europäischen Union im fünften Forschungsprogramm durchgeführten und finanzierten Studie zum europaweiten vorzeitigen Berufsausstieg bei Pflegepersonal publiziert. Zu
der next-Studie1(nurses early exit study) wurden 40.000 Pflegekräfte in 10 Ländern der EU befragt. Das 5. Kapitel befasst sich explizit mit „Burnout im Pflegeberuf in Europa“.
Im Ergebnis zeigt sich, dass die Mittelwerte für das persönliche Burnout mit Ausnahme der Niederlande und Norwegen knapp über- oder unterhalb des Mittelpunktes der Skala liegen.
Nun stellen die Pflegeberufe sicherlich nicht alle helfenden Berufe dar, zu denen u.a. auch pädagogische, beratende und seelsorgerische Berufe zählen. Dennoch weisen die Pflegeberufe Tätigkeiten, Dienstleistungen, Skills etc. auf, die sich auch in anderen helfenden Berufen finden lassen und somit eine Übertragung der Ergebnisse auf andere helfende Berufe gestatten. Somit orientiert sich diese Hausarbeit primär an Publikationen über „der“
1Hasselborn, H.-M. et al.: Berufsausstieg bei Pflegepersonal - Arbeitsbedingungen und
beabsichtigter Berufsausstieg bei Pflegepersonal in Deutschland und Europa. Dortmund/Berlin/Dresden 2005
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klassischen helfenden Berufssparte: „Pflege“. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse bzgl. des Burnouts in der aktuellen next-Studie entfaltet diese Hausarbeit ein dreigeteiltes Bearbeitungsfeld:
Zuerst werden Beiträge zur Definition, Erläuterung, Prävalenz und Inzidenz angeführt.
Im daran anschließenden Teil wird ein Perspektivwechsel vorgenommen und das Salutogenesemodell von Antonovsky hinzugezogen. Der Blickwinkel aus salutogenetischer Sicht würde nicht danach fragen: „Wer erkrankt warum, wann und in welchen Situationen an Burnout?“ sondern vielmehr: „Was hält Menschen in helfenden Berufen gesund?“. Gleichzeitig werden die Thesen beider Kurseinheiten des Studienbriefes: „Arbeitsmotivation, -leistung und -zufriedenheit“ über Burnout aufgegriffen.
Der dritte Teil behandelt Strategien, die unter präventivem Gesichtspunkt eine Burnoutwahrscheinlichkeit verringern.
