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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Allgemeines, Note: 1,0, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik), Sprache: Deutsch, Abstract: Eine essentielle Bedingung für erfolgreiches unternehmerisches Handeln ist das Zurechtkommen mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit (vgl. Pfriem 2005, S. 29). Zu diesen Herausforderungen gehört, dass sich unternehmerisches Wirtschaften und betriebliches Management heute unter ganz anderen Voraussetzungen vollziehen als noch vor wenigen Jahren (vgl. Doppler & Lauterburg 2005, S. 21). Das Schlagwort der heutigen Zeit lautet: Globalisierung. Sie präsentiert die heutige Welt in anderen ökonomischen Verflechtungen und bringt einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturwandel mit sich (vgl. Pfriem 2005, S. 29). Dazu gehört auch, dass Faktoren wie die Kundennachfrage, das Marktwachstum, die Produktlebenszyklen oder das Tempo des technologischen Wandels nicht mehr konstant oder vorhersehbar sind. Aber nicht nur die Bedingungen am Markt oder der Wettbewerb haben sich geändert, sondern auch die Qualität der Veränderung selbst. Veränderung ist zu einer gewohnten Norm geworden, wodurch Innovationen vorangetrieben werden und sich die Produktlebenszyklen verkürzen, die Entwicklungs- und Einführungsphasen neuer Produkte einbezogen. Der ständige Wandel verlangt von den Unternehmen Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit (vgl. Simon 2000, S. 203 f.). Eben diese Bedingungen machen es notwendig, den Wandel nicht sich selbst zu überlassen, sondern eine gezielte Veränderung herbeizuführen. Das entscheidende Schlagwort ist in diesem Fall Change Management. Gerade für Unternehmen ist es wichtig dieses zu beherrschen, denn es stellt die unabdingbare Kompetenz eines Unternehmens dar, um im vorherrschenden Wettbewerb bestehen zu können (vgl. Böning & Fritschle 1997, S. 21). „Nur wer sich selbst verändert und das gezielte Veränderungsmanagement beherrscht, wird Zukunftschancen haben“ (Böning & Fritschle 1997, S. 21). Bewusste, von der Organisation geplante und initiierte Lernprozesse mit dem Ziel der Effizienzsteigerung, sind erforderlich, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen (vgl. Kostka & Mönch 2006, S. 10 f.). Jedoch stellt sich die Frage, was das Change Management erfolgreich sein lässt. Bekannt ist, dass vor allem die Mitarbeiterbindung und die Identifikation mit dem Unternehmen einen unerlässlichen Wettbewerbsvorteil hervorrufen, der durch die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse immer wieder erzeugt werden muss. [...]
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Veröffentlichungsjahr: 2009
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1.Einleitung
2.Change Management
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Gründe und Ursachen für den Wandel
2.3 Grundlegende Voraussetzungen für das Veränderungsmanagement
2.4 Phasen des Change Managements
2.4.1 Drei-Phasen-Modell nach Lewin
2.4.2 Sieben-Phasen-Modell nach Streich
2.5 Zwischenfazit
3.Hindernisse im Change Management
3.1 Psychologische Hindernisse
3.1.1 Eisberg-Modell
3.1.2 Das Drei-Zonen-Modell
3.1.3 Psychologischer Widerstand
3.1.3.1 Ursachen für den psychologischen Widerstand
3.1.3.2 Erscheinungsformen des Widerstands
3.1.3.3 Widerstandstypen
3.1.4 Zwischenfazit
3.2 Organisationale Hindernisse
3.2.1 Begriff der Organisationsstruktur
3.2.2 Mögliche Widerstände durch die Organisationsstruktur
3.2.3 Zwischenfazit
3.3 Das gesamte Unternehmen als Hindernis
3.4 Zwischenfazit
4.Kommunikation im Veränderungsprozess
4.1 Begriffsbestimmung Kommunikation
4.2 Kommunikation im sozialen System „Unternehmen“
4.3 Erfolgsfaktor Kommunikation über Kommunikation
4.4 Methoden der Reentry-Kommunikation
4.4.1 Die Frage
4.4.2 Der Kommunikations-Tacho
4.4.3 Das Kommunikations-Radar
4.4.4 Dynamic Facilitation
4.5 Zwischenfazit
5.Fazit der Arbeit
Literaturangaben
ABB. 1: DREI-PHASEN MODELL NACH LEWIN
ABB. 2: SIEBEN PHASEN NACH STREICH
ABB. 3: DAS EISBERG-MODELL
ABB. 4: KOMFORTZONENMODELL
ABB. 5: FORMEN VON WIDERSTAND
ABB. 6: AKZEPTANZMATRIX
ABB. 7: EINLINIENSYSTEM
ABB. 8: MEHRLINIENSYSTEM
ABB. 9: STABLINIENORGANISATION
ABB. 10: SPARTENORGANISATION
ABB. 11: MATRIXORGANISATION
ABB. 12: KOMMUNIKATIONS-TACHO
ABB. 13: KOMMUNIKATIONS-RADAR
Eine essentielle Bedingung für erfolgreiches unternehmerisches Handeln ist das Zurechtkommen mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit (vgl. Pfriem 2005, S. 29). Zu diesen Herausforderungen gehört, dass sich unternehmerisches Wirtschaften und betriebliches Management heute unter ganz anderen Voraussetzungen vollziehen als noch vor wenigen Jahren (vgl. Doppler & Lauterburg 2005, S. 21). Das Schlagwort der heutigen Zeit lautet: Globalisierung. Sie präsentiert die heutige Welt in anderen ökonomischen Verflechtungen und bringt einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturwandel mit sich (vgl. Pfriem 2005, S. 29). Dazu gehört auch, dass Faktoren wie die Kundennachfrage, das Marktwachstum, die Produktlebenszyklen oder das Tempo des technologischen Wandels nicht mehr konstant oder vorhersehbar sind. Aber nicht nur die Bedingungen am Markt oder der Wettbewerb haben sich geändert, sondern auch die Qualität der Veränderung selbst. Veränderung ist zu einer gewohnten Norm geworden, wodurch Innovationen vorangetrieben werden und sich die Produktlebenszyklen verkürzen, die Entwicklungs- und Einführungsphasen neuer Produkte einbezogen. Der ständige Wandel verlangt von den Unternehmen Flexibilität und schnelle Reaktionsfähigkeit (vgl. Simon 2000, S. 203 f.). Eben diese Bedingungen machen es notwendig, den Wandel nicht sich selbst zu überlassen, sondern eine gezielte Veränderung herbeizuführen. Das entscheidende Schlagwort ist in diesem Fall Change Management. Gerade für Unternehmen ist es wichtig dieses zu beherrschen, denn es stellt die unabdingbare Kompetenz eines Unternehmens dar, um im vorherrschenden Wettbewerb bestehen zu können (vgl. Böning & Fritschle 1997, S. 21). „Nur wer sich selbst verändert und das gezielte Veränderungsmanagement beherrscht, wird Zukunftschancen haben“ (Böning & Fritschle 1997, S. 21). Bewusste, von der Organisation geplante und initiierte Lernprozesse mit dem Ziel der Effizienzsteigerung, sind erforderlich, um sich den neuen Herausforderungen zu stellen (vgl. Kostka & Mönch 2006, S. 10 f.). Jedoch stellt sich die Frage, was das Change Management erfolgreich sein lässt. Bekannt ist, dass vor allem die Mitarbeiterbindung und die Identifikation mit dem Unternehmen einen unerlässlichen Wettbewerbsvorteil hervorrufen, der durch die Befriedigung grundlegender Bedürfnisse immer wieder erzeugt werden muss. Dazu gehört im besonderen Maße die Kommunikation des Wandels und die Vermittlung der konkreten Vorteile des Veränderungsvorhabens (vgl. Buchholz 2000, S.1). Die Kombination von Change Management und Kommunikation führt zum Thema der vorliegenden Arbeit, die Change Management - Möglichkeiten der Kommunikation beleuchten soll. Bekannt ist, dass sich Veränderungsprozesse nicht immer reibungslos gestalten lassen. Vielfach trifft ein Veränderungsprozess auf Widerstände auf allen Ebenen des Unternehmens. Vor allem treten psychologische und organisationale Hindernisse auf. Können diese Barrieren mittels Kommunikation überwunden werden? Welche Art bzw. welche Instrumente der Kommunikation sind geeignet? Diese Fragen sind im Verlauf der Arbeit zu klären, und es gilt, die Zusammenhänge zwischen Change Management und Kommunikation aufzuzeigen.
Zunächst werden in Kapitel zwei die grundlegenden Eigenschaften des Change Managements beschrieben. Eine Begriffsbestimmung sowie Gründe und Ursachen für den Wandel zählen ebenso dazu, wie die Voraussetzungen für ein effektives Veränderungsmanagement und die Einteilung des Change-Prozesses in Phasen.
Kapitel drei befasst sich anschließend mit den Hindernissen, die im Change Management auftreten. Die Hindernisse lassen sich grob in psychologische Hindernisse der Menschen eines Unternehmens und in organisationale Hindernisse unterteilen.
Der Begriff des Change Managements ist sehr vielfältig und bedarf daher für diese Arbeit zunächst einer Konkretisierung. Daran anschließend werden detailliert die Gründe und Ursachen für den Wandel dargestellt, die das Change Management notwendig machen. Des Weiteren muss das Unternehmen selbst seinen Beitrag zu einem Change-Prozess leisten. Dazu ist zu klären, welche Voraussetzungen seitens des Unternehmens für ein erfolgreiches Veränderungsprojekt erfüllt werden müssen. Letztlich lässt sich der Change-Prozess, zur besseren Strukturierung, in Phasen untergliedern.
Der Begriff Change Management wird erst seit einigen Jahren gebraucht und stammt aus dem Angelsächsischen. Die deutsche Bezeichnung, die meist gleichbedeutend verwendet wird, lautet „Veränderungsmanagement“ (vgl. Kraus; Becker-Kolle & Fischer 2006, S. 14). Beide Begrifflichkeiten können inhaltlich weitgehend mit der Handhabung von Veränderungen in Organisationen gleichgesetzt werden (vgl. Rischar 2005, S.1), aber eine allgemein gültige Begriffsbestimmung von Change Management existiert in der Praxis nicht (vgl. Helmcke 2007, S. 201). So begreifen Stolzenberg & Heberle (2006) Veränderungsmanagement als die Planung und Durchführung aller Tätigkeiten, die die betroffenen Führungskräfte und Mitarbeiter[I] auf die bevorstehende Situation vorbereiten und ihnen eine möglichst optimale Umsetzung der veränderten Anforderungen ermöglichen. Veränderungsmanagement lässt sich dabei in vier grundlegende Themen unterteilen: die Entwicklung und Umsetzung einer Vision, die Kommunikation mit den betroffenen Parteien, das Einbeziehen und Beteiligen der Betroffenen und die Qualifizierung der Betroffenen, wobei diese Kernthemen immer in den Phasen der fachlichen Veränderung einer Organisation: Planung, Umsetzung und Evaluation, berührt werden (vgl. Stolzenberg & Heberle 2006, S. 5 f.). Al-Ani und Gattermayer (2001) stützen sich indessen auf eine knappere Ausführung des Begriffes: „Change Management subsumiert alle Maßnahmen, die zur Initiierung und Umsetzung von neuen Strategien, Strukturen, Systemen und Verhaltensweisen notwendig sind“ (Al-Ani & Gattermayer 2001, S. 14).
Die vorliegenden Arbeit soll sich auf die Definition des Gabler-Wirtschaftslexikons (1997) stützen, da sie die umfassendste und präziseste Variante einer Begriffsbestimmung darstellt: Veränderungsmanagement ist die „Strategie des geplanten und systematischen Wandels, der durch die Beeinflussung der Organisationsstruktur, Unternehmenskultur und individuellen Verhaltens zu Stande kommt, und zwar unter größtmöglicher Beteiligung der betroffenen Arbeitnehmer. Die gewählte ganzheitliche Perspektive berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen Individuen, Gruppen, Organisationen, Technologie, Umwelt, Zeit sowie die Kommunikationsmuster, Wertestrukturen, Machtkonstellationen etc., die in der jeweiligen Organisation real existieren“ (Gabler-Wirtschaftslexikon 1997, S. 2897).
Der Ausdruck „Change“ wird in dieser Arbeit synonym zu den deutschen Ausdrücken „Veränderung“ und „Wandel“ gebraucht. Des Weiteren wird sich auf den geplanten Wandel, folglich eine von der Unternehmensleitung strategisch geplante Veränderung, um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu optimieren, beschränkt.
An diese Definition des Change Management anschließend, werden im kommenden Abschnitt die Gründe und Ursachen des Wandels beleuchtet, die die Notwendigkeit von Change Prozessen verständlich machen.
„Die Welt hat sich radikal verändert“ (Doppler & Lauterburg 2005, S. 21). Das Tempo, mit dem sich die Veränderung im Unternehmensumfeld vollzieht, ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen (vgl. Rischar 2005, S. 2), so dass unternehmerisches Wirtschaften und betriebliches Management unter ganz anderen Voraussetzungen stattfinden als noch vor wenigen Jahren (vgl. Doppler & Lauterburg 2005, S. 21). Für die einzelnen Unternehmen besteht die Herausforderung in der Bewältigung der zunehmenden Vielfalt und der Anpassung an die sich schnell ändernden Anforderungen und Aufgaben innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die als Auslöser für den Wandel angesehen werden (vgl. Simon 2000, S. 183). Somit existieren unterschiedlichste Auslöser für den Wandel. Solche, die aus dem äußeren Umfeld und solche, die aus dem inneren Bereich eines Unternehmens stammen (vgl. Rischar 2005, S. 2). Die äußeren Einwirkungen lassen sich weiter untergliedern in technologische, gesamtwirtschaftliche, soziokulturelle und gesetzgeberische Aspekte (vgl. Rischar 2005, S. 2 f.).
