Cobra - Frederick Forsyth - E-Book

Cobra E-Book

Frederick Forsyth

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Beschreibung

International agierende Drogenkartelle setzen pro Jahr Kokain im Wert von mehreren Milliarden Dollar um, sie werden immer größer und einflussreicher. Im Auftrag des Weißen Hauses soll der Ex-CIA-Agent Paul Deveraux, genannt die Cobra, diese Geißel der Menschheit ausmerzen: Das kolumbianische Kartell der Kartelle muss zu Fall gebracht werden. Ein für alle Mal – und mit allen Mitteln ...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 499




Frederick Forsyth

COBRA

Frederick Forsyth

COBRA

Roman

Aus dem Englischen von

Rainer Schmidt

C. Bertelsmann

Die Originalausgabe erschien 2010 unter dem Titel »The Cobra« bei Bantam Press, London.

Copyright 2010 by Frederick Forsyth

Copyright der deutschsprachigen Ausgabe 2010

beim C. Bertelsmann Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Satz: Uhl + Massopust, Aalen

ISBN 978-3-641-05064-1

www.bertelsmann.de

Für Justin und all die anderen jungen Agenten, Briten und Amerikaner, die unter großen Gefahren im Undercovereinsatz den Kampf gegen die Drogen führen

HANDELNDE PERSONEN

Berrigan, Bob – Operationschef, DEA

Manhire, Tim – ehemaliger Zollbeamter, Leiter der MAOC

Devereaux, Paul – die Cobra

Silver, Jonathan – Stabschef Weißes Haus

Dexter, Calvin – Executive Offficer, Projekt Cobra

Uribe, Alvaro – ehemaliger Präsident von Kolumbien

Dos Santos, Manuel – Uribes Nachfolger im Präsidentenamt

Calderon, Felipe – Chef der kolumbianischen Drogenpolizei

Dos Rios, Colonel – Nachrichtendienstchef der kolumbianischen Drogenpolizei

Esteban, Don Diego – oberster Boss des Kokainkartells

Sanchez, Emilio – Abteilungsleiter Produktion des Kartells

Perez, Rodrigo – ehemaliger FARC-Terrorist in Diensten des Kartells

Luz, Julio – Anwalt, Vorstandsmitglied des Kartells

Largo, José-Maria – Vertriebsleiter des Kartells

Cardenas, Roberto – Vorstandsmitglied des Kartells

Suarez, Alfredo – Transportchef des Kartells

Valdez, Paco – Vollstrecker des Kartells

Bishop, Jeremy – Computerexperte

Ruiz, Pater Carlos – Jesuitenpriester, Bogotá

Kemp, Walter – UNODC

Ortega, Francisco – Inspektor der Drogenpolizei von Madrid

McGregor, Duncan – Schiffsumrüster

Arenal, Letizia – Studentin aus Madrid

Pons, Francisco – Kokainpilot

Romero, Ignacio – Bevollmächtigter des Kartells in Guinea-Bissau

Gomes, Djalo – Armeechef von Guinea-Bissau

Isidro, Pater – Priester in Cartagena

Cortez, Juan – Schweißer

Mendoza, João – Exmajor der brasilianischen Luftwaffe

Pickering, Ben – Major des Special Boat Service

Dixon, Casey – Commander SEAL Team zwei

Eusebio, Pater – Dorfpriester in Kolumbien

Milch, Eberhardt – Zollinspektor in Hamburg

Ziegler, Joachim – Zollkriminalamt Berlin

Van der Merwe – Inspektor der Zollkriminalabteilung Rotterdam

Chadwick, Bill – Commander SEAL Team drei

ABKÜRZUNGEN UND AKRONYME

AFB – Air Force Base (USA) – Luftwaffenstützpunkt

BAMS – Broad Area Maritime Surveillance – Weiträumige Seeüberwachung

BKA – Bundeskriminalamt

CIA – Central Intelligence Agency – Auslandsnachrichtendienst der Vereinigten Staaten

CRRC – Combat Rubber Raiding Craft (USA) –Schlauchboot für Gefechts- und Stoßtruppeinsätze

DEA – Drug Enforcement Administration – Drogenbekämpfungsbehörde der USA

FARC – Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Marxistische kolumbianische Guerillabewegung

FBI – Federal Bureau of Investigations – Bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde des US-Justizministeriums

HMRC – Her Majesty’s Revenue and Customs – Zoll- und Finanzbehörde Ihrer Majestät (Großbritannien)

ICE – Immigration and Customs Enforcement – Zoll- und Einwanderungspolizei des Heimatschutzministeriums (USA)

MAOC-N – Maritime Analysis Operations Centre for Narcotics – Maritimes Analyse- und Operationszentrum Rauschgift

MI5 – Security Service – britischer Inlandsgeheimdienst

NSA – National Security Agency – Nationale Sicherheitsbehörde für die Überwachung und Entschlüsselung elektronischer Kommunikation (USA)

RATO – Rocket-Assisted-Take-Off – Raketenunterstützter Flugzeugstart

RFA – Royal Fleet Auxiliary – Hilfsschiff der Königlichen Flotte (Großbritannien)

RHIB – Rigid-hull Inflatable Boat – Festrumpf- Schlauchboot (Großbritannien)

RIB – Rigid-hull Inflatable Boat – Festrumpf- Schlauchboot (USA)

SAS – Special Air Service Regiment – Spezialeinheit der britischen Armee

SEALs – Sea, Air, Land – Spezialeinheit der U.S. Navy

SOCA – Serious and Organised Crime Agency – britische Behörde zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens

UAV – Unmanned Aerial Vehicle – Unbemanntes Luftfahrzeug

UDYCO – Unidad de Drogas y Crimen Organizado –spanische Sondereinheit zur Bekämpfung von Rauschgift- und organisierter Kriminalität

UNODC – United Nations Office on Drugs and Crime – Büro der Vereinigten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung

ZKA – Zollkriminalamt

ERSTER TEIL

ZÜNGELN

EINS

Der halbwüchsige Junge starb. Kein Mensch wusste es, und nur einen hätte es gekümmert. Dürr wie ein Skelett nach einem durch Drogen ruinierten Leben, kauerte er auf einem stinkenden Strohsack in der Ecke eines dreckigen Zimmers in einem verlassenen Wohnblock. Der Slum lag in einer der gescheiterten, »Projects« genannten Wohnsiedlungen in Anacostia, einem Teil von Washington, D. C., auf den die Stadt nicht stolz ist und der von Touristen nie besucht wird.

Wenn der Junge gewusst hätte, dass sein Tod einen Krieg auslösen würde, hätte er es nicht verstanden, aber es hätte ihn auch nicht interessiert. So wirkt der Drogenmissbrauch auf einen jungen Verstand. Er zerstört ihn.

Das spätsommerliche Dinner im Weißen Haus war nach den Maßstäben der präsidialen Gastlichkeit eher klein. Zwanzig Gäste, zehn Paare, setzten sich nach den Drinks, die in einem Vorraum gereicht worden waren, zu Tisch, und achtzehn waren höchst beeindruckt davon, hier zu sein.

Neun von ihnen waren leitende freiwillige Mitarbeiter der Veterans’ Administration, des Verbandes, der sich landesweit um das Wohlergehen derjenigen kümmert, die in den bewaffneten Streitkräften gedient haben.

In den neun Jahren bis 2010 waren sehr viele Männer und etliche Frauen verwundet oder traumatisiert aus dem Irak und aus Afghanistan zurückgekehrt. Als Oberkommandierender der Streitkräfte bedankte sich der Präsident bei seinen neun Gästen von der VA für das, was sie für diese Leute hatten tun können. Deshalb waren sie und ihre Gattinnen eingeladen worden, dort zu speisen, wo einst der legendäre Abraham Lincoln seine Mahlzeiten eingenommen hatte. Die First Lady persönlich hatte sie durch die Räume geführt, und jetzt saßen sie unter den wachsamen Blicken des Majordomus da und warteten darauf, dass die Suppe serviert wurde. Als die ältliche Kellnerin zu weinen anfing, löste das leise Betretenheit aus.

Sie tat es lautlos, aber die Terrine in ihren Händen begann zu zittern. Die First Lady saß auf der anderen Seite des runden Tisches. Sie blickte von dem Gast auf, dem gerade Suppe eingeschenkt wurde, und sah die Tränen, die lautlos über die Wange der Kellnerin rannen.

Der Majordomus, dem nichts entging, was dem Präsidenten missfallen könnte, folgte ihrem Blick und ging mit leisen, aber schnellen Schritten um den Tisch herum. Er nickte einem Kellner in der Nähe energisch zu, damit dieser die Terrine übernahm, bevor es zu einer Katastrophe kommen konnte, und bugsierte dann die ältere Frau vom Tisch weg und auf die Schwingtür zu, die in den Anrichteraum vor der Küche führte. Als die beiden verschwunden waren, betupfte die First Lady sich die Lippen, entschuldigte sich leise bei dem pensionierten General zu ihrer Linken, stand auf und folgte ihnen.

Im Anrichteraum saß die Kellnerin auf einem Stuhl. Ihre Schultern zuckten, und sie murmelte: »Es tut mir leid, es tut mir so leid.« Der Gesichtsausdruck des Majordomus ließ erkennen, dass er nicht in nachsichtiger Stimmung war. Vor dem Präsidenten bekam man keinen Zusammenbruch.

Die First Lady bedeutete ihm, ins Speisezimmer zurückzukehren. Dann beugte sie sich über die weinende Frau, die sich mit dem Saum ihrer Schürze die Augen betupfte und sich noch immer entschuldigte.

Ein, zwei behutsame Fragen, und die Kellnerin Maybelle erklärte ihren ungewöhnlichen Lapsus. Die Polizei habe den Leichnam ihres einzigen Enkels gefunden, des Jungen, den sie großgezogen habe, nachdem sein Vater neun Jahre zuvor in den Trümmern des World Trade Center umgekommen sei, als das Kind sechs Jahre alt war.

Man habe ihr die Todesursache erklärt, die der Leichenbeschauer festgestellt hatte, und ihr mitgeteilt, der Leichnam könne in der städtischen Leichenhalle abgeholt werden.

So kam es, dass die First Lady der und eine ältliche Kellnerin, beide Nachkommen von Sklaven, einander in einer Ecke des Anrichteraums trösteten, während ein paar Schritte weit entfernt die führenden Figuren der VA bei Suppe und Croutons gestelzte Konversation betrieben.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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